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Sprüche über Bescheidenheit

414 Sprüche — Seite 6

Nicht im Anspruch, sondern im rechten Maß zeigt sich oft wahre Größe. Bescheidenheit bewahrt davor, das Eigene zu überschätzen, und öffnet zugleich den Blick für das, was ohne Prunk und Lärm wertvoll ist. Darum wirkt dieses Thema still, besitzt aber eine tiefe moralische Kraft.

Ihr Reiz liegt darin, dass sie weder sich selbst verleugnet noch nach Bewunderung greift. Die Sprüche zu diesem Thema schildern Bescheidenheit als Haltung der Klarheit und inneren Ordnung, in der Würde nicht aus Überhebung, sondern aus Maß entsteht.

  1. Gleich wichtig ist es, sich bei der Freude wie beim Schmerz zu mäßigen.

    Seneca

  2. Das wirklich Wertvolle am Menschen, das, was ihn bedeutend und liebenswert macht, ist von unsichtbarer Art. Es liegt jenseits sinnlicher Wahrnehmung und neigt zur Bescheidenheit

  3. Wie oft ? Wie schnell ? Wie laut ? Wie viel? sei niemals Zufall oder Spiel. Wichtig, dass ein Werk gelinge, ist das rechte Maß der Dinge

  4. Menschenkenntnis macht den Verständigen ebenso nachsichtig als bescheiden.

    Fanny Lewald

  5. Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man würde wohl gerne mehr essen, fürchtet aber, dass es einem übel bekommt

    François de la Rochefoucauld

  6. Es gibt zwei Wege, um glücklich zu sein: Wir verringern unsere Wünsche oder vergrößern unsere Mittel. Wenn du weise bist, wirst Du beides gleichzeitig tun

    Benjamin Franklin

  7. Der Weg zum Reichtum hängt hauptsächlich an zwei Wörtern: Arbeit und Sparsamkeit.

    Benjamin Franklin

  8. Man kann einen seligen, seligsten Tag haben, ohne etwas anderes dazu zu gebrauchen als blauen Himmel und grüne Erde.

    Aristoteles

  9. Jede Arbeit ist wichtig, auch die kleinste. Es soll sich keiner einbilden, seine Arbeit sei über die seines Mitarbeiters erhaben. Jeder soll mitwirken zum Wohle des Ganzen.

    Robert Bosch

  10. Wer sich den Magen verdorben hat, ist der ehrlichste Mässigkeitskandidat

    Heinrich Leuthold

  11. Wenn du Geburtstag hast, denke daran, dass am selben Tag wie du auch ein armes Mädchen in Afrika Geburtstag hat und überlege dir, ob auch auf ihrem Tisch Kuchen und Geschenke stehen.

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  12. Heiterkeit, körperliche Bewegung und Mäßigkeit sind die besten Ärzte

    Friedrich Melchior Baron von Grimm

  13. Das Glück ist ein Heuschober: rupfe davon, so hast du

  14. Lieber wenig und gut, als viel und schlecht.

  15. Vom wenig Essen ist noch nie einer krank geworden, aber wenn er zuviel frißt.

  16. Sparsamkeit ist der Stein der Weisen.

    Thomas Fuller

  17. Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.

    Henry Ford

  18. Soll man ein Huhn mit einem Messer schlachten, das für einen Ochsen bereit liegt?

  19. Wer sich dem Notwendigsten widmet, geht überall am sichersten zum Ziel.

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Alle großen Menschen sind bescheiden.

    Gotthold Ephraim Lessing

  21. Dass Glück ist nicht im ewig lachenden Himmel zu suchen, sondern in feinen Kleinigkeiten, aus denen wir unser Leben zusammen zimmern

    Carmen Sylva

  22. Die Erkenntnis der eigenen Kraft macht bescheiden.

    Paul Cezanne

  23. Bei der Arbeit recht Beginnen, beim Genießen rechter Schluss!

    Franz Emanuel August Geibel

  24. Die Entsagungen sind vergänglich, ihr Lohn aber bleibt beständig.

    Jean-Jacques Rousseau

  25. Wer nie gedarbt, ist ohne Freude reich.

    Albrecht von Haller

  26. Ein zufriedener Strassenkehrer ist mehr wert als ein neurotischer Professor.

    Eugene O'Neill

  27. Trachte nicht nach dem ewigen Leben, sondern schöpfe das Mögliche aus!

    Pindar

  28. Ein guter Mensch erringt einen Sieg und belässt es dabei. Er geht nicht zu Gewalttaten über.

    Laotse

  29. Himmel und Erde, Menschen und Geister - alles liebt den Geringen, nicht den Stolzen

  30. Ein Unverschämter kann bescheiden aussehen, wenn er will, aber kein Bescheidener unverschämt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  31. Wenn du dir Bier leisten kannst, trink Wasser, wenn du dir Wein leisten kannst, trink Bier.

  32. Lieber möchte man ein Hund im Frieden als ein Mensch im Krieg sein.

  33. Wir reden wenig, wenn wir nicht über uns reden.

    William Hazlitt

  34. Hunger wandelt Bohnen in Mandeln.

  35. Obwohl ich nicht täglich etwas zu essen habe, bin ich ziemlich fröhlich.

    Auguste Renoir

  36. Ich singe, wie der Vogel singt, der in den Zweigen wohnet. Das Lied, das aus der Kehle dringt, ist Lohn, der reichlich lohnet.

    Johann Wolfgang von Goethe

  37. Wer etwas Großes will, der muss sich zu beschränken wissen, wer dagegen alles will, der will in der Tat nichts und bringt es zu nichts

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  38. Wer des Glückes teilhaftig werden will, muss zunächst das Tor der Wünsche verschließen.

    Friedrich Georg Jünger

  39. Die Schienbeine und die Hoffnungen soll man nicht zu weit hinausstrecken.

    Epiktet

  40. Gerechtigkeit gibt jedem das Seine, maßt sich nicht Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurück, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren.

    Ambrosius

  41. Wodurch wird Würd und Glück erhalten lange Zeit? Ich meine, durch nichts mehr als Bescheidenheit

    Friedrich von Logau

  42. Wie viel geht nicht vielen auf so langem Weg verloren: Gesundheit, Kräfte, selbst die Neigung und die Fähigkeit, Einfaches zu genießen.

    Alexander von Villers

  43. Es ist so leicht, sich behaglichen Genuss zu verschaffen, dass man nur Staunen muß, wie selten er zu finden ist.

    Alexander von Villers

  44. Die größten Menschen sind bescheiden.

    Auguste Renoir

  45. Es ist besser, nie und nirgends zu laut von dem zu reden, was man auf der Spindel hat.

    Wilhelm Raabe

  46. Wer sich darauf versteht das Leben zu genießen, muss keine Reichtümer anhäufen.

  47. Wohl dem, der, ohne sich mit andern zu vergleichen, den Genuss hin nehmen kann, den die Natur mit der Selbstgemäßheit unzertrennlich verbunden hat!

    Johann Georg Adam Forster

  48. Schrecklich sind die Anspruchslosen. Die nichts fordern, gewähren auch nichts.

    Peter Hille

  49. Wer am wenigsten des Morgen bedarf, der geht am heitersten dem Morgen entgegen.

    Epikur

  50. Wenig zu brauchen mag zur Zufriedenheit beitragen — vorausgesetzt, man hat die Wahl.

    Else Pannek

  51. Bescheidenheit ist eine Zier Bescheidenheit ist der einzige sichere Köder, wenn du nach Lob angelst.

    Philip Chesterfield

  52. Tugend besteht nicht aus der Abwesenheit der Leidenschaften, sondern in deren Kontrolle.

    Joseph Billings

  53. Reich ist, wer viel hat. Reicher ist, wer wenig braucht. Am reichsten ist, wer viel geben kann.

    Gerhard Tersteegen

  54. Dürftigkeit öffnet Augen, die Reichtum verschlossen hat.

    Giovanni Boccaccio

  55. Der Brunnen genügsamer Zufriedenheit muss in der Seele entspringen

    Samuel Johnson

  56. Kontrolliert euren Appetit, ihr Lieben, und ihr habt die menschliche Natur erobert

    Charles John Huffam Dickens

  57. Mit einem zufriedenen Geist hast Du genug, um das Leben zu geniessen.

    Titus Maccius Plautus

  58. Man weiß nicht, was genug ist, bevor man weiß, was mehr als genug ist

    William Blake

  59. Gibt's kein Paradies, gibt's doch Paradiese!

    Friedrich von Bodenstedt

  60. Achte auf das Kleine in der Welt, das macht das Leben reicher und zufriedener.

    Carl Hilty