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Sprüche über Gelegenheit

837 Sprüche — Seite 10

Manche Wendung des Lebens kündigt sich nicht laut an, sondern erscheint nur für einen kurzen Augenblick als unscheinbare Möglichkeit. Gerade deshalb gehört Gelegenheit zu jenen Themen, die über Mut, Wachheit und Entschlusskraft entscheiden. Was ergriffen wird, kann ein Leben verändern, was versäumt wird, oft lange nachhallen.

Ihr eigentlicher Wert zeigt sich darin, dass sie niemals nur Zufall ist, sondern immer auch Bereitschaft verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng günstiger Augenblick und inneres Handeln verbunden sind und warum manche Tür nur für den offensteht, der den Schritt rechtzeitig wagt.

  1. Eine Chance zu sehen ist keine Kunst. Die Kunst ist, eine Chance als erster zu sehen

    Benjamin Franklin

  2. Ich hab in guten Stunden des Lebens Glück gefunden im edlen Gerstensaft.

    Frank Wedekind

  3. Die Liebe gleicht den epidemischen Krankheiten. Je mehr man sie fürchtet, desto eher wird man von ihr befallen.

    Nicolas Chamfort

  4. Willst du in meinem Himmel mit mir leben? Sooft du kommst, er soll dir offen sein!

    Friedrich von Schiller

  5. Ich könnte nicht an Projekten arbeiten, die nur für einige nützlich sind, weil sie anderen schaden.

    René Descartes

  6. Freund und Anker kennet man, wenn sie Hilf in Not getan.

    Abraham a Sancta Clara

  7. Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit.

    Mark Twain

  8. Gib einen Rat mit großem Bedacht und denke daran, dass ein Tag kommen kann, an dem Du selbst einen guten Rat gebrauchen kannst.

  9. Nichts macht uns geneigter, an ein gutes Essen zu denken, als ein leerer Tisch.

    Alexandre Dumas

  10. Entrüstung ist ein erregter Zustand der Seele, der meist dann eintritt, wenn man erwischt wird

    Wilhelm Busch

  11. Oft ist das Wiedersehen erst die Trennung

    Christian Friedrich Hebbel

  12. Klugheit betrachtet die Wege zur Glückseligkeit; Weisheit aber betrachtet den Inbegriff der Glückseligkeit selbst.

    Thomas von Aquin

  13. Zürnt Dein Freund mit Dir, so verschaff ihm Gelegenheit, Dir einen großen Gefallen zu erweisen. Darüber muß sein Herz zerfließen, und er wird Dich wieder lieben.

    Jean Paul

  14. Auch wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt der Hintern zu sehn

  15. Es gibt Augenblicke, in denen man nicht nur sehen, sondern auch ein Auge zudrücken muss.

    Benjamin Franklin

  16. Studiere die Menschen, nicht um sie zu überlisten und auszubeuten, sondern um das Gute in Ihnen aufzuwecken und in Bewegung zu setzen.

    Gottfried Keller

  17. Es ist unmöglich, in welcher Lage man sich auch befinden möge, eine vollkommen schöne Frau ohne Staunen und Ehrfurcht anzusehen.

    Alfred de Musset

  18. Man muß sein Brot mit dem Messer schneiden, das einem das Schicksal, ob stumpf oder scharf, dazu in die Hand gibt.

    Wilhelm Raabe

  19. Flieg nicht hoch empor, dann kannst du auch nicht stürzen

  20. Heutzutage regiert der Rekord, die Sensation, die Freude am Sinnlosen. Die Zeit war noch nie so günstig für Verbrecher.

    Wilhelm Hasenclever

  21. Das Leben ist vielleicht auch nur ein höchster Begriff wie Raum und Zeit; es ist die Kategorie der Möglichkeit

    Christian Friedrich Hebbel

  22. Wer sich in schlechten Zeiten den Staat ins Boot holt, wird ihn in guten Zeiten kaum mehr vom Steuer verdrängen können.

    Walter Scheel

  23. Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauer und tausend Gärtner

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  24. Gegen einen matten, von tausend Rücksichten gelähmten, kaum noch vorhandenen Entschluß ist oft der Schein des Widerstandes genug.

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  25. Erst in der Ruhe kommt der Mensch zu sich, wird sich seiner selbst bewusst und zum Meister seines Schicksals.

    Nikolaus B. Enkelmann

  26. Zu reden, wenn man nicht gefragt wurde, das nennt man Geschwätzigkeit

    Chuang-tzu

  27. Kein Menschenleben ist so arm, dass die Liebe mit ihrem himmlischen Strahl es nicht einmal erleuchtet hätte.

    Fanny Lewald

  28. Das Glück wächst und blüht am Wegesrand, vorausgesetzt, man ist auf dem richtigen Weg.

  29. Nicht in die ferne Zeit verliere dich! Den Augenblick ergreife! Der ist dein.

    Friedrich von Schiller

  30. Fürchtet einer das Feuer, so riecht er allenthalben Rauch.

    Jeremias Gotthelf

  31. Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und - wenn es möglich wäre - einige vernünftige Worte sprechen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  32. Man darf nur die meisten Menschen bestimmt nötig haben, um sogleich ihre Bösartigkeit zu wecken.

    Johann Gottfried Seume

  33. Ein Tor ist zugetan, doch tausend stehn noch offen.

    Friedrich Rückert

  34. Der Spott endet, wo das Verständnis beginnt

    Marie von Ebner-Eschenbach

  35. Findet ein Armer ein Rubelchen, so ist es bestimmt ein falsches.

  36. Je mehr Leidenschaften und Wünsche man hat, desto mehr Möglichkeiten eröffnen sich einem, glücklich zu sein

    Catherine Charlotte de Gramont

  37. Flirten ist etwas, wozu Frauen immer bereit sind, solange andere Frauen zuschauen.

    Oscar Wilde

  38. Freunde wirst du viele lieben, wie es Muscheln gibt am Meer, doch die Schalen, die dort liegen, sind gewöhnlich alle leer.

  39. Inmitten von Schwierigkeiten liegen günstige Gelegenheiten.

    Albert Einstein

  40. Das Schicksal nimmt manchmal, um nicht zu schrecken, die launige Miene des Zufalls an.

    Johann Nepomuk Nestroy

  41. Es gibt ein altes Sprichwort: Ein Ermüdeter sucht Streit. Dasselbe gilt vom Hungrigen und Durstigen und überhaupt von jedem Menschen, den etwas quält.

    Seneca

  42. Die Güte des Goldes erprobt man im Feuer, die des Menschen im Unglück

  43. Heirate nie des Geldes wegen. Es ist immer möglich, irgendwo anders ein Darlehen zu bedeutend niedrigerem Zinsfuß zu erhalten.

    Mark Twain

  44. Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch, wenn man keine hat.

    Wilhelm Busch

  45. Wo ich auch war und was mir das Leben auch gab, immer hatte ich Heimweh.

    Hans Thoma

  46. Das allerbeste Mittel gegen die Sorgen ist augenblicklich, sich um die anderen bekümmern zu müssen.

    Carl Hilty

  47. Wahrheitsliebe zeigt sich darin, dass man überall das Gute zu finden und zu schätzen weiß.

    Johann Wolfgang von Goethe

  48. Das Glück ihm günstig sei, was hilft's dem Stöffel? Denn regnet's Brei, fehlt ihm der Löffel.

    Johann Wolfgang von Goethe

  49. Dankbarkeit ist manchmal ein Band, oft aber eine Fessel

    Johann Wolfgang von Goethe

  50. Nur unbewusste Freude ist von Wolken frei, denn wer die Schatten nur vermisst, der ruft sie schon herbei.

    Oscar Blumenthal

  51. Chancen präsentieren sich uns mit Vorliebe in der Maske von Unannehmlichkeiten.

  52. Unsere Sehnsüchte sind unsere Möglichkeiten.

    Robert Browning

  53. Tue nichts Gutes, damit Dir Gutes getan wird. Die Geschmäcker könnten unterschiedlicher nicht sein.

    George Bernard Shaw

  54. Gerade bei Kleinigkeiten, bei welchen der Mensch sich nicht zusammennimmt, zeigt er seinen Charakter.

    Arthur Schopenhauer

  55. Mit dem Leben ist es eine komische Sache; wenn man nur das Beste für sich zu akzeptieren bereit ist, bekommt man es sehr oft tatsächlich.

    William Somerset Maugham

  56. Alles, was Ihr habt, wird eines Tages gegeben werden; daher gebt es jetzt, dass die Zeit des Gebens Eure ist und nicht die Eurer Erben.

    Khalil Gibran

  57. Doch jeder Jüngling hat wohl mal 'n Hang fürs Küchenpersonal, und sündhaft ist der Mensch im ganzen! ...

    Wilhelm Busch

  58. Auch die Wahrheit gedeiht nur in einer bestimmten Vegetation und Temperatur. Sobald man sie erhitzt, wird sie fanatisch, sobald man sie unterkühlt, zynisch.

    Martin Kessel

  59. Die Dunkelheit ist eine Morgendämmerung, die darauf wartet, geboren zu werden

    Khalil Gibran

  60. Schon wer nur ein kleines Lichtlein in der Dunkelheit anzündet, lockt die Mücken an

    Franz von Sales