Sprüche über Ziele
892 Sprüche — Seite 13
Wer ohne Richtung lebt, bewegt sich oft viel und kommt doch selten dort an, wo das Eigene Gestalt gewinnt. Ziele bündeln Wunsch, Wille und Entscheidung zu einer Kraft, die dem Alltag Ordnung und dem Handeln Bedeutung verleiht. Darum gehören sie zu den stillen Motoren eines erfüllten Lebens.
Nicht erst das Erreichen macht sie wertvoll, sondern schon die Klarheit, die sie auf dem Weg schaffen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie eng Hoffnung, Disziplin und Ausdauer zusammenhängen und warum ein fernes Ziel oft schon dadurch wirksam wird, dass es den nächsten Schritt bestimmt.
Die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.
— Samuel Johnson
Der wahre Zweck der Chemie besteht nicht darin, Gold zu machen, sondern Medizin herzustellen.
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Unbeteiligtsein führt dazu, der Dinge wahres Wesen zu erfassen; Ruhigsein - dem Fluss des Bewegten die rechte Richtung zu geben.
Ruhig sein - dem Strom der Zeit die rechte Richtung geben.
Die Gegenwart, in der der Mensch lebt, wird nicht für ihn genußreich durch ruhigen Besitz des Erworbenen, sondern durch das Streben nach höheren Zielen.
— Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg
Die schlechte Absicht ist immer auf den Beinen.
— Emil Gött
Wer etwas Großes will, der muss sich zu beschränken wissen, wer dagegen alles will, der will in der Tat nichts und bringt es zu nichts
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Kleine Gelegenheiten sind oft der Anfang zu großen Unternehmungen.
— Demosthenes
Nur völlige Klarheit der gegenseitigen Beziehungen kann den Erfolg eines Abkommens zur Erreichung des nächsten gemeinsamen Zieles gewährleisten.
— Wladimir Iljitsch Lenin
Bleib dran, auch wenn es anders kommt als geplant.
— Walter Scheel
Der Blick des Forschers fand nicht selten mehr, als er zu finden wünschte.
— Ludwig Uhland
Die Größe menschlicher Handlungen ist nach der Absicht zu bemessen, aus der sie entspringen.
— Louis Pasteur
Wir wollen bei uns die Menschen sammeln, die nicht etwas werden wollen, sondern die etwas sein wollen, nämlich sie selbst, Menschen eigenen Wuchses und eigener Verantwortung
— Theodor Heuss
Hoffnungen, Pläne und Illusionen sind Verjüngungselemente des Lebens. Es sind Morgenröten, deren Glanz immer wieder bezaubert
— Martin Kessel
Wer Anstoß geben will, muß auch Anstoß erregen können.
— Gustav Walter Heinemann
Die Tat unterscheidet das Ziel vom Traum.
Wer sein Haus verkaufen will, der schmücke es.
Der Erfolg lässt eine Unzahl von Fehlleistungen vergessen.
— George Bernard Shaw
Das wahre Genie wird bei Bewunderung des Fremden nicht dessen Nachahmer, sondern erhält dadurch nur den schönen Anstoß, neue Bahnen zu finden.
— Karl Maria von Weber
Dadurch haben sich die Menschen die Ehe zur Hölle gemacht, dass sie sie zu ihrem Himmel machen wollten.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Das Ziel des Lebens ist Freiheit von Wahn.
— Antisthenes
Ein Mensch ohne Ideal ist ein Mensch ohne Seele.
— John Knittel
Im Kampf gegen die Armut entstehen alle großen menschlichen Leistungen.
— John Knittel
Man muss die besonderen Interessen eines jeden benutzen, um einen großen Zweck zu erreichen. Das ist das ganze Geheimnis der Politik.
— Honoré de Balzac
Wohin kämen wir, wenn nicht ab und zu etwas unseren Weg versperrte?
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Das Hauptaugenmerk des Erziehers muss sein, die Selbsttätigkeit zu entwickeln, durch welche der Mensch später der eigene Herr, der Fortbildner seines Lebens werden kann.
— Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg
Höhepunkt des Glücks ist es, wenn der Mensch bereit ist, das zu sein, was er ist.
— Erasmus von Rotterdam
Niemand kann für eine Sache kämpfen, ohne sich Feinde zu machen.
— Johann Jakob Engel
Zeiten eines großen politischen Aufschwungs gehören dazu, um die geistigen Anlagen eines Volkes zu hoher Blüte zu treiben.
— Richard Wagner
Je mehr wir unsere Kinder lieben, desto weniger kann es uns genügen, dass sie nur in unsere Fußstapfen treten.
— Friedrich Schleiermacher
Ob auf dem Weg eine Spur bleiben wird oder nicht - bedachtsam will ich meinen Weg gehen.
Leben heisst, auf etwas zuwandern.
— José Ortega y Gasset
Ich ging bis an die äußerste Grenze der Welt, gleichzeitig an die innerste Grenze meines Ich!
— Reinhold Messner
Wohin ich auch zu gehen gedenke, so muss ich doch erst immer einen Schlagbaum der Gewohnheit frei machen, so sorgfältig hat sie alle unsere Straßen verrammelt.
— Michel de Montaigne
Mann kann auch hinauffallen. Und solche Fälle sind die tiefsten.
— Peter Hille
Was ein Streber werden will, krümmt sich beizeiten.
— Peter Hille
Ideale sollten nach einer Umformung der Wirklichkeit trachten - nichts Geringeres sollte ihr Ziel sein.
— William James
Mit Gewaltanwendung erreicht man überhaupt nichts. Zum Guten muss man durch Gutes geführt werden.
— Boris Pasternak
Staunen ist der erste Schritt zu einer Entdeckung.
— Boris Pasternak
Wer im Großen siegen will, sei im Kleinen fleißig; von eins, zwei kommt man zu drei, von dem Drei zu Dreißig
— Ernst Moritz Arndt
Mit den Fingerspitzen zugreifen – mit den Fäusten festhalten – mit dem Leben verteidigen, … so bringt man's zu was!
— Franz Edler von Pernwald Schönthan
Wenn ganzer Einsatz erforderlich ist, bewirkt Taktik allein nichts.
— Else Pannek
Zwischen Wissen und Können liegt manchmal ein langer Weg.
— Else Pannek
Erfüllte Wünsche sind oft die, für deren Verwirklichung etwas getan wurde.
— Else Pannek
Fortschritt ist, wenn Menschen gezüchtet werden, die die Schadstoffe ihres Fortschritts überleben.
— Else Pannek
Ein erreichbares Ziel hilft zu leben.
— Else Pannek
Vorschriften, deren Einhaltung unmöglich ist, könnten beabsichtigt und der Machterhaltung dienlich sein.
— Else Pannek
Wir haben weder die Kraft noch die Gelegenheit, all das Gute und Böse zu tun, das wir planen
— Marquis de Vauvenargues
Durch Belohnung oder Strafe kann man Menschen zwingen, zu erklären oder zu beschwören, dass sie glauben, und zu handeln, als ob sie glaubten: Mehr kann man nicht erreichen.
— Jonathan Swift
Wer immer sich zum Schüler macht, wird immer einen Meister finden.
— Friedrich von Hagedorn
Der Mensch wächst mit seinen höhern Zielen - der Wachsende hat immer etwas zu geben, der Nichtwachsende verleidet einem.
— Rudolf von Tavel
Bedenke, was du heute tust, bedenk' auch, was du morgen musst, zumeist bedenke, deinem Leben durch Arbeit Kern und Halt zu geben
— Friedrich Wilhelm Weber
Wer den höchsten Gipfel erstieg, ist zu stolz, auf dem zweiten sich zu zeigen.
— Friedrich Gottlieb Klopstock
Wenn Sie Ihre Idee nicht auf die Rückseite meiner Visitenkarte schreiben können, haben Sie kein klares Konzept.
— David Belasco
Wir können aus Vorsatz weder lieben noch hassen, wohl aber mit Vorsatz.
— Johann Georg Jacobi
Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern.
— Johann Heinrich Jung-Stilling
Zukünftig wird es nicht mehr darauf ankommen, dass wir überall hinfahren können, sondern, ob es sich lohnt, dort anzukommen
— Hermann Löns
Du fragst mich nach einem Mittel, die Vollkommenheit zu erreichen. Ich kenne nur eines: die Liebe. Dazu ist unser Herz geschaffen.
— Theresia von Lisieux
Man kann erst steuern, wenn man Fahrt hat.
— Emil Gött
Glück ist bloß ein Hund, der sich auf einem Stein sonnt. Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu sein. Wir sind hier, um Großes zu erleben.
— Samuel Taylor Coleridge