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Sprüche über Schicksal

444 Sprüche — Seite 4

Was dem Menschen widerfährt, entzieht sich oft seiner Planung und wird doch im Rückblick als Teil eines größeren Zusammenhangs gedeutet. Schicksal steht für jene Mischung aus Zufall, Notwendigkeit und Deutung, die das Leben geheimnisvoll und bisweilen widersprüchlich erscheinen lässt. Darum fasziniert dieses Thema seit Jahrhunderten.

Sein eigentlicher Kern liegt nicht nur im Geschehen selbst, sondern in der Frage, wie darauf geantwortet wird. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das Verhältnis von Fügung und Freiheit und zeigen, wie eng äußeres Ereignis und innere Haltung miteinander verknüpft sind.

  1. Aller Menschen harrt der Tod und keinen gibt´s auf Erden, der untrüglich weiß, ob ihn der nächste Morgen noch am Leben trifft.

    Euripides

  2. Auf jedes Leben muss etwas Regen fallen. Manche Tage müssen dunkel und trübe sein.

    Henry Wadsworth Longfellow

  3. Sympathie ist der wichtigste Faktor jedes Schicksals. Sympathie ist Kraft.

    Prentice Mulford

  4. Es gibt Dinge, die man nicht sagen kann, weil es keine Worte gibt, um sie zu sagen.

    Frederico Garcia Lorca

  5. Oft kommt das Glück durch eine Tür herein, von der man gar nicht wusste, dass man sie offen gelassen hatte.

    John Barrymore

  6. Ich möchte dem Schicksal des Baumes entgehen, der erst kurz vor seinem Tod "Bruder" genannt wird

  7. Das Schicksal des Menschen ist der Mensch

    Bertolt Brecht

  8. Zart ist der Faden der Freundschaft, doch unzertrennlich wie jede Kette, die Himmel und Meer und die Gestirne umschlingt, aber auch dehnbar wie Gold, er windet in lieblichen Knoten selbst um die Freun …

    Novalis

  9. Kein Mensch weiß, was in ihm schlummert und zutage kommt, wenn sein Schicksal anfängt, ihm über den Kopf zu wachsen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  10. Lieber von Picasso gemalt als vom Schicksal gezeichnet

  11. Der Künstler fühlt sich stets gekränkt, wenn's anders kommt, als wie er denkt.

    Wilhelm Busch

  12. Das Schicksal geht mit uns wie mit Pflanzen um: es macht uns durch kurze Fröste reifer.

    Jean Paul

  13. 75 Jahre sind vergangen, seit dein Leben angefangen. 75 Jahre rauf und runter, 75 Jahre gesund und munter, und zwickt es auch mal irgendwo - man lebt nicht ohne Risiko. Ein jedes Jahr hat seinen Si …

    Johannes von Müller

  14. Zufriedenheit mit seiner Lage ist der größte und sicherste Reichtum.

    Marcus Tullius Cicero

  15. Das ist die undankbare Stellung des Vaters in der Familie. Aller Versorger, aller Feind.

    August Strindberg

  16. Schicksal ist nie eine Frage der Chance sondern eine Frage der Wahl.

    Isaac Newton

  17. Aber alles, was kommen wird, ist unsicher: Lebe für den Augenblick!

    Plutarch

  18. Das Schicksal ist stärker als die Weisheit.

    Vergil

  19. Wir armen Teufel von Männern sind am glücklichsten, wenn wir lieben und geliebt werden. Bitter und traurig muss das Schicksal eines Mannes sein, der liebt, ohne wiedergeliebt zu werden

    Jack London

  20. Man muss dem Schicksal in den Rachen greifen

    Ludwig van Beethoven

  21. Die unbekannten Wege sind die Geschenke des Lebens.

  22. Ehrgeizigen, denen der Weg zur Ehre verschlossen ist, hat das Schicksal das Schlimmste angetan

    Marquis de Vauvenargues

  23. Ist das Schicksal im Spiel, braucht man niemanden und nichts zu suchen, sondern wird gefunden.

    Christa Schyboll

  24. Wir selbst tragen Verantwortung für unser Schicksal. Wir können unser eigener Segen sein oder unser eigenes Unheil

  25. Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst, sie liegt in unserem Herzen eingeschlossen.

    Fjodor M. Dostojewski

  26. Alles geschieht in der Welt der Poesie wegen, die Geschichte ist der allgemeinste Ausdruck dafür, das Schicksal führt das große Schauspiel auf.

    Achim von Arnim

  27. Wir sind alle stark genug um zu ertragen was anderen zustößt

    François de la Rochefoucauld

  28. Das Schicksal ist: die Vollmacht des Tyrannen für seine Verbrechen, die Entschuldigung des Toren für sein Versagen.

    Ambrose Bierce

  29. Glücklich das Genie, dem nie das Glück lächelte. Es ist sich selbst so ungeheuer viel. Was soll ihm das Glück noch sein?

    Richard Wagner

  30. Klage nicht, dass dir im Leben ward vereitelt manches Hoffen. Hat, was du gefürchtet eben, doch auch meist dich nicht betroffen.

    Friedrich Rückert

  31. Wie oft das größte Glück zerstört ein Augenblick!

    Anaximander

  32. Die Anteilnahme der Nebenmenschen an unserem Schicksal ist Schadenfreude, Zudringlichkeit und Besserwisserei in wechselndem Gemisch.

    Arthur Schnitzler

  33. Wir lächeln über das Kind, das den Stuhl schlägt, an dem es sich gestoßen hat, und klagen doch mit einer völlig ähnlichen Philosophie im Alter das Schicksal gegen Leiden an, woran wir selbst Schul …

    Georg Christoph Lichtenberg

  34. Man sollte nicht ängstlich fragen: Was wird und kann noch kommen, sondern sagen: "Ich bin gespannt, was Gott jetzt noch mit mir vorhat".

    Selma Lagerlöf

  35. Das Schicksal ist ein Wirbelwind, ein armes Blatt das Menschenkind. Er treibt's zu Tal, er hebt's zum Hügel - das Blättchen rühmt sich seiner Flügel!

    Hieronymus Lorm

  36. Was Schicksal ist, läßt sich nicht definieren, nur sehend erleben.

    Oswald Spengler

  37. Dem Nächsten muß man helfen: Es kann uns allen ja Gleiches begegnen

    Friedrich von Schiller

  38. "Es kommt, wie es kommen muss", ist die Ausrede aller Faulpelze.

    Wilhelm Raabe

  39. Mit der Freude zieht der Schmerz traulich durch die Zeiten. Schwere Stürme, milde Weste, bange Sorgen, frohe Feste. Wandeln sich zu Zeiten. War's nicht so im alten Jahr? Wird's im neuen enden? Son …

    Johann Peter Hebel

  40. Wer in einen Brunnen stürzt, auf den wird sicher noch ein großer Stein herniederfallen.

  41. Dunkel ist des Glückes launenhafter Gang, ein ungreifbar, unergründliches Rätselspiel.

    Euripides

  42. Möget Ihr bewahrt werden vor den Schauern des Elends, vor den Güssen des Unglücks und vor den Krankheiten im Lauf des Jahres. Möget ihr eure Gesundheit erhalten in der Liebe Gottes und eurer Nachb …

  43. Es gibt viele Entscheidungen, die nicht in unserer Hand liegen. Es bleibt einem nicht anderes übrig, als die Dinge philosophisch zu nehmen und nicht allzusehr gegen das Unabänderliche aufzumucken.

    John Knittel

  44. Es gibt bittere Augenblicke in diesem Leben; die Hauptsache ist, damit fertig zu werden.

    Otto Julius Bierbaum

  45. Wenn das Leben schrecklicher ist denn der Tod, ist es wahrhaft wagemutiger zu leben

    Thomas Browne

  46. Das Schicksal ist keine Sache des Glücks, es ist eine Sache der Entscheidung. Nicht etwas, auf das ich zu warten habe, sondern etwas, das ich herbeizuführen habe.

    William Jennings Bryan

  47. Der hat ein schweres Los, der mit einer silbernen Reisschale betteln muss

  48. Glück ist der Augenblick, in dem das Schicksal uns vergisst.

  49. Jeder Gedanke ist ein Baustein am werdenden Schicksal - im Guten wie im Bösen.

    Prentice Mulford

  50. Man kann den Dingen den ersten Anstoß geben, doch sie tragen dich davon

    Napoleon

  51. Der Glaube gibt uns die Kraft, tapfer zu tragen, was wir nicht ändern können.

  52. Es kommt immer anders! Das ist das wahrste Wort und zugleich der beste Trost, der dem Menschen in seinem Erdenleben mit auf den Weg gegeben worden ist.

    Wilhelm Raabe

  53. Der Glatzkopf, der die Glatze föhnt, hat mit dem Schicksal sich versöhnt.

  54. Wo ich auch war und was mir das Leben auch gab, immer hatte ich Heimweh.

    Hans Thoma

  55. Die Sterne sind nur der Vater deines Schicksals. Die Mutter ist deine eigene Seele

    Johannes Kepler

  56. Das Glück, kein Reiter wird's erjagen; es ist nicht dort, es ist nicht hier: Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

    Theodor Fontane

  57. Vor des Himmels Vorsehung gibt es keine Flucht.

  58. Das Glück erstreckt seine Herrschaft über alle Dinge: Es erhebt die einen und stürzt die anderen, nicht nach Wert und Verdienst, sondern nach seiner Laune.

    Sallust

  59. Ein zerbrochener Mensch ist niemals ein Mensch, der in der Mitte steht. Er steht am Anfang oder am Ende.

    Rainer Haak

  60. Der Glatzkopf, der die Glatze föhnt, hat mit dem Schicksal sich versöhnt.