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Sprüche über Zufriedenheit

772 Sprüche — Seite 10

Nicht Überfluss, sondern inneres Einverstandensein entscheidet oft darüber, ob ein Leben als reich empfunden wird. Zufriedenheit ist keine laute Begeisterung, sondern eine stille Form von Ordnung zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Gerade deshalb wirkt sie unscheinbar und erweist sich doch als eine der kostbarsten menschlichen Haltungen.

Sie entsteht selten aus Besitz allein, sondern aus Maß, Dankbarkeit und der Fähigkeit, das Wesentliche zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Zufriedenheit weder Stillstand noch Anspruchslosigkeit bedeutet, sondern jene Ruhe, in der das Leben nicht kleiner, sondern klarer erscheint.

  1. Die kleinen Krebse und Fische sind die besten, wenn man große nicht haben kann.

  2. Wenn ihr suchet ohne Wanken, was das Leben kann erfrischen, bleiben jung auch die Gedanken; weil sie ewig jung nur zwischen Hoffen und Erfüllen schwanken.

    August von Platen

  3. Eine jede Arbeit, welche den Menschen in Anspruch nimmt, macht den Menschen still und bewirkt, dass er sich in das gesellschaftliche Gefüge seiner Stelle einordnet.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  4. Könnte ich leben, ohne zu arbeiten, ich wäre das glücklichste Wesen unter der Sonne

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  5. Man muß sein Brot mit dem Messer schneiden, das einem das Schicksal, ob stumpf oder scharf, dazu in die Hand gibt.

    Wilhelm Raabe

  6. Stil ist der äußere Ausdruck einer inneren Harmonie der Seele.

    William Hazlitt

  7. Die Weisesten merken höchstens nur, wie das Schicksal sie leitet und sind es zufrieden.

    Johann Georg Adam Forster

  8. Erfolg ist, zu erreichen was man sich wünscht; Glück ist, sich zu wünschen was man erreicht.

  9. Richtig oder falsch, der Kunde hat immer recht.

    Marshall Field

  10. Nichts ist geschmackloser als die ganze Selbstgefälligkeit und Zufriedenheit, die aus den Gesichtern eines neu vermählten Paares leuchtet.

    Charles Lamb

  11. Denn man ist glücklich, wenn man mit sich selbst, seinem Herzen und seinem Gewissen zufrieden ist.

    August Strindberg

  12. Ich bereue nichts, ich überdenke nichts, ich genieße alles.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  13. Der Reiche ist nicht immer der Zufriedene. Aber der Zufriedene ist immer der Reiche

    Albrecht Goes

  14. Wollten die Weiber immer wahrhaft Weiber sein, sie wären immer mit wahren Männern glücklich.

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  15. Wie die Luft, wie das Wasser, wie alles in der Welt, so steigt auch unser Herz desto höher empor, je wärmer es wird.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  16. Frieden im Herzen bringt Frieden in die Welt

    Theodor Toeche-Mittler

  17. Eine geliebte Frau in den Armen halten! Das ist das Äußerste an menschlichem Glück.

    Guy de Maupassant

  18. Sei mit dir nie zufrieden, außer etwa episodisch, so dass deine Zufriedenheit nur dazu dient, dich zu neuer Unzufriedenheit zu stärken.

    Christian Morgenstern

  19. Vergiß niemals die Zeit deiner Krankheit! So gesund wie heute wärst du damals der glücklichste Mensch der Welt gewesen!

    Rainer Haak

  20. Ein Tag voller Freude ist zwei traurige Tage wert.

  21. Nur insofern der Mensch mit sich selbst eine glückliche Ehe führt und eine schöne Familie ausmacht, ist er überhaupt ehe- und familienfähig.

    Novalis

  22. Sei heiter und vergnügt und nimm teil an der Freude der anderen. Dabei fällt dann immer auch etwas eigene Freude ab.

    Theodor Fontane

  23. Wir können vieler Ding entbehren und dies und jenes nicht begehren, doch werden wenig Männer sein, die Weiber hassen und den Wein.

    Johann Peter Hebel

  24. Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört, gut zu sein.

    Oliver Cromwell

  25. Jung sein können in späten Tagen, wenn die Röte des Morgens vergeht und den Frühling im Herzen tragen, wenn schon der Herbstwind der Kühle weht. Wer solche Gnade vom Himmel erfahren, fürchtet die …

  26. Nicht, was er mit seiner Arbeit erwirbt, ist der eigentliche Lohn des Menschen, sondern was er durch sie wird.

    John Ruskin

  27. Schenke dir selbst jeden Tag die schönsten Momente, und bade Körper, Seele und Geist in innerer Harmonie.

    Sarah Bernhardt

  28. Nihil agere delectat. Nichtstun ist angenehm

    Marcus Tullius Cicero

  29. Der Besitz wird durch das Besitzen meistens geringer.

    Friedrich Nietzsche

  30. Ein guter Gedanke macht froh, erst recht eine gute Tat

    Peter Rosegger

  31. Nicht in der großen Zahl liegt das Geheimnis Freude zu entdecken. Was ein Mensch sucht, kann er in einer einzigen Rose finden.

    Antoine de Saint-Exupéry

  32. Es ist sichtbar ein Vorzug des Alters, den Dingen der Welt ihre materielle Schärfe und Schwere zu nehmen und sie mehr in das innere Licht der Gedanken zu stellen, wo man sie in größerer, immer b …

    Wilhelm von Humboldt

  33. Freundschaft ist wie Heimat!

    Kurt Tucholsky

  34. Dem, welcher ein Bein gebrochen hat, kann man dadurch sein Unglück doch erträglicher machen, wenn man ihm zeigt, dass es leicht hätte das Genick treffen können.

    Immanuel Kant

  35. Das Leben, Gott sei Dank, ist kein Tummelplatz großer Gefühle, sondern eine Alltagswohnstube, drin das so genannte große Glück davon abhäng, ob man friert oder warm sitzt, ob der Ofen raucht, oder gut …

    Theodor Fontane

  36. Sei lieb und bescheiden, dann mag man dich leiden, und halte dein Gewissen rein, so wirst du immer glücklich sein.

  37. Des Lebens Kunst ist leicht zu lernen und zu lehren; du must vom Schicksal nie zu viel begehren. Der, welchem ein bescheidenes Los genügt, hat einen Schatz, der nie versiegt. Dem Unersättlichen in …

    Ludwig Bechstein

  38. Wer nicht richtig faulenzen kann, kann auch nicht richtig arbeiten

  39. Vergnügt sein ohne Geld, das ist der Stein der Weisen.

    Magnus Gottfried Lichtwer

  40. Lebenskunst bedeutet zu lieben, was man tut, nicht, zu tun, was man liebt.

  41. Wie herrlich ist es, nichts zu tun und dann vom Nichtstun auszuruhn

    Heinrich Zille

  42. Nach einem trefflichen Essen ist man geneigt allem zu verzeihen, sogar den eigenen Verwandten

    Oscar Wilde

  43. Mir ist alles einerlei. Mit Verlaub, ich bin so frei.

    Wilhelm Busch

  44. Gott hat dir heute 86.400 Sekunden geschenkt. Hast du eine dazu verwendet, "Danke" zu sagen?

  45. Wenn man es fertigbringen könnte, dass die Leute auf ihrem richtigen Platze ständen und wollten stehen bleiben, dann wären wir weit, sehr weit.

    Adolph Kolping

  46. Ehrlich währt am längsten

  47. Vor nichts muss sich das Alter mehr hüten, als sich der Lässigkeit und Untätigkeit hinzugeben.

    Marcus Tullius Cicero

  48. Wenn deinem Freund kein großes Unglück widerfährt, musst du dich mit seinen kleinen Misserfolgen zufrieden geben

  49. Unter freundlichen Menschen ist selbst das Wasser süß.

  50. Du brauchst nur zu verzichten, dann findest du deinen Frieden.

    Antoine de Saint-Exupéry

  51. Reife ist, wenn man das Vollkommene nicht im Ungewöhnlichen, sondern im Alltäglichen sucht.

    Hugo von Hofmannsthal

  52. Wem zu Hause nicht wohl ist, dem wird selbst das Vaterland zu enge. Er verläuft sich in der Welt als Irrwisch.

    Friedrich Ludwig Jahn

  53. Genieße, was dir Gott beschieden; entbehre gern, was du nicht hast; ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand hat seine Last

    Christian Fürchtegott Gellert

  54. Wer zum Glück der Welt beitragen möchte, der sorge zunächst einmal für eine glückliche Atmosphäre im eigenen Haus und mache seine Verwandten glücklich.

    Albert Schweitzer

  55. Wer zufrieden ist, kann nie zugrunde gerichtet werden.

    Laotse

  56. Die wahre Ernte meines täglichen Lebens ist etwas so Unfassliches wie das Morgen- und Abendrot.

    Henry David Thoreau

  57. Wenn dem Deutschen so recht wohl ums Herz ist, dann singt er nicht. Dann spielt er Skat.

    Kurt Tucholsky

  58. Wie viel Sand im Meer, wie viel Sterne oben her, wie viel Tiere in der Welt, wie viel Heller unterm Geld, in den Adern wie viel Blut, in dem Feuer wie viel Glut, wie viel Blätter in den Wäldern, …

  59. So viel ist sicher: Reisen tut immer gut

    Voltaire

  60. Etwas Gescheiteres kann einer doch nicht treiben in dieser schönen Welt, als zu spielen.

    Henrik Johan Ibsen