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Sprüche über Gelegenheit

837 Sprüche — Seite 14

Manche Wendung des Lebens kündigt sich nicht laut an, sondern erscheint nur für einen kurzen Augenblick als unscheinbare Möglichkeit. Gerade deshalb gehört Gelegenheit zu jenen Themen, die über Mut, Wachheit und Entschlusskraft entscheiden. Was ergriffen wird, kann ein Leben verändern, was versäumt wird, oft lange nachhallen.

Ihr eigentlicher Wert zeigt sich darin, dass sie niemals nur Zufall ist, sondern immer auch Bereitschaft verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng günstiger Augenblick und inneres Handeln verbunden sind und warum manche Tür nur für den offensteht, der den Schritt rechtzeitig wagt.

  1. An einem Rausch ist das schönste der Augenblick, in dem er anfängt.

    Claude Tillier

  2. Liebt das, was ihr zum zweiten Mal nie wiedersehen werdet.

    Alfred de Vigny

  3. Der Mensch ist dazu da, um zu lieben, und wenn er nicht liebt, lebt er nicht.

    Alexandre Vinet

  4. Es gibt ebensoviele Mittelpunkte der Welt, als es Menschen gibt.

    Otto Weiss

  5. "Alte Erfahrungen" nennt man jene, die immer neu gemacht werden müssen.

    Otto Weiss

  6. Im Streit, da kommt mancher immer wieder auf das zurück, wovon er durchaus nicht sprechen wollte.

    Otto Weiss

  7. Durch besondere Protektion erhielt schon mancher eine überaus günstige Gelegenheit, sich öffentlich zu blamieren.

    Otto Weiss

  8. Aus Furcht vor übler Nachrede unterbleibt manch gute Handlung.

    Otto Weiss

  9. Alle Menschen sind Verkäufer – alle Menschen sind Kunden.

    Otto Weiss

  10. Wirklich zu arbeiten ist manchem nur in Mußestunden vergönnt.

    Otto Weiss

  11. Geist ist Mut zum Leben, wo man ihn nicht für möglich halten sollte.

    Ferdinand Ebner

  12. Kein weiser Mann ward je genannt, bei dem man nicht ein Torheit fand.

    Georg Rollenhagen

  13. Wir werden nicht nach Freundschaft in den Sternen suchen, eh uns das Feuer auf dem Herd erlosch.

    George Meredith

  14. Warte nie bis du Zeit hast. Denn dann könnte es zu spät sein.

  15. Die Klugheit des Staatsmanns besteht in der richtigen Wahl der Zeit.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  16. Für die Völker wie für den Einzelnen gibt es Umstände, wo die Stimme der Ehre diejenige der Klugheit übertönen muss.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  17. Der neue Besen kehrt gut, bevor er voll Staub ist

    Bernhard Freidank

  18. Glück ist, wenn Gelegenheit auf Bereitschaft trifft.

    Fred Endrikat

  19. Einsamkeit heißt Wirksamkeit für den, der Erinnerung und Ziel besitzt.

    Theodor Toeche-Mittler

  20. Es ist um kein einziges Leben schade, auch kein einziges ist verloren, das im Kampfe gegen das Böse eingesetzt wurde.

    Heinrich Lhotzky

  21. Vergebung muss immer da sein. Aber von Vergebung darf man erst reden, wenn die Menschen sich danach sehnen.

    Heinrich Lhotzky

  22. Wer lauter große Dinge sehen will, muss sich zu einer Mücke wünschen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  23. Das Glück kann man nicht machen, man muss es annehmen wie es kommt, aber mit Verstand brauchen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  24. Wer nicht in der Welt wie in einem Tempel umhergeht, der wird in ihr keinen finden.

    Rahel Varnhagen von Ense

  25. Die Literatur ist wie ein grosser Bahnhof … Jede Minute fährt ein Zug.

    Edith Wharton

  26. Glücklich ist, wer in jedem Lebensalter über die Möglichkeiten verfügt, die seinen Fähigkeiten entsprechen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  27. Verpasste Gelegenheiten kommen nicht wieder. Aber sie lehren uns, neue wahrzunehmen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  28. Was zu Unrecht allgemeine Ablehnung erfährt, kehrt meist unter neuer Bezeichnung wieder.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  29. Wenn Du Märchenaugen hast, ist die Welt voller Wunder!

    Victor Blüthgen

  30. Wer langsam schlendert, sieht am meisten von der Landschaft.

  31. Die Tür, die niemand sonst öffnen will, scheint immer weit aufzuspringen für mich.

    Clara Barton

  32. Ich lass es mir nicht ausreden. Glückseligkeit ist in, außer, neben uns, durch uns und ohne uns zu finden.

    Rahel Varnhagen von Ense

  33. Ob eine Wahrheit grob ist oder nicht, darüber kann man ihr als solcher nichts anhaben; sie entspricht ihrem Wesen, wenn sie wahr ist; und wo sie hintrifft, das ist der Ort, der sie zur Grobheit oder H …

    Rahel Varnhagen von Ense

  34. Jeder, der nur einmal seine Überzeugung in sich zum Schweigen bringt, ist unrein, geistlos, zu allem Schlechten fähig; denn die Möglichkeit und der Anfang ist da!

    Rahel Varnhagen von Ense

  35. Und am Ende braucht Liebe nur zu lieben. Können muss sie dies; sonst kommt jeder günstige Zufall umsonst.

    Rahel Varnhagen von Ense

  36. Wieso gönnen wir uns den Genuss nicht sofort? Wie oft wird die Freude durch Vorbereitungen verdorben, durch törichte Vorbereitungen!

    Jane Austen

  37. Entsteht nicht ein Kunstwerk nur in dem Moment, wann ich deutlich einen Zusammenhang mit dem Universum vernehme?

    Philipp Otto Runge

  38. Der hat noch immer Trost gefunden, der ihn zu suchen war bereit.

    Friedrich Julius Hammer

  39. Wer dankt, bekommt immer mehr zum Danken.

    Hermann von Bezzel

  40. Es ist ein gesegneter Augenblick, in welchem der Mensch seine eigene Dummheit begreift.

    August Pauly

  41. Auf dem unreinen Strom des Lebens schwimmt für die meisten das Glück; fern von ihm in reinen Lüften schwebt es für andere, wenige.

    August Pauly

  42. Gute Gedanken sind gleich wie Wichtelmännchen. Sie kommen erst aus ihren Ecken hervor, wenn niemand da ist.

    August Pauly

  43. Wenn einem ein Licht aufgesteckt werden soll, muss er schon ein Fünkchen davon haben.

    August Pauly

  44. Wie viel Glück und Freude geht uns oft unbeachtet und spurlos verloren, deren Wert wir erst nach dem Verluste erkennen.

    Heinrich Martin

  45. Nur Unglück, welches plötzlich an uns heran tritt, fordert uns heraus, zu zeigen, ob wir klein oder groß sind.

    Heinrich Martin

  46. Kein Baumgipfel ist so hoch, dass sich dort nicht ein Rabe ein Nest bauen und zu uns herabkrächzen könnte. So auch das Unglück: wo ist seine letzte Etage?

    Heinrich Martin

  47. Das Unglück bricht manche Menschen, lässt andere aber Rekorde brechen.

    Sir Adolphus William Ward

  48. Es bedarf nur eines leisen Glockenschlags der Phantasie, eines Stichworts von drüben, wo die Träume sind, dass ich bin, wo ich nie gewesen, ich Wege gehe, die ich nie gekannt.

    Jakob Wassermann

  49. Wer Pech hat, den beisst der Hund auch, wenn er ein Kamel reitet.

  50. Wer Pech hat, ersäuft auch in der Pfütze

  51. Der Pechvogel stirbt sogar an einem Grießbrei.

  52. Eine Lüge kann einmal um die Welt laufen, bevor die Wahrheit überhaupt in Ihre Schuhe steigt.

    James Watt

  53. Reisender, es gibt keine Strassen, Strassen entstehen im Gehen

  54. Wenn du den dunkelsten Wald erst einmal zur Hälfte durchquert hast, dann bist du schon dabei, auf der anderen Seite herauszukommen.

  55. Nichts nutzt die Eile; man starte zur rechten Zeit

    August Lafontaine

  56. Erfolg ist persönlicher Verdienst multipliziert mit den Gelegenheiten.

    Alfred Capus

  57. Dem wahrhaft Neugierigen erschließt sich alles, was das Leben zu bieten hat.

    William Morris Davis