Sprüche über Persönlichkeit
427 Sprüche — Seite 7
Nur indem wir beständig von dem Gefühl unserer Unvollkommenheit begleitet werden, vervollkommnen wir uns.
— Helene von Druskowitz
Reines Herz und reiner Mut sind in jedem Kleide gut
— Bernhard Freidank
Wer recht gehorchen lernt, der wird auch einmal recht kommandieren können.
— Philipp Engelhard von Nathusius
Tiefes Eindringen und Festigkeit des Charakters wird man bei einer reizbaren Phantasie wohl immer vergebens suchen.
— Christian Gottfried Ehrenberg
Nicht wer viele Ideen, sondern wer eine Überzeugung hat, der kann ein großer Mann werden.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Wer seinen Egoismus überwindet, der entledigt sich des bedeutendsten Hindernisses, welches jeder wahren Größe und jedem wahren Glücke den Weg verrammelt.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Die Menschenseele ist ein kleiner fliegender Samenstaub, der einen guten Boden sucht, um auch Charakter zu werden
— Bettina von Arnim
Große Taten erscheinen uns oft so bewundernswert, dass wir sie nur von gereiften, erfahrenen, gefestigten Männern ausgeführt glauben und zu diesen wie zu Greisen verehrungsvoll aufschauen: wie staunen …
— Theodor Toeche-Mittler
Je höher der Mensch steigt, desto mehr sollte er, wie die Sonne, nicht nur glänzen, sondern auch wärmen.
— Theodor Toeche-Mittler
Starke haben Zeit und sind in ihrer Zielsicherheit leicht zur Nachgiebigkeit geneigt
— Heinrich Lhotzky
Die Minderwertigen erkennt man immer daran, dass sie alles besser wissen.
— Heinrich Lhotzky
Eine Persönlichkeit kann ein Mensch nur sein, wenn er die innersten, heißesten, ernstesten Kämpfe geführt hat.
— Paul Olaf Bodding
Der wahre Charakter eines Mannes ist an seinen Vergnügungen zu erkennen.
— Sir Joshua Reynolds
Derjenige Mensch ist vollkommen, welcher seine Rechte und des Staates Rechte kennt und ausübt.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
So verschieden die äußere Bildung der Menschen ist, so verschieden ist auch ihre innere Natur, ihr Leben und ihre Wünsche.
— Karoline Friederike Louise M. von Günderrode
Seine Individualität wahren muss man immer, denn was sich nicht durch immer neue Selbsttätigkeit erhält, löst sich auf nach dem allgemeinen Gesetz des Werdens und Vergehens.
— Fanny Lewald
Die Tiefen der Menschenseele sind unergründlich, die Wandlungen eines Herzens rätselhaft und unberechenbar.
Zu wissen, was man will, ist leichter als zu wissen, was man kann.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Anstrengung zerstört die Schönheit - die Schönheit der Züge, die des Ausdrucks nicht.
— Ida Hahn - Hahn
Moral ist Maß – wo sie fehlt, da erschöpfen sich alle Kräfte in Maßlosigkeit, denn das Maß ist das Erhaltende in der Natur wie im Leben.
— Wilhelmine von Hillern
Hoch steht über aller Begeisterung, allem Enthusiasmus, selbst über allem Genie und Talent – die Gesinnung.
— Rahel Varnhagen von Ense
Reine Liebenswürdigkeit und echter guter Wille sind die höchsten menschlichen Eigenschaften, gegen welche alles tatkräftige Heldentum mit seinem Glanz und Ruhm zurücktritt.
— Rahel Varnhagen von Ense
Immer Gerechtigkeit für andere: Mut für uns selbst. Das sind zwei Tugenden, worin alle andern bestehen.
— Rahel Varnhagen von Ense
Was einzig die Geschicke unterscheidet, ist, ob die Seele heldenmütig ist oder nicht.
— Malwida von Meysenbug
Freiheit der individuellen Überzeugungen und ein Leben diesen gemäss - ist das erste der Rechte und die erste der Pflichten eines Menschen.
— Malwida von Meysenbug
Die Selbstbeschränkung ist die Frucht der Selbsterkenntnis, die Form von deines Wesens vertrauterem Verständnis.
— Friedrich Julius Hammer
Ein Orden und der Galgen werden manchmal auf demselben Wege verdient.
— Juvenal
Adel liegt einzig und allein in der Tugend.
— Juvenal
Ehrlichkeit macht sich bezahlt, aber vielen Menschen scheint diese Bezahlung nicht auszureichen
— Kin Hubbard
Anschauungen sind wie Kleider ihrem Träger angemessen, weshalb auch kleine Leute die Anschauungen großer nicht tragen können.
— August Pauly
Dass wir ein Inneres besitzen, von dem wir die Welt ausschließen können, in das auch kein König einbrechen kann, das ist doch ein herrliches Gefühl.
— August Pauly
Eitelkeit ist eine untreue Dienerin. Sie macht ihren Herrn um soviel kleiner, als sie ihn größer zu machen vorgibt.
— August Pauly
Was alles die Menschen als Zeichen von Vornehmheit ansehen, das macht sie gerade zum Pöbel.
— August Pauly
Was sind wir, wenn all das, was wir zu sein glauben, was uns schwer und tastbar und wirklich macht, nur geliehene Bausteine sind, aus denen nach uns andere wieder aufgebaut werden können?
— August Pauly
Für besser gehalten zu werden, als man ist, ist auch eine Art Verleumdung, die sich ein ehrlicher Mensch nicht gefallen lassen kann.
— August Pauly
Würde ist ein goldener Sattel, die jedem Esel auferlegt werden kann.
— August Pauly
Unendlich ist die Welt und dennoch verschwindet ihre Unendlichkeit gegenüber dem Gehalt eines Kleinsten, wie es ein edler Mensch ist, über dessen Gewinn oder Verlust wir alle Sterne vergessen.
— August Pauly
Es muss doch an jedem Menschen etwas Wertvolles sein, dass man ihn zuletzt wie einen Schatz vergräbt.
— August Pauly
Es gibt viele Leute in der Welt, aber wenig Menschen.
— August Pauly
Die großen Menschen aller Zeiten bilden eine einzige Zeit.
— August Pauly
Lieber ohne Logik sein als ohne Gefühle.
— Charlotte Bronté
Freie Selbstbestimmung ist das königliche Vorrecht des Geistes.
— Friedrich Paulsen
Wirklich moralischer Gehalt eines Menschen zeigt sich, wenn er von dem Bessern überzeugt ist und dann ohne Rücksicht auf seine Neigung handelt.
— Heinrich Martin
Narren brüsten sich laut und bringen ihr Wissen zu Markte, doch der höhere Geist schweigt und verwendet die Kraft.
— Heinrich Martin
In jedem Mensch steckt Philosophie, doch nur der Kluge kennt und findet sie.
— Heinrich Martin
Männer mit großem reichen Innern können nie anders als äußerst einfach, ohne Kunst und Prunk auftreten, weil sie genau ihren und des nächsten Wert erkennen.
— Heinrich Martin
Edler Stolz erkennt sich selbst; Hochmut sieht nur die Gebrechen anderer.
— Heinrich Martin
Eigensinn entsteht dann beim Menschen, wenn der Wille den Vorhang vor der Erkenntnis fallen läßt.
— Heinrich Martin
Als Mann schweigt der Weise da, wo er als Jüngling sprach.
— Heinrich Martin
Erbärmliche Charaktere finden ihren Stolz, in Gegenwart eines Menschen, der ihnen Wohltaten erwiesen, gebeugt.
— Heinrich Martin
Je höher der Mensch steht, um so stärkere Schranken hat er nötig, welche die Willkür seines Wesens bändigen.
— Gustav Freytag
Ein Held kann man sein, auch ohne die Erde zu verwüsten
— Nicolas Boileau-Despreaux
Die Ehre gleicht einer abschüssigen, unzugänglichen Insel. Man kann nicht wieder zu ihr zurück, wenn man sie einmal verlassen hat.
— Nicolas Boileau-Despreaux
Um die Helden des Geistes ist Freiheit. Sie gehorchen den Gesetzen der Ewigkeit.
— Friedrich Lienhard
Die Kardinalfrage der Menschheit ist die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit.
— Friedrich Lienhard
Charakter, nicht die Umstände machen den Mann.
— Booker T. Washington
Der Pessimist klagt über den Wind, der Optimist hofft, dass der Wind sich dreht und der Realist hisst die Segel.
— Sir Adolphus William Ward
Es ist viel leichter, ein Held zu sein als ein anständiger Mensch. Ein Held muss man nur einmal sein, ein Ehrenmann immer.
— Luigi Pirandello
Die Gespenster hausen nicht in alten Schlössern, sie stecken in uns selbst.
— Luigi Pirandello
Wir sind die Bilder, die wir von uns selber machen. Man wandelt sich. Wehe, wenn das Bild fixiert ist.
— Luigi Pirandello