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Sprüche über Wissen

714 Sprüche — Seite 8

Seit jeher sucht der Mensch nach Wissen, um die Welt zu verstehen und sich in ihr sicherer zu bewegen. Doch mit jeder Antwort wachsen auch neue Fragen, sodass Erkenntnis nie bloßer Besitz, sondern ein fortwährender Prozess bleibt. Eben darin liegt die Größe dieses Themas, das Neugier und Bescheidenheit zugleich verlangt.

Sein Wert zeigt sich nicht allein in Fakten, sondern in Urteilskraft, Unterscheidung und der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema erinnern daran, dass echtes Wissen ohne Offenheit nicht gedeiht und dass Weisheit oft dort beginnt, wo man die eigenen Grenzen mitdenkt.

  1. Nicht, was du bisher wusstest, kann dich bereichern, sondern nur das, was du bisher nicht wusstest!

    Peter Altenberg

  2. Es wäre gut Bücher kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.

    Arthur Schopenhauer

  3. Lieber nichts wissen, als Vieles halb wissen! Lieber ein Narr sein auf eigene Faust, als ein Weiser nach fremdem Gutdünken!

    Friedrich Nietzsche

  4. Von den jedermann bekannten Büchern muss man nur die allerbesten lesen, und dann lauter solche, die fast niemand kennt, deren Verfasser aber sonst Männer von Geist sind.

    Georg Christoph Lichtenberg

  5. Das einzige Mittel, den Irrtum zu vermeiden, ist die Unwissenheit

    Jean-Jacques Rousseau

  6. Eine Flasche Wein enthält mehr Philosophie als alle Sachbücher

    Louis Pasteur

  7. Das Staunen ist eine Sehnsucht nach dem Wissen.

    Thomas von Aquin

  8. Die meisten Menschen sind unzufrieden, weil die wenigsten wissen, dass der Abstand zwischen Eins und Nichts größer ist als der zwischen Eins und Tausend.

    Ludwig Börne

  9. Man verirrt sich nie so leicht, als wenn man glaubt, den Weg zu kennen.

  10. Diese Zeit ist, wie alle Zeiten, eine sehr gute; wir wissen nur nichts mit ihr anzufangen.

    Ralph Waldo Emerson

  11. Gewisse Bücher scheinen geschrieben zu sein, nicht damit man daraus lerne, sondern damit man wisse, dass der Verfasser etwas gewusst hat.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Solange der Mensch der rastlose Zerstörer alles Lebens bleibt, das er als niedrig ansieht, wird er nie wissen, was Gesundheit bedeutet, wird er nie wirklich Frieden finden

    Pythagoras

  13. Auch der Mutigste von uns hat nur selten den Mut zu dem, was er eigentlich weiß.

    Friedrich Nietzsche

  14. Wüchsen die Kinder in der Art fort, wie sie sich andeuten, so hätten wir lauter Genies.

    Johann Wolfgang von Goethe

  15. Was man nicht weiß, das eben braucht man, und was man weiß, kann man nicht brauchen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  16. Wer keine Kinder hat, weiß nicht, warum er lebt.

  17. Was unsere Gedanken erfassen, ist, verglichen mit dem, was sie nicht fassen können, kaum ein Punkt, fast nichts.

    John Locke

  18. Im fremden Land frage man nach seinen Sitten.

  19. Sich selbst erkennen ist von Wert.

  20. Der Wissende weiß, daß er glauben muß.

    Friedrich Dürrenmatt

  21. Wer nicht gelegentlich auch einmal kausalwidrige Dinge zu denken vermag, wird seine Wissenschaft nie um eine neue Idee bereichern können.

    Max Planck

  22. Die Frauen müssen wohl prüde bleiben, solange Männer sentimental, dumm und schlecht genug sind, ewige Unschuld und Mangel an Bildung von ihnen zu fordern.

    Friedrich von Schlegel

  23. Das Wort Esel, wann es zurückgelesen wird, so heißt es: Lese! Wahr ist es, wann jemand kein unverständiger Esel bleiben will, so muß er die Bücher lesen, sonst wird ihm der Trichter von Nürnberg schle …

    Abraham a Sancta Clara

  24. Geliehene Bücher wiedergeben, wird oft versäumt von Jungen und Alten. Denn leichter ist es,die Bücher selber, als was drin steht zu behalten.

    Otto Banck

  25. Die Gelehrten sind nicht immer die Gescheiteren.

    Francois Rabelais

  26. Wissen sollte man durch Weisheit ersetzen, dadurch wird Sorge schwinden. Alles nur mit dem Verstand zu erfassen wollen, wird Weisheit vertreiben.

  27. Man kann sechzig Jahre alt geworden sein, ohne zu ahnen, was ein Charakter ist. Nichts ist verborgener als die Dinge, die wir beständig im Mund führen.

    Hugo von Hofmannsthal

  28. Die Eifersucht wächst, solange man zweifelt; sie wird Raserei oder hört auf, sobald man vom Zweifel zur Gewißheit kommt.

    François de la Rochefoucauld

  29. Über Schnee kann ein Schmetterling nicht urteilen.

  30. Es ist das Interessante an Büchern, über denen man eigentlich den Verstand verlieren müsste, dass man durch sie vielmehr an Verstand gewinnt.

    Christian Morgenstern

  31. Je mehr ein Mensch weiß, desto weniger ahnt er.

    Hermann Bahr

  32. Was Männer und Frauen im Himmel tun, wissen wir nicht. Sicher ist nur, dass sie sich nicht heiraten.

    Jonathan Swift

  33. Heute aber ist die herrschende Vorstellung, dass jeder Mensch eine Masse von Notizen in seinem Kopf herumtragen soll, und das nennt man dann allgemeine Bildung.

    Heinrich von Treitschke

  34. Ich scheue Kritik, die nur verletzt, ohne zu bessern und halte die meinige nicht einmal für berechtigt. Zuerst muss man wissen, dann erst fragt sich, ob man besser wisse.

    Alexander von Villers

  35. Schildkröten können dir mehr über den Weg erzählen als Hasen.

  36. Die Hindernisse rühren nicht so sehr daher, dass der Geist leer ist von Wissen, sondern daher, dass er voll ist von Vorurteilen.

    Pierre Bayle

  37. Frauen suchen die Schuld bei sich, — Männer wissen, dass andere sie haben.

    Else Pannek

  38. Der beste Arzt ist die Krankheit; dem Wissen und der Güte macht man Versprechungen, dem Leiden gehorcht man

    Marcel Proust

  39. Wer den Regentropfen erklären kann, kann auch das Meer erklären

    Selma Lagerlöf

  40. Der sicherste Weg, andern die Grenzen des eigenen Wissens zu verbergen, ist, diese nicht zu überschreiten.

    Giacomo Leopardi

  41. Die beste Möglichkeit Dankbarkeit auszudrücken ist es, Wissen und Hilfe, wann immer möglich, anderen zuteil werden zu lassen.

  42. Die Welt ist ein Buch, von dem man nur die erste Seite gelesen hat, wenn man nur sein Land gesehen hat.

    Fougeret de Moubron

  43. Wenn jemandem gelänge, die Bibliotheken und sämtliche Bücher zu vernichten – dreißig Jahre später könnte kein Schlosser mehr auch nur eine Schraube anziehen.

    Thomas Alva Edison

  44. Teile Dein Wissen mit anderen. Dies ist eine gute Möglichkeit, Unsterblichkeit zu erlangen.

    Dalai Lama

  45. Man wird immer finden, dass diejenigen, die wirklich wissen, die bescheidensten Menschen sind.

    Rudolf Steiner

  46. Bildung ist bewundernswürdig, aber man sollte sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass wirklich Wissenswertes nicht gelehrt werden kann.

    Oscar Wilde

  47. Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: 'Was will eine Frau?'

    Sigmund Freud

  48. Die Alten glauben alles. Die Gereiften misstrauen allem. Die Jungen wissen alles.

    Oscar Wilde

  49. Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen.

  50. Um Vollkommenheit zu erreichen, muss man erst vieles nicht begriffen haben! Begreifen wir zu schnell, so begreifen wir wahrscheinlich nicht gründlich.

    Fjodor M. Dostojewski

  51. Lesen macht vielseitig, Verhandeln geistesgegenwärtig und Schreiben genau.

    Francis Bacon

  52. Gebe Gott, dass nicht nur Liebe zur Freiheit, sondern auch gründliche Kenntnis der Menschenrechte alle Nationen durchdringe!

    Benjamin Franklin

  53. Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ist ein Ozean.

    Isaac Newton

  54. Mathematik = Das Alphabet, mit dessen Hilfe Gott das Universum beschrieben hat.

    Galileo Galilei

  55. Sachkenntnis ist das letzte, das man für eine lebhafte Diskussion benötigt.

    Pierre Augustin Baron de Beaumarchais

  56. Wer den Standpunkt des anderen nicht kennt, kann leicht an ihm vorbeireden.

    Wilhelm Hasenclever

  57. Man sagt nichts Wesentliches über den Dom aus, wenn man nur von den Steinen spricht.

    Antoine de Saint-Exupéry

  58. Es mag sein, dass wir durch das Wissen anderer gelehrter werden. Weiser werden wir nur durch uns selbst.

    Michel de Montaigne

  59. Vor allen der Politikus gönnt sich der Rede Vollgenuß; und wenn er von was sagt, so sei's, ist man auch sicher, dass er's weiß.

    Wilhelm Busch

  60. Je mehr man weiß, je mehr hat man zu lernen. Mit Wissen nimmt Nichtwissen in gleichem Grade zu, oder vielmehr Wissen des Nichtwissens.

    Friedrich von Schlegel