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Sprüche über Gelegenheit

837 Sprüche — Seite 7

Manche Wendung des Lebens kündigt sich nicht laut an, sondern erscheint nur für einen kurzen Augenblick als unscheinbare Möglichkeit. Gerade deshalb gehört Gelegenheit zu jenen Themen, die über Mut, Wachheit und Entschlusskraft entscheiden. Was ergriffen wird, kann ein Leben verändern, was versäumt wird, oft lange nachhallen.

Ihr eigentlicher Wert zeigt sich darin, dass sie niemals nur Zufall ist, sondern immer auch Bereitschaft verlangt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie eng günstiger Augenblick und inneres Handeln verbunden sind und warum manche Tür nur für den offensteht, der den Schritt rechtzeitig wagt.

  1. Ein Rückschlag ist die Möglichkeit, etwas noch einmal neu und klüger anzufangen.

    Henry Ford

  2. Lehre den Hund zu schnappen und bald wird er dich beißen.

  3. Auch der allzu große Eifer im Guten kann zu allen Zeiten das Gute hindern und das Böse fördern.

    Johann Peter Hebel

  4. Wenn die richtige Stunde gekommen ist, trifft man einen guten Freund. Wenn sie vorüber ist, begegnet man einer schönen Frau.

  5. Das Schicksal ereilt uns oft auf den Wegen, die man eingeschlagen hat, um ihm zu entgehen.

    Jean de La Fontaine

  6. Verlieren gibt uns die Chance, es noch intelligenter zu probieren

    Henry Ford

  7. Es gibt Dinge, die jeder leicht haben kann, er muß sich nur danach bücken

    Adalbert Stifter

  8. Wer klug ist, strauchelt nicht am selben Ort ein zweites Mal.

  9. Wenn der Staat missglückte Eheversuche mit Gewalt zusammenhalten will, so hindert er dadurch die Möglichkeit der Ehe selbst, die durch neue, vielleicht glücklichere Versuche befördert werden könnte.

    Friedrich von Schlegel

  10. Wenn man viel hineinzustecken hat, so hat ein Tag hundert Taschen.

    Friedrich Nietzsche

  11. Leben ist, was einem begegnet, während man auf seine Träume wartet.

  12. Schlägt dir die Hoffnung fehl, nie fehl dir das Hoffen! Ein Tor ist zugetan, doch tausend sind noch offen.

    Friedrich Rückert

  13. Wenn man's versucht, so geht's. das heißt: Mitunter, doch nicht stets.

    Wilhelm Busch

  14. Ich brauche vielmehr einen neuen großen Brauch, den wir sofort einführen müssen, nämlich den Brauch, in jeder neuen Lage neu nachzudenken.

    Bertolt Brecht

  15. Der Krieg ist eine Seuche. Er kann Staaten und Völker verschlingen, die vom ursprünglichen Schauplatz der Feindseligkeiten weit entfernt sind.

    Franklin D. Roosevelt

  16. Die Menschen gebrauchen im allgemeinen nur einen kleinen Teil der Macht, die sie besitzen.

    William James

  17. Auch ein Zeichner wird schließlich in die Welt hinausgeschickt, wenn er sie lang und sehnsüchtig genug durch die mattgeschliffenen Scheiben seines Büros betrachtet hat.

    Max von Eyth

  18. Es ist niemals zu spät, aber immer höchste Zeit.

    Alfred Adler

  19. Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?

  20. Abschied tut weh. Doch jeder Abschied trägt wunderbare, neue Lebensmöglichkeiten in sich.

    Rainer Haak

  21. Die anständigen Frauen sind die, welche die Gelegenheit verpaßt haben.

  22. Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.

    Franz Kafka

  23. Die feinsten und zartesten Blüten der Liebe öffnen sich nur im Sonnenschein problemfreier Muße

  24. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

  25. Das Ziel ist fiktiv - der Weg planbar.

    Julian Scharnau

  26. Ein Baum macht noch keinen Wald.

  27. Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an - und handelt.

    Dante Alighieri

  28. Vergangenheit und Zukunft gibt es nicht, es gibt nur eine unendlich kleine Gegenwart und die ist jetzt.

    Leo Tolstoi

  29. Frauen können sehr scharfsinnig werden, wenn sie unrecht haben

    Arthur Rubinstein

  30. Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.

    Jean Paul

  31. Wie viele treue und besorgte Blicke aus lieben Augen gehen einem verloren, während man auf das Zwinkern, das Schielen und Blinzeln der Welt rundum nur zu genau achtet!

    Wilhelm Raabe

  32. Öffne deinen Blick und die Welt wird dir zu Füssen liegen!

  33. Der Nörgler wird sogar im Paradies allerlei Fehler finden

    Henry David Thoreau

  34. Ab und zu ist es eine Freude, einen von Wein und Rosen rot gefärbten Tisch zu haben.

    Oscar Wilde

  35. Jedesmal, wenn ein Baby geboren wird, erhält die Welt neue Möglichkeiten

  36. Es gibt Leute, die halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse. Andere meinen, der Unternehmer sei eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne. Nur wenige sehen in ih …

    Winston Churchill

  37. Tu, was du kannst, mit dem, was du hast, wo immer du bist.

    Franklin D. Roosevelt

  38. Die Ehe ist der Anfang und der Gipfel aller Kultur. Sie macht den Rohen mild, und der Gebildetste hat keine bessere Gelegenheit, seine Milde zu beweisen. Unauflöslich muss sie sein, denn sie bringt …

    Johann Wolfgang von Goethe

  39. Um jemanden leichter vergeben zu können, muss man eine kleine Sünde gegen ihn begehen, damit er auch etwas zu vergeben habe.

    Christian Friedrich Hebbel

  40. Ragt der Gipfel noch so hoch zum Himmel, unersteigbar schier: Willst den Aufstieg du erzwingen, öffnet auch ein Weg sich dir.

  41. Fürchte dich nicht vor der Dunkelheit, denn sie wäre nicht da, wenn das Licht nicht irgendwo anders helfen würde.

  42. Schlechte Kandidaten werden gewählt von guten Bürgern, die nicht zur Wahl gehen.

    Thomas Jefferson

  43. Auch das Chaos gruppiert sich um einen festen Punkt, sonst wäre es nicht einmal als Chaos da.

    Arthur Schnitzler

  44. Fernes Wasser löscht nicht nahen Durst.

  45. Wer seine Leiter zu steil stellt, kann leicht nach hinten fallen.

  46. Sieht ein Amtsdiener Geld, gleicht er einer Fliege, die Blut gerochen hat.

  47. Wer singen will, findet immer ein Lied.

  48. In Zeiten großer Gefahr darfst du mit dem Teufel gehen, aber nur bis über die Brücke.

  49. Ein Mann, der hartnäckig allein bleibt, macht sich zu einer dauernden öffentlichen Versuchung.

    Oscar Wilde

  50. Ab und zu sollte ein jeder über die Stränge schlagen und seine kühle Nüchternheit für eine Weile vergessen.

    Seneca

  51. Es gibt ein Bleiben im Gehen, ein Gewinnen im Verlieren, im Ende einen Neuanfang.

  52. Wenn die Uhren so schnell zu scheinen laufen, dass die Konturen der Zeiger verschwimmen, ist es an der Zeit, zu entstressen.

    Christa Schyboll

  53. Ich bin offen gesagt, kein Freund langer Verlöbnisse. Sie geben den Brautleuten Gelegenheit ihren Charakter schon vor der Hochzeit zu entdecken, was, wie ich meine, niemals ratsam ist

    Oscar Wilde

  54. Wir brauchen nicht so fortzuleben wie wir gestern gelebt haben. Machen wir uns von dieser Anschauung los, und tausend Möglichkeiten laden zu neuem Leben ein.

    Christian Morgenstern

  55. Man muss sein Leben aus dem Holz schnitzen, das man zur Verfügung hat

    Theodor Storm

  56. Für jede angenehme Erwartung gibt's mindestens drei unangenehme Möglichkeiten.

    Wilhelm Busch

  57. Rede wenig, denke mehr, vieles Schwätzen bringt nicht Ehr.

  58. Niemand der Kinder hat, braucht alt zu werden, wenn er nicht will. Er braucht nur an ihnen jung zu bleiben.

    Johannes von Müller

  59. Man muss die erste Chance nutzen, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Eine zweite gibt es meistens nicht.

  60. Es ist kein Verdienst, Verstand zu haben, sondern ein Glück; aber Verdienst ist es, ihn zur Erkennung seiner selbst anzuwenden.

    Johann Kaspar Lavater