gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Schicksal

444 Sprüche — Seite 6

Was dem Menschen widerfährt, entzieht sich oft seiner Planung und wird doch im Rückblick als Teil eines größeren Zusammenhangs gedeutet. Schicksal steht für jene Mischung aus Zufall, Notwendigkeit und Deutung, die das Leben geheimnisvoll und bisweilen widersprüchlich erscheinen lässt. Darum fasziniert dieses Thema seit Jahrhunderten.

Sein eigentlicher Kern liegt nicht nur im Geschehen selbst, sondern in der Frage, wie darauf geantwortet wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das Verhältnis von Fügung und Freiheit und zeigen, wie eng äußeres Ereignis und innere Haltung miteinander verknüpft sind.

  1. Der Mensch tut nicht alles aus sich selbst, er arbeitet auch dem Schicksal in die Hände.

    Ludwig Anzengruber

  2. Erst in der Ruhe kommt der Mensch zu sich, wird sich seiner selbst bewusst und zum Meister seines Schicksals.

    Nikolaus B. Enkelmann

  3. Darauf kommt es dem Schicksal auch nicht an, dass der Mensch das höchste Glück erlebe, sondern darauf, dass er sich vollende und immer mehr die Fesseln des Egoismus und der Mängel, die die Welt der Tä …

    Malwida von Meysenbug

  4. Das Glück wächst und blüht am Wegesrand, vorausgesetzt, man ist auf dem richtigen Weg.

  5. Ein konsequenter Mensch glaubt an das Schicksal, ein launenhafter an den Zufall.

    Benjamin Disraeli

  6. Schmerz und Freude liegt in einer Schale; ihre Mischung ist der Menschen Los.

    Johann Gottfried Seume

  7. Ich glaube, dass das Glück nur in der heiteren Auffassung des Lebens und in der Vortrefflichkeit des Herzens und nicht in den äußeren Umständen liegt.

    Fjodor M. Dostojewski

  8. Ob etwas ein Unglück oder ein Glück war, wissen wir frühestens fünf Jahre später.

  9. Es kommt nicht alles so schlimm wie erwartet und nie ganz so gut wie erhofft.

  10. Sie müssen denken, dass das Leben Sie nicht vergessen hat, dass es Sie in er Hand hält. Es wird Sie nicht fallen lassen.

    Rainer Maria Rilke

  11. Das Schicksal nimmt manchmal, um nicht zu schrecken, die launige Miene des Zufalls an.

    Johann Nepomuk Nestroy

  12. Wenn etwas gewaltiger ist als das Schicksal, so ist es der Mut, der es unerschüttert trägt.

    Franz Emanuel August Geibel

  13. Möge dein Weg stets aufwärts führen, auch wenn du tiefe Täler und dunkle Schluchten zu durchwandern hast. Möge Gott persönlich dein Wegweiser sein.

  14. Was das Schicksal mit schwarzer Tinte schreibt, kann die Sonne nicht bleichen

  15. Überlass dein Boot auf dem Meere des Schicksals nicht den Wellen, sondern rudere selbst; aber rudere nicht ungeschickt.

    August von Platen

  16. Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.

    Martin Kessel

  17. Das menschliche Herz hat eine fatale Neigung, nur etwas Niederschmetterndes Schicksal zu nennen.

    Albert Camus

  18. Des Lebens Kunst ist leicht zu lernen und zu lehren; du must vom Schicksal nie zu viel begehren. Der, welchem ein bescheidenes Los genügt, hat einen Schatz, der nie versiegt. Dem Unersättlichen in …

    Ludwig Bechstein

  19. Schicksal und sich schicken scheinen mir nicht ohne Bedeutung nahe verwandt. Wie wir uns schicken, so ist unser Schicksal.

    Novalis

  20. Was kann das Holz dafür, wenn es als Geige erwacht?

    Arthur Rimbaud

  21. Nichts von dem Guten, das uns widerfährt, ist selbstverständlich

    Albert Schweitzer

  22. Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.

  23. Es kommt das Leid, es geht die Freud', es kommt die Freud', da geht das Leid - die Tage sind nimmer dieselben.

    Theodor Storm

  24. Ach, meine Lieben! Wie oft im Leben wirft uns das Schicksal seinen tragischen Hut vor die Füße, und wir mögen tun, was wir wollen, Verdruß gibt's doch

    Wilhelm Busch

  25. Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind.

    Jean-Baptiste Molière

  26. Mögen Sünden und Verlust im Laufe diesen Tages von mir fern gehalten werden.

  27. Wir haben viele Sündenböcke, aber der populärste ist die Vorsehung.

    Mark Twain

  28. Jede Zeit hat ihre Wehen.

    Hermann Ferdinand Freiligrath

  29. Im Grunde ist jedes Unglück gerade nur so schwer, wie man es nimmt.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  30. So ist eben das Leben seit jeher, alles gehört dazu: Leid und Trennung und Sehnsucht. Man muss es immer mit allem nehmen und alles gut und schön finden.

    Rosa Luxemburg

  31. Mögen wir in das Gesicht jeder guten Nachricht und auf den Rücken jeder schlechten Nachricht schauen.

  32. Glücks kann sich niemand erwehren

  33. Sich heldenmütig ins Unvermeidliche fügen ist ja auch Weisheit.

    Adolph Kolping

  34. Jeder Mensch ist berufen, hier und jetzt sein Schicksal auf Erden anzunehmen

  35. Das Glück und der Sieg geht um wie die Wacht.

  36. Mache in der heitren Weise deine frohe Lebensreise. Vor Kopfschmerzen und vor Grillen, die das Herz mit Gram erfüllen, vor Brandschaden, Nachtgespenstern, Flöhen und zerschlagenen Fenstern und vo …

  37. Glück ist Talent für das Schicksal.

    Novalis

  38. Was zum Huhn geboren ist, scharrt nimmer vor sich.

  39. Es geschieht ihm wie dem Hündchen von Bretten.

  40. Das Wissen hängt vom Studium ab, durch Taten kommt man zur Vernunft, Wohlstand erreicht man durch Fleiß, der Erfolg jedoch hängt ab vom Schicksal.

  41. Ob der Mensch seine Pläne zustande bringt, der Himmel fügt es.

  42. Sind die Hasen erlegt, schlachtet man die Hunde.

  43. Häufig führen sogar schlechte Ratschläge besser zum Erfolg als gute, da das Schicksal das meiste nach Laune fügt.

    Sallust

  44. Du entgehst nicht dem Verhängnis! Diesen Glauben hast du, merke, nicht dass er dich in Bedrängnis mutlos mache, sondern stärke.

    Friedrich Rückert

  45. Unglücksfälle sind wie Messer: Entweder sie arbeiten für uns oder schneiden uns, je nachdem, ob wir sie am Griff oder an der Schneide anfassen.

    James Russell Lowell

  46. Es ist kein Leben davon frei, ein jedes hat seine Regenzeit und Tage trüb und traurig.

    Henry Wadsworth Longfellow

  47. Wie manches anders kommt, als man's gedacht. Allein, was tut's? Wir wollen darum nicht minder fröhlich sein!

    Franz Grillparzer

  48. Meine Leiden sind das Werk der Natur, mein Glück aber ist mein Werk.

    Jean-Jacques Rousseau

  49. Wenn wir gerechter wären, würden wir zugeben, dass jedes Leben mehr frohe als trübe Sekunden gehabt hat.

    Carl Ludwig Schleich

  50. Der Tor hat Angst vorm Schicksal, der Weise trägt es.

    Publius Syrus

  51. Schwere Tage wirkten bedeutender als all jene Tage, die in den Hörsälen und über den Büchern verbracht werden.

    Wilhelm Raabe

  52. Wohin kämen wir, wenn nicht ab und zu etwas unseren Weg versperrte?

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  53. Kleine Gelegenheiten sind oftmals der Beginn von großen Unternehmungen.

    Demosthenes

  54. Der Mensch ist nun einmal nicht dazu geboren auf Erden ein vollkommenes Glück zu genießen.

    Erasmus von Rotterdam

  55. Der Mensch hat nicht ein und dasselbe Leben. Er hat viele Leben hintereinander und das ist die Ursache seines Unglücks

    Francois René de Chateaubriand

  56. Wenn der Mensch zu seinem Leide von heute nicht immer auch sein Leid von gestern und morgen hinzurechnete, so wäre jedes Schicksal erträglich

    Rupert Johann Hammerling

  57. Vergangenheit ist unabänderlich. Getragen wiegt sie leichter als geschleppt.

    Else Pannek

  58. Alles ist also im Menschen, wie überall, im voraus sicher und bestimmt, und die menschliche Seele ist somit eine Art geistiger Automat.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  59. Die Zeit ist schnell, noch schneller ist das Schicksal. Wer feig des einen Tages Glück versäumt, er holt’s nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen

    Theodor Körner

  60. Die Liebe gleicht einem Fieber; sie überfällt uns und schwindet, ohne dass der Wille im Geringsten beteiligt ist

    Stendhal