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Sprüche über Sorgen

393 Sprüche — Seite 5

Was noch nicht eingetreten ist, kann das Herz oft stärker bedrängen als das Wirkliche selbst. Sorgen kreisen um Verlust, Unsicherheit und mögliche Gefahren und zeigen damit, wie eng Denken und Empfinden verflochten sind. Deshalb ist dieses Thema so alltäglich und zugleich so tief in der menschlichen Verletzlichkeit verankert.

Ihr Problem liegt darin, dass sie selten lösen, was sie unablässig bewegen. Die Sprüche zu diesem Thema fassen die Last des Vorausdenkens in Worte und erinnern daran, dass Vertrauen, Maß und Gegenwart oft heilsamer sind als endloses Grübeln.

  1. Nicht, dass man dich nicht kennt, sei deine Sorge, sorge dafür, dass du des Kennens wert bist.

    Konfuzius

  2. Wissen sollte man durch Weisheit ersetzen, dadurch wird Sorge schwinden. Alles nur mit dem Verstand zu erfassen wollen, wird Weisheit vertreiben.

  3. Arznei vertreibt eingebildete Krankheiten, doch Wein nicht wirklichen Kummer.

  4. Der Beruf ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich erlaubterweise zurückzieht, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art einen anfallen.

    Friedrich Nietzsche

  5. Auch der ärmste Mensch kann zuletzt den Hunger und die Sorge nicht mehr ertragen, und leider macht er dann keine schriftlichen Eingaben an die Behörden, sondern er schlägt mit der Faust an die Tür der …

    Wilhelm Raabe

  6. Mitleid eines Mannes zu einer leidenden Frau ist immer Zärtlichkeit.

    Stefan Zweig

  7. Die Tür des Arztes soll niemals verschlossen, die des Geistlichen immer offen sein.

    Victor-Marie Hugo

  8. Manche Ehe ist ein Zellengefängnis der Sorge

    Peter Hille

  9. Wenn es auch düstere Tage in meinem Leben gab, würde ich doch nicht wollen, dass man mich zu den Unglücklichen zählt.

    Vincent van Gogh

  10. Das Grämen vor der Zeit halte ich für ein sehr unnützes Geschäft

    Katharina Elisabeth Goethe

  11. Kummer lässt sich allein tragen. Für das Glück sind zwei Menschen erforderlich.

    Elbert Green Hubbard

  12. Die Schwierigkeiten wachsen, je näher man ans Ziel kommt.

    Alfred Nobel

  13. Durch Frauen werden die Höhepunkte des Lebens bereichert und die Tiefpunkte vermehrt.

    Friedrich Nietzsche

  14. Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!

    Wilhelm Busch

  15. Am schwersten sind Mißgeschicke zu ertragen, zu denen es nie gekommen ist.

    James Russell Lowell

  16. Wo viele zarte Hände walten - na, das ist so wie es ist! Kellerschlüssel, Bodenschlüssel führen leicht zu Zank und Zwist.

    Wilhelm Busch

  17. Nach der Tag weiss der Gimpel Rat.

  18. Alles Böse läßt sich im Anfang noch leicht unter Kontrolle bringen. Wenn es aber länger andauert, hält es sich meist allzu zähe.

    Marcus Tullius Cicero

  19. Freundschaft - ein Schiff, groß genug, um bei gutem Wetter zwei Menschen, bei schlechtem aber nur einen zu tragen.

    Ambrose Bierce

  20. Wer Freude und Glück aus vollen Herzen, aber nobel empfindet, trägt auch den Kummer edel und fest.

    Gottfried Keller

  21. Der Weise ist besorgt, sein Vermögen zu erhalten, auch wohl zu vermehren. Daher er unnützen Aufwand meidet, um die Mittel zu haben zu unvorhergesehenen Ausgaben.

    Karl Julius Weber

  22. In allen menschlichen Dingen zeigt sich bei genauer Prüfung, dass man nie einen Übelstand beseitigen kann, ohne dass daraus ein anderer entsteht.

    Nicolaus Machiavelli

  23. Leben entspringt dem Kummer und Unglück, und Tod der Behaglichkeit und den Vergnügungen

  24. Ein Unglück kommt selten allein

  25. Sokrates, der alte Greis, sagte oft in tiefen Sorgen: "ach, wie viel ist doch verborgen, was man immer noch nicht weiß."

    Wilhelm Busch

  26. Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse

  27. Wir kümmern uns nicht, dass wir nicht da gewesen sind, ehe wir geboren wurden. Warum uns kümmern, nicht mehr da zu sein, wenn wir gestorben sind?

    Karl Julius Weber

  28. Bleibe nicht am Boden heften, frisch gewagt und frisch hinaus! Kopf und Arm mit heitern Kräften, überall sind sie zuhaus. Wo wir uns der Sonne freuen, sind wir jeder Sorge los. Dass wir uns in i …

    Johann Wolfgang von Goethe

  29. Weil der Elefant groß und fett ist, hat er auch große Sorgen.

  30. Sich zu mühen und mit dem Widerstande zu kämpfen, ist dem Menschen Bedürfnis wie dem Maulwurf das Graben.

    Arthur Schopenhauer

  31. Es hat nicht jeder Abgrund ein Geländer.

  32. in Not und Gefahr sind Freunde rar.

  33. Aus manchen schwierigen Lebenslagen kann man sich nur mit ein wenig Tollheit retten.

    François de la Rochefoucauld

  34. Beim Bauen muss man schauen, um sich nicht zu verhauen, sonst kommt man in des Elends Klauen.

    Abraham a Sancta Clara

  35. Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.

    Theodor Heuss

  36. Es ist falsch, wenn man sich zu Herzen nimmt, was man in den Wind schlagen sollte.

    Baltasar Gracián y Morales

  37. Es gibt immer Erlebnisse, von denen man nie und nimmer reden kann, und doch jemand wünschte, der es schweigend verstünde, ohne daran zu rühren.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  38. Wenn ein Kind erst einmal geboren ist, liegt es nicht mehr in unserer Macht, es nicht zu lieben oder nicht für es zu sorgen.

    Epiktet

  39. Die Freude flieht auf allen Wegen; der Ärger kommt uns gern entgegen.

    Wilhelm Busch

  40. Wer schnell arm werden will, der prozessiere und baue viel.

  41. Wenn Ärger, Not und Kummer und Sorgen dich bedrängen: Kopf hoch! Nur Fledermäuse lassen sich hängen.

  42. Laß einen Hund sorgen, der bedarf vier Schuhe.

  43. Indessen ist es bezeichnend für die menschliche Eitelkeit, dass sich jeder einbildet, das ganze All kümmere sich um seine kleinsten Sorgen.

    Jonathan Swift

  44. Und wenn sie alle dich verschrei'n, so wickle in dich selbst dich ein.

    Matthias Claudius

  45. Die Pflichterfüllung in schwerer Zeit ist das Herrlichste des Menschenloses.

    Paul Keller

  46. Wein erhöht den Geist und macht ihn geneigt zur Entflammung, und beim vollen Pokal schwinden die Sorgen dahin.

    Ovid

  47. Auf gebeugtem Rücken und eingezogenen Schultern nimmt jede Last Platz.

    Else Pannek

  48. Man lindert oft sein Leid, indem man es erzählt.

    Pierre Corneille

  49. Ein Wort befreit uns von der ganzen Last und Qual des Lebens; dies Wort heißt Liebe.

    Sophokles

  50. Es gibt keine guten Väter, das ist die Regel. Kinder machen, ausgezeichnet, Kinder haben, welche Unbill.

    Jean-Paul Sartre

  51. ...ja, so geht man dahin. Und die Zeit geht auch dahin - bis man nicht mehr entfernt eine Schattenlinie bemerkt, eine Mahnung, dass man auch das Reich der sorglosen Jugend hinter sich lassen muss.

    Joseph Conrad

  52. Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör

    Wilhelm Busch

  53. Ach, dass der Mensch so häufig irrt und nie recht weiß, was kommen wird!

    Wilhelm Busch

  54. Wo Frauen im Kummer leben, verdirbt die Familie bald. Wo Frauen im Glück leben, gedeiht die Familie immer.

  55. Es gibt ein altes Sprichwort: Ein Ermüdeter sucht Streit. Dasselbe gilt vom Hungrigen und Durstigen und überhaupt von jedem Menschen, den etwas quält.

    Seneca

  56. Wenn man schlafen geht, soll man die Sorgen in die Schuhe stecken

  57. Das allerbeste Mittel gegen die Sorgen ist augenblicklich, sich um die anderen bekümmern zu müssen.

    Carl Hilty

  58. Nur unbewusste Freude ist von Wolken frei, denn wer die Schatten nur vermisst, der ruft sie schon herbei.

    Oscar Blumenthal

  59. Mit Kindern vergehen die Jahre wie im Flug. Doch Augenblicke werden zu Ewigkeiten.

  60. Vom Unglück erst zieh ab die Schuld, was übrig ist, trag in Geduld.

    Theodor Storm