Sprüche über Bewunderung
364 Sprüche — Seite 6
Was Menschen aufrichtet und den Blick nach oben zieht, findet oft in der Bewunderung seinen Ausdruck. Sie entsteht vor Größe, Mut, Schönheit oder Haltung und verrät damit auch, wonach ein Herz sich selbst ausrichtet. Darum ist dieses Thema mehr als bloßes Staunen, nämlich ein stilles Urteil über Wert und Vorbild.
In echter Bewunderung liegt kein Neid, sondern Anerkennung dessen, was über das Gewöhnliche hinausweist. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie inspirierend jene Haltung sein kann, die Großes erkennt und sich davon nicht klein, sondern ermutigt fühlen lässt.
Die Welt ist eine kindische Dame, die selbst für ihre lächerlichen Vorurteile eine Art Verehrung fordert.
— Johann Nepomuk Nestroy
Das Geheimnis, zu gefallen, besteht darin, kein solches Geheimnis zu haben.
— Sully Prudhomme
Verworrene Ideen allein machen nicht den tiefen Philosophen; die verworrene Sprache gehört mit dazu; dann erst bleibt er unverstanden und bewundert.
— Emanuel Wertheimer
Bescheidenheit ist eine Zier Bescheidenheit ist der einzige sichere Köder, wenn du nach Lob angelst.
— Philip Chesterfield
Dem Streben nach Lob liegt ein Streben danach, lobenswert zu sein, zu Grunde.
— Adam Smith
Die Schmeichelei ist wie Kölnischwasser: Zum Riechen, nicht zum Schlucken.
— Joseph Billings
Die Schmeichelei legt ihre sanften Bande, ihr glattes Joch nur eitlen Seelen an.
— Friedrich von Hagedorn
Der Ruhm bringt jenem keine Erquickung, der ihn gestohlen hat, statt ihn sich zu verdienen.
— Nikolai Wassiljewitsch Gogol
Die einfältige Menge läßt sich ohne großes Überlegen vom Blendenden gefangennehmen.
— Nikolai Wassiljewitsch Gogol
Keine zauberwirkende Rune ist wunderbarer als ein Buch. Bücher sind das auserlesene Besitztum der Menschen.
— Thomas Carlyle
Das Paradies liegt nicht auf Erden, aber Stückchen davon sind wohl vorhanden
— Jules Renard
Auf einem Berge stehend umfassen wir die Natur wie das Kind, das auf einen Stuhl gestiegen ist, um den Vater desto besser umarmen zu können.
— Karl Julius Weber
Das Firmament ist der Thron aller Schönheit, wie auch der Mensch seinen Thron hat, die Erde nämlich
— Hildegard von Bingen
Ein Garten ist ein Gegenstand der Kunst allein.
— Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau
Lasst die anderen von vergangenen Zeiten schwärmen. Ich bin froh, in diesen Zeiten zu leben!
— Ovid
Nach dem Sternenhimmel ist das Größte und Schönste was Gott geschaffen hat, das Meer.
— Adalbert Stifter
Champagner ist der einzige Wein, der eine Frau noch schöner macht, nachdem sie ihn getrunken hat.
— Jeanne Antoinette Poisson de Pompadour
Der Mensch setzt Ruhm an wie das Schwein Fett
Die Sterne können den Glanz des Mondes nicht vermehren
Enthusiasmus ist das Leben der Seele, Schwärmerei ihr Tod.
— Johann Georg Zimmermann
Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel
— Gotthold Ephraim Lessing
Höfling muss mit krummem Rücken sich noch immer tiefer bücken
— Jacques Offenbach
Ruhm ist Vorzug, denen bekannt zu sein, die einen nicht kennen
— Nicolas Chamfort
Fürsten belohnen ihre Schmeichler und verachten sie. Völker beten die ihrigen an.
— Friedrich von Gentz
Große Männer sind die Koeffizienten ihres Jahrhunderts.
— Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz
Wer Almosen gibt, gewöhnt sich daran, Geld und Gut nicht mehr zu bewundern.
— Johannes Chrysostomos
Führt heftiges Flirten zu magischen Kurzschlüssen, sollte man wissen wo die Stromverbindung zum Verstand wieder zu finden ist.
— Christa Schyboll
Jeder braucht Lob, Anerkennung, Streicheleinheiten. Die Menschen haben panische Angst vor Liebesentzug.
— Nikolaus B. Enkelmann
Ein Künstler, der nicht eitel ist, gleicht einem Weibe, das nicht gefallen will. Beide sind langweilig.
— Heinrich Laube
Man erwirbt sich eine Menge Ruhm – was immer das sein mag –, wenn man in der richtigen Weise über sich reden lässt.
— David Herbert Lawrence
Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemühen.
— Jacob Christoph Burckhardt
Bewunderung und Respekt wird jener Frau zuteil, die ihren Platz im Leben behauptet und unermüdlich aufwärts strebt nach immer weiteren Zielen.
— Prentice Mulford
Alles besiegt und raubt die geizende Zeit, den Ruhm auch, und schafft uns ein zweites Sterben.
— Francesco Petrarca
Meine Freunde teile ich ein in solche, die ich bewundere, solche, die ich verehre, solche, die ich liebe, und solche, mit denen ich Mitleid habe.
— Francesco Petrarca
Ein Mächtiger, der mit dem Schwächeren spricht, verlangt nur Beifall, nicht Wahrheit.
— Karl Wilhelm Ramler
Aufmunternde Blicke einer Frau – die haben schon manchen Mann abgeschreckt!
— Otto Weiss
Jede Zeit hat ihre Künstler, die vorläufig unsterblich sind.
— Otto Weiss
Verfehlte Kunstwerke gibt's – die nur von Kennern hochgeschätzt werden.
— Otto Weiss
Der Ruhm ist ein brennender Ofen: man muss ihn immer wieder heizen, soll er nicht kalt werden
— Otto Weiss
Entsetzt erkennt mancher Künstler eines Tages sein verfehltes Leben: Statt wohlhabend, ist er berühmt geworden.
— Otto Weiss
Wohl jeder Mann wird mir beistimmen, wenn ich behaupte: 's ist leichter, eine Frau anzubeten, als sich mit ihr zu vertragen.
— Otto Weiss
Staunen ist unfreiwilliges Lob.
— Edward Young
Man wirft mir vor, dass ich zuviel an Frauen denke. An was soll man denn sonst denken?
— Auguste Rodin
Der Schmeichler ist dem Herren lieb, doch stiehlt er die Ehr' ihm wie ein Dieb
Niemand mag auf lange Zeit große Ehre haben ohne Neid.
— Bernhard Freidank
Große Taten erscheinen uns oft so bewundernswert, dass wir sie nur von gereiften, erfahrenen, gefestigten Männern ausgeführt glauben und zu diesen wie zu Greisen verehrungsvoll aufschauen: wie staunen …
— Theodor Toeche-Mittler
Das schlimme am Leben ist, dass es so viele schöne Frauen gibt und so verdammt wenig Zeit
— John Barrymore
Wir können nicht alle Helden sein, denn irgendwer muss auf der Tribüne sitzen und klatschen
— William Penn Adair Rogers
Aus eines schönen Weibes Antlitz blickt dem Manne, was er ewig sucht und nie findet
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Die Hauptaufgabe eines Gartens ist es, seinem Besucher die schönste und höchste Art des irdischen Vergnügens zu bereiten.
— Gertrude Jekyll
Die Gebirge sind stumme Meister und schaffen schweigsame Schüler
— Johann Wolfgang von Goethe
Es ist erstaunlich, wie wenig Zeit es für sehr schöne Dinge braucht um zu geschehen
— Frances Hodgson Burnett
Hätte man von Anbeginn der Zeiten immer das nützliche und heilsame nur deswegen unterlassen, weil es noch neu und nicht im Gebrauch war, weil es gerade erst erfunden wurde, so würden den Menschen viel …
— Dorothea Christiane Erxleben
Es ist ein krankhafter, schwächlicher Geisteszustand, auf Lob, und nicht auf Inhalt des Lobes zu halten.
— Rahel Varnhagen von Ense
Jeden adelt sein eigenes Werk.
— Juvenal
Die wunderbare Lampe des Himmels, die Sonne.
— Robert Herrick
Kein Mensch, auch nicht der allerverkommenste, verträgt es, unwert geachtet zu werden. Wenn ihn alle Welt verachtet, sucht er nach seinesgleichen, bei denen seine Taten etwas gelten.
— August Pauly
Äusserlicher Adel braucht Gesellschaft, um etwas vorzustellen, innerer braucht Einsamkeit.
— August Pauly
Für besser gehalten zu werden, als man ist, ist auch eine Art Verleumdung, die sich ein ehrlicher Mensch nicht gefallen lassen kann.
— August Pauly
Wo können wir uns wohl dem Schöpfer näher wähnen, als wenn der Schöpfung Pracht hervorruft Wonnentränen?
— Heinrich Martin