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Sprüche über Bescheidenheit

414 Sprüche — Seite 3

Nicht im Anspruch, sondern im rechten Maß zeigt sich oft wahre Größe. Bescheidenheit bewahrt davor, das Eigene zu überschätzen, und öffnet zugleich den Blick für das, was ohne Prunk und Lärm wertvoll ist. Darum wirkt dieses Thema still, besitzt aber eine tiefe moralische Kraft.

Ihr Reiz liegt darin, dass sie weder sich selbst verleugnet noch nach Bewunderung greift. Die Sprüche zu diesem Thema schildern Bescheidenheit als Haltung der Klarheit und inneren Ordnung, in der Würde nicht aus Überhebung, sondern aus Maß entsteht.

  1. Auch aus einem bescheidenen Winkel kann man in den Himmel springen.

    Seneca

  2. Ich habe einen ganz einfachen Geschmack, ich bin immer mit dem Besten zufrieden.

    Oscar Wilde

  3. Ich begnüge mich nicht mit schönen Träumen. Ich will schöne Wirklichkeiten.

    George Bernard Shaw

  4. Die höchste Stufe menschlicher Bildung ist die vollkommene Ausgeglichenheit der Seele und der maßvolle Lebenswandel.

    Konfuzius

  5. Zum Glück braucht jedem nur sein eigener Zustand zu behagen

    Johann Wolfgang von Goethe

  6. Wir haben keinen Grund, uns über etwas anderes zu beklagen als über uns selber

    Johannes Calvin

  7. Über das Ziel hinausschießen ist eben so schlimm, wie nicht ans Ziel kommen.

    Konfuzius

  8. Es gibt nur ein Mittel sich wohlzufühlen: Man muss lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein und nicht immer das verlangen was gerade fehlt.

    Theodor Fontane

  9. Die Aufsicht über den Garten wurde Adam anvertraut, um uns zu zeigen, dass wir die Dinge besitzen dürfen, die Gott uns übergibt unter der Bedingung allerdings, dass genügsam und maßvoll davon Gebrauch …

    Johannes Calvin

  10. Beim Schlafengehen sollten wir uns sagen: Ich habe gelebt und den mir vom Schicksal bestimmten Weg zurückgelegt. Wenn Gott uns noch einen Morgen schenkt, werden wir ihn mit dem Gefühl, dass uns u …

    Seneca

  11. Das Glück besteht darin, in dem zu Maßlosigkeit neigenden Leben das rechte Maß zu finden.

    Leonardo da Vinci

  12. Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel bedarf

  13. Glücklich sein hängt nicht davon ab, dass wir bekommen, was wir nicht haben, sondern davon, wie gut wir nutzen, was wir haben.

    Thomas Hardy

  14. Bescheidenheit und Demut sind genau wie Schmeichelei, das lernst du früh genug, mein Kind, im Grunde Heuchelei.

  15. Jählings neigt sich der Genuss zum Schmerz, wenn er nicht Maß gehalten hat

    Seneca

  16. Je länger man lebt, desto deutlicher sieht man, dass die einfachen Dinge die wahrhaft größten sind.

    Romano Guardini

  17. Sich glücklich fühlen können, auch ohne Glück, das ist das Glück.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  18. Gott will in manchen Fällen keinen andern Dank, als dass man seine Hände hin hält

  19. Der Bescheidene hat alles zu gewinnen, der Stolze alles zu verlieren: Denn die Bescheidenheit hat es immer mit dem Edelmut und der Stolz mit dem Neid zu tun.

    Antoine de Rivarol

  20. Ich wünsche dir auf deinem Weg nicht jeden Tag Sonnenschein. Aber ich wünsche dir, dass du dich über den ersten Sonnenstrahl nach einer langen Regenzeit von ganzem Herzen freuen kannst.

    Rainer Haak

  21. Wenige Wort im Munde und wenig Speisen im Magen, das sind zwei Dinge, die niemals schaden.

  22. Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.

    Carmen Sylva

  23. Trachte nicht, satt zu sein. In kleinen Mengen schmeckt es am besten.

  24. Ich rate, lieber mehr zu können, als man macht, als mehr zu machen, als man kann

    Bertolt Brecht

  25. Die schönste Rede, die man in unseren Zeiten halten kann, wäre: Über die Kunst, zu Hause zu bleiben.

    Karl Julius Weber

  26. Wenn man auch allen Sonnenschein wegstreicht, so gibt es doch noch den Mond und die funkelnden Sterne und die Lampe am Winterabend. Es ist so viel schönes Licht in der Welt.

    Wilhelm Raabe

  27. In unserer Zeit haben nur die Großes erreicht, die für knauserig gehalten wurden.

    Nicolaus Machiavelli

  28. Spielen ist keine Kunst, aber aufhören zu spielen

  29. Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen. Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern, was ich brauche. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

    Antoine de Saint-Exupéry

  30. Auch ein dürrer Baum belebt die Landschaft.

  31. Immer die kleinen Freuden aufpicken, bis das grosse Glück kommt. Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die kleinen Glücke gehabt.

    Theodor Fontane

  32. Leichte Abendmahlzeit - lange Lebenszeit.

  33. Es gibt eine Art, Gastfreundschaft zu zeigen, die dem wenigen, was man darreicht, einen höheren Wert gibt als große Schmausereien.

    Adolph Freiherr von Knigge

  34. Sparsamkeit besteht im Auswählen, nicht im Konsum.

    Edmund Burke

  35. Kein bescheidener Mann hat jemals und wird jemals ein Vermögen machen.

    Mary Wortley Montagu

  36. Der Mensch ist von Natur aus ehrgeizig und misstrauisch und weiß sich im Glück nicht zu mäßigen.

    Nicolaus Machiavelli

  37. Mäßigung übe nur stets, denn Maß ist von allem das Beste.

    Hesiod

  38. Wer nichts verlangt, hat alles. Wer alles tut verlangen, der hat in Wahrheit noch nicht einen Stiel empfangen.

    Angelus Silesius

  39. Wer still und unbeobachtet gelebt hat, der hat gut gelebt.

    Ovid

  40. Reich sein an Freuden hängt nicht von Armut ab, sondern von einem genügsamen, zufriedenen Herzen.

    Jeremias Gotthelf

  41. Die Liebe lebt von liebenswürdigen Kleinigkeiten.

    Theodor Fontane

  42. Je jünger, einfacher und frömmer die Völker, desto mehr Tierliebe.

    Jean Paul

  43. Wenn man große Mengen isst, so ist der Wohlgeschmack klein; wenn man kleine Mengen isst, ist der Wohlgeschmack groß.

  44. Für einen Gast, der in kalter Nacht eintrifft, ist Tee so gut wie Wein.

  45. Ja, renn nur nach dem Glück, doch renne nicht zu sehr. Denn alle rennen nach dem Glück, das Glück rennt hinterher. Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht anspruchslos genug, drum ist all sein Str …

    Bertolt Brecht

  46. Für beides danken: Für das, was wir haben, und für das, was wir nicht brauchen

  47. Man muss lernen, mit dem Gegebenen zufrieden zu sein, und nicht immer das verlangen, was gerade fehlt

    Theodor Fontane

  48. Gesegnet sei der, der nichts erwartet. Er wird nie enttäuscht werden.

    Alexander Pope

  49. Dem Sparsamen fällt es leichter, sich ans Verschwenden zu gewöhnen, als dem Verschwender, sich zum Sparen aufzuraffen.

  50. Tee zu servieren, zeugt von Geschmack für das Erlesene, denn Tee macht gesellig und höflich, er ist anregend und bescheiden.

    John Galsworthy

  51. Verlass alles, dann findest du alles; gib Abschied der Begierde, dann kommt dir die Ruhe entgegen.

    Thomas à Kempis

  52. Wer wenig bedarf, kommt nicht in die Lage, auf vieles verzichten zu müssen

    Plutarch

  53. Wer verborgen bleibt, hat ein schönes Leben.

    Ovid

  54. Eine größere Gabe als die Fähigkeit zum Maßhalten kann der Himmel keinem schenken.

    Konfuzius

  55. Gott segne den, der Besuche macht - aber kurze.

  56. Lebe so, dass du deine Tagen nicht zu verheimlichen brauchst, aber auch kein Verlangen hast, sie zur Schau zu stellen

    Leo Tolstoi

  57. Frauen, Priester und Hühner sind nie zufrieden.

  58. Wer nicht zufrieden ist mit dem, was er hat, der wäre auch nicht zufrieden mit dem, was er haben möchte.

    Berthold Auerbach

  59. Wer bescheiden ist, muß dulden, Und wer frech ist, der muß leiden; Also wirst du gleich verschulden, Ob du frech seist, ob bescheiden.

    Johann Wolfgang von Goethe

  60. Das Glück begreifen, dass der Boden auf dem du stehst, nicht größer sein kann, als die zwei Füße, die ihn bedecken

    Franz Kafka