Sprüche über Essen
432 Sprüche — Seite 4
Was den Körper erhält und Gemeinschaft stiftet, ist weit mehr als bloße Notwendigkeit. Essen verbindet Bedürfnis mit Genuss, Alltag mit Ritual und verrät oft viel über Kultur, Maß und Lebensart. Deshalb besitzt dieses Thema eine überraschende Tiefe, die weit über Küche und Hunger hinausreicht.
Am Tisch zeigen sich Nähe, Dankbarkeit und manchmal auch die Grenzen des Überflusses. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Essen als Quelle von Freude, Sinnlichkeit und Erkenntnis darüber, dass das Einfachste oft den unmittelbarsten Wert besitzt.
Die Männer lieben jene Frauen am leidenschaftlichsten, die es verstehen, ihnen die leckersten Dinge vorzusetzen
— Honoré de Balzac
Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören.
— Kurt Tucholsky
Die Fackel der Liebe entzündet sich in der Küche.
Geschenkter Essig ist besser als gekaufter Honig
Viele Gänge bei einer Mahlzeit führen zu vielen Krankheiten.
— Benjamin Franklin
Die schlechtesten Früchte sind es nicht, woran die Wespen nagen.
— Gottfried August Bürger
Früh zeigt er seine Energie, indem er ausdermaßen schrie; denn früh belehrt in die Erfahrung: Sobald er schrie, bekam er Nahrung.
— Wilhelm Busch
Mit vielen lässt sich schmausen, mit wenig lässt sich hausen
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer nicht arbeiten will, der lass' das Brot auch liegen still.
Wer als Wein- und Weiberhasser jedermann im Wege steht, der esse Brot und trinke Wasser bis er daran zugrunde geht.
— Wilhelm Busch
Wer essen will, soll den Koch nicht beleidigen.
Wo du auch Gast bist, danke für Tabak und Tee.
Die gute Küche ist das innigste Band der guten Gesellschaft
— Marquis de Vauvenargues
Alter ist etwas, was keine Rolle spielt, es sei denn, man ist ein Käse.
— Edmund Burke
Ein hungriger Bauch hat keine Ohren
Die Menschen glauben, sich mit etwas Wichtigem zu befassen, befassen sich aber nur mit der Fresserei.
— Leo Tolstoi
Keine Liebe ist aufrichtiger als die Liebe zum Essen.
— George Bernard Shaw
Wenn mehrere Kinder zusammen essen, wird das Essen nicht kalt.
Iß nur, wenn du wirklich hungrig bist, und selten aus Vergnügen.
— Carl Ludwig Schleich
Besser ein kleiner Fisch als gar nichts auf dem Tisch
Essen und Trinken sind zwei Tätigkeiten, die den Menschen auch ohne Arbeit voll ausfüllen können.
Man ist was man isst, wer zum Beispiel Knoblauch isst neigt dazu, ein Eremit zu sein
— Franklin P. Jones
Freude wird jedesmal dein Abendbrot sein, wenn du den Tag nützlich zugebracht hast.
— Thomas à Kempis
Bedenke, wie niedrig Menschen erscheinen, wenn sie essen oder schlafen! Aber danach nehmen sie eine herrische Haltung an.
— Mark Aurel
Um eines kleinen Bissens Fleisches willen berauben wir eine Seele des Lichtes und der Spanne von Zeit, in die sie hineingeboren wurde, sich daran zu erfreuen.
— Plutarch
Die Nahrung soll Deine Medizin sein und nicht die Medizin Deine Nahrung
— Hippokrates von Kós
Das beste Tischgespräch ist das Schweigen schwelgender Gäste
Dem Satten schmeckt das Beste nicht
Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht
Keine Speise wird gar und kein Brot wird gebacken ohne Feuer, und doch will der Mensch reif werden ohne Leid.
Manche Menschen richten ihr Leben so ein, dass sie von Vorspeisen und Beilagen leben. Das Hauptgericht lernen sie nie kennen.
— José Ortega y Gasset
Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt ißt Hühnereier
— Henry Ford
Gott, was ist Glück! Eine Grießsuppe, eine Schlafstelle und keine körperlichen Schmerzen - das ist schon viel!
— Theodor Fontane
Wer essen will, ohne sich auf die Kochkunst zu verstehen, wird über die dargereichten Speisen kein sicheres Urteil fällen können.
— Platon
Wenn alle Leute wären reich, und alle Leute wären gleich, und wären all' zu Tisch gesessen- wer wollt' auftragen Trinken und Essen?
Hoffart wird gar leicht gelernt, aber schwer vergessen. Große Schüsseln kauft sie noch, hat sie nichts zu essen.
— Wilhelm Müller
Wer mit Schmerzen arbeitet, wird mit Freuden essen.
Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.
— Jean Paul
Ein anregendes Buch – eine Speise, die hungrig macht.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Der Kluge isst den Braten sofort und das Brot später.
Brot und Wasser stillen den Hunger jedes Menschen, aber unsere Kultur hat die Gastronomie erfunden.
— Honoré de Balzac
Ob aber ein fröhliches Mahl überhaupt ohne Frauen denkbar ist, lasse ich unentschieden.
— Erasmus von Rotterdam
Ein gerader Mensch scheut nicht die freundschaftlichen Geschwätze, die aus dem Rausche hervorgehen.
— Jean-Jacques Rousseau
Gib einem Bär Honig, und du wirst deinen Arm einbüßen, wenn das Vieh Hunger hat!
— Bertolt Brecht
Die Gesellschaft setzt sich aus nur zwei großen Klassen zusammen: die einen haben mehr Mahlzeiten als Appetit, und die andern weit mehr Appetit als Mahlzeiten.
— Nicolas Chamfort
Auch der ärmste Mensch kann zuletzt den Hunger und die Sorge nicht mehr ertragen, und leider macht er dann keine schriftlichen Eingaben an die Behörden, sondern er schlägt mit der Faust an die Tür der …
— Wilhelm Raabe
Der Teufel greift die Leute am Bauch an, wo sie am weichsten sind.
Wo ein Brauhaus steht, kann kein Backhaus stehen.
Kochen ist keine Kunst, essen muss man es können
Es gibt keine ehrlichere Liebe als die Liebe zur Nahrung.
— George Bernard Shaw
Ich habe den Tee lieber kalt und gelb
— Winston Churchill
Der Wein wandelt den Maulwurf zum Adler.
— Charles Baudelaire
Arbeite nie vor dem Frühstück; musst du vor dem Frühstück arbeiten, iss erst dein Frühstück.
— Joseph Billings
Das Brot, das ihr verderben laßt, ist das Brot der Hungernden.
— Basilius von Caesarea
Der Magen ist der Kapellmeister, der das große Orchester unserer Leidenschaft regiert und in Tätigkeit versetzt
— Gioacchino Rossini
Denn früh belehrt ihn die Erfahrung, sobald er schrie, bekam er Nahrung.
— Wilhelm Busch
Wenn du hundert Yen hast, kaufe dir für fünfzig Yen Brot, für die anderen fünfzig aber Hyazinthen für die Seele.
Das reichste Mahl ist freudenleer, wenn nicht des Wirtes Zuspruch und Geschäftigkeit den Gästen zeigt, dass sie willkommen sind.
— Friedrich von Schiller
Aus der Blume, aus der die Biene Honig saugt, saugt die Spinne Gift.
Ein Ei geht in vierundzwanzig Stunden durch drei Leiber.