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Sprüche über Menschheit

385 Sprüche — Seite 3

Wer von der Menschheit spricht, meint mehr als die Summe einzelner Menschen. In diesem großen Begriff liegen Größe und Versagen, gemeinsamer Ursprung und geteilte Verantwortung, Kulturleistung und Selbstzerstörung zugleich. Deshalb besitzt dieses Thema einen weiten Horizont und eine ernste moralische Schwere.

Sein Gewicht wird besonders dort spürbar, wo Unterschiede zurücktreten und das Gemeinsame in den Vordergrund rückt. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Verbundenheit, Würde und Zukunft und machen deutlich, wie sehr das Schicksal aller miteinander verknüpft bleibt.

  1. Fabriken in Städten sind Verbrechen am Volke

    Carl Ludwig Schleich

  2. Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.

    Mark Twain

  3. Manche Menschen gelten nur deshalb etwas in der Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.

    François de la Rochefoucauld

  4. Durch schlechte Köchinnen, durch vollkommenden Mangel an Vernunft in der Küche, ist die Entwicklung der Menschheit am längsten aufgehalten, am schlimmsten beeinträchtigt worden.

    Friedrich Nietzsche

  5. Was die Familie stärkt, stärkt auch die Gesellschaft

  6. Wenn der Mensch plötzlich tugendhaft würde, so müssten viele Tausende verhungern

    Georg Christoph Lichtenberg

  7. Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lösung derselben rückt die Menschheit weiter. Aber ach! Jeder Zoll, den die Menschheit weiter rückt, kostet Ströme Blutes.

    Christian Johann Heinrich Heine

  8. Ein ehrlicher Mensch ist in Gottes Augen für die menschliche Gesellschaft wertvoller als alle gekrönten Raufbolde, die je gelebt haben.

    Thomas Paine

  9. Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.

    Rudyard Kipling

  10. Wo der Wein fehlt, da ist der Himmel der Menschheit wüst und leer, da stirbt der Reiz der Venus

    Euripides

  11. Die Menschen unterscheiden sich durch das, was sie zeigen, und gleichen sich durch das, was sie verbergen.

    Paul Valéry

  12. Die Menschen fürchten den Tod, wie Kinder sich fürchten, im Dunkeln zu gehen

    Francis Bacon

  13. Das Gewissen eines jeden Bürgers ist sein Gesetz.

    Thomas Hobbes

  14. Kinder sind nicht nur Gegenstand der Erziehung, es sind himmlische Wegweiser, Muster, Engelsbilder des unverdorbenen Menschentums und einer heiligen Natur in uns.

    Bogumil Goltz

  15. Wer die Menschen liebe, liebt auch ihre Freuden.

    Fjodor M. Dostojewski

  16. Der Mensch war immer Mensch, voll Unvollkommenheit.

    Johan Peter Uz

  17. Ich habe immer gedacht, dass man das Menschengeschlecht bessere, wenn man die Jugend bessert.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  18. Alle Dinge müssen; der Mensch allein ist das Wesen, welches will.

    Eckhart von Hochheim

  19. An den Verstand zu appellieren bringt mehr, als in den Geldbeutel zu greifen. Es gibt mehr Menschen mit Verstand als mit Geld.

    Else Pannek

  20. Neiden und beneidet werden ist das meiste tun auf Erden.

    Friedrich von Logau

  21. Muss denn nicht jeder bittere Erfahrungen in der Welt machen, um die Welt kennenzulernen?

    Jakob Michael R. Lenz

  22. Ein Volk, das seine eigene Sprache verlernt, gibt sein Stimmrecht in der Menschheit auf und ist zur stummen Rolle auf der Völkerbühne verwiesen.

    Friedrich Ludwig Jahn

  23. Für die Menschen gibt es nichts Überzeugenderes als die Erfolge, willig beugen sie sich dem Glücke und dem Ruhm.

    Leopold von Ranke

  24. Freude macht uns Unsterblichen gleich. Das Siegel der Menschheit drückt uns der Schmerz auf die Stirn, wenn er uns beugt und erhebt

    Franz Emanuel August Geibel

  25. Die Menschheit ist die Unsterblichkeit der sterblichen Menschen.

    Ludwig Börne

  26. Es ist eine Eigentümlichkeit des menschlichen Charakters, dass man die, die man beleidigt hat, auch noch hasst.

    Tacitus

  27. Monarchie ist das einzige System, in dem die Macht zum Wohl aller ausgeübt wird

    Aristoteles

  28. Im Abgrund der Geschichte ist für alle Platz.

    Paul Valéry

  29. Jeder Verbrecher sträubt sich, seine Verbrechen einzugestehen. So auch die Gesellschaft.

    Christian Friedrich Hebbel

  30. Die Pflicht gegen sich selbst besteht darin, dass der Mensch die Würde der Menschheit in seiner eigenen Person bewahre.

    Immanuel Kant

  31. Auf tausend Menschen, die bereit sind, etwas Großes zu tun, kommt einer, der bereit ist, etwas Kleines zu tun.

    George McDonald

  32. Handle so, dass du die Menschheit sowohl in deiner Person, als auch in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.

    Immanuel Kant

  33. Von hundert, die von "Menge", von "Herde" reden, gehören neunundneunzig selbst dazu.

    Christian Morgenstern

  34. Höheres gibt es nicht, als der Gottheit sich mehr als andere Menschen zu nähern und von hier aus die Strahlen der Gottheit unter das Menschengeschlecht zu verbreiten

    Ludwig van Beethoven

  35. Die Schönheit ist die größte menschliche Macht.

    Honoré de Balzac

  36. Was wir brauchen, um frei zu sein, ist die Liebe, die die Kraft hat, die Last der Welt freudig zu tragen.

    Rabindranath Tagore

  37. Der wirkliche Verdruss bei der Menschheit ist der Umstand, dass sie vom Affen abstammt und nicht vom Hund.

    Arthur Schopenhauer

  38. Es ist nicht wichtig, ob der Mensch vom Affen abstammt; viel wichtiger ist, dass er nicht wieder dorthin zurückkehrt.

    Richard Wagner

  39. Die Gesellschaft ist ein Maskenball, auf dem jeder seinen wahren Charakter verbirgt und ihn durch das Verbergen verrät.

    Ralph Waldo Emerson

  40. Das Geld ist der größte Fluch der Menschheit.

    Sophokles

  41. Es könnte sein. daß die Menschheit reicher wird, indem sie ärmer wird, und gewinnt, indem sie verliert

    Immanuel Kant

  42. Menschengemeinschaften haben, genau wie Einzelmenschen, ihre gesunden und kranken Zeiten, ja auch Jugend und Alter, Hoffnung und Verzagtheit.

    John Steinbeck

  43. Wie glücklich viele Menschen wären, wenn sie sich genausowenig um die Angelegenheiten anderer kümmern würden wie um die eigenen

    Georg Christoph Lichtenberg

  44. Habe keine zu künstliche Idee vom Menschen, sondern urteile natürlich von ihm, halte ihn weder für zu gut, noch für zu böse

    Georg Christoph Lichtenberg

  45. Einer Gesellschaft die man damit unterhalten kann, dass zwei Menschen einen Ball hin- und herschlagen, ist alles zuzutrauen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  46. Nicht der Einzelne verändert die Wirklichkeit, die Wirklichkeit wird von allen verändert. Die Wirklichkeit sind wir alle, und wir sind immer nur Einzelne.

    Friedrich Dürrenmatt

  47. Die Menschen gleichen sich in den Worten, aber an den Taten kann man sie unterscheiden

    Jean-Baptiste Molière

  48. Jeder Mensch ist dazu bestimmt, ein Erfolg zu sein. Und die Welt ist dazu bestimmt, dessen Erfolg zu ermöglichen

  49. Wir können nun einmal nicht alle Genies sein, die Genies sind die Luxus-Personen der Menschheit.

    Bogumil Goltz

  50. Nicht der einzelne ändert die Wirklichkeit, die Wirklichkeit wird von allen verändert

    Friedrich Dürrenmatt

  51. Wissen und Erkennen sind die Freude und die Berechtigung der Menschheit

    William Butler Yeats

  52. Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.

    Bertolt Brecht

  53. Nichts bedarf so sehr der Reform wie die Gewohnheit der Mitmenschen.

    Mark Twain

  54. Eine kleine Rebellion ab und zu ist eine gute Sache und ebenso notwendig in der politischen Welt wie Stürme in der Physischen

    Thomas Jefferson

  55. Der Wahn aller Regierenden, vom Minister bis zum Pedell herab, ist, dass das Regieren ein großes Geheimnis sei, welches dem Volk zu seinem Besten verschwiegen werden müsse

    Ludwig Börne

  56. Wenn die Menschheit nur zum Gemeinen noch lacht, Dann ist's Zeit, dass sich alles verkracht.

    Friedrich Vischer

  57. Wenn der Mensch aufhört zu träumen, sich vom Universum abwendet, ihm den Rücken kehrt, wird die Geschichte der Menschheit enden.

    Thomas Edward Lawrence

  58. Je mehr Geist man hat, desto mehr originelle Menschen entdeckt man. Alltägliche Leute finden bei den Menschen keine Unterschiede.

    Blaise Pascal

  59. Die Kunst ist das Gewissen der Menschheit.

    Christian Friedrich Hebbel

  60. Regierungen sind die Segel, das Volk ist der Wind

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel