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Sprüche über Verstand

388 Sprüche — Seite 5

Was ordnet, prüft und Unterschiede erkennt, wird mit dem Verstand verbunden. Er schützt vor vorschnellen Urteilen, sucht Zusammenhang und verleiht dem Denken jene Klarheit, ohne die Orientierung schwerfällt. Darum gehört dieses Thema zu den tragenden Kräften bewusster Lebensführung.

Sein Wert zeigt sich nicht im kalten Rechnen allein, sondern im maßvollen Zusammenwirken mit Erfahrung und Gefühl. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Verstand dann am fruchtbarsten ist, wenn er nicht herrscht, sondern richtig unterscheidet.

  1. Wer mehr Glück als Verstand haben will, darf seinen Verstand nicht seinem Glück in den Weg stellen

  2. Um Vollkommenheit zu erreichen, muss man erst vieles nicht begriffen haben! Begreifen wir zu schnell, so begreifen wir wahrscheinlich nicht gründlich.

    Fjodor M. Dostojewski

  3. Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ist ein Ozean.

    Isaac Newton

  4. Auch dem Narren ist einmal ein Einfall vergönnt, wenn er tausend Mal nachdenkt.

  5. Nur der Denkende erlebt sein Leben, am Gedankenlosen zieht es vorbei.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  6. Man sagt nichts Wesentliches über den Dom aus, wenn man nur von den Steinen spricht.

    Antoine de Saint-Exupéry

  7. Ich glaube nicht, dass derselbe Gott, der uns Sinne, Vernunft und Verstand gab, uns ihren Gebrauch verbieten wollte.

    Galileo Galilei

  8. Durch Weisheit wird ein Haus gebaut und durch Verstand erhalten.

  9. Je mehr man weiß, je mehr hat man zu lernen. Mit Wissen nimmt Nichtwissen in gleichem Grade zu, oder vielmehr Wissen des Nichtwissens.

    Friedrich von Schlegel

  10. Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei.

    Wilhelm Raabe

  11. Das höchste Gut des Geistes ist die Erkenntnis Gottes, und die höchste Tugend des Geistes ist, Gott zu erkennen.

    Baruch de Spinoza

  12. Unter die größten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach die Kunst, Bücher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Willst du das Leben recht verstehen, musst du's nicht nur von vorn besehen. Von vorn betrachtet sieht ein Haus meist besser als von hinten aus.

    Wilhelm Busch

  14. Die Wahrheit erkennen wir immer erst dann, wenn wir mit ihr absolut nichts mehr anzufangen vermögen.

    Oscar Wilde

  15. Man höret niemand fast mehr plaudern und erzählen,als Leute, denen Witz, Verstand und Klugheit fehlen.

    Barthold Heinrich Brockes

  16. Klug sein heißt, das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden zu können

    Alexander Roda Roda

  17. Gesundheit und Verstand sind die zwei großen Gaben des Lebens.

    Menander

  18. Die gefährlichste Sorte von Dummheit ist ein scharfer Verstand

    Hugo von Hofmannsthal

  19. Die Menschen verstehen nicht, welch große Einnahmequelle in der Sparsamkeit liegt

    Marcus Tullius Cicero

  20. Ein Streitgespräch mit einem Mann, der seinen Verstand aufgegeben hat, entspricht der Verabreichung von Medizin an die Toten

    Thomas Paine

  21. Hätte einer auch mehr Verstand als die drei Weisen aus dem Morgenland und ließe sich dünken, er wäre wohl nie dem Sternlein nachgereist wie sie; dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest seine Lichtle …

    Wilhelm Busch

  22. Dein Verstand ist dein Vermögen, aber Armut schändet nicht.

  23. Ein gewöhnlicher Verstand ist wie ein schlechter Jagdhund, der die Fährte eines Gedankens schnell annimmt und schnell wieder verliert.

    Hugo von Hofmannsthal

  24. Ich kann die Bahn der Himmelskörper auf Zentimeter und Sekunden genau berechnen, aber nicht, wohin die verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann

    Isaac Newton

  25. Klugheit betrachtet die Wege zur Glückseligkeit; Weisheit aber betrachtet den Inbegriff der Glückseligkeit selbst.

    Thomas von Aquin

  26. Wissen tun wir nichts, aber wir wissen Bescheid. Und das gehörig

    Martin Kessel

  27. Sieh dich vor, dass der Sinn für das Große dir nicht abhanden kommt, ehe du es gewahr wirst.

    Friedrich von Schlegel

  28. Der Verstand ist das einzige, was mancher verliert, ohne es besessen zu haben.

    Peter Sirius

  29. Eine volle Flasche macht kein Geräusch, eine halb volle gluckert.

  30. Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erklären lässt

    Marie von Ebner-Eschenbach

  31. Wo es keine Liebe gibt, dort gibt es auch keinen Verstand.

    Fjodor M. Dostojewski

  32. Pferdeverstand: das, was Pferde davon abhält, auf künftiges Verhalten der Menschen zu wetten.

    Oscar Wilde

  33. Erkennen heißt: alle Dinge zu unserem Besten verstehen.

    Friedrich Nietzsche

  34. Es gibt keine andere Offenbarung als die Gedanken der Weisen

    Arthur Schopenhauer

  35. Der Kluge fragt sich selbst, der Dumme andere.

  36. Tadeln ist leicht, deshalb versuchen sich so viele darin... Mit Verstand loben ist schwer, darum tun es so wenige.

    Anselm Feuerbach

  37. Ohne Argwohn zu sein ist den meisten Menschen fast so, wie ohne Verstand zu sein.

    Ludwig Marcuse

  38. Je mehr man schon weiss, desto mehr hat man noch zu lernen. Mit dem Wissen nimmt das Nichtwissen in dem gleichen Grade zu, oder vielmehr das Wissen des Nichtwissens.

    Friedrich von Schlegel

  39. Wenn auch anzunehmen ist, alles sei bereits gesagt, so darf man doch keinesfalls folgern, dass auch alles gehört und verstanden ist.

    Franz Liszt

  40. Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.

    François de la Rochefoucauld

  41. Bei einem Festmahl sollte man mit Verstand essen, aber nicht zu gut, und sich aber nicht mit zuviel Verstand unterhalten.

    William Somerset Maugham

  42. Zwei Dinge sind gleicherweise für den Verstand unerklärlich und kein Gegenstand, über den man nachdenken soll: Die Weisheit Gottes und der Wahnwitz der Menschen.

    Alexander Pope

  43. Um ernst zu sein, genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerläßlich ist

    William Shakespeare

  44. Lass dir Leben und Tod gleich wichtig sein, und dein Verstand wird ohne Angst sein.

    Laotse

  45. Du fragst: Was nützt die Poesie? Sie lehrt und unterrichtet nie. Allein, wie kannst du noch so fragen? Du siehst an dir, wozu sie nützt: Dem, der nicht viel Verstand besitzt, die Wahrheit durch e …

    Christian Fürchtegott Gellert

  46. Fehler entstehen meistens, wenn man eilt. Selten, wenn man überlegt.

  47. Da flehen die Menschen die Götter an um Gesundheit und wissen nicht, dass sie die Macht darüber selbst besitzen. Durch ihre Unmäßigkeit arbeiten sie ihr entgegen und werden so selbst durch ihre Begi …

    Demokrit

  48. Wer die Geometrie begreift, vermag in dieser Welt alles zu verstehen.

    Galileo Galilei

  49. Verstand besteht nicht nur im Wissen, sondern auch in der Fähigkeit, Wissen in die Tat umzusetzen

    Marie von Ebner-Eschenbach

  50. Man hört immer von Leuten, die vor lauter Liebe den Verstand verloren haben. Aber es gibt auch viele, die vor lauter Verstand die Liebe verloren haben.

    Jean Paul

  51. Ich bin verpflichtet, meinen Gegnern Argumente zu liefern, aber nicht Verstand.

    Benjamin Disraeli

  52. Der gesunde Verstand sagt uns, dass die Dinge der Erde nur sehr wenig Realität besitzen und dass es wahre Wirklichkeit nur in den Träumen gibt.

    Charles Baudelaire

  53. Wer nicht auf seine Weise denkt, denkt überhaupt nicht.

    Oscar Wilde

  54. Was nennen die Menschen am liebsten dumm? Das Gescheite, das sie nicht verstehen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  55. Dank ist keine Erniedrigung, sondern ein Zeichen hellen Verstandes, welcher die Verhältnisse erkennt, und ein Zeichen eines guten Gemütes, welches der Liebe fähig ist. Denn wer nicht danken kann, …

    Jeremias Gotthelf

  56. Nicht alle lebendigen Dinge sind leicht zu begreifen.

    Fjodor M. Dostojewski

  57. Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  58. Der Verstand ist eine Autorität.

    Arthur Rimbaud

  59. Wenn die Liebe mit unerfahrenen Kindern ihr Spiel zu spielen versteht, dann können wir an diesen Kindern Verstand und Klugheit finden.

    Gottfried von Strassburg

  60. Das Leben gleicht einem Buche; Toren durchblättern es flüchtig, der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiß, dass er es nur einmal lesen kann.

    Jean Paul