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Sprüche über Kraft

697 Sprüche — Seite 4

Nicht jede Kraft ist laut, sichtbar oder auf Durchsetzung gerichtet. Oft zeigt sie sich gerade dort, wo jemand standhält, weitermacht, verzichtet oder im richtigen Moment Geduld bewahrt. Deshalb umfasst dieses Thema weit mehr als bloße Stärke und reicht bis in den innersten Bereich des menschlichen Lebens.

Innere Kraft bewährt sich besonders in Krisen, wenn weder Beifall noch Gewissheit tragen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Ausdauer, Hoffnung und Selbstbeherrschung oft mächtiger sind als jeder schnelle Triumph und dass wahre Kraft nicht selten in stiller Festigkeit besteht.

  1. Suche die Quelle, die immer wieder neue Lebenskraft schenken kann, sie entspringt tief in dir selbst.

    Klara Löwenstein

  2. Nicht durch die Kraft höhlet der Tropfen den Stein, sondern durch häufiges Fallen.

    Ovid

  3. Wie oft verglimmen die gewaltigsten Kräfte, weil kein Wind sie anbläst.

    Jeremias Gotthelf

  4. Eine Reise ist der Trunk aus der Quelle des Lebens.

    Christian Friedrich Hebbel

  5. Immer wo die Liebe aufsteht, ist der erste Schöpfungstag!

    Ernst von Wildenbruch

  6. Der Geist der Frauen stärkt eher ihren Leichtsinn als ihre Vernunft.

    François de la Rochefoucauld

  7. Durch die Liebe werden die bittersten Leiden süß, die wunderlichsten Begebenheiten gut, die kleinsten Werke groß und göttlich.

    Gerhard Tersteegen

  8. Je tiefer wir das Leiden durchschauen, umso näher kommen wir dem Ziel der Befreiung vom Leiden.

    Dalai Lama

  9. Ich greife nicht gern nach neuen Büchern, weil mir die alten mehr Kern und Kraft zu haben scheinen.

    Michel de Montaigne

  10. Jag' du die Arbeit, sonst jagt sie dich.

  11. Tadelt man, dass wir uns lieben, dürfen wir uns nicht betrüben: Tadel ist von keiner Kraft. Andern Dingen mag das gelten, kein Missbilligen, kein Schelten, macht die Liebe tadelhaft.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Menschen, die der Versuchung widerstehen, verschieben nur ihre Kapitulation auf morgen.

    Charles de Talleyrand

  13. Du verminderst deine Kraft zum Guten durch: Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Abhängigkeit, Unrast, Zerfahrenheit, Sorge, Neid oder Hass.

    Prentice Mulford

  14. Mit dem Alter nimmt Urteilskraft zu und Genie ab.

    Immanuel Kant

  15. Der Gemütszustand, in dem wir am häufigsten sind, ist eine Kraft, die Ereignisse für oder gegen uns lenkt.

    Prentice Mulford

  16. Kräfte lassen sich nicht mitteilen, sondern nur wecken.

    Georg Büchner

  17. Lieber die Kraft dafür einsetzen, dass man den Schaden behebt, als sie mit Ärger zu verschwenden.

    Prentice Mulford

  18. Die Schwierigkeit ist immer klein, man muss nur nicht verhindert sein.

    Wilhelm Busch

  19. Unter Gesundheit verstehe ich nicht "Freisein von Beeinträchtigungen", sondern die Kraft mit ihnen zu leben

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Das Gebet, das ein Mensch mit all seiner Macht leistet, hat eine große Kraft.

    Mechthild von Magdeburg

  21. Wer seine Kraft bewahren und seinen Geist ausruhen lassen kann, wird Nerven wie Stahl bekommen.

    Prentice Mulford

  22. Die Kraft eines Volkes sollte man nach dem Maß seines Frohsinns messen. Wo Ernst ist, ist auch Sklaverei. Vertraue den Heiteren mehr als den Bedächtigen, sie sind lebensfähiger.

    Carl Ludwig Schleich

  23. Wo wir lieben, gedeiht auch unser Talent.

    Martin Kessel

  24. Durch geistige Kraft können wir den beherrschen, der uns an körperlicher überragt.

    Antiphon

  25. In den Tiefen des Winters erfuhr ich schließlich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer liegt.

    Albert Camus

  26. Ein Mensch, der Angst hat, wird zum reißenden Tier.

    John Steinbeck

  27. In einem Kämpferherzen ist kein Platz für Kummer und Liebe.

    John Knittel

  28. Ein Mord aus Rache, ein Mord aus Hass ist kein Beweis für Kraft.

    John Knittel

  29. Des Lehrers Kraft ruht in der Methode.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  30. Der Nutzen des Weins kann der Kraft der Götter gleichgesetzt werden.

    Plinius d. Ältere

  31. Es ist unglaublich, wieviel Kraft die Seele dem Körper zu leihen vermag.

    Wilhelm von Humboldt

  32. Des Menschen Glück ist nicht an seine Kraft, sondern an seine Laune geknüpft.

    Christian Friedrich Hebbel

  33. Der Flinke macht nicht immer das Rennen, und in der Schlacht winkt nicht immer dem Starken der Sieg.

    Thomas Hardy

  34. Der Geist, der unverrückbar an ein fernes schönes Ziel glaubt, vermag die Lebenskraft sich zu erhalten, die ihn über den Alltag hinwegführt.

    Gustav Stresemann

  35. Kraft erschöpft sich — du spürst es, wenn du sie verbraucht.

    Else Pannek

  36. Unterdrückter Ärger wird zu bleibendem Groll — und der schwächt wie eine verschleppte Krankheit. Gezeigter Ärger erleichtert, vergeht und stärkt.

    Else Pannek

  37. Wenn ich gut gegessen habe, ist meine Seele stark und unerschütterlich; daran kann auch der schwerste Schicksalsschlag nichts ändern.

    Jean-Baptiste Molière

  38. Für den, der Schwierigkeiten zwar mit ungleichen Kräften, aber mutig begegnet, ist eine Situation selten wirklich aussichtslos.

    Marquis de Vauvenargues

  39. Die Lebenskraft eines Zeitalters liegt nicht in seiner Ernte, sondern in seiner Aussaat.

    Ludwig Börne

  40. Der Arzt soll die Kraft und die Natur der Krankheit im Ursprung suchen, denn den Rauch vom Feuer sollen wir nicht löschen, sondern allein das Feuer

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  41. Vertreibt die Natur; sie kehrt im Galopp zurück.

    Philippe Destouches

  42. Die Krankheit ist ein Hindernis für den Körper, nicht für den Willen, sofern dieser es nicht selbst so will.

    Epiktet

  43. Sei wie der Bambus. Beuge und biege dich anmutig, und du wirst niemals brechen.

  44. Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben

  45. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

  46. Wie sorglich blickt das Aug' umher! Wie freut man sich, wenn der und der, noch nicht versunken oder matt, den Kopf vergnügt heroben hat.

    Wilhelm Busch

  47. Was der Sonne entgegenwandert, lässt den Schatten hinter sich.

  48. Sich das Rauchen abgewöhnen? Eine leichte Sache! Ich habe es schon hundertmal geschafft

    Mark Twain

  49. Ein einziger Blick, aus dem Liebe spricht, gibt der Seele Kraft.

    Jeremias Gotthelf

  50. Die Liebe hemmet nichts. Sie kennt nicht Tür noch Riegel und dringt durch alles sich; sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel und schlägt sie ewiglich

    Matthias Claudius

  51. Viele Türen öffnen sich heute automatisch, doch die wichtigsten musst du selbst öffnen.

  52. Viele sind berufen, aber nur wenige sind auserwählt.

  53. Was Macht hat, mich zu verletzen, ist nicht halb so stark wie mein Gefühl, verletzt werden zu können.

    William Shakespeare

  54. Ein Bruder und eine Schwester, nichts Schöneres kennt die Welt. Kein Band im Leben hält fester, wenn einer zum anderen hält.

  55. Aus der Kriegsschule des Lebens - Was mich nicht umbringt, macht mich härter

    Friedrich Nietzsche

  56. Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selbst kennt, ist weise. Wer andere besiegt, hat Kraft. Wer sich selbst besiegt, ist stark.

    Laotse

  57. Wenn Du liebst, dringst Du ans Licht wie der Samen, der in der Erde verborgen war.

    Bettina von Arnim

  58. Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine, kürzt die öde Zeit und schützt und durch Vereine vor der Einsamkeit

    Joachim Ringelnatz

  59. Jeder Tag ist schön, an dem deine Arbeit gelingt. Mögest du viele schöne Tage haben. Möge dir die Arbeit nie zu schwer werden, und mögest du die Früchte deiner Anstrengungen ernten.

  60. Die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft daran, um die Probleme herumzureden, als sie anzupacken.

    Henry Ford