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Sprüche über Bescheidenheit

414 Sprüche — Seite 4

Nicht im Anspruch, sondern im rechten Maß zeigt sich oft wahre Größe. Bescheidenheit bewahrt davor, das Eigene zu überschätzen, und öffnet zugleich den Blick für das, was ohne Prunk und Lärm wertvoll ist. Darum wirkt dieses Thema still, besitzt aber eine tiefe moralische Kraft.

Ihr Reiz liegt darin, dass sie weder sich selbst verleugnet noch nach Bewunderung greift. Die Sprüche zu diesem Thema schildern Bescheidenheit als Haltung der Klarheit und inneren Ordnung, in der Würde nicht aus Überhebung, sondern aus Maß entsteht.

  1. Der Geizige leidet Mangel an dem, was er hat, wie an dem, was er nicht hat.

    Publius Syrus

  2. Der Rose süßer Duft genügt, man braucht sie nicht zu brechen. Und wer sich mit dem Duft begnügt, den wird ihr Dorn nicht stechen.

    Friedrich von Bodenstedt

  3. Zu wenig und zu viel ist gleich sehr unvollkommen; im Ernst ist und im Spiel das rechte Maß willkommen.

    Friedrich Rückert

  4. Geiz und Glück werden sich niemals kennen lernen

    Benjamin Franklin

  5. Übe die Regungslosigkeit, beschäftige dich mit Untätigkeit, finde im Verzicht Genuss, und du siehst das Große im Kleinen, das Viele im Wenigen.

  6. Wer bescheiden ist, muß dulden, Und wer frech ist, der muß leiden; Also wirst du gleich verschulden, Ob du frech seist, ob bescheiden.

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Frauen, Priester und Hühner sind nie zufrieden.

  8. Ich fühle, dass Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen.

    Charles John Huffam Dickens

  9. Das Glück begreifen, dass der Boden auf dem du stehst, nicht größer sein kann, als die zwei Füße, die ihn bedecken

    Franz Kafka

  10. Ich kann mir kein schöneres Leben vorstellen, als die Zeit meines Lebens zu gebrauchen, um an der Erfüllung meiner eigenen Wünsche zu arbeiten!

    Nikolaus B. Enkelmann

  11. Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt

    Friedrich von Schiller

  12. Lieber eine unordentliche Frau nehmen, als Junggeselle bleiben.

  13. Oft sind die Bösen mit Reichtum beglückt und die Redlichen darben, doch wir segnen das Los, welches uns Darbenden fiel.

    Solon

  14. Zwischen Hochmut und Demut steht ein drittes, dem das Leben gehört, und das ist der Mut.

    Theodor Fontane

  15. Der beste Arzt ist jederzeit des Menschen eigne Mäßigkeit.

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  16. Es gibt jene, die wenig besitzen und alles geben. Das sind diejenigen, die an das Leben und den Überfluss des Lebens glauben, und ihre Hilfsquellen versiegen nie.

    Khalil Gibran

  17. Wenn du weise bist, lebe wie du kannst, wenn du nicht so leben kannst, wie du willst.

    Baltasar Gracián y Morales

  18. Nicht gierig, stolz, gewaltsam sei auf Erden, Aus Staub bist du, darfst nicht zu Feuer werden.

  19. Wunschlosigkeit führt zur inneren Ruhe.

    Laotse

  20. Im Maße liegt die Ordnung. Jedes Zuviel und Zuwenig setzt anstelle von Gesundheit die Krankheit.

    Sebastian Kneipp

  21. Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel.

    Sebastian Kneipp

  22. Verlange nicht, dass das, was geschieht, so geschieht, wie du es wünscht; sondern wünsche, dass es so geschieht, wie es geschieht, und dein Leben wird heiter dahinströmen.

    Epiktet

  23. Im Glück sei nicht übermütig, im Unglück nicht verzagt.

    Diogenes Laertius

  24. Sparsamkeit in allen Dingen ist die vernünftige Handlung eines rechtdenkenden Menschen.

    Immanuel Kant

  25. Das beste immer ist, man verfahre mit Wahrheit und Einfachheit.

    Heinrich Friedrich Karl vom Stein

  26. Bescheidenheit - Mantel des Hochmuts

    Carmen Sylva

  27. Um seinen Verstand auszubreiten, muss man seine Begierden einschränken.

    Gotthold Ephraim Lessing

  28. Der Geizhals tut niemandenm etwas Gutes, aber behandelt sich selbst am schlechtesten

    Publius Syrus

  29. Ein kluger Mann lebt weder geistig noch finanziell über seine Verhältnisse.

    Philip Chesterfield

  30. Wer den Lebensbecher bis auf den Grund ausleeren will, muss sich vernünftigerweise auf die gewöhnliche Hefe gefasst machen

    Karl Julius Weber

  31. Wir brauchen unsere Leidenschaften nicht zu zügeln, sondern unseren Verstand zu kultivieren

    William Blake

  32. Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können

    Rabindranath Tagore

  33. Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.

  34. Die Betrachtung des menschlichen Elends aber macht den Weisen stets maßvoll.

    Jean-Jacques Rousseau

  35. Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind.

    Jean Anouilh

  36. Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche

    Dietrich Bonhoeffer

  37. Nie vom andern Dank erwarten, aber immer selbst dankbar sein können, das ist das Privileg einer recht gebauten Seele.

    Theodor Heuss

  38. Die Mittelmäßigkeit wiegt immer richtig, nur ist ihre Waage falsch.

    Anselm Feuerbach

  39. Wer sich keine Annehmlichkeiten versagen kann, wird sich nie ein Glück erobern.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  40. Es ist besser, gelassen auf Stroh zu liegen, als auf goldenem Stuhl an üppiger Tafel seine Ruhe zu verlieren.

    Epikur

  41. Die meisten Menschen sind unzufrieden, weil die wenigsten wissen, dass der Abstand zwischen Eins und Nichts größer ist als der zwischen Eins und Tausend.

    Ludwig Börne

  42. Wenn jemand bescheiden bleibt, nicht beim Lobe, sondern beim Tadel, dann ist er's.

    Jean Paul

  43. Der größte Reichtum ist die Selbstgenügsamkeit.

    Epikur

  44. Die Sparsamkeit ist die Tochter der Vorsicht, die Schwester der Mäßigkeit und die Mutter der Freiheit

    Samuel Smiles

  45. Habe Geduld in allen Dingen, vor allem aber mit dir selbst.

    Franz von Sales

  46. Was unsere Gedanken erfassen, ist, verglichen mit dem, was sie nicht fassen können, kaum ein Punkt, fast nichts.

    John Locke

  47. Recht zu trinken ist auch eine Kunst, die nicht jeglicher weiß zu fassen. Du sollst den Wein in dir walten lassen, aber als Feuer, nicht als Dunst!

    Franz Emanuel August Geibel

  48. Es ist leichter, den ersten Wunsch zu unterdrücken, als die folgenden zu erfüllen.

    Benjamin Franklin

  49. Das wertvollste aller Talente besteht darin, niemals zwei Wörter zu benutzen, wenn eines ausreicht

    Thomas Jefferson

  50. Wer seine Wünsche noch zähmen kann, ist reich genug

    Voltaire

  51. Bescheidenheit bei mittelmäßigen Fähigkeiten ist bloße Ehrlichkeit. Bei großen Taten ist sie Heuchelei.

    Arthur Schopenhauer

  52. Besitz verlockt zur Sünde, und die Anhäufung von Reichtümern entsittlicht den Menschen; nur die einfache Arbeit gibt Glück und Zufriedenheit.

    Leo Tolstoi

  53. Brot und Wasser stillen den Hunger jedes Menschen, aber unsere Kultur hat die Gastronomie erfunden.

    Honoré de Balzac

  54. Die Bescheidenheit glücklicher Menschen kommt von der Gelassenheit, welche das Glück ihren Gemütern verleiht.

    François de la Rochefoucauld

  55. Im übrigen aber ist es zuletzt die größte Kunst, sich zu beschränken und zu isolieren.

    Johann Peter Eckermann

  56. Es gehört Mut zu dem Bekenntnis, glücklich zu sein, die meisten sind nur aus Furcht bescheiden. Der alte Aberglaube an den Neid der Götter macht viele zu Heuchlern und Verleugnern ihres Frohsinns.

    Carl Ludwig Schleich

  57. Mancher hat im Leben viel Glück gehabt und ist doch niemals glücklich gewesen.

    Johann Gottfried Herder

  58. Erfreue dich deines Besitzes, als stürbest du morgen. Aber verbrauch ihn mit Maß, als lebtest du lange.

    Lukian

  59. Am freiesten wird der sein, der am wenigsten Bedürfnisse hat.

    Hans Thoma

  60. Besser ein kleines Feuer, das dich wärmt, als ein großes, das dich verbrennt.

    Thomas Hardy