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Sprüche über Wissen

714 Sprüche — Seite 7

Seit jeher sucht der Mensch nach Wissen, um die Welt zu verstehen und sich in ihr sicherer zu bewegen. Doch mit jeder Antwort wachsen auch neue Fragen, sodass Erkenntnis nie bloßer Besitz, sondern ein fortwährender Prozess bleibt. Eben darin liegt die Größe dieses Themas, das Neugier und Bescheidenheit zugleich verlangt.

Sein Wert zeigt sich nicht allein in Fakten, sondern in Urteilskraft, Unterscheidung und der Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Die Sprüche zu diesem Thema erinnern daran, dass echtes Wissen ohne Offenheit nicht gedeiht und dass Weisheit oft dort beginnt, wo man die eigenen Grenzen mitdenkt.

  1. Man muss viel gelernt haben, um nach dem, was man nicht weiß, fragen zu können

    Jean-Jacques Rousseau

  2. Echtes Wissen verleiht Macht

    John Knittel

  3. Glück und Unglück sind Namen für Dinge, deren äußerste Grenzen wir nicht kennen.

    John Locke

  4. Der unsichere Geist fürchtet, obwohl er zu wissen begehrt

    Seneca

  5. Den wirklich gelehrten Menschen geht es wie den Kornhalmen auf dem Felde: Sie wachsen frisch auf und richten den Kopf gerade und stolz in die Luft, solange die Ähren noch leer sind. Sobald sie angesch …

    Michel de Montaigne

  6. Keiner kennt die Härte eines Kiesels besser, als wer auf ihn einschlägt!

    Seneca

  7. Das Leben ist halb vorüber, ehe wir wissen, was es ist.

  8. Es gibt nichts neues unter der Sonne, aber es gibt eine Menge alter Sachen, die wir nicht wissen.

    Ambrose Bierce

  9. Es ist wichtiger, dass sich jemand über eine Rosenblüte freut, als dass er ihre Wurzel unter das Mikroskop bringt.

    Oscar Wilde

  10. Man nimmt die unerklärte dunkle Sache wichtiger als die erklärte helle.

    Friedrich Nietzsche

  11. Ohne die Frauen würde der Mann roh, grob, einsam sein und die Anmut nicht kennen.

    Francois René de Chateaubriand

  12. Jede Stufe der Bildung fängt mit Kindheit an. Daher ist der am meisten gebildete Mensch dem Kind so ähnlich.

    Novalis

  13. Es ist lästig, bei selbstverständlichen Dingen noch Beweise zu liefern.

    Dante Alighieri

  14. Mit all eurer Wissenschaft: Könnt ihr erklären, wie und wann dieses Licht in die Seele kommt?

    Henry David Thoreau

  15. Wissen ist kostbar für uns, denn wir werden nie Zeit haben, es zu vollenden.

    Rabindranath Tagore

  16. Wissen ist Macht, Gewissen deren Kontrolle.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  17. Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von der Pflicht zum Steuerzahlen. Die Kenntnis aber häufig.

    Meyer A. Rothschild

  18. Wissenswerter als das meiste Wissen wäre die Antwort eines Toten auf die Frage, ob es ihm leid tue, gelebt zu haben.

    Chuang-tzu

  19. Bildung ist jenseits aller Standesunterschiede

    Konfuzius

  20. Ich bin offen gesagt, kein Freund langer Verlöbnisse. Sie geben den Brautleuten Gelegenheit ihren Charakter schon vor der Hochzeit zu entdecken, was, wie ich meine, niemals ratsam ist

    Oscar Wilde

  21. Im Krieg verbinden sich die letzten Raffinessen der Wissenschaft mit den Grausamkeiten der Steinzeit

    Winston Churchill

  22. Das Weib ist ein Genußmittel. Ihr Leib ist zu unserem Genuß da, und sie weiß das.

    Leo Tolstoi

  23. Das ist bitter für einen Menschen, bei allem Wissen keine Macht zu haben.

    Herodot von Halikarnassos

  24. Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen.

    Victor-Marie Hugo

  25. Was das Auge nicht sieht, bekümmert das Herz nicht.

  26. Der Geist ist dem selben Gesetz unterworfen wie der Körper: Beide können sich nur durch beständige Nahrung erhalten

    Marquis de Vauvenargues

  27. Greise glauben alles. Männer bezweifeln alles. Junge wissen alles

    Oscar Wilde

  28. Fremde Erfahrungen ritzen die Haut, eigene Erfahrungen schneiden ins Fleisch.

  29. Ohne Mathematik tappt man doch immer im Dunkeln

    Werner von Siemens

  30. Wissen heißt, die Welt verstehen; Wissen lehrt verrauschter Zeiten und der Stunde, die da flattert, wunderliche Zeichen deuten. Und da sich die neuen Tage aus dem Schutt der alten bauen, kann ein …

    Friedrich Wilhelm Weber

  31. Früher war der Mensch Herr seines Wissens. Heute ist das Wissen sein Gebieter.

    John Steinbeck

  32. Kunst heißt, nicht wissen, dass die Welt schon ist, und eine zu machen

    Rainer Maria Rilke

  33. Wüssten wir, wie sehr wir einander fehlen werden, wir gingen behutsamer miteinander um.

    Else Pannek

  34. Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele.

    Maxim Gorki

  35. Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  36. Wissen und Erkennen sind die Freude und die Berechtigung der Menschheit

    William Butler Yeats

  37. Ganz sicher sein heißt sich laut irren.

    Ambrose Bierce

  38. Wir werden die Welt verstehen, wenn wir uns selbst verstehen, weil wir zwei integrante Hälften sind.

    Novalis

  39. Die einseitige Ausbildung der geistigen Fähigkeiten bei Vernachlässigung der körperlichen, führt mit Notwendigkeit zur körperlichen Verkrüppelung…

    Wilhelm Liebknecht

  40. Wenn man eine Sache mit Klarheit zu behandeln weiß, ist man auch zu vielen anderen Dingen tauglich

    Johann Wolfgang von Goethe

  41. Etwas Ungeheures entsteht da vor uns und mit uns - eine geistige Gebirgslandschaft, die man ein Leben lang nicht zu Ende ergründen und auslernen kann.

    Christian Morgenstern

  42. Zwei werden nicht satt: Wer Wissen und wer Reichtum sucht.

  43. Wer nur denkt, was er weiß, der denkt noch gar nicht.

    Friedrich Georg Jünger

  44. Ein Philosoph ist, unter anderem, auch ein Mann, der nie um Argumente verlegen ist.

    Ludwig Marcuse

  45. Ein Mädchen, das vor zu vielen Dingen errötet, hat deren zu viele kennen gelernt.

  46. Aus einem Alten wird kein Experte.

  47. Um in der Gesellschaft Erfolg zu haben, muß man sich viele Dinge beibringen lassen, die man schon kann.

    Charles de Talleyrand

  48. Ich weiß, dass ein freuriges Pferd auf eben dem Steig samt seinem Reiter den Hals brechen kann, über welchen der bedächtige Esel ohne straucheln geht.

    Gotthold Ephraim Lessing

  49. Es kann keine wissenschaftliche Moral geben, aber es kann eine unmoralische Wissenschaft geben.

    Henri Poincaré

  50. Das Glück mancher Ehe beruht auf einer alten Weisheit: Was man nur ahnt, das weiß man noch lange nicht.

    Max Pallenberg

  51. Wo das Wissen aufhört, leuchtet auf der Glaube, und wo der Glaube aufhört, das Schauen.

    Theodor Toeche-Mittler

  52. Wir dürfen das Weltall nicht einengen, um es den Grenzen unseres Vorstellungsvermögens anzupassen, wie der Mensch es bisher zu tun pflegte. Wir müssen vielmehr unser Wissen ausdehnen, so dass es d …

    Francis Bacon

  53. Vielleicht, wenn man herausfände, wie man leben sollte, würde man davon lernen, was es eigentlich bedeutet.

    Ernest Miller Hemingway

  54. Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer neuen Schüler werden.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  55. Es gibt Leute, welche den Vogel genau zu kennen glauben, weil sie das Ei gesehen haben, aus dem er gekrochen ist.

    Christian Johann Heinrich Heine

  56. Nach Wissen suchen, heißt Tag für Tag dazu gewinnen.

    Laotse

  57. Der wahre Reisende weiß nicht, wohin die Reise geht, der wahre Abenteurer weiß nicht, was er erleben wird.

    Chuang-tzu

  58. Umwege erweitern die Ortskenntnis

    Martin Buber

  59. Wer einen wirklich klaren Gedanken hat, kann ihn auch darstellen. Ist der Geist einmal der Dinge Herr, folgen die Worte von selbst.

    Michel de Montaigne

  60. Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln.

    Max Planck