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Sprüche über Verstand

388 Sprüche — Seite 4

Was ordnet, prüft und Unterschiede erkennt, wird mit dem Verstand verbunden. Er schützt vor vorschnellen Urteilen, sucht Zusammenhang und verleiht dem Denken jene Klarheit, ohne die Orientierung schwerfällt. Darum gehört dieses Thema zu den tragenden Kräften bewusster Lebensführung.

Sein Wert zeigt sich nicht im kalten Rechnen allein, sondern im maßvollen Zusammenwirken mit Erfahrung und Gefühl. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Verstand dann am fruchtbarsten ist, wenn er nicht herrscht, sondern richtig unterscheidet.

  1. Jede Minute, jeder Mensch, jeder Gegenstand kann dir eine nützliche Lehre geben, wenn du sie nur zu entwickeln verstehst.

    Heinrich von Kleist

  2. Es gibt Leute, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld

    Ludwig Börne

  3. Wer die Erkenntnis der Sache nicht hat, dem wird die Erkenntnis der Worte nichts helfen.

    Martin Luther

  4. Wenn die Lieb' ist eifersüchtig, so bekommt sie hundert Augen, doch es sind nicht zwei darunter, die geradeaus zu sehen taugen.

    Wilhelm Müller

  5. Missionare müssen Indianisch lernen, mit Lateinisch bekehrt man keine Indianer!

    Kurt Tucholsky

  6. Das Verständnis reicht oft viel weiter als der Verstand.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  7. Denken ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Und wenn du auch die Kraft hast, einen Berg zu versetzen, so brauchst du noch einen Verstand, der so groß und so ruhig ist wie ein Ozean

  9. Im Unglück sieht man die Wahrheit klarer.

    Fjodor M. Dostojewski

  10. Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geist aber wenige

    Dante Alighieri

  11. Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.

    François de la Rochefoucauld

  12. Gelobt der Gast, der Pünktlichkeit versteht; gepriesen jener, der schnell geht

    Albert Schweitzer

  13. Je mehr du die Weiber durchschautest, desto weniger, Freund, wirst du verstehen das Weib.

    Otto Erich Hartleben

  14. Gesundheit und Verstand, das sind die beiden Lebensgüter.

    Menander

  15. Es gibt zwei verschiedene Menschen: Die männlichen, die nicht denken wollen und die weiblichen, die nicht denken können!

    Kurt Tucholsky

  16. Mit dem Hunger nach der Unendlichkeit wird der Mensch geboren; er spürt ihn früh; aber wenn er in die Jahre des Verstandes kommt, erstickt er ihn meistens leicht und schnell.

    Wilhelm Raabe

  17. Kenntnisse kann jedermann haben, aber die Kunst zu denken ist das seltenste Geschenk der Natur.

    Friedrich der Große

  18. Bildung ist jenseits aller Standesunterschiede

    Konfuzius

  19. Der Frauen Appetit ist doppelt so groß wie der des Mannes, ihre Intelligenz viermal und ihre Begierde achtmal so groß.

  20. Der gesunde Menschenverstand ist eigentlich nur eine Anhäufung von Vorurteilen die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat.

    Albert Einstein

  21. Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern.

    Christian Johann Heinrich Heine

  22. Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen.

    Victor-Marie Hugo

  23. Man muß wissen, dass es Dinge gibt, die unserer Macht nicht unterliegen und die wir nur zu erkennen, nicht hervorzubringen imstande sind.

    Dante Alighieri

  24. Es ist kein Verdienst, Verstand zu haben, sondern ein Glück; aber Verdienst ist es, ihn zur Erkennung seiner selbst anzuwenden.

    Johann Kaspar Lavater

  25. Der Mann hatte so viel Verstand, dass er fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war.

    Georg Christoph Lichtenberg

  26. Der menschliche Verstand ist in der Praxis nicht verläßlich, am wenigsten in größter Not.

    Karl Theodor Jaspers

  27. Man kann keine große Seele oder keinen einigermaßen scharfen Verstand ohne einige Leidenschaft für das Schrifttum haben.

    Marquis de Vauvenargues

  28. Das Alter zieht noch mehr Runzeln in unseren Verstand als in unser Antlitz.

    Michel de Montaigne

  29. Leute, die sich die Finger verbrennen, verstehen nichts vom Spiel mit dem Feuer

    Oscar Wilde

  30. Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele.

    Maxim Gorki

  31. Ein Fehler, den man erkennt, ist schon halb gebessert.

  32. Es gibt drei wirkliche Dinge: Gott, die menschliche Narretei und das Lachen. Die beiden ersten übersteigen unser Begriffsvermögen, also müssen wir so viel wie möglich aus dem dritten machen.

  33. Wir hören viel, aber wir hören erst eigentlich, wenn wir die wirren Stimmen haben sterben lassen, und nur noch eine spricht. Wir sehen viel, doch wir sehen erst eigentlich, wenn wir die wirren Lich …

    Eckhart von Hochheim

  34. Wir werden die Welt verstehen, wenn wir uns selbst verstehen, weil wir zwei integrante Hälften sind.

    Novalis

  35. Die Menschen, bei denen Verstand und Gemüt sich die Waage halten, gelangen spät zur Reife.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  36. Um seinen Verstand auszubreiten, muss man seine Begierden einschränken.

    Gotthold Ephraim Lessing

  37. Der ist wahrlich zu beklagen, der zum Diener ward verdammt: Mag man noch so Kluges sagen, hat der Herr allein Verstand.

    Franz Grillparzer

  38. Wir brauchen unsere Leidenschaften nicht zu zügeln, sondern unseren Verstand zu kultivieren

    William Blake

  39. Die Vitalität wird zu Lasten des Verstandes überschätzt. Dabei sind es die Ochsen und nicht die Denker, die uns zu Tode trampeln.

    Friedrich Dürrenmatt

  40. Unsere Zwecke müssen wir uns vom Herzen, die Mittel, sie zu erreichen, vom Verstand geben lassen

    Felix Mendelssohn Bartholdy

  41. Wer einen wirklich klaren Gedanken hat, kann ihn auch darstellen. Ist der Geist einmal der Dinge Herr, folgen die Worte von selbst.

    Michel de Montaigne

  42. Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln.

    Max Planck

  43. Dass der Verstand erst mit den Jahren kommt, sieht man nicht eher ein, als bis der Verstand und die Jahre da sind.

    Jean Paul

  44. Ich glaube um zu erkennen.

    Anselm von Canterbury

  45. Verständig zu sein, ist der Hauptteil des Glücks

    Sophokles

  46. Nichts in der Welt ist wirklich erstrebenswert, das nicht in der Reichweite liegt eines klaren Verstandes und einer umsichtigen Tatkraft.

    Edmund Burke

  47. Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht.

    Joachim Ringelnatz

  48. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an.

  49. Manche Leute verstehen unter Beredsamkeit ein Höchstmaß an Worten und ein Mindestmaß an Gedanken.

    Winston Churchill

  50. Die Hochzeit der Seele mit der Natur macht den Verstand fruchtbar und erzeugt die Phantasie.

    Henry David Thoreau

  51. Der Mensch, welcher das Leben bloß mit dem Verstand, ohne innere Poesie, genießt, wird Mageres behalten, wie glänzend auch das Geschick dasselbe von außen ausgestattet.

    Jean Paul

  52. Wo es den Rednern an Tiefe fehlt, da gehen sie in die Breite.

    Charles-Louis de Montesquieu

  53. Denkender Wille ist blind. Das Denken täuscht über den Willen in uns.

    Oswald Spengler

  54. Ich wähle meine Freunde nach ihrem guten Aussehen, meine Bekannten nach ihrem Charakter und meine Feinde nach ihrem Verstand

    Oscar Wilde

  55. Wissen sollte man durch Weisheit ersetzen, dadurch wird Sorge schwinden. Alles nur mit dem Verstand zu erfassen wollen, wird Weisheit vertreiben.

  56. Es ist das Interessante an Büchern, über denen man eigentlich den Verstand verlieren müsste, dass man durch sie vielmehr an Verstand gewinnt.

    Christian Morgenstern

  57. Ein Bursche braucht keinen Verstand, um nett zu sein. Eher umgekehrt. Sieh dir die ganzen gescheiten Burschen an - selten, dass es nette Kerle sind.

    John Steinbeck

  58. Die gröblichste Torheit ist doch, sich nach einem Glockenschlag zu richten statt nach Bedürfnis und Verstand.

    Francois Rabelais

  59. Der Glaube an Vorurteile gilt in der Welt als gesunder Menschenverstand.

    Claude-Adrien Helvetius

  60. Wer sich im Streit der Meinungen auf die Autorität beruft, der arbeitet mit seinem Gedächtnis, statt mit seinem Verstand

    Leonardo da Vinci