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Sprüche über Bewunderung

364 Sprüche — Seite 4

Was Menschen aufrichtet und den Blick nach oben zieht, findet oft in der Bewunderung seinen Ausdruck. Sie entsteht vor Größe, Mut, Schönheit oder Haltung und verrät damit auch, wonach ein Herz sich selbst ausrichtet. Darum ist dieses Thema mehr als bloßes Staunen, nämlich ein stilles Urteil über Wert und Vorbild.

In echter Bewunderung liegt kein Neid, sondern Anerkennung dessen, was über das Gewöhnliche hinausweist. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie inspirierend jene Haltung sein kann, die Großes erkennt und sich davon nicht klein, sondern ermutigt fühlen lässt.

  1. Wie liebenswert ist ein Mensch, wenn er wirklich ein Mensch ist.

    Menander

  2. Frauen und Jünglinge trennen Liebe und Ehrfurcht nicht.

    Marquis de Vauvenargues

  3. Dass Weisheit nach der Anmut strebt, hat man auf Erden oft erlebt, doch dass die Anmut gern ihr Ohr der Weisheit leiht, kommt seltner vor.

    Friedrich von Bodenstedt

  4. Wer auf Hochachtung pocht, fordert alles um sich zum Tadel heraus. Eine jede Entdeckung auch des mindesten Fehlers macht jedermann eine wahre Freude.

    Immanuel Kant

  5. Ruhige, stille Hochachtung ist mehr wert als Anbetung, Verehrung, Entzückung.

    Adolph Freiherr von Knigge

  6. Der Ruhm ist wie ein Fluss, der leichte und aufgedunsene Dinge hochspült und schwere und feste Dinge untergehen lässt.

    Francis Bacon

  7. Wenige Menschen haben nicht den Wunsch, von Zeit zu Zeit ihrer Verdienste versichert zu werden

    Marquis de Vauvenargues

  8. Die geschickteste Art, einen Konkurrenten zu besiegen, ist, ihn in dem zu bewundern, worin er besser ist.

    Peter Altenberg

  9. Es ist unerträglich, wenn man von jemand geliebt wird, den man nicht leiden kann.

    George Bernard Shaw

  10. Kennt ihr die Arznei des Beispiels, die Heilkraft der Bewunderung und der seelenstärkenden Achtung?

    Jean Paul

  11. Nur wieder empor nach dem Sturz aus der Höhe! Entweder fällst du dich tot, oder es wachsen dir Flügel.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  12. Bewunderung ist eine sehr kurzlebige Leidenschaft, die sofort verfällt, sobald man mit ihrem Gegenstand näher bekannt wird.

    Joseph Addison

  13. Wenn jemand dir die Stiefelsohlen leckt, setze den Fuß auf ihn, bevor er anfängt, dich zu beißen.

    Paul Valéry

  14. Wir sollten lernen, mit den Augen des Kindes zu sehen, mit den Ohren des Kindes zu hören, mit dem Herzen des Kindes zu fühlen.

    Alfred Adler

  15. Je mehr wir einen Menschen lieben, desto weniger sollten wir ihm schmeicheln.

    Jean-Baptiste Molière

  16. Eine Dame ist eine Frau, deren blosse Anwesenheit zur folge hat, dass sich Männer wie Herren benehmen.

    H. L. Mencken

  17. Wenn der Mensch mit sich zu kämpfen beginnt, erwirbt er sich Verdienst.

    Robert Browning

  18. Um den Mond scharen sich viele Sterne.

  19. Mit der Energie aber schwindet jede andre Tugend hin. Ohne sie wird der Mensch Maschine. Man bewundert, was er tut; man verachtet, was er ist.

    Wilhelm von Humboldt

  20. Es liegt in der deutschen Natur, alles Ausländische in seiner Art zu würdigen, und sich fremder Eigentümlichkeit zu bequemen.

    Johann Peter Eckermann

  21. Es ist nicht jedem gegeben, sich in der großen Masse zu baden: Es ist eine Kunst, die Menge zu genießen

    Charles Baudelaire

  22. Die Eitelkeit ist das letzte Kleid, das der Mensch auszieht.

    Ernst Bloch

  23. Wenn die Männer die Schönheit einer Frau mehr schätzen als ihre Intelligenz, so hat das seinen Grund darin, dass es mehr Dummköpfe gibt als Blinde.

  24. Zu dem Zauber der Frau gehört auch die Kleidung.

    John Knittel

  25. Eine Berühmtheit ist jemand, der sich freut, dass ihn viele kennen, die er nicht kennen zu lernen braucht.

    H. L. Mencken

  26. Bildung ist bewundernswürdig, aber man sollte sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass wirklich Wissenswertes nicht gelehrt werden kann.

    Oscar Wilde

  27. Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesen zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis. …

    Isaac Newton

  28. Am schnellsten kommt man auf dem Steckenpferd seines Vorgesetzten voran

  29. Ehrerweisung, die nicht aus der Liebe kommt, ist nicht Ehrung, sondern Schmeichelei.

    Bernhard von Clairvaux

  30. Saatengrün, Veilchenduft, Lerchenwirbel, Amselschlag, Sonnenregen, linde Luft! Wenn ich solche Worte singe, braucht es dann noch große Dinge, dich zu preisen, Frühlingstag

    Ludwig Uhland

  31. Den besten Gebrauch von seinem Leben macht derjenige, der es einer Sache widmet, die ihn überdauert.

    William James

  32. Die Schmeichelei ist wie der Pfeffer: Ein bisschen zuviel davon kann den ganzen Braten verderben.

  33. Eine schöne Handlung aus vollem Herzen loben heißt in gewissem Sinne an ihr teilhaben

    François de la Rochefoucauld

  34. Das älteste, echteste und schönste Organ der Musik, das Organ, dem unsere Musik allein ihr Dasein verdankt, ist die menschliche Stimme.

    Richard Wagner

  35. Ein Kind, das laufen kann, ist ein Gott für ein Kind in der Wiege.

  36. Ein Kunstwerk schön finden heißt, den Menschen lieben, der es hervorbrachte.

    Christian Morgenstern

  37. Inmitten eines beschränkten Volkes wird ein Genie zu einem Gott: Jedermann betet es an, und niemand tut, was es will.

    George Bernard Shaw

  38. Die Ruhmsucht wird auch von den Weisen zuallerletzt abgelegt.

    Tacitus

  39. Es ist schwer, den der uns bewundert, für einen Dummkopf zu halten.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  40. Was ist Ehre ohne Verdienst? Und was kann man gerechtes Verdienst nennen, wenn nicht das, was einen Menschen sowohl gut als groß macht?

    Daniel Defoe

  41. Ein Schmeichler ist ein Freund, der dir unterlegen ist oder vorgibt, es zu sein.

    Aristoteles

  42. Jede sprossende Pflanze, die mit Düften sich füllt, trägt im Kelche das ganze Weltgeheimnis verhüllt.

    Franz Emanuel August Geibel

  43. Es gibt nichts Schwereres auf der Welt als offener Freimut und nichts Leichteres als Schmeichelei.

    Fjodor M. Dostojewski

  44. Es ist eine Schwäche großer Herren, mit dem Grundbaß von "Ich sage etwas" zu reden, zur Marter der Zuhörer: Bei jedem Satz horchen sie nach Beifall oder Schmeichelei und treiben die Geduld der K …

    Baltasar Gracián y Morales

  45. Bei seinem Tun und Lassen sollte es dem Menschen auf Billigung und nicht auf Beifall ankommen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  46. Ein Narr trifft allemal noch einen größeren an, der ihn nicht genug bewundern kann.

    Magnus Gottfried Lichtwer

  47. Es ist unmöglich, in welcher Lage man sich auch befinden möge, eine vollkommen schöne Frau ohne Staunen und Ehrfurcht anzusehen.

    Alfred de Musset

  48. Meine erste Frau war meine Frau, die zweite mein Herr, die dritte meine Ikone.

  49. Das ganze Glück des Menschen besteht darin, bei anderen Achtung zu genießen.

    Blaise Pascal

  50. Schmeichler sind wie Sonnenblumen, blicken nach dem Himmel hin, Wurzeln aber in der Erde, suchen Vorteil und Gewinn.

    Friedrich von Logau

  51. Der Mensch bedarf des Lobes fast wie der Nahrung.

    Emanuel Wertheimer

  52. Wenn der Mensch keine anderen Fähigkeiten hätte, außer Rosen zu ziehen, so wäre er dennoch vollkommen!

    William Wilkie Collins

  53. Liebe ist Begeisterung. Wer einen Menschen liebt, ist von ihm begeistert.

    Nikolaus B. Enkelmann

  54. Doch größern Ruhm wird der verdienen, der Farben kauft und malt mit ihnen ...

    Wilhelm Busch

  55. Für dich würde ich Berge versetzen, dich würde ich niemals verletzen. Für dich, da würde ich alles riskieren, denn ich will dich niemals verlieren.

  56. Der Brief ist und bleibt ein unvergleichliches Mittel, auf ein junges Mädchen Eindruck zu machen; der tote Buchstabe wirkt oft stärker als das lebendige Wort.

    Sören Kierkegaard

  57. Flirten ist etwas, wozu Frauen immer bereit sind, solange andere Frauen zuschauen.

    Oscar Wilde

  58. Wer dir schmeichelt, hat dich entweder betrogen oder hofft es zu tun.

  59. Der Schmeichler ist ein Mensch, der seiner Meinung nach deine Fähigkeiten außerordentlich übertreibt, so dass sie näher an deine eigene Vorstellung von ihnen herankommen.

    Oscar Wilde

  60. Genie blickt voll der Hochachtung auf andres Genie, ja mag ihm sogar in enthusiastischer Bewunderung gegenüberstehen, doch nichts von Verehrung haftet solchem Gefühle an.

    Edgar Allan Poe