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Sprüche über Entscheidung

721 Sprüche — Seite 8

Zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit steht oft nur ein einziger Moment der Entscheidung. In ihm verdichtet sich, was ein Mensch will, wovor er zurückschreckt und wofür er Verantwortung übernimmt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Prüfsteinen von Charakter, Reife und innerer Klarheit.

Nicht jede Wahl ist laut oder sichtbar, doch jede hinterlässt eine Richtung im Leben. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Freiheit und Folgen miteinander verbunden sind und warum Zögern ebenso prägend sein kann wie Handeln, wenn es darum geht, den eigenen Weg zu bestimmen.

  1. Ein gerader Weg führt immer nur ans Ziel.

    André Gide

  2. Viel muss man lesen, nicht vielerlei... ich meine nicht Vieles, sondern viel: ein Weniges, aber mit Fleiß

    Gotthold Ephraim Lessing

  3. Es gibt nur ein Tempo und das ist das richtige.

    Johann Joseph von Görres

  4. Ob aber ein fröhliches Mahl überhaupt ohne Frauen denkbar ist, lasse ich unentschieden.

    Erasmus von Rotterdam

  5. Jede Wahl enthält ein Opfer

    André Gide

  6. Wenn es zum Handeln kommt, dann seit ihr Männer feig, feig wie erschrockene Mäuse.

    John Knittel

  7. Das Schicksal hält es immer mit den Kühnen.

    Philippe Destouches

  8. Die Definition von Wahnsinn ist: Immer wieder das Gleiche zu tun und gleichzeitig unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten

    Benjamin Franklin

  9. Taten überreden eher als Worte.

    Andrew Carnegie

  10. Halte Wort, was Du versprochen, eh' Du sprichst, beherrsche Dich. Schnell ist wohl ein Wort gesprochen, das gebroch'ne rächet sich.

    Heinrich Martin

  11. Welch eine himmlische Empfindung ist es, seinem Herzen zu folgen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Wer sich an andere hält, dem wankt die Welt. Wer auf sich selber ruht, steht gut.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  13. Der Baum kann sich den Vogel nicht aussuchen, der auf ihm landet.

  14. Man kann nicht die Kuh verkaufen und die Milch behalten.

  15. Wenn dir die Liebe winkt, folge ihr!

  16. Niemand ist beklagenswerter als jener Mensch, dem nichts so sehr zur Gewohnheit geworden ist, wie die Unentschlossenheit.

    William James

  17. Heiraten ist kein Wettrennen. Du kannst immer zeitig genug hinkommen.

  18. Die Schnellentschlossenen straucheln leicht.

    Sophokles

  19. Wer sich an die Weisheit des Herzens hält und sie als Autorität anerkennt, was braucht der noch andere Autoritäten?

  20. Im Kampf zwischen dir und der Welt, stelle dich immer auf die Seite der Welt.

    Franz Kafka

  21. Das wichtigste im Leben ist die Wahl des Berufes. Der Zufall entscheidet darüber.

    Blaise Pascal

  22. Fester Entschluß und beharrliche Durchführung eines einfachen Gedankens führen am sichersten zum Ziel.

    Helmuth James Graf von Moltke

  23. Beharrlichkeit wird zuweilen mit Eigensinn verwechselt.

    August von Kotzebue

  24. Wenn man Mitleid fühlt, so fragt man nicht erst andere Leute, ob man es fühlen soll.

    Georg Christoph Lichtenberg

  25. Selbst ein Drache nimmt nur einen Weg, den er kennt.

  26. Tu es oder tu es nicht, aber höre auf, es zu versuchen.

  27. Am Ende des Weges mag der Pessimist recht bekommen, aber unterwegs hat es der Optimist leichter.

    Otto Ernst

  28. Überlaßt mir die Erziehung und in einem Jahrhundert ist Europa umgestaltet.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  29. Wähle einen Freund langsam, wechsle ihn noch langsamer.

    Benjamin Franklin

  30. Jeder muss sich entscheiden, ob er im Licht der Nächstenliebe oder im Dunkel der Eigensucht leben will

    Martin Luther King

  31. Klug sein heißt, das Wichtige vom Unwichtigen unterscheiden zu können

    Alexander Roda Roda

  32. Du findest den Weg nur, wenn du dich auf den Weg machst.

    Maria Ward

  33. Der Weisheit letzter Schluss ist sehr oft ein neuer Anfang

  34. Unveränderlichkeit und Ruhe sind Zeichen äußerster Vollkommenheit.

  35. Zieh viele darüber zurate, was du tun sollst, aber teile nur wenigen mit, was du ausführen wirst.

    Nicolaus Machiavelli

  36. Man entdeckt kein Neuland, ohne sich darauf einzulassen, die Küste für längere Zeit aus den Augen zu verlieren.

    André Gide

  37. Das Ansehen von tausend Jahren kann durch das Verhalten während einer Stunde bestimmt werden.

  38. Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen, als wenn man gar keine Meinung hat.

    Georg Christoph Lichtenberg

  39. Eine Chance zu sehen ist keine Kunst. Die Kunst ist, eine Chance als erster zu sehen

    Benjamin Franklin

  40. Bei der Erfassung der richtigen Entscheidungen stehen meistens zwei Dinge im Gegensatz dazu: Die Eile und der Zorn.

    Thukydides

  41. Die Ehe ist ein Abenteuer, wie in den Krieg ziehen.

    Gilbert Keith Chesterton

  42. Der Mensch ist nichts an sich. Er ist nur eine grenzenlose Chance. Aber er ist der grenzenlos Verantwortliche für diese Chance.

    Albert Camus

  43. Wenn der Hund will scheissen gehen, so sieht man ihn gekrumpen stehen.

  44. Jede Lösung eines Problems ist ein neues Problem.

    Johann Wolfgang von Goethe

  45. Bei seinem Tun und Lassen sollte es dem Menschen auf Billigung und nicht auf Beifall ankommen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  46. Der Mittelweg ist oft doppelt gefährlich.

    Christian Dietrich Grabbe

  47. Es gibt kein anderes Mittel, den Schwankenden zu helfen, als dass man aufhört, selbst zu schwanken.

    Wladimir Iljitsch Lenin

  48. Ob wir wachen oder schlafen, nie sollten wir uns durch etwas anderes lenken lassen, als durch die Klarheit unserer Vernunft.

    René Descartes

  49. Wir sind um so freier, je mehr wir der Vernunft gemäß handeln, und um so mehr geknechtet, je mehr wir uns von der Leidenschaft regieren lassen.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  50. Der Mensch tut nicht alles aus sich selbst, er arbeitet auch dem Schicksal in die Hände.

    Ludwig Anzengruber

  51. Was das Glockenläuten zur Ruhe der Verstorbenen beitragen mag, will ich nicht entscheiden; den Lebenden ist es abscheulich

    Georg Christoph Lichtenberg

  52. Man muss im Leben wählen zwischen Langeweile und Leiden

    Germaine Madame de Stael

  53. Doch manchen stürzt schon die Hoffnung auf Gewinn in sein Verderben.

    Sophokles

  54. Gegen einen matten, von tausend Rücksichten gelähmten, kaum noch vorhandenen Entschluß ist oft der Schein des Widerstandes genug.

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  55. Jeder Mensch ist dazu verpflichtet, seinen eigenen Charakter zu haben, so zu sein, wie niemand anderes und zu tun, was kein anderer tun kann.

    William Ellery Channing

  56. Das Glück wächst und blüht am Wegesrand, vorausgesetzt, man ist auf dem richtigen Weg.

  57. Sei mit dir nie zufrieden, außer etwa episodisch, so dass deine Zufriedenheit nur dazu dient, dich zu neuer Unzufriedenheit zu stärken.

    Christian Morgenstern

  58. Der Mensch befindet sich niemals im Besitz uneingeschränkter Freiheit, sondern er besitzt nur eine zweiter Ordnung, zum Beispiel steht es ihm frei, das oder das zu essen, nicht aber, überhaupt nicht z …

    Antoine de Rivarol

  59. Eine Frau sagt nein und nickt ja.

  60. Wer nein sagen will, soll sich kein Ja abringen lassen