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Sprüche über Verstand

388 Sprüche — Seite 2

Was ordnet, prüft und Unterschiede erkennt, wird mit dem Verstand verbunden. Er schützt vor vorschnellen Urteilen, sucht Zusammenhang und verleiht dem Denken jene Klarheit, ohne die Orientierung schwerfällt. Darum gehört dieses Thema zu den tragenden Kräften bewusster Lebensführung.

Sein Wert zeigt sich nicht im kalten Rechnen allein, sondern im maßvollen Zusammenwirken mit Erfahrung und Gefühl. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Verstand dann am fruchtbarsten ist, wenn er nicht herrscht, sondern richtig unterscheidet.

  1. Wir nutzen nur 10 Prozent unseres geistigen Potentials.

    Albert Einstein

  2. Wer fest auf seinen Füssen steht und ein scharfes Auge im Kopf hat, der weiß seinen Weg, und darf auch etwas weiter gehen als gewöhnlich.

    Ludwig van Beethoven

  3. Wer keinen Verstand hat, kann ihn auch nicht benutzen. Das hindert aber niemanden, es trotzdem zu tun.

    Martin Kessel

  4. Anmut des Leibes ist Anmut der Hülle. Anmut des Geistes ist Anmut der Fülle.

  5. Ein Kluger hat so viel zu denken, dass er keine Zeit hat zu reden. Ein Dummkopf hat so viel zu reden, dass er keine Zeit hat zu denken.

  6. Jeder Tor kann antworten, wenn man ihn zu Rate zieht, aber nur der bedeutende Mensch kann fragen.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  7. Wenn dein Lehrer unzufrieden mit dir ist, nimm's ihm nicht krumm. Erstmals war's auch ihm beschieden: Man hielt ihn - wie dich - für dumm!

  8. Gebildet ist, wer weiß, wo er findet, was er nicht weiß.

    Georg Simmel

  9. Man soll die Welt nicht belachen, nicht beweinen, sondern begreifen

    Baruch de Spinoza

  10. Laß uns das Leben genießen, solange wir es nicht begreifen

    Kurt Tucholsky

  11. Besser ist es, ein Licht anzuzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.

  12. Weisheit ist Harmonie.

    Novalis

  13. Wirklich ist alles, was meßbar ist

    Max Planck

  14. Wenige Menschen können denken, aber alle wollen eine Meinung haben.

    George Berkeley

  15. Der Mensch ist mir mit nichts auf der Welt zufrieden, ausgenommen mit seinem Verstand. Je weniger er hat, desto zufriedener.

    August von Kotzebue

  16. Unglückliches Geschick der Menschen! Kaum ist der Geist zu seiner Reife gelangt, beginnt der Körper dahinzuwelken.

    Charles-Louis de Montesquieu

  17. Eigensinn ist kein Fehler des Verstandes, er ist ein Fehler des Gemüts. Diese Unbeugsamkeit des Willens, diese Reizbarkeit gegen fremde Einrede hat ihren Grund nur in einer besonderen Art von Selbstsu …

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  18. Der Spezialist ist in seinem winzigen Weltwinkel vortrefflich zu Hause, aber er hat keine Ahnung vom Rest.

    José Ortega y Gasset

  19. Man muss vieles, das unser Ohr trifft, nicht hören, als wäre man taub, und dafür Sinn und Verstand auf das richten, was dem Herzen Frieden bringt.

    Thomas à Kempis

  20. Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Schreibe klar – und sie werden es verstehen. Schreibe bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten.

    Joseph Pulitzer

  21. Was dem Verstande endlich, ist nichtig dem Herzen.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  22. Ganz begreifen werden wir uns nie, aber wir werden und können uns weit mehr als begreifen.

    Novalis

  23. Die Klugheit eines Menschen läßt sich aus der Sorgfalt ermessen, womit er das Künftige oder das Ende bedenkt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  24. Wer die Grausamkeit der Natur und der Menschen einmal erkannt hat, der bemüht sich, selbst in kleinen Dingen, wie dem Niedertreten des Grases, schonungsvoll zu sein.

    Christian Morgenstern

  25. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsere Augen sie nicht sehen.

    Matthias Claudius

  26. Hans ohne Fleiss wird nimmer weis.

  27. Es ist selten, dass ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.

    Oswald Spengler

  28. Wie glücklich man an Land war, merkt man erst, wenn das Schiff untergeht

    Seneca

  29. Ohne Wahrheit kann es keine Erkenntnis geben.

    Mahatma Gandhi

  30. Solche wähle zu Begleitern auf des Lebens Bahn, die dein Herz und deinen Geist erweitern, dich ermutigen, erheitern, mit dir eilen himmelan.

    Friedrich von Schiller

  31. Man erstickt den Verstand der Kinder unter einem Ballast unnützer Kenntnisse.

    Voltaire

  32. Viel Wissen bedeutet noch nicht Verstand.

    Heraklit von Ephesos

  33. Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren, das verstünden sie auch

    Johann Wolfgang von Goethe

  34. Ein Mensch, der nur eine Stunde verschwendet, hat die Bedeutung des Lebens nicht begriffen.

    Charles Robert Darwin

  35. Denken und Wissen sollten immer gleichen Schritt halten. Das Wissen bleibt sonst tot und unfruchtbar.

    Wilhelm von Humboldt

  36. Ohne Herz sieht man und erkennt doch nichts, hört man und versteht doch nichts, ißt man und schmeckt doch nichts.

  37. Der Überfluß pflegt auch den allerweisesten Verstand zu blenden

    Friedrich der Große

  38. Hektik weist auf ein krankes Gemüt. Hauptmerkmal eines geordneten Verstandes ist Beharrungsvermögen und die Fähigkeit, mit sich selbst umgehen zu können.

    Seneca

  39. Ein Mensch kann nicht alles wissen, aber etwas muss jeder haben, was er ordentlich versteht.

    Gustav Freytag

  40. Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz, denn sie zeigt ihm seine Grenzen

    Albert Schweitzer

  41. Ein bißchen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich ließe es sich damit leben!

    William Somerset Maugham

  42. Dank ist keine Erniedrigung, sondern ein Zeichen hellen Verstandes.

    Jeremias Gotthelf

  43. Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

    Immanuel Kant

  44. Der Weise ohne Humor ist undenkbar, weil er weiß, dass es Wissen über dem Verstande gibt.

    Carl Ludwig Schleich

  45. Um manche Delikte zu begreifen, genügt es, die Opfer zu kennen.

    Oscar Wilde

  46. Der Charakter sitzt nicht im Verstande, sondern im Herzen.

    Johann Georg Jacobi

  47. Zu wissen, wie man abwartet, ist das große Geheimnis des Erfolges.

  48. Soll den Menschen beigebracht werden, die Wahrheit zu sagen, so müssen sie auch lernen, sie zu hören.

    Samuel Johnson

  49. Ohne die bittere chinesische Coptis gegessen zu haben versteht man nicht, die Süße des Zuckers zu schätzen.

  50. Das Gesicht ist das Abbild des Hirns, die Augen sein Berichterstatter.

    Marcus Tullius Cicero

  51. Nimm die Erfahrung und die Urteilskraft der Menschen über fünfzig aus der Welt heraus, und es wird nicht viel übrig bleiben.

    Henry Ford

  52. Jedes Lebensalter findet uns als Schüler, und oft fehlt es uns trotz aller Jahre an Erfahrung.

    François de la Rochefoucauld

  53. Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren.

    Johann Wolfgang von Goethe

  54. Der Narr tut, was er nicht lassen kann; der Weise läßt, was er nicht tun kann.

  55. Dein Schöpfer hat dir den besten Schatz gegeben, einen lebendigen Schatz, deinen Verstand!

    Hildegard von Bingen

  56. Der Verstand wird durch die Wahrheit erleuchtet, das Herz wird durch Liebe erwärmt.

  57. Alle Gelegenheit, glücklich zu werden, hilft nichts, wenn wer den Verstand nicht hat, sie zu benutzen.

    Johann Peter Hebel

  58. Nur was der Geist geschaffen hat, versteht er.

    Wilhelm Dilthey

  59. Manch schöne Frau hat das Welken männlicher Liebe durch Ihre Kunst, pikante Leckerbissen herzustellen, zu verhindern gewusst.

    Guy de Maupassant

  60. Was kein Verstand erfasst, keine menschliche Weisheit erreicht, das ist der wahren Liebe zu allen Zeiten möglich: ihr Quell ist unversiegbar.

    Henriette Davidis