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Sprüche über Erkenntnis

359 Sprüche — Seite 4

Manches wird erst dann wirklich verstanden, wenn sich Erfahrung, Nachdenken und inneres Sehen berühren. Erkenntnis ist deshalb mehr als das Sammeln von Fakten, denn sie verändert den Blick und oft auch die eigene Haltung zur Welt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Bewegungen geistigen Lebens.

Ihr Wert zeigt sich darin, dass sie nicht nur informiert, sondern verwandelt. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, wie oft Erkenntnis mit Abstand, Schmerz oder Geduld verbunden ist und warum manche Einsichten erst reifen müssen, bevor sie tragfähig werden.

  1. Heirate über den Mist, so weißt du, wer sie ist.

  2. Die erste Heirat ist ein Eh, die zweite ein Weh, die dritte nichts meh.

  3. Wer ein Roß reitet, erkennt seine Art.

  4. Den Vogel kennt man am Gesang, den Hafen an dem Klang, den Esel an den Ohren und am Gesang den Toren.

  5. Man kennt den Vogel an den Federn.

  6. Man sieht's am Schwanz, was es für ein Vogel ist.

  7. Am Handel erkennt man die Ware.

  8. Die Erkenntnis der eigenen Kraft macht bescheiden.

    Paul Cezanne

  9. Selbst die tiefste Erkenntnis ändert nichts am Wesen der Welt, so wenig wie Selbsterkenntnis am eigenen Wesen.

    Ernst Hohenemser

  10. Humor ist Erkenntnis der Grenze, verbunden mit grenzenloser Erkenntnis.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  11. Der Blick des Forschers fand nicht selten mehr, als er zu finden wünschte.

    Ludwig Uhland

  12. Jedes Jahrhundert weiter wird neue Zauber der reinen Luft entdecken und wird sie wachsend verehren.

    Carl Ludwig Schleich

  13. Der Mann analysiert den Menschen, die Frau wittert ihn.

    Carl Ludwig Schleich

  14. Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung, und sie gedeiht mit der Freude am Leben.

    Thomas von Aquin

  15. Man überzeugt am besten von seiner Macht, wenn man sie missbraucht

    Daniel Spitzer

  16. Auf dem Felde menschlicher Entdeckungen ist das Auffinden des Prinzips das Wesentliche, indem sich daraus alle weiteren Vervollkommnungen nur als natürliche Fortbildungen ergeben.

    Rudolf Virchow

  17. Wer den Menschen studieren und erkennen will, der unternimmt ein so schwieriger Werk wie einer, der Tinte anfassen möchte, ohne sich zu beschmutzen.

    Ulrich Zwingli

  18. Ein Feind, über den man im Bilde ist, ist weniger gefährlich.

    John Steinbeck

  19. Die Männer sind stets Rivalen, wenn es sich um eine Frau handelt, und sie unterschätzen für gewöhnlich die Anziehungskraft ihrer erfolgreichsten Gegner. Sie sehen bei anderen Männern nicht, was Frauen …

    John Knittel

  20. Das Gefühl der Gesundheit erwirbt man durch Krankheit.

    Georg Christoph Lichtenberg

  21. Kein Mensch kann einen anderen gerecht tadeln oder verdammen, denn kein Mensch kann einen anderen richtig kennen.

    Thomas Browne

  22. Das Alter ist eine Reisende der Nacht, die Erde verbirgt sich und der Himmel wird sichtbar

    Francois René de Chateaubriand

  23. Es gibt Geheimnisse in der Politik wie in der Religion. Wer sie erklären will, fällt in Abgründe.

    Francois René de Chateaubriand

  24. Ein Hund spiegelt die Familie. Wer sah jemals einen munteren Hund in einer verdrießlichen Familie oder einen traurigen in einer glücklichen? Mürrische Leute haben mürrische Hunde, gefährliche Leute g …

    Sir Arthur Conan Doyle

  25. Es muss menschlichem Empfinden aufgehen, dass das, was im Menschen atmet, dasselbe ist, wie das, was im Tiere lebt.

    Richard Wagner

  26. Nichts hat mir auch nur annähernd zu so vielen Erkenntnissen verholfen, wie Landschaften und deren Entsprechungen in meiner Seele

    Reinhold Messner

  27. Wenn mein Sohn von Frankfurt nach Mainz reist, so bringt er mehr Kenntnis heim als andere aus Amerika

    Katharina Elisabeth Goethe

  28. Wer ist so blödsinnig, dass er die Wahrheit nicht erkennen, wer so neidisch, dass er die erkannte Wahrheit nicht mitteilen möchte?

    Johann Georg Adam Forster

  29. Das Wesentliche befindet sich unter einem Berg täglichen Kleinkrams.

    Else Pannek

  30. Schwierigkeiten beim Namen zu nennen, verleiht ihnen Gestalt — lässt sie begreifen, macht sie greifbar.

    Else Pannek

  31. Eine Aufforderung zum blinden Vertrauen öffnet die Augen — früher oder später.

    Else Pannek

  32. Helden leben gern. Sie wissen wie kostbar und verletzlich Leben ist, haben Herz und Rückgrat es zu schützen.

    Else Pannek

  33. Alles hat seine Gültigkeit — alles und immer — Gestern, Heute und Morgen. Und doch muss jeder, muss jede Generation alles neu erleben und durchleiden, erkennen und begreifen.

    Else Pannek

  34. Jedes Gefühl hat einen Namen. Nennt man es beim richtigen, kann man sich hineinfühlen, es erkennen, begreifen und lernen damit umzugehen.

    Else Pannek

  35. Wir wissen wenigstens, dass wir nichts taugen, und in dieser Erkenntnis ist die Möglichkeit der Besserung gegeben

    Theodor Fontane

  36. Schau in die Welt mit wachen Sinnen, wirst immer Neues ihr abgewinnen.

    Oscar Blumenthal

  37. Ein Tor erkennt, was er in Händen hält, als trefflich erst, wenn es verloren ist.

    Sophokles

  38. Wenn wir uns so sehen würden, wie uns andere sehen - würde das unsere schlimmsten Befürchtungen über sie bestätigen

    Franklin P. Jones

  39. Dürftigkeit öffnet Augen, die Reichtum verschlossen hat.

    Giovanni Boccaccio

  40. Wandern heißt auf eigenen Füßen gehen, um mit eigenen Augen zu sehen, mit eigenen Ohren zu hören.

    Wilhelm Riehl

  41. Dass die Vernunft eine Feindin jeder Größe ist, ist eine Erkenntnis, die man nicht wichtig genug nehmen kann.

    Giacomo Leopardi

  42. Die Nacht verbirgt die Welt, enthüllt aber das Weltall.

  43. An den Zigarren, die sie rauchen, und den Komponisten, die sie lieben, werdet ihr die Beschaffenheit der Menschenseelen erkennen.

    John Galsworthy

  44. Ein schwanzloser Hund kann seine Freude nicht äußern.

  45. Wenn mein Hund aufwacht, kann ich an seinem Blick erkennen, ob er von mir geträumt hat.

    James Gardner

  46. Sage mir, wie du ißt, und ich sage dir, was du bist.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  47. Erst der Tod un die letzten Minuten, Stunden und Jahre geben dem Leben Sinn.

    Leo Tolstoi

  48. Die Leidenschaft ermöglicht die besten Beobachtungen und führt zu den elendsten Schlüssen

    Georg Christoph Lichtenberg

  49. Wer schreit, sollte erkennen, dass er für seine Argumente kein Gehör findet.

    Rainer Karius

  50. Das Beste, was wir können, haben wir nicht aus Büchern gelernt. Es fliegt uns an im Umgang mit Natur und Menschen.

    Wilhelm Riehl

  51. Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  52. Man muss ein weiser Leser sein, um weise und gut zitieren zu können

    Amos Bronson Alcott

  53. Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten.

    Francois G. de Levis

  54. Man weiß nicht, was genug ist, bevor man weiß, was mehr als genug ist

    William Blake

  55. Narren sind alle, die es scheinen, und die Hälfte derer, die es nicht scheinen.

    Baltasar Gracián y Morales

  56. Mir kommen die Wege, auf denen die Menschen zur Erkenntnis gelangen fast ebenso bewunderungswürdig vor wie die Natur der Dinge selbst.

    Johannes Kepler

  57. Es gibt keine Menschenkenntnis, die für alle Fälle und alle gegebenen Charaktere ausreicht, am wenigsten aber eine schnelle Erkenntnis, die lehr- und lernbar ist.

    Bogumil Goltz

  58. Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht in fließendem Wasser, sondern im stillen Wasser.

    Dschuang Dsi

  59. Auf einem Berge stehend umfassen wir die Natur wie das Kind, das auf einen Stuhl gestiegen ist, um den Vater desto besser umarmen zu können.

    Karl Julius Weber

  60. Ihr werdet es nie begreifen, wie die Geschichte der Väter in unser Leben eingreift zum Heil und Unheil

    Max von Eyth