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Sprüche über Wissen

714 Sprüche — Seite 11

Seit jeher sucht der Mensch nach Wissen, um die Welt zu verstehen und sich in ihr sicherer zu bewegen. Doch mit jeder Antwort wachsen auch neue Fragen, sodass Erkenntnis nie bloßer Besitz, sondern ein fortwährender Prozess bleibt. Eben darin liegt die Größe dieses Themas, das Neugier und Bescheidenheit zugleich verlangt.

Sein Wert zeigt sich nicht allein in Fakten, sondern in Urteilskraft, Unterscheidung und der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema erinnern daran, dass echtes Wissen ohne Offenheit nicht gedeiht und dass Weisheit oft dort beginnt, wo man die eigenen Grenzen mitdenkt.

  1. Unerfahrenheit führt zu Selbstvertrauen, Bildung zu Scheu.

    Hieronymus

  2. Die Neugierde der Kinder ist der Wissensdurst nach Erkenntnis, darum sollte man diese in ihnen fördern und ermutigen

    John Locke

  3. Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben, wird im selben Kreis all sein Leben traben.

    Christian Morgenstern

  4. Ein Tor, der kein Wort sagt, unterscheidet sich nicht von einem Gelehrten, der still ist.

    Jean-Baptiste Molière

  5. Ein Ochse vom Berg frißt nur das Gras vom Berg

  6. Der Geist verbraucht sich wie alle Dinge; die Kenntnisse sind seine Kost; sie nähren und verzehren ihn.

    Jean de la Bruyère

  7. Wer aus den Büchern nicht mehr lernt, als was in den Büchern steht, der hat die Bücher nicht halb benutzt.

    Gotthold Ephraim Lessing

  8. Ein anspruchsvolles Buch will im Zusammenhang gelesen werden.

    Friedrich Rückert

  9. Bücher sind immer noch die wohlfeilsten Lehr- und Freudenmeister und der wahre Beistand hienieden für Millionen besserer Menschen.

    Karl Julius Weber

  10. Was Prügel sind, weiß jeder; was Liebe ist, hat noch niemand herausgefunden.

    Christian Johann Heinrich Heine

  11. Zwischen Wissen und Schaffen liegt eine ungeheure Kluft, über die sich oft erst nach harten Kämpfen eine vermittelnde Brücke aufbaut

    Robert Schumann

  12. Umsonst fragst du die Schrift um Auskunft, frage lieber die Erfahrung.

    Bernhard von Clairvaux

  13. Das Wissen ist ein Schatz, aber dessen Ausübung ist der Schlüssel dazu.

    Thomas Fuller

  14. Politik ist die Wissenschaft, den Bürgern mit verhältnismäßig geringer Mühe möglichst viel Gutes zu bescheren.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  15. Die Vernunft ist die höchste Vereinigung des Bewußtseins und des Selbstbewußtseins oder des Wissens von einem Gegenstande und des Wissens von sich.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  16. Ein natürlicher Appetit läßt uns nicht nur nach dem Besitz von Wissen (scientia), sondern nach dem Besitz von Weisheit (sapientia) streben, nach Wissen also, das man schmecken kann (scientia sapida).

    Nikolaus von Kues

  17. Die einzige Grenze für unser Wissen bildet das Nichtwissen.

    Rudolf Virchow

  18. Ihrer wahren Wesensbestimmung nach ist die Wissenschaft das Studium der Schönheit der Welt.

    Simone Weil

  19. Wer den Menschen studieren und erkennen will, der unternimmt ein so schwieriger Werk wie einer, der Tinte anfassen möchte, ohne sich zu beschmutzen.

    Ulrich Zwingli

  20. Das ist seltsam, dass Männer, die sich als Sachverständige ausgeben, einander widersprechen und von einerlei Sache nicht einerlei Begriff haben.

    Lukian

  21. Nicht Überladung mit totem Wissen, sondern Läuterung und Stärkung des sittlichen Gefühls ist der höchste Zweck der Erziehung.

    Lukian

  22. Ein Feind, über den man im Bilde ist, ist weniger gefährlich.

    John Steinbeck

  23. Eine gute Bildung ist für die Jugend ein Zuchtmittel, für das Alter ein Trost, für den Armen ein Reichtum und für den Reichen ein Schmuck.

    Diogenes von Apollonia

  24. Nicht alle, die Bücher schreiben, haben Bücher gelesen

    Richard von Schaukal

  25. Ein Land mit Kindern ist ein Land mit Zukunft. Kindern Leben zu schenken, sie groß zu ziehen, ist dem Tun des Försters vergleichbar, der einen Baum pflanzt und weiß: Wenn dieser Baum Schatten spende …

    Helmut Kohl

  26. Wir wissen immer nur, wie eine Frau uns liebt, aber wir erfahren nie, wie sie einen anderen lieben könnte.

    Arthur Schnitzler

  27. Gute Informationen sind schwer zu bekommen. Noch schwerer ist es, mit ihnen etwas anzufangen.

    Sir Arthur Conan Doyle

  28. Wenn man in die mittleren Jahre kommt, kennt man alle Antworten, doch nur höchstselten stellt einem jemand die entsprechenden Fragen!

    Henri Dunant

  29. Ein Doktor und ein Bauer wissen mehr denn ein Doktor alleine.

  30. Wenn mein Sohn von Frankfurt nach Mainz reist, so bringt er mehr Kenntnis heim als andere aus Amerika

    Katharina Elisabeth Goethe

  31. Es lohnt sich meistens, die Prognosen der Meinungsforscher nicht gelesen zu haben.

    Franz Josef Strauß

  32. Ein siebenmal verschlossener Schrank imponiert der Menge immer. Wenn er auch gänzlich leer ist. Das wissen die Schlauen unter den Dummen und hüllen sich in Schweigen.

    Franz Edler von Pernwald Schönthan

  33. Zwischen Wissen und Können liegt manchmal ein langer Weg.

    Else Pannek

  34. Besserwisser erwecken den Eindruck alle anderen für dumm zu halten.

    Else Pannek

  35. Jugend weiß alles. Das Alter weiß was alles möglich ist.

    Else Pannek

  36. Das Wissen, wie man sich verstellt, ist das Wissen der Könige.

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  37. Wir wissen wenigstens, dass wir nichts taugen, und in dieser Erkenntnis ist die Möglichkeit der Besserung gegeben

    Theodor Fontane

  38. Das Wunder ist nicht ein Widerspruch zu den Naturgesetzen, sondern ein Widerspruch zu dem, was wir von den Gesetzen wissen.

    Augustinus

  39. Takt ist die Fähigkeit, die Leute so zu behandeln, als wüßten sie, worüber sie sprechen.

    Franklin P. Jones

  40. Ein echter Feinschmecker, der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  41. Tiere fressen, Menschen essen, aber nur der Mann von Geist weiß, wie man isst.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  42. Eine gescheite Maus weiß mehr als ein Loch.

    Titus Maccius Plautus

  43. Es gibt keinen Menschen, der nicht mehr zu lernen als zu lehren hätte.

    Hugo Ball

  44. Alles auf der Welt hat sein zweites Gesicht: die Natur, die Kultur, die Religion, die Kunst, die Politik, die Liebe, alles, alles. Wer das nicht weiß, ist glücklich, ich weiß es.

    Hermann Löns

  45. Der Ärger mit den meisten Leuten ist nicht so sehr ihre Unwissenheit, sondern dass sie so viele Dinge wissen, die nicht so sind.

    Joseph Billings

  46. Die jungen Leute wissen noch zu wenig, um vernünftig zu handeln. Darum versuchen sie das Unmögliche – und bringen es, Generation auf Generation, immer wieder zuwege

    Pearl S. Buck

  47. Worte sind wie die Kleider der Gedanken wenige Schriftsteller aber wissen ihre Gedanken zu kleiden

    Gottlieb Moritz Saphir

  48. Takt ist eine Geschicklichkeit, die den Menschen besser als Talent und Wissen über alle Schwierigkeiten fortführt.

    Samuel Smiles

  49. Sein Ziel zu kennen reicht nicht, man muss auch den richtigen Weg gehen

    Rainer Karius

  50. Information ist die Währung der Demokratie

    Thomas Jefferson

  51. Es gibt keine Menschenkenntnis, die für alle Fälle und alle gegebenen Charaktere ausreicht, am wenigsten aber eine schnelle Erkenntnis, die lehr- und lernbar ist.

    Bogumil Goltz

  52. Die größten Meister sind diejenigen, die nie aufhören, Schüler zu sein.

    Ignaz Anton Demeter

  53. Jedesmal, wenn du alle Antworten gelernt hast, wechseln sie alle Fragen.

    Oliver Otis Howard

  54. Auch heute noch wird die entscheidende Initiative des Denkens nicht durch vieles Wissen gefördert.

    Max von Eyth

  55. Ohne eigenes Erleben erwirbt man keine Erweiterung des Horizonts.

  56. Mit Geld kannst du ein Buch kaufen, aber kein Wissen.

  57. Mutig ist, wer weiß, dass vor ihm eine Gefahr liegt, sich aber dennoch mit ihr auseinandersetzt.

    Xenophon

  58. Bei allen Menschen ist es zu wissen wichtig, ob sie aus Not, aus Eitelkeit, aus Langeweile oder aus Liebe schaffen.

    Walter Rathenau

  59. Das Endziel der Naturwissenschaft ist, die allen Veränderungen zugrundeliegenden Bewegungen und deren Triebkräfte zu finden, also sich in Mechanik aufzulösen.

    Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz

  60. Alles Wissen ist Erinnerung.

    Thomas Hobbes