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Sprüche über Menschheit

385 Sprüche — Seite 5

Wer von der Menschheit spricht, meint mehr als die Summe einzelner Menschen. In diesem großen Begriff liegen Größe und Versagen, gemeinsamer Ursprung und geteilte Verantwortung, Kulturleistung und Selbstzerstörung zugleich. Deshalb besitzt dieses Thema einen weiten Horizont und eine ernste moralische Schwere.

Sein Gewicht wird besonders dort spürbar, wo Unterschiede zurücktreten und das Gemeinsame in den Vordergrund rückt. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Verbundenheit, Würde und Zukunft und machen deutlich, wie sehr das Schicksal aller miteinander verknüpft bleibt.

  1. Mit der Logik allein ist die menschliche Natur nicht zu besiegen. Die Logik sieht drei Möglichkeiten, dabei gibt es ihrer eine Million

    Fjodor M. Dostojewski

  2. Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verhältnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichten.

    Johann Gottlieb Fichte

  3. Die menschliche Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen müsste, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden.

  4. Fröhliches Lachen ist eine der schönsten Künste von allen, die man üben kann. Wer es verstände, sie gut zu lehren, wäre einer der größten Wohltäter der erwachsenen Menschheit.

    Otto von Leixner

  5. So war der Mensch zu allen Zeiten, so ist er jung, so bleibt er alt; Heiß ist er gegen Kleinigkeiten, und gegen große Dinge kalt.

    Magnus Gottfried Lichtwer

  6. Wie oft in der Gesellschaft, die sich für so recht gebildet und interessant hielt, bei all dem Gerede und Feintun, seufzte ich innerlich: "Wenn doch nur ein Hund da wäre!"

    Friedrich Vischer

  7. Entfremdet und entwürdigt ist nicht nur der, der kein Brot hat, sondern auch der, der keinen Anteil an den großen Gütern der Menschheit hat.

    Rosa Luxemburg

  8. Man lernt die Menschheit lieben. In den großen Gesellschaften lernt man die Menschen nur hassen.

    Jean-Jacques Rousseau

  9. Jeder Segen der Zivilisation ist entweder ein Fluch oder überflüssig.

    August Strindberg

  10. Geschichte ist nichts anderes als die Unfallchronik der Menschheit.

    Charles de Talleyrand

  11. Die Schritte der Menschheit sind langsam. Man kann sie nur in Jahrhunderten messen.

    Georg Büchner

  12. Es gibt aber nicht bloß ein Glück, was ich als einzelnes Individuum, sondern auch ein solches, was ich als Staatsbürger und Mitglied einer großen Gesamtheit genieße.

    Johann Peter Eckermann

  13. Niemand ist eine Insel, jeder ist Teil des menschlichen Kontinents.

    John Donne

  14. Nimm das Gebet aus der Welt, und es ist, als hättest du das Band der Menschheit mit Gott zerrissen, die Zunge des Kindes gegenüber dem Vater stumm gemacht.

    Gustav Theodor Fechner

  15. Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  16. Die Menschen sind so und wollen so sein… Du wirst sie nicht ändern! Sie jammern und klagen und sind an allem nur selber schuld mit ihrer freudlosen Ungeduld.

    Cäsar Flaischlen

  17. Politik ist die Wissenschaft, den Bürgern mit verhältnismäßig geringer Mühe möglichst viel Gutes zu bescheren.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  18. Österreich ist ein seltsames Land. Man muss hier unbedingt schon gestorben sein, damit einen die Leute leben lassen.

    Gustav Mahler

  19. Öffentlichkeit, Öffentlichkeit, Öffentlichkeit, ist der größte moralische Machtfaktor in unserer Gesellschaft.

    Joseph Pulitzer

  20. Der Name "Menschenrechte" kann ohne "Menschenpflichten" nicht genannt werden, beide beziehen sich aufeinander.

    Johann Gottfried Herder

  21. Nationalcharakter ist der göttliche Beruf einer Nation.

    Friedrich Julius Stahl

  22. Der Gerechtigkeit kommt an sich kein Sinn zu, vielmehr ist sie nur ein im gegenseitigen Verkehr in beliebigen Erdgegenden getroffenes Übereinkommen zur Verhütung gegenseitiger Schädigung.

    Epikur

  23. Man soll nie das Wohl, man soll das Heil eines Menschen im Auge haben

    Christian Morgenstern

  24. Es gibt keine guten und bösen Menschen, sondern nur Weise und Toren.

  25. Wer den Menschen studieren und erkennen will, der unternimmt ein so schwieriger Werk wie einer, der Tinte anfassen möchte, ohne sich zu beschmutzen.

    Ulrich Zwingli

  26. Dadurch haben sich die Menschen die Ehe zur Hölle gemacht, dass sie sie zu ihrem Himmel machen wollten.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  27. Im Kampf gegen die Armut entstehen alle großen menschlichen Leistungen.

    John Knittel

  28. Die Statistik ist die wichtigste Hilfswissenschaft in der neuen Gesellschaft, sie liefert das Maß für alle gesellschaftliche Tätigkeit.

    August Bebel

  29. Der Mensch ist nun einmal nicht dazu geboren auf Erden ein vollkommenes Glück zu genießen.

    Erasmus von Rotterdam

  30. Ein Volk, das ein wahres, volkstümliches Bücherwesen besitzt, ist Herr von einem unermesslichen Schatze.

    Friedrich Ludwig Jahn

  31. Das Geheimnis, mit allen Menschen in Frieden zu leben, besteht in der Kunst, jeden seiner Individualität nach zu verstehen

    Friedrich Ludwig Jahn

  32. Ein wesentlicher Teil des Ruhmes jeder menschlichen Gesellschaft sind die großen Denkmäler

    Francois René de Chateaubriand

  33. Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgend etwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten un …

    Sir Arthur Conan Doyle

  34. Der menschlichen Kunst der Täuschung sind Grenzen gezogen.

    Sir Arthur Conan Doyle

  35. Zeiten eines großen politischen Aufschwungs gehören dazu, um die geistigen Anlagen eines Volkes zu hoher Blüte zu treiben.

    Richard Wagner

  36. Es muss menschlichem Empfinden aufgehen, dass das, was im Menschen atmet, dasselbe ist, wie das, was im Tiere lebt.

    Richard Wagner

  37. Der Mensch ist seiner Natur nach eine tapfere Bestie.

    Johann Georg Adam Forster

  38. Die Tyrannei der Vernunft, vielleicht die eifrigste von allen, steht der Welt noch bevor. Feuer und Wasser sind nichts gegen das Übel, welches die Vernunft ohne Gefühl stiften wird.

    Johann Georg Adam Forster

  39. Regieren ist keine Sache für Leute von Charakter und Erziehung.

    Aristophanes

  40. Fortschritt ist, wenn Menschen gezüchtet werden, die die Schadstoffe ihres Fortschritts überleben.

    Else Pannek

  41. Wir wurden nicht aus dem Paradies vertrieben. Es war umgekehrt, wir haben das Paradies vertrieben.

    Else Pannek

  42. Der Umgang mit Lebewesen hinterlässt Spuren im Seelenleben.

    Else Pannek

  43. Worte öffnen Wege. Sie sind der Schlüssel zur Seele und die Brücke zum Nächsten.

    Else Pannek

  44. Immer wo ein Staat gedeiht, hat der Gehorsam ihm das Haus gebaut

    Sophokles

  45. Einem Land, in dem die Blumen teuer sind, fehlt die Grundlage der Kultur.

  46. Was die Theologen auch sagen mögen: Die Menscheit hat im ganzen viel mehr Tugenden als Laster.

    Henry Thomas Buckle

  47. In jedem Menschen steckt etwas von einem Komödianten und Profitjäger.

    Karel Capek

  48. Kontrolliert euren Appetit, ihr Lieben, und ihr habt die menschliche Natur erobert

    Charles John Huffam Dickens

  49. Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, dass man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird

    H. L. Mencken

  50. Alles, was der Gesellschaft, das heißt dem Menschengeschlecht und der Welt nützt, ist ehrenvoll, alles, was ihr schädlich ist, schändlich.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  51. Die Menschen leben vom Versprechen.

    Thomas Chandler Haliburton

  52. Unsere Kultur ist wirklich fortgeschritten, wir fressen einander nicht, wir schlachten uns bloß.

    Georg Christoph Lichtenberg

  53. Eine große Landstraß' ist unsere Erd, wir Menschen sind Passagiere.

    Christian Johann Heinrich Heine

  54. Auch das Tier liebt sein Junges. Eine Seelen- und nicht Blutsverwandtschaft kennt nur der Mensch.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  55. Der Weg der neueren Menschheit geht von der Humanität durch die Nationalität zur Bestialität.

    Franz Grillparzer

  56. Das Glück des tätigen Lebens liegt im Wirken der Klugheit, durch die der Mensch sich selbst und andere regiert.

    Thomas von Aquin

  57. Viel Obst ist ungesund; wir kauen alle dran, was eines Apfels Kost für Leid uns angetan.

    Friedrich von Logau

  58. Es ist ein allgemeiner Fehler der Menschen, nicht in den Zeiten der Meeresstille mit dem Sturm zu rechnen.

    Nicolaus Machiavelli

  59. Ich habe oft gedacht, wie traurig diese Welt ohne Kinder wäre, und wie unmenschlich ohne die Alten.

    Samuel Taylor Coleridge

  60. Der Mensch schafft Reichtum, aber nicht der Reichtum Menschen