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Sprüche über Entscheidung

721 Sprüche — Seite 12

Zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit steht oft nur ein einziger Moment der Entscheidung. In ihm verdichtet sich, was ein Mensch will, wovor er zurückschreckt und wofür er Verantwortung übernimmt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Prüfsteinen von Charakter, Reife und innerer Klarheit.

Nicht jede Wahl ist laut oder sichtbar, doch jede hinterlässt eine Richtung im Leben. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Freiheit und Folgen miteinander verbunden sind und warum Zögern ebenso prägend sein kann wie Handeln, wenn es darum geht, den eigenen Weg zu bestimmen.

  1. Wir können's oft nicht begreifen, dass Leute das tun, was wir an ihrer Stelle auch täten.

    Otto Weiss

  2. Gar mancher schlägt sich mit einem Mann herum und ahnt nicht, dass er sich mit dessen Frau herumschlägt.

    Otto Weiss

  3. Vom einen schnackt er, das andre tut er. Das ist ein Charakter, wenn auch kein guter.

    Adolf von Wilbrandt

  4. Das, was wir tun, ist für unsere Zukunft weniger wichtig als das, was wir denken

    Philip James Bailey

  5. Der Krieg fängt dann an, wenn die andere Seite sich verteidigt

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  6. Warte nie bis du Zeit hast. Denn dann könnte es zu spät sein.

  7. Die Klugheit des Staatsmanns besteht in der richtigen Wahl der Zeit.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  8. Nichts tun ist schlimmer, als etwas mittelmäßig zu tun.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  9. Du musst siegen oder fallen, besiegt von einem ist besiegt von allen.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  10. In der Politik ist das persönliche Gefühl, das uns die Menschen einflößen, ein schlechter Wegweiser.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  11. Der Gang der Politik gleicht dem Flug eines Drachens, dessen Bahn von dem Winde, der ihn treibt, und der Schnur, die ihn hält, abhängig ist.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  12. Es ist wirklich schwer einzusehen, wie Menschen, die der Gewohnheit, sich selbst zu regieren, vollständig entsagt haben, im stande sein könnten, diejenigen gut auszuwählen, die sie regieren sollen.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  13. Die große Kunst des Regierens besteht meistens in nichts anderem als: glauben zu machen, dass alles, was geschieht, durch uns geschehe.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  14. Wenn du von den anderen Verantwortung verlangst, übernehme auch für dich deine eigene

    Solon

  15. Was uns trifft, solange wir ihm ausweichen wollen, verbittert und beschwert uns, was wir aber selbst auf uns nehmen, ist von Stund' an nicht mehr schwer.

    Heinrich Lhotzky

  16. Es ist unerhört schwer, neue Wege wirklich zu gehen, nicht bloß neue Gedanken auszusprechen.

    Heinrich Lhotzky

  17. In allen Zweifelsfragen ist stets die Sache über die Person zu setzen, jeder soll mitwirken zum Wohle des Ganzen

    Robert Bosch

  18. Erfolgreich ist der Mensch, wenn er bei 100 Entscheidungen 51mal das Richtige trifft

    John Pierpont Morgan

  19. Man hat immer zwei Gründe etwas zu tun: Einen anständigen und den wahren

    John Pierpont Morgan

  20. Aller Herrschaft Druck ist schwer; man muss den Menschen immer freiwillig handeln zu lassen scheinen

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  21. Der beste Rat bleibt immer Stück- oder Flickwerk: wer sich nicht selber raten kann, dem ist nicht zu helfen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  22. Es gibt nur einen Ausweg, wenn man einmal in ein Labyrinth geraten ist, das ist der Wille.

    Fanny Lewald

  23. Es ist nicht jeder Mensch geboren, frei zu sein, denn es gibt Personen, die vortrefflich sind, wenn sie dienen und gehorchen müssen und unbrauchbar, wie sie in freier Selbstbestimmung handeln sollen …

    Fanny Lewald

  24. Loslassen: Etwas niederlegen können, ohne es als Niederlage betrachten zu müssen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  25. Fasse den Mut,das Schicksal am Kragen zu packen, und ein Leben aus ihm heraus zu schütteln.

    Louisa May Alcott

  26. Um etwas desto gewisser zu gewinnen, muss man stets ein Anderes aufgeben

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  27. Man kann auf dem richtigen Weg sein, aber nicht der richtige Mensch für diesen Weg.

  28. Glaubt mir, die Welt wird Euch nichts schenken. Wenn Ihr ein Leben wollt - so stehlt es!

    Lou Andreas-Salomé

  29. Die Tür, die niemand sonst öffnen will, scheint immer weit aufzuspringen für mich.

    Clara Barton

  30. Das Herz ist die große Uhr, die auf Wohl und Wehe zeigt.

    Rahel Varnhagen von Ense

  31. Die wirkliche Freiheit besteht in der Vereinigung mit der Notwendigkeit. Die Aufgabe besteht darin, die richtige Notwendigkeit zu wählen

    Friedrich Wilhelm Josef Ritter von Schelling

  32. Weisheit spannt den Willen ab und lässt ihn doch noch stark genug für das Rechte.

    August Pauly

  33. Jedes Volk, das in Knechtschaft liegt, hat an den Netzen, die es umfangen, selber mitgestrickt.

    August Pauly

  34. Wenn die Menschen sich ihre Köpfe selbst heraussuchen dürften, bekämen die meisten keine Gescheiteren.

    August Pauly

  35. Es ist ein gesegneter Augenblick, in welchem der Mensch seine eigene Dummheit begreift.

    August Pauly

  36. Meinungen und Wille von Toren sollen dem Vernünftigen wie Glas sein, das an dem Eisen seiner Entschlüsse zersplittert.

    August Pauly

  37. Denk zweimal darüber nach, ehe du etwas Entscheidendes tust

    Charlotte Bronté

  38. Ich vermeide es, nach vorn oder zurück zu schauen. Ich versuche einfach hoch zu schauen.

    Charlotte Bronté

  39. Freie Selbstbestimmung ist das königliche Vorrecht des Geistes.

    Friedrich Paulsen

  40. Dunkel und verhüllt sind die Endzwecke des Schicksals und doch befördern wir täglich durch unser Tun und Denken – wenn auch scheinbar das Gegenteil – den geheimen Gang desselben.

    Heinrich Martin

  41. Hast du was Liebes dir erkoren, dann suchen Bess'res nur die Toren.

    Heinrich Martin

  42. Nicht jeder Weg passt für Jeden, wenn er auch nach derselben Richtung führt.

    Heinrich Martin

  43. Nicht durch Deine selbstständigen Meinungen kannst Du zur wahren Geltung gelangen, sondern durch die Handlungen, die aus ihnen hervorgehen.

    Heinrich Martin

  44. Die beste Reue ist die bessere Tat.

    Friedrich Lienhard

  45. Ist dir's in deiner Ecke zu eng, so schüttle ab alles, was dich beengt, wandre, werde, was du werden magst und kannst – wenn nur dein Ich, deine Persönlichkeit, der Kern deines Wesens zur Erblühung ko …

    Friedrich Lienhard

  46. Packe den Tag wie ein glühendes Eisen, schmiede und strecke ihn wacker am Herd, lasse dann Leben und Zukunft erweisen, ob er zur Pflugschar ward oder zum Schwert.

    Julius Lohmeyer

  47. Die Art, wie das Lernen in seiner untersten Stufe betrieben wird und wie das Kind sich gewöhnt, es zu betrachten, ist für das Leben häufig entscheidend.

    Theodor Waitz

  48. Begeisterung ist jene Laune des Geistes, bei der die Vorstellungskraft den besseren Teil des Urteils ausmacht.

    William Warburton

  49. Gedanke ist nur ein anderer Name für Schicksal, also wähle dir dein Schicksal selbst! Liebe bringt Liebe, und Hass bringt Hass!

    Ella Wheeler Wilcox

  50. Eine geplante Handlung ist bereits eine beginnende Handlung.

    Jules Payot

  51. Das Wichtigste des ersten Schrittes ist die Richtung, nicht die Weite.

  52. Nichts nutzt die Eile; man starte zur rechten Zeit

    August Lafontaine

  53. Nicht der Platz ist wichtig, den wir einnehmen, sondern die Richtung, in welcher wir uns vorwärtsbewegen.

    Oliver Wendell Holmes

  54. Der Mann hat seinen Willen – aber die Frau setzt sich durch.

    Oliver Wendell Holmes

  55. Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum

    Tommaso Campanella

  56. Die ganze Kunst des Redens besteht darin, zu wissen, was man nicht sagen darf.

    George Canning

  57. Bei allen menschlichen Unternehmungen ist, wenn man über den Zweck einig ist, die Ausführbarkeit das zweite.

    Friedrich Christoph Dahlmann

  58. Jeder Mensch baut sich durch seine Lebensweise seine Todesweise auf.

    Max Dauthendey

  59. Das Talent liebt Schwierigkeiten, aber solche, die es sich selber wählt.

    Ferdinand Victor Eugene Delacroix

  60. Das Schicksal bestimmt deine Verwandten, du bestimmst deine Freunde.

    Jacques Delille