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Sprüche über Essen

432 Sprüche — Seite 7

Was den Körper erhält und Gemeinschaft stiftet, ist weit mehr als bloße Notwendigkeit. Essen verbindet Bedürfnis mit Genuss, Alltag mit Ritual und verrät oft viel über Kultur, Maß und Lebensart. Deshalb besitzt dieses Thema eine überraschende Tiefe, die weit über Küche und Hunger hinausreicht.

Am Tisch zeigen sich Nähe, Dankbarkeit und manchmal auch die Grenzen des Überflusses. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Essen als Quelle von Freude, Sinnlichkeit und Erkenntnis darüber, dass das Einfachste oft den unmittelbarsten Wert besitzt.

  1. Ein fleißig herumgetragener Bettelsack ernährt seinen Herrn.

  2. Ein Ochse vom Berg frißt nur das Gras vom Berg

  3. Der Geist verbraucht sich wie alle Dinge; die Kenntnisse sind seine Kost; sie nähren und verzehren ihn.

    Jean de la Bruyère

  4. Tabak ohne Kaffee ist wie ein Fürst ohne Pelz.

  5. Tee, Kaffee und Leckerli bringen den Bürger ums Äckerli.

  6. Liegt der Bauer unterm Tisch, war das Essen nimmer frisch!

  7. Der einzige Trost ist, dass Lügen vielen Menschen Brot geben und niemand gezwungen ist, sie zu glauben.

    Karl Julius Weber

  8. Hunger wandelt Bohnen in Mandeln.

  9. Wer vierzehn Tage verbummelt, muss drei Wochen hungern

  10. Auf Brautschau soll man in Küchen gehen und nicht in Zimmer

  11. Man muss langsam gehen, sagt das Chamäleon, so wird man schon etwas zu essen finden.

  12. Obwohl ich nicht täglich etwas zu essen habe, bin ich ziemlich fröhlich.

    Auguste Renoir

  13. Andere Leute sind hungrig, aber ein Künstlergemüt ist ewig durstig.

    Franz Emanuel August Geibel

  14. Ein Mensch, der kein Eigentum erwerben darf, kann auch kein anderes Interesse haben, als so viel wie möglich zu essen und so wenig wie möglich zu arbeiten.

    Adam Smith

  15. Nach einem unerbittlichen Naturgesetz fliegen dem Menschen die gebratenen Tauben nicht in den Mund.

    Daniel Spitzer

  16. Über Rosen läßt sich dichten, in die Äpfel muß man beißen.

    Karl Maria von Weber

  17. Hier hängt eine Traube. Wer sie nicht erreichen kann, sagt: Sie ist sauer und unreif.

  18. Aber es ist nun einmal auf der Welt so eingerichtet, dass ein Mann, der den anderen das Brot gibt, zugleich sein Herr ist.

    Jack London

  19. Hübsch ist es zwar, wenn ein Künstler nicht zu fett wird, aber unbedingt nötig ist's gerade nicht, wenn er so mager bleibt.

    Wilhelm Raabe

  20. Wenn man die Wahl hat zwischen Austern und Champagner, so pflegt man sich in der Regen für beides zu entscheiden.

    Theodor Fontane

  21. Es ist kein Tierlein so vergessen, es ruht ein Stündlein auf sein Essen

  22. Jede Frau ist für gutes Essen anfällig.

    Giacomo Casanova

  23. Ein Tropfen Wasser verdirbt einen Eimer Honig.

  24. Ich liebe alles, was alt: Alte Freunde, Zeiten, Bräuche, Bücher und Weine.

    Oliver Goldsmith

  25. Wer sein Brot verdient, der ist nie überflüssig und fühlt sich auch nicht so.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  26. Die Speisetafel ist der einzige Ort, wo man sich niemals während der ersten Stunde langweilt.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  27. Kontrolliert euren Appetit, ihr Lieben, und ihr habt die menschliche Natur erobert

    Charles John Huffam Dickens

  28. Fresser und Säufer verstehen nichts vom Essen und vom Trinken.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  29. Ein echter Feinschmecker, der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  30. Ein Nachtisch ohne Käse gleicht einer Schönen, der ein Auge fehlt.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  31. Allein zu essen ist für einen philosophierenden Gelehrten ungesund

    Immanuel Kant

  32. Das interessanteste Geschöpf der Zoologie ist der Fisch. Er wächst noch, während er längst verspeist ist. Wenigstens in den Augen des Anglers

    Ernest Miller Hemingway

  33. Mein Herr, um hierzulande zu gefallen, muss man bei Tische große Messer und kleine Geschichten zur Hand haben.

    Marie-Thérese Geoffrin

  34. Ich lebe von guter Suppe, nicht von schöner Sprache.

    Jean-Baptiste Molière

  35. Gänse wollen immer im Nassen sein, lebendig im Wasser und tot im Wein.

    Giovanni Visconti

  36. Sage mir, wie du ißt, und ich sage dir, was du bist.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  37. Das Kalb braucht nicht die Botanik zu studieren, um zu lernen, sein Futter zu finden, und der Wolf verzehrt seine Beute, ohne an ihre Unverdaulichkeit zu denken.

    Jean-Jacques Rousseau

  38. Wein ist Poesie in Flaschen.

    Robert Louis Stevenson

  39. Ein guter Witz geht immer für ein Stück Brot, und ein leichter Sinn ersetzt manchen Becher Wein.

    Gottfried Keller

  40. Der Hirsch lebt auf dem Berg, aber sein Schicksal hängt in der Küche.

    Lü Bu We

  41. Mögen die Feinde Irlands niemals Brot essen noch Whisky trinken, sondern stattdessen von einem Juckreiz gequält werden ohne die Wohltat des Kratzens

  42. Hoffnung ist das Brot der Armen.

    Thales von Milet

  43. Bescheiden ist, wer sich den Käse mit den größten Löchern nimmt.

    Adolph Freiherr von Knigge

  44. Es gibt stets faule Leute, aber niemals faule Erde. Düngst und bearbeitest du sie mit Liebe und Fleiß, so lohnt sie deine Mühe mit viel Gemüse und Reis.

  45. Die Süßigkeit des Rausches kommt aus des Weines Herbe.

    Hafis

  46. Bier ist der überzeugendste Beweis dafür, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will

    Benjamin Franklin

  47. Ein Gemisch aus Whisky und Soda verdirbt zwei gute Sachen.

    Charles Lamb

  48. Das Kochen ist schon der Gesundheit wegen nicht als Nebensache zu betrachten.

    Henriette Davidis

  49. Der Horizont der Küche hat keine Grenzen, die Unendlichkeit ist ihr Reich

    Eugen von Vaerst

  50. Ein guter Kaffee muss schwarz wie die Nacht, heiß wie die Liebe und so süß oder bitter wie das Leben sein.

  51. Nahrung, die nicht vor dir wegläuft und die dich nicht angreift, ist vermutlich gut verdaulich

    Christa Schyboll

  52. Köstliches iss noch am selben Abend, Ärger sprich erst am nächsten Morgen aus.

  53. Magengeschwüre bekommt man nicht von dem, was man isst, man bekommt sie von dem, wovon man aufgefressen wird.

    Mary Wortley Montagu

  54. Schlechte Verdauung kommt weniger von der Nahrung selbst als von der Stimmung, in der wir unsere Nahrung zu uns nehmen pflegen.

    Prentice Mulford

  55. Der Mensch ist nichts anderes, als er isst

    Carl Friedrich von Rumohr

  56. Essen ist ein Bedürfnis des Magens, Trinken ein Bedürfnis des Geistes

    Claude Tillier

  57. Nicht bloß von dem gedruckten Küchenzettel, sondern auch von dem geschriebenen lässt sich auf den Geist der Küche schließen

    Eugen von Vaerst

  58. Bringt jemand vor oder gar nach dem Essen ein Lied schlecht zu Gehör, dann beurteile man ihn ebenso falsch, wie er gesungen hat.

    Otto Weiss

  59. Man müsste die Liebe genießen, wie man Fisch isst: Ohne die Gräten zu schlucken.

    Alphonse Karr

  60. An deinem Herd bist du genauso ein König wie jeder Monarch auf seinem Thron.

    Miguel de Cervantes Saavedra