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Sprüche über Entscheidung

721 Sprüche — Seite 10

Zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit steht oft nur ein einziger Moment der Entscheidung. In ihm verdichtet sich, was ein Mensch will, wovor er zurückschreckt und wofür er Verantwortung übernimmt. Darum gehört dieses Thema zu den entscheidenden Prüfsteinen von Charakter, Reife und innerer Klarheit.

Nicht jede Wahl ist laut oder sichtbar, doch jede hinterlässt eine Richtung im Leben. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Freiheit und Folgen miteinander verbunden sind und warum Zögern ebenso prägend sein kann wie Handeln, wenn es darum geht, den eigenen Weg zu bestimmen.

  1. Ob du wenig tust oder viel, drauf kommt's nicht an! Ich seh nur auf das Ziel - die Richtung macht den Mann.

    Eduard von Bauernfeld

  2. Unsere Hauptaufgabe ist nicht, zu erkennen, was unklar in weiter Entfernung liegt, sondern zu tun, was klar vor uns liegt

    Thomas Carlyle

  3. Unglücksfälle sind wie Messer: Entweder sie arbeiten für uns oder schneiden uns, je nachdem, ob wir sie am Griff oder an der Schneide anfassen.

    James Russell Lowell

  4. Die Vernunft besteht aus Wahrheiten, die man sagen, und aus solchen, die man verschweigen muss.

    Antoine de Rivarol

  5. Die Verantwortung für sich selbst ist die Wurzel jeder Verantwortung

  6. Denke Dein Vorhaben fertig, lege Dein Ziel genau fest. Mache es in Größe und Anspruch wertig, und dann erst plane den Rest.

  7. Lange genug warten können ist das Geheimnis jeden Erfolges. Nicht zu lange warten das andere.

    Rainer Haak

  8. Nur ein schlechter Plan erlaubt keine Änderung

    Publius Syrus

  9. Still mit dem Aber! Die Aber kosten Überlegung

    Gotthold Ephraim Lessing

  10. Meine Bibliothek war der Grund meiner Taten und der beste Trost meines Lebens.

    Edward Gibbon

  11. Man traue keinem erhabenen Motiv für eine Handlung, wenn sich auch ein niedriges finden lässt.

    Edward Gibbon

  12. Die Macht ist die Königin der Welt, und nicht die Meinung der Leute. Aber die Macht gebraucht die Meinung. Und die Macht macht die Meinungen.

    Blaise Pascal

  13. Gerade das Gegenteil tun heißt auch nachahmen, es heißt nämlich das Gegenteil nachahmen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  14. Kannst du nicht allen gefallen Durch deine Tat und dein Kunstwerk, Mach' es wenigen recht; Vielen gefallen, ist schlimm.

    Friedrich von Schiller

  15. Erkenne, suche, lieb' und ehre, was gut und schön ist, und vermehre nach Möglichkeit mit weiser Wahl des Guten und des Schönen Zahl! Das ist die ganze Sittenlehre.

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  16. Ich frage mich schon längst nicht mehr: Was soll ich da tun? Ich frage nur noch: Was wird da jetzt mit mir geschehen? Und erst, wenn sich mir dies dann deutlich angekündigt hat, setzt mein eigener W …

    Hermann Bahr

  17. Meine Kunst lasse ich nicht liegen, ich müßte mir ewige Vorwürfe machen!

    Clara Schumann

  18. Niemand ist härter als die Sanftmütigen aus Berechnung.

    Marquis de Vauvenargues

  19. Auf Brautschau soll man in Küchen gehen und nicht in Zimmer

  20. Zu sagen, was ist, ist und bleibt die revolutionärste Tat.

    Rosa Luxemburg

  21. Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat

    Christian Johann Heinrich Heine

  22. Während sich auf anderen Gebieten Irrtümer bisweilen wieder gutmachen lassen, ist dies bei Fehlern, die man im Kriege begeht, unmöglich, weil sie sich sogleich rächen.

    Nicolaus Machiavelli

  23. Nimm gegenüber Wandel und Beständigkeit die gleiche Haltung ein, und nichts wird deine Klarheit trüben

    Laotse

  24. Sorgen sind meist von der Nesseln Art, sie brennen, rührst du sie zart; fasse sie nur an herzhaft, so ist der Griff nicht schmerzhaft.

    Franz Emanuel August Geibel

  25. Unbeteiligtsein führt dazu, der Dinge wahres Wesen zu erfassen; Ruhigsein - dem Fluss des Bewegten die rechte Richtung zu geben.

  26. Ruhig sein - dem Strom der Zeit die rechte Richtung geben.

  27. Die Tradition ist eine Ausdehnung des Wahlrechts. Tradition ist die Demokratie der Toten.

    Gilbert Keith Chesterton

  28. Alles, was in der Welt verdorben worden ist, das ist aus guten Gründen verdorben worden.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  29. Es gibt für den charakterfesten Mann kein überzeugenderes Mittel, dass er das rechte getroffen, als wenn ein gewisses Gesindel darüber vor Ärger fast bersten möchte.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  30. Über Sieg und Niederlage entscheiden fünf Minuten

    Horatio Nelson

  31. Wenn sich die Mehrheit zur richtigen Ansicht bekehrt, dann sicherlich aus den falschen Gründen.

    Philip Chesterfield

  32. Die Größe menschlicher Handlungen ist nach der Absicht zu bemessen, aus der sie entspringen.

    Louis Pasteur

  33. Wer Anstoß geben will, muß auch Anstoß erregen können.

    Gustav Walter Heinemann

  34. Die Tat unterscheidet das Ziel vom Traum.

  35. Gerade das Gegenteil tun ist auch eine Nachahmung

    Georg Christoph Lichtenberg

  36. Die Freiheit ist nicht die Willkür, beliebig zu handeln, sondern die Fähigkeit, vernüftig zu handeln.

    Rudolf Virchow

  37. Liebes Töchterchen, damit eine Frau herrscht, muss sie stets den Anschein erwecken, als tue sie immer, was ihr Mann will.

    Honoré de Balzac

  38. Der Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausführt.

    Hildegard von Bingen

  39. Langsam erteilter Rat ist bei weitem der beste, denn wo schnell er gegeben, folgt die Reu auf dem Fuß.

    Lukian

  40. Denke scharf nach und entscheide innerhalb von sieben Atemzügen.

  41. Wenn die Menschen auf Staatsangelegenheiten, Politik und auch auf ihre eigenen Geschäfte so viel Denken, Sorge, Erwägung verwenden würden, wie sie darauf verschwenden, was sie zu einem Maskenball anzi …

    John Steinbeck

  42. Er ist die wichtigste Aufgabe der Frau zu lernen, wie man die Männer bezaubert. Das Mädchen braucht dieses Mittel, um den richtigen Mann wählen zu können, die verheiratete Frau, um über den Mann zu he …

    Leo Tolstoi

  43. Im Leben kommt einmal die Zeit, da man sich darüber klarwerden muss, was besser ist, zu zertreten oder zertreten werden.

    John Knittel

  44. Wer rät, gerät leicht mit hinein.

    Theodor Fontane

  45. Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden.

    René Descartes

  46. Das Leben ist entweder ein Seil, oder ein Federbett. Man gebe mir das Seil.

    Albrecht Dürer

  47. Wenn man die Wahl hat zwischen Austern und Champagner, so pflegt man sich in der Regen für beides zu entscheiden.

    Theodor Fontane

  48. Die Entschlossenheit ist im Einzelfall ein Akt des Mutes, wenn sie zum Charakterzug wird, eine Gewohnheit der Seele

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  49. Die menschliche Natur ist schwach, der Einfluss der Umgebung stark.

    Sir Arthur Conan Doyle

  50. Ob auf dem Weg eine Spur bleiben wird oder nicht - bedachtsam will ich meinen Weg gehen.

  51. Das Bergsteigen findet in einer Welt statt, wo jeder die Verantwortung für sich selber zu tragen hat.

    Reinhold Messner

  52. Wer begreift, was er fühlt, kann für sich handeln.

    Else Pannek

  53. Wenig zu brauchen mag zur Zufriedenheit beitragen — vorausgesetzt, man hat die Wahl.

    Else Pannek

  54. Ängste beeinflussen die Entwicklung. — Entfaltung geschieht im Freisein von Angst.

    Else Pannek

  55. Selbstgesuchte Vorbilder sind besser als verordnete.

    Else Pannek

  56. Jede Wählerstimme ist ein Auftrag. Nur das, nichts sonst.

    Else Pannek

  57. Jede Tat muss Konsequenzen haben.

    Else Pannek

  58. Oft veranlasst das törichte Lachen eines Dummkopfs sogar gute Menschen, so manches nicht zu tun

    Iwan Turgenjew

  59. Die Speisetafel ist der einzige Ort, wo man sich niemals während der ersten Stunde langweilt.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  60. Beim Bordeaux bedenkt, beim Burgunder bespricht, beim Champagner begeht man Torheiten

    Jean Anthelme Brillat-Savarin