Sprüche über Vorsicht
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Nicht jede Zurückhaltung ist Schwäche. Vorsicht bedeutet, Folgen mitzudenken, Gefahren zu erkennen und das rechte Maß zwischen Mut und Leichtsinn zu finden. Deshalb ist dieses Thema kein Lob der Angst, sondern ein Ausdruck von Klugheit, Verantwortung und nüchterner Aufmerksamkeit.
Ihr Wert zeigt sich besonders dort, wo übereiltes Handeln mehr zerstören würde als entschlossenes Abwägen. Die Sprüche zu diesem Thema erinnern daran, dass Vorsicht das Leben nicht verengt, sondern schützt und dass Besonnenheit oft jene Stärke ist, die Schaden verhindert, bevor er entsteht.
Wenn Mädchen verliebt sind, hat es keinen Sinn, die Türen abzuschließen
Das Auge des Freundes ist so empfindlich, dass der geringste Anlass es verletzt
Der Wolf ist ein großer Übeltäter, doch er lehrt die Hirten, auf der Hut zu sein.
Die Gefahr kommt von denen, die nach eurem Geschmack sein wollen.
— Demosthenes
Rede wenig, denke mehr, vieles Schwätzen bringt nicht Ehr.
Sei froh und übe dich im Lachen, denn Lachen, das tut gut. Lass dir kein X für ein U vormachen, sei immer auf der Hut!
Glück ist dem Menschen gefährlicher, als Unglück. Dieses hält ihn wachsam, jenes macht ihn gleichgültig
— Charles-Louis de Montesquieu
Der Stolze meidet gern diejenigen, welche höher stehen. Der Eitle drängt sich zu ihnen.
— Karl Julius Weber
Hüte Dich vor dem Imposanten. Aus der Länge des Stieles kann man nicht auf die Schönheit der Blüte schließen.
— Peter Altenberg
Der Schiffbrüchige fürchtet auch die ruhigen Gewässer.
— Ovid
Wenn du die Wahl hast zwischen zwei Übeln, wähle keines von beiden.
— Charles Haddon Spurgeon
Der Himmel bewahr dich vor Wetter und Wind, und vor angeblichen Freunden, die keine sind.
In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muß sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen.
— Johann Wolfgang von Goethe
Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel.
— Sebastian Kneipp
Wenn man wo fremd ist, soll man zunächst einmal anklopfen
Nicht auf seine Leut' aufpassen, heisst, den Geldsack offen lassen.
Ganz sicher sein heißt sich laut irren.
— Ambrose Bierce
Im Glück sei nicht übermütig, im Unglück nicht verzagt.
— Diogenes Laertius
Die Fliege, die nicht geklappt sein will, setzt sich am sichersten auf die Klappe selbst.
— Georg Christoph Lichtenberg
Vorsicht und Mißtrauen sind gute Dinge, nur sind auch ihnen gegenüber Vorsicht und Mißtrauen nötig
— Christian Morgenstern
Man kann Vorsicht Furcht, man kann Mut Leichtfertigkeit nennen.
— Otto von Bismarck
Vergiss nie, dass Kredit auch Geld ist.
— Benjamin Franklin
Ich weiß, dass ein freuriges Pferd auf eben dem Steig samt seinem Reiter den Hals brechen kann, über welchen der bedächtige Esel ohne straucheln geht.
— Gotthold Ephraim Lessing
Misstraue allen, die Opfer von anderen verlangen.
— Else Pannek
Wer mit den Augen anderer sieht, übersieht die Notwendigkeit, sich seinen Platz zu schaffen.
— Else Pannek
Wer essen will, soll den Koch nicht beleidigen.
Traue niemand, den der Anblick einer schönen weiblichen Brust nicht außer Fassung bringt.
— Auguste Renoir
Freue dich nicht über den, der geht, ehe du den siehst, der kommt
Der Narr tut, was er nicht lassen kann, der Weise lässt, was er nicht tun kann.
Wenn du jedesmal stehen bleibst, wenn ein Hund bellt, wirst du deine Reise nie beenden.
Freundschaften sind wie Dächer: Man muss sie ständig reparieren, damit sie halten.
— Samuel Johnson
Der Vorsichtige schreibt sein Versprechen auf eine Schiefertafel.
Kannst du die Presse nicht schlagen, dann schlag dich auf ihre Seite!
Hüte dich, alles, was du besitzest, als dein Eigentum zu betrachten!
— Benjamin Franklin
Wenn jemand dir die Stiefelsohlen leckt, setze den Fuß auf ihn, bevor er anfängt, dich zu beißen.
— Paul Valéry
Das Herz ist ein kristallener Tempel; einmal zerbrochen kann es nie wieder zusammengefügt werden
Kinder, lernt nicht, sonst müsst ihr später arbeiten!
— Heinrich Zille
Wenn dir ein Wort auf der Zunge brennt ... lass es brennen.
Vorsicht Chef - bitte Kriechspur benutzen!
Lieber Freund, ich warne Dich: Schön ist Liebe zwar an sich, doch das Banalste vom Banalen ist ein Mann in Liebesqualen.
Die Sparsamkeit ist die Tochter der Vorsicht, die Schwester der Mäßigkeit und die Mutter der Freiheit
— Samuel Smiles
Der eine fragt: Was kommt danach? Der andere fragt nur: Ist es recht? Und also unterscheidet sich der Freie von dem Knecht.
— Theodor Storm
Im allzu klarem Wasser ist kein Fisch zu finden. Nie sollte man restlose Klarheit fordern.
Recht zu trinken ist auch eine Kunst, die nicht jeglicher weiß zu fassen. Du sollst den Wein in dir walten lassen, aber als Feuer, nicht als Dunst!
— Franz Emanuel August Geibel
Hüte dich vor dem, der nur ein Buch besitzt.
— Thomas von Aquin
Eine Katze in Handschuhen fängt keine Mäuse.
— Benjamin Franklin
Lache nicht zuviel, nicht über alles und nicht überlaut.
— Epiktet
Wenn mich jemand zwingt, Abstand zu wahren, habe ich den Trost, dass er ihn gleichfalls wahrt.
— Jonathan Swift
Trinke nicht Wasser aus einer schmutzigen Quelle, ruhe nicht im Schatten eines giftigen Baumes.
Alles altert, selbst die Achtung, wenn man sich nicht in Acht nimmt.
— Joseph Joubert
Grundsätzlich verlogene Menschen sind ungefährlich. Gefährlich sind nur Lügner, die manchmal die Wahrheit sagen.
— George Bernard Shaw
Doch wenn ich arm bin, habe ich nur meine Träume. Die Träume breite ich aus vor deinen Füßen. Tritt leicht darauf du trittst auf meine Träume.
— William Butler Yeats
Das Schicksal macht nie einen König matt, ehe es ihm Schach geboten hat.
— Ludwig Börne
Man muss keinem Menschen trauen, der bei seinen Versicherungen die Hand aufs Herz legt.
— Georg Christoph Lichtenberg
Mach keine längeren Schritte, als du Beine hast
Die Weisen heilen, was noch nicht krank ist.
Handle nie in Wut. Es bedeutet, im Sturn in See zu stechen.
— Thomas Fuller
Nimm dich vor Heuchelei der stillen Leut' in Acht! Am tiefsten ist ein Fluss, der kein' Geräusche macht.
— Martin Opitz
Mit einem Talent mehr steht man oft unsicherer als mit einem weniger: Wie der Tisch besser auf drei als auf vier Füßen steht.
— Friedrich Nietzsche
Ich scheue Kritik, die nur verletzt, ohne zu bessern und halte die meinige nicht einmal für berechtigt. Zuerst muss man wissen, dann erst fragt sich, ob man besser wisse.
— Alexander von Villers