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Sprüche über Bewunderung

364 Sprüche — Seite 6

Was Menschen aufrichtet und den Blick nach oben zieht, findet oft in der Bewunderung seinen Ausdruck. Sie entsteht vor Größe, Mut, Schönheit oder Haltung und verrät damit auch, wonach ein Herz sich selbst ausrichtet. Darum ist dieses Thema mehr als bloßes Staunen, nämlich ein stilles Urteil über Wert und Vorbild.

In echter Bewunderung liegt kein Neid, sondern Anerkennung dessen, was über das Gewöhnliche hinausweist. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie inspirierend jene Haltung sein kann, die Großes erkennt und sich davon nicht klein, sondern ermutigt fühlen lässt.

  1. Die Welt ist eine kindische Dame, die selbst für ihre lächerlichen Vorurteile eine Art Verehrung fordert.

    Johann Nepomuk Nestroy

  2. Das Geheimnis, zu gefallen, besteht darin, kein solches Geheimnis zu haben.

    Sully Prudhomme

  3. Verworrene Ideen allein machen nicht den tiefen Philosophen; die verworrene Sprache gehört mit dazu; dann erst bleibt er unverstanden und bewundert.

    Emanuel Wertheimer

  4. Bescheidenheit ist eine Zier Bescheidenheit ist der einzige sichere Köder, wenn du nach Lob angelst.

    Philip Chesterfield

  5. Dem Streben nach Lob liegt ein Streben danach, lobenswert zu sein, zu Grunde.

    Adam Smith

  6. Die Schmeichelei ist wie Kölnischwasser: Zum Riechen, nicht zum Schlucken.

    Joseph Billings

  7. Die Schmeichelei legt ihre sanften Bande, ihr glattes Joch nur eitlen Seelen an.

    Friedrich von Hagedorn

  8. Der Ruhm bringt jenem keine Erquickung, der ihn gestohlen hat, statt ihn sich zu verdienen.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  9. Die einfältige Menge läßt sich ohne großes Überlegen vom Blendenden gefangennehmen.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  10. Keine zauberwirkende Rune ist wunderbarer als ein Buch. Bücher sind das auserlesene Besitztum der Menschen.

    Thomas Carlyle

  11. Das Paradies liegt nicht auf Erden, aber Stückchen davon sind wohl vorhanden

    Jules Renard

  12. Auf einem Berge stehend umfassen wir die Natur wie das Kind, das auf einen Stuhl gestiegen ist, um den Vater desto besser umarmen zu können.

    Karl Julius Weber

  13. Das Firmament ist der Thron aller Schönheit, wie auch der Mensch seinen Thron hat, die Erde nämlich

    Hildegard von Bingen

  14. Ein Garten ist ein Gegenstand der Kunst allein.

    Hermann Ludwig Heinrich von Pückler-Muskau

  15. Lasst die anderen von vergangenen Zeiten schwärmen. Ich bin froh, in diesen Zeiten zu leben!

    Ovid

  16. Nach dem Sternenhimmel ist das Größte und Schönste was Gott geschaffen hat, das Meer.

    Adalbert Stifter

  17. Champagner ist der einzige Wein, der eine Frau noch schöner macht, nachdem sie ihn getrunken hat.

    Jeanne Antoinette Poisson de Pompadour

  18. Der Mensch setzt Ruhm an wie das Schwein Fett

  19. Die Sterne können den Glanz des Mondes nicht vermehren

  20. Enthusiasmus ist das Leben der Seele, Schwärmerei ihr Tod.

    Johann Georg Zimmermann

  21. Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel

    Gotthold Ephraim Lessing

  22. Höfling muss mit krummem Rücken sich noch immer tiefer bücken

    Jacques Offenbach

  23. Ruhm ist Vorzug, denen bekannt zu sein, die einen nicht kennen

    Nicolas Chamfort

  24. Fürsten belohnen ihre Schmeichler und verachten sie. Völker beten die ihrigen an.

    Friedrich von Gentz

  25. Große Männer sind die Koeffizienten ihres Jahrhunderts.

    Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz

  26. Wer Almosen gibt, gewöhnt sich daran, Geld und Gut nicht mehr zu bewundern.

    Johannes Chrysostomos

  27. Führt heftiges Flirten zu magischen Kurzschlüssen, sollte man wissen wo die Stromverbindung zum Verstand wieder zu finden ist.

    Christa Schyboll

  28. Jeder braucht Lob, Anerkennung, Streicheleinheiten. Die Menschen haben panische Angst vor Liebesentzug.

    Nikolaus B. Enkelmann

  29. Ein Künstler, der nicht eitel ist, gleicht einem Weibe, das nicht gefallen will. Beide sind langweilig.

    Heinrich Laube

  30. Man erwirbt sich eine Menge Ruhm – was immer das sein mag –, wenn man in der richtigen Weise über sich reden lässt.

    David Herbert Lawrence

  31. Der Ruhm, welcher von denen flieht, die ihn suchen, folgt denen nach, welche sich nicht um ihn bemühen.

    Jacob Christoph Burckhardt

  32. Bewunderung und Respekt wird jener Frau zuteil, die ihren Platz im Leben behauptet und unermüdlich aufwärts strebt nach immer weiteren Zielen.

    Prentice Mulford

  33. Alles besiegt und raubt die geizende Zeit, den Ruhm auch, und schafft uns ein zweites Sterben.

    Francesco Petrarca

  34. Meine Freunde teile ich ein in solche, die ich bewundere, solche, die ich verehre, solche, die ich liebe, und solche, mit denen ich Mitleid habe.

    Francesco Petrarca

  35. Ein Mächtiger, der mit dem Schwächeren spricht, verlangt nur Beifall, nicht Wahrheit.

    Karl Wilhelm Ramler

  36. Aufmunternde Blicke einer Frau – die haben schon manchen Mann abgeschreckt!

    Otto Weiss

  37. Jede Zeit hat ihre Künstler, die vorläufig unsterblich sind.

    Otto Weiss

  38. Verfehlte Kunstwerke gibt's – die nur von Kennern hochgeschätzt werden.

    Otto Weiss

  39. Der Ruhm ist ein brennender Ofen: man muss ihn immer wieder heizen, soll er nicht kalt werden

    Otto Weiss

  40. Entsetzt erkennt mancher Künstler eines Tages sein verfehltes Leben: Statt wohlhabend, ist er berühmt geworden.

    Otto Weiss

  41. Wohl jeder Mann wird mir beistimmen, wenn ich behaupte: 's ist leichter, eine Frau anzubeten, als sich mit ihr zu vertragen.

    Otto Weiss

  42. Staunen ist unfreiwilliges Lob.

    Edward Young

  43. Man wirft mir vor, dass ich zuviel an Frauen denke. An was soll man denn sonst denken?

    Auguste Rodin

  44. Der Schmeichler ist dem Herren lieb, doch stiehlt er die Ehr' ihm wie ein Dieb

  45. Niemand mag auf lange Zeit große Ehre haben ohne Neid.

    Bernhard Freidank

  46. Große Taten erscheinen uns oft so bewundernswert, dass wir sie nur von gereiften, erfahrenen, gefestigten Männern ausgeführt glauben und zu diesen wie zu Greisen verehrungsvoll aufschauen: wie staunen …

    Theodor Toeche-Mittler

  47. Das schlimme am Leben ist, dass es so viele schöne Frauen gibt und so verdammt wenig Zeit

    John Barrymore

  48. Wir können nicht alle Helden sein, denn irgendwer muss auf der Tribüne sitzen und klatschen

    William Penn Adair Rogers

  49. Aus eines schönen Weibes Antlitz blickt dem Manne, was er ewig sucht und nie findet

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  50. Die Hauptaufgabe eines Gartens ist es, seinem Besucher die schönste und höchste Art des irdischen Vergnügens zu bereiten.

    Gertrude Jekyll

  51. Die Gebirge sind stumme Meister und schaffen schweigsame Schüler

    Johann Wolfgang von Goethe

  52. Es ist erstaunlich, wie wenig Zeit es für sehr schöne Dinge braucht um zu geschehen

    Frances Hodgson Burnett

  53. Hätte man von Anbeginn der Zeiten immer das nützliche und heilsame nur deswegen unterlassen, weil es noch neu und nicht im Gebrauch war, weil es gerade erst erfunden wurde, so würden den Menschen viel …

    Dorothea Christiane Erxleben

  54. Es ist ein krankhafter, schwächlicher Geisteszustand, auf Lob, und nicht auf Inhalt des Lobes zu halten.

    Rahel Varnhagen von Ense

  55. Jeden adelt sein eigenes Werk.

    Juvenal

  56. Die wunderbare Lampe des Himmels, die Sonne.

    Robert Herrick

  57. Kein Mensch, auch nicht der allerverkommenste, verträgt es, unwert geachtet zu werden. Wenn ihn alle Welt verachtet, sucht er nach seinesgleichen, bei denen seine Taten etwas gelten.

    August Pauly

  58. Äusserlicher Adel braucht Gesellschaft, um etwas vorzustellen, innerer braucht Einsamkeit.

    August Pauly

  59. Für besser gehalten zu werden, als man ist, ist auch eine Art Verleumdung, die sich ein ehrlicher Mensch nicht gefallen lassen kann.

    August Pauly

  60. Wo können wir uns wohl dem Schöpfer näher wähnen, als wenn der Schöpfung Pracht hervorruft Wonnentränen?

    Heinrich Martin