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Sprüche über Gelegenheit

837 Sprüche — Seite 8

Manche Wendung des Lebens kündigt sich nicht laut an, sondern erscheint nur für einen kurzen Augenblick als unscheinbare Möglichkeit. Gerade deshalb gehört Gelegenheit zu jenen Themen, die über Mut, Wachheit und Entschlusskraft entscheiden. Was ergriffen wird, kann ein Leben verändern, was versäumt wird, oft lange nachhallen.

Ihr eigentlicher Wert zeigt sich darin, dass sie niemals nur Zufall ist, sondern immer auch Bereitschaft verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng günstiger Augenblick und inneres Handeln verbunden sind und warum manche Tür nur für den offensteht, der den Schritt rechtzeitig wagt.

  1. Denn die Liebe ist der Erkenntnis Ende; wo also die Erkenntnis aufhört, nämlich bei jenem Wirklichen selbst, das durch ein anderes erkannt wird, da kann die Liebe sogleich beginnen.

    Thomas von Aquin

  2. Dein Vergangenes ist ein Traum, und dein Künftiges ist ein Wind. Hasche den Augenblick, der ist zwischen den beiden, die nicht sind.

    Friedrich Rückert

  3. Wer von seinem Vater einen Hügel geerbt hat, sollte ihn erklimmen.

  4. Die Zukunft ist als Raum der Möglichkeiten der Raum unserer Freiheit.

    Karl Theodor Jaspers

  5. Viele suchen ihr Glück, wie sie einen Hut suchen, den sie auf dem Kopf tragen.

    Nikolaus Lenau

  6. Wenn wir unseren Leidenschaften widerstehen, danken wir es mehr ihrer Schwäche als unserer Stärke.

    François de la Rochefoucauld

  7. Es ist ungewiß wo uns der Tod erwartet, erwarten wir ihn überall.

    Michel de Montaigne

  8. Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut.

    Wilhelm Busch

  9. Keine Zeit ist so schlimm, dass man nicht ehrlich sein könnte.

    William Shakespeare

  10. Liebe allein genügt nicht mehr für bleibende Nähe. Heute braucht ihr all euren Verstand für eine großartige Ehe. Haltet in unserer hektischen Zeit ganz bewusst und täglich Kraft nur für euch bereit …

  11. Man liebt einen Menschen nicht alle Tage.

  12. Wenn du weise bist, lebe wie du kannst, wenn du nicht so leben kannst, wie du willst.

    Baltasar Gracián y Morales

  13. Krankheit und Unglück kommen auf tausend Straßen - aber Glück und Gesundheit auch.

    Theodor Fontane

  14. Glücklich das Genie, dem nie das Glück lächelte. Es ist sich selbst so ungeheuer viel. Was soll ihm das Glück noch sein?

    Richard Wagner

  15. Es ist kein Winkerl im Haus, in dem man nicht Gutes tun kann, wenn man nur will.

    Maria Ward

  16. Wer die Freundschaft und die Liebe nie gesucht mit heißem Triebe, ist ein zehnmal ärmerer Tor als wie der, der sie verlor.

  17. Wenn man eine Sache mit Klarheit zu behandeln weiß, ist man auch zu vielen anderen Dingen tauglich

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Zum Glück gibts nur zwei Wege; entweder sich so hoch erheben, dass einem die Welt kleinwinzig erscheint, oder sich niederlassen in eine tiefe Furche, wo einem jeder Grashalm als etwas Grosses ersc …

    Johann Nepomuk Nestroy

  19. Ein Philosoph ist, unter anderem, auch ein Mann, der nie um Argumente verlegen ist.

    Ludwig Marcuse

  20. In jedem Menschen stecken unzählige Möglichkeiten. Es wäre schade, sie brachliegen zu lassen.

    Rainer Haak

  21. Es ist wichtiger, die Möglichkeiten des Lebens im Auge zu haben als die Gefahren.

    Rainer Haak

  22. Der Friede ist stets nur um Haaresbreite vom Krieg entfernt.

    Carl Hilty

  23. Die Fackel der Liebe entzündet sich in der Küche.

  24. Ruhe ist für die Seele der Anfang der Reinigung

  25. Eines ist so wichtig wie's andere: rechtzeitig zufassen und rechtzeitig loslassen können.

    Nikolaus von Kues

  26. Tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.

    Christian Morgenstern

  27. Wenn wir über den Schatten streiten, übersehen wir das Wesentliche

    Aesop

  28. Die bedrückende Atmosphäre durch laut erhobene Stimmen im Raum wird spontan gebremst, wenn jemand plötzlich flüstert

    Christa Schyboll

  29. Nichts mindert Neid im Yachthafen so spontan wie Windstille

    Karl-Heinz Karius

  30. Es gibt immer wieder ein Morgen.

    Arnold Böcklin

  31. Man kann den Dingen den ersten Anstoß geben, doch sie tragen dich davon

    Napoleon

  32. Vermöchten wir alle nur für einen einzigen Tag höflich zu sein: Die Feindschaft unter den Menschen würde sich in Liebe wandeln.

  33. Nur ja nicht die Gelegenheit versäumt, nur ja nicht zaghaft Gottes Werke beschaut! Sein mächtiger Arm kann und wird alle Wege ebnen, Hilfe spenden wunderbar.

    Adolph Kolping

  34. Versuchungen sind wie Vagabunden: Freundlich behandelt, kommen sie wieder und bringen andere mit.

    Mark Twain

  35. Die Nützlichkeit des Lebens liegt nicht in seiner Länge, sondern in seiner Anwendung.

    Michel de Montaigne

  36. Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut.

    Eduard Mörike

  37. Es ist zu wünschen, dass jeder, der uns die Wahrheit zeigen will, sie nicht in Worten ausdrückt, sondern uns die Möglichkeit gibt, sie selbst zu erkennen.

    José Ortega y Gasset

  38. Eine Frau lacht, wenn sie kann - und weint, wenn sie will

    Mark Twain

  39. Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt

    Martin Luther

  40. Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das wunderbare zu sehen

    Pearl S. Buck

  41. Ich denke, wenn ich einmal ein ernster Christ werde, dann werde ich mich am meisten darüber schämen, dass ich dies nicht früher geworden bin, sondern erst alles andere habe versuchen wollen.

    Sören Kierkegaard

  42. Lehren ist die Kunst, entdecken zu helfen

  43. Beim Spiel kann man einen Menschen besser kennen lernen, als im Gespräch in einem Jahr.

    Platon

  44. Wenn wir keine Fehler hätten, würden wir nicht mit so großem Vergnügen Fehler bei anderen entdecken.

    François de la Rochefoucauld

  45. Das Glück des verheirateten Mannes sind die Frauen, die er nicht geheiratet hat.

    Oscar Wilde

  46. Es wäre gut Bücher kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.

    Arthur Schopenhauer

  47. Ich habe viele gekannt, die nicht konnten, als sie wollten, denn sie hatten es nicht getan, als sie konnten.

    Francois Rabelais

  48. Vertrauen wird dadurch erschöpft, dass es in Anspruch genommen wird.

    Bertolt Brecht

  49. Iß nur, wenn du wirklich hungrig bist, und selten aus Vergnügen.

    Carl Ludwig Schleich

  50. Wenn ich Narr genug wäre, noch an das Glück zu glauben, so würde ich es in der Gewohnheit suchen.

    Francois René de Chateaubriand

  51. Wer Wunder sucht, braucht nicht weit zu gehn, er muss nur hören, fühlen, sehn, denn sie geschehen täglich - gerade jetzt ist eines möglich.

  52. Ihr könnt predigen, über was ihr wollt, aber predigt niemals über vierzig Minuten

    Martin Luther

  53. Der Wurf mag zuweilen nicht treffen, aber die Absicht verfehlt niemals ihr Ziel.

    Jean-Jacques Rousseau

  54. Wer böses liebt, winkt dem Unglück, es ist wie das Echo, das der Stimme antwortet.

  55. Wie mit den Lebenszeiten, so ist es auch mit den Tagen: keiner ist uns genug, keiner ist ganz schön, jeder hat seine Unvollkommenheit. Aber rechne sie zusammen, so kommt eine Summe Freude und Leben …

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  56. Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze entzünden, ohne dass ihr Leben kürzer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.

  57. Geh mit dir selbst streng ins Gericht, und wenn's dir nicht gelingt, von innen die Ruh, das Glück dir zu erringen: von außen kommt das Glück dir nicht!

    Friedrich von Bodenstedt

  58. Wenn der Mensch mit sich zu kämpfen beginnt, erwirbt er sich Verdienst.

    Robert Browning

  59. Jeder Tag ist ein Wagnis und wird dadurch erst lebenswert.

  60. Wer der Meinung ist, dass für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.

    Benjamin Franklin