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Sprüche über Wissen

714 Sprüche — Seite 9

Seit jeher sucht der Mensch nach Wissen, um die Welt zu verstehen und sich in ihr sicherer zu bewegen. Doch mit jeder Antwort wachsen auch neue Fragen, sodass Erkenntnis nie bloßer Besitz, sondern ein fortwährender Prozess bleibt. Eben darin liegt die Größe dieses Themas, das Neugier und Bescheidenheit zugleich verlangt.

Sein Wert zeigt sich nicht allein in Fakten, sondern in Urteilskraft, Unterscheidung und der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema erinnern daran, dass echtes Wissen ohne Offenheit nicht gedeiht und dass Weisheit oft dort beginnt, wo man die eigenen Grenzen mitdenkt.

  1. Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei.

    Wilhelm Raabe

  2. Einseitige Bildung ist keine Bildung

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Jeder weiß, dass Gold und Silber nur Reichtümer der Einbildung sind.

    Charles-Louis de Montesquieu

  4. Heute weiß ich, dass Glauben nichts ist als das Hineinleben in die göttliche Welt.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  5. Die Wissenschaft ist außer Reichweite der Moral, denn ihre Augen sind auf ewige Wahrheiten geheftet.

    Oscar Wilde

  6. Selbst ein Drache nimmt nur einen Weg, den er kennt.

  7. Hoch Gestellte kennen das Volk nicht und denken auch gar nicht daran, es kennen zu lernen.

    Marquis de Vauvenargues

  8. Einen Tag in der Woche muß die Frau das Sagen haben. Sie muss aber nicht wissen an welchem

  9. Denk nichts, was nicht alle Leute wissen dürfen, rede nichts, was nicht alle Leute hören dürfen, tu nichts, was nicht alle Leute sehen dürfen.

  10. Wer die Geschehnisse von drei Tagen voraussehen kann, wird reich für viele tausend Jahre sein.

  11. Die Wahrheit erkennen wir immer erst dann, wenn wir mit ihr absolut nichts mehr anzufangen vermögen.

    Oscar Wilde

  12. Bildung ist ein unentreißbarer Besitz

    Menander

  13. Das Wissen ist ein Affenbrotbaum: Du kannst es nicht umspannen.

    Arthur Schopenhauer

  14. Was Gott an und für sich ist, wissen wir so wenig als ein Käfer weiß, was ein Mensch ist.

    Ulrich Zwingli

  15. Nichts in der Natur ist zufällig. Etwas erscheint nur zufällig aufgrund der Unvollständigkeit unseres Wissens.

    Baruch de Spinoza

  16. Alle Autorität, die ich besitze, beruht einzig darauf, dass ich weiß, was ich nicht weiß

    Sokrates

  17. Wenn man alle Gesetze studieren sollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Neujahrswunsch: weniger Rede, mehr Gedanken, weniger Interessen, mehr Gemeinsinn, weniger Wissen, mehr Urteil, weniger Zwiespalt, mehr Charakter.

    Walter Rathenau

  19. Die Zeit geht hin, und der Mensch gewahrt es nicht.

    Dante Alighieri

  20. Viel Denken, nicht viel Wissen soll man pflegen.

    Demokrit

  21. Nichts großes Geistiges wurde je durch eine Anstrengung hervorgebracht; Großes kann nur von einem Großen geschaffen werden, und er tut es ohne Anstrengung.

    John Ruskin

  22. Es ist sicherer, zu wenig als zu viel zu wissen.

    Samuel Butler

  23. Wissen möcht`man unbedingt, was das neue Jahr uns bringt. Wart`ein bischen! Hinterher weißt Du mit Bestimmtheit mehr. Hoffentlich erfüllt das Jahr jeden Wunsch,der wichtig war!

  24. Stehen bleiben: es wäre der Tod, nachahmen: es ist schon eine Art von Knechtschaft, eigne Ausbildung und Entwicklung: das ist Leben und Freiheit.

    Leopold von Ranke

  25. Es ist das Los der Menschheit, dass die Wahrheit keiner hat. Sie haben sie alle, aber verteilt, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt nie, was die anderen wissen.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  26. Wer treu ist, kennt nur die triviale Seite der Liebe. Nur die Treulosen kennen ihre Tragödien.

    Oscar Wilde

  27. Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewissheit ist eine absurde.

    Voltaire

  28. Das einzige Mittel gegen den Aberglauben ist Wissenschaft

    Henry Thomas Buckle

  29. In Städten glaubt man, es gehöre zum guten Ton, nicht einmal zu wissen, wer in demselben Hause wohnt.

    Adolph Freiherr von Knigge

  30. Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.

    Kurt Tucholsky

  31. Um in den Dingen des Menschenherzens durch und durch bewandert zu sein, müssen wir auch noch in dem mit eisernen Schließen verschlossenen Buch der Verzweiflung nachschlagen.

    Edgar Allan Poe

  32. Ich kann die Bahn der Himmelskörper auf Zentimeter und Sekunden genau berechnen, aber nicht, wohin die verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann

    Isaac Newton

  33. In der Wissenschaft gleichen wir alle nur den Kindern, die am Rande des Wissens hier und da einen Kiesel aufheben, während sich der weite Ozean des Unbekannten vor unseren Augen erstreckt

    Isaac Newton

  34. An den Federn erkennt man den Vogel

  35. Klugheit betrachtet die Wege zur Glückseligkeit; Weisheit aber betrachtet den Inbegriff der Glückseligkeit selbst.

    Thomas von Aquin

  36. Der Bock weiss, dass er Hörner hat.

  37. Das, was man liebt, mag man doch nie zusammen sehen oder wissen mit dem, was einem abstoßend ist.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  38. Der Fuchs weiß viel, doch der ihn fängt, weiß mehr.

  39. Wissen tun wir nichts, aber wir wissen Bescheid. Und das gehörig

    Martin Kessel

  40. Der Mensch, der sich vielen Glückes und seiner Schwäche bewusst ist, wird abergläubig, flüchtet zum Gebet.

    Georg Christoph Lichtenberg

  41. Wenn man nur bestimmte Werke der besten Dichter betrachtet, wird man sich versucht fühlen, sie gering zu achten. Um sie gerecht einzuschätzen, muss man alles lesen.

    Marquis de Vauvenargues

  42. Die Meinung im guten Menschen ist Wissen im Werden.

    John Milton

  43. Ich weiß so wenig, doch ich ziehe das Wenige dem Allwissen vor.

    Paul Gauguin

  44. Man trägt ein göttliches Gefühl in seiner Brust, wenn man erst weiß, dass man etwas kann, wenn man nur will.

    Friedrich Ludwig Jahn

  45. Die Jahre lehren viel, was die Tage niemals wissen.

    Ralph Waldo Emerson

  46. Wenn einer eine Krankheit kennenlernen will, soll er reisen.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  47. Wir behalten von unseren Studien am Ende doch nur das, was wir praktisch anwenden

    Johann Wolfgang von Goethe

  48. Vielwisserei lehrt nicht, Vernunft zu haben.

    Heraklit von Ephesos

  49. Oft verbirgt sich große Weisheit hinter scheinbarer Tölpelei.

  50. Die Götter wissen es nicht, die Gespenster merken es nicht.

  51. Wir wollen lieber empfinden als wissen, lieber selbst und vielleicht zu viel erraten, als langsam hergezählt haben.

    Johann Gottfried Herder

  52. Die eigene Erfahrung hat den Vorteil völliger Gewissheit.

    Arthur Schopenhauer

  53. Man muss den Punkt kennen, bis zu dem man zurückweichen kann.

    Friedrich Georg Jünger

  54. Wer nichts weiß, muss alles glauben

    Marie von Ebner-Eschenbach

  55. Ob etwas ein Unglück oder ein Glück war, wissen wir frühestens fünf Jahre später.

  56. Wer beobachten will, darf nicht mitspielen.

    Wilhelm Busch

  57. Wissen sollen`s alle Leute, in die Schule gehst du heute, jeder, der da kann und mag, wird versüßen dir den Tag.

  58. Alles Wissen geht aus einem Zweifel hervor und endigt in einem Glauben.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  59. Erkennen heißt: alle Dinge zu unserem Besten verstehen.

    Friedrich Nietzsche

  60. Es gibt keine andere Offenbarung als die Gedanken der Weisen

    Arthur Schopenhauer