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Sprüche über Leid

339 Sprüche — Seite 3

Wo Sehnsucht auf Grenzen, Verlust oder Ungerechtigkeit trifft, entsteht Leid in seinen vielen Gestalten. Es kann körperlich, seelisch oder still verborgen sein und gehört doch zu den Erfahrungen, die das Leben am tiefsten prägen. Deshalb ist dieses Thema schwer, aber unentbehrlich für jedes ernste Nachdenken über den Menschen.

Seine Wahrheit liegt darin, dass Leid nicht nur belastet, sondern Mitgefühl, Reife und Fragen nach Sinn hervorbringen kann. Die Sprüche zu diesem Thema geben Schmerz und Ohnmacht eine Sprache, ohne deren Schwere zu beschönigen.

  1. Ist schwierig der Fall, beschlaf' ihn erst mal.

  2. Gegen Liebe hilft kein Wehren, wie die Dichter dichten. Liebe kann höchstes Glück bescheren, sie kann dich auch vernichten!

  3. Wenn Lieber kommt, muss Leider weichen.

  4. Das ist meine allerschlimmste Erfahrung: Der Schmerz macht die meisten Menschen nicht groß, sondern klein.

    Dante Alighieri

  5. Krankheiten sind erträglicher als die zu ihrer Diagnose eingeschlagenen Verfahren.

    Alexander Roda Roda

  6. Das schwere Herz wird nicht durch Worte leicht.

    Friedrich von Schiller

  7. Die Welt ist nicht schlimmer und nicht besser, als sie vor tausend Jahren war und nach tausend Jahren sein wird.

    August von Kotzebue

  8. Freude macht uns Unsterblichen gleich. Das Siegel der Menschheit drückt uns der Schmerz auf die Stirn, wenn er uns beugt und erhebt

    Franz Emanuel August Geibel

  9. Ich bin ein alter Menn und habe viel Unglück kennen gelernt, doch das meiste davon ist mir nie zugestoßen.

    Mark Twain

  10. Auf jedes Leben muss etwas Regen fallen. Manche Tage müssen dunkel und trübe sein.

    Henry Wadsworth Longfellow

  11. Wer stark, gesund und jung bleiben und seine Lebenszeit verlängern will, der sei mäßig in allem, atme reine Luft, treibe tägliche Hautpflege und Körperübung, halte den Kopf kalt, die Füße warm un …

    Hippokrates von Kós

  12. Sie saßen bei ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte; keiner sprach ein Wort zu ihm. Denn sie sahen, dass sein Schmerz sehr groß war.

  13. Unsäglich Schweres wird von mir verlangt. Aber die Mächte, die mich so verpflichten, sind auch bereit, mich langsam aufzurichten, so oft mein Herz behängt mit den Gewichten der Demut hoch in ihren …

    Rainer Maria Rilke

  14. Wolle nie irgendeine Beunruhigung, irgendein Weh, irgendeine Schwermut von Deinem Leben ausschießen, da du doch nicht weißt, was diese Zustände an dir arbeiten.

    Rainer Maria Rilke

  15. Das namlose Leid der Liebe ist immer dieses gewesen: dass von ihr verlangt wird, ihre Hingabe zu beschränken.

    Rainer Maria Rilke

  16. Es ist viel dringender erforderlich, die Seele als den Körper zu heilen, denn der Tod ist besser als ein schlechtes Leben.

    Epiktet

  17. Der Kummer darf sich nicht in unserem Herzen ansammeln wie Wasser in einem trüben Tempel.

    Vincent van Gogh

  18. Das Leiden muss getragen werden, damit es vorübergeht.

    Dietrich Bonhoeffer

  19. Der Mensch trägt die Last, der er gewachsen ist.

  20. Wunderlichstes Buch der Bücher ist das Buch der Liebe! Aufmerksam hab' ichs gelesen: wenig Blätter Freuden, ganze Hefte Leiden!

    Johann Wolfgang von Goethe

  21. Lieb und wieder Leid ist verlorene Arbeit.

  22. Freunde, die uns in der Not nicht verlassen, sind äußerst selten. Sei du einer dieser seltnen Freunde!

    Adolph Freiherr von Knigge

  23. Der Geizige leidet Mangel an dem, was er hat, wie an dem, was er nicht hat.

    Publius Syrus

  24. Das Leid ist das schnellste Pferd zur Vollkommenheit.

    Eckhart von Hochheim

  25. Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große, segnende Macht gibt.

    Martin Luther King

  26. Es ist leichter, gemeinsam in Notzeiten zu leben, als bei gutem Leben zusammenzuhalten

  27. Der Mensch ist nicht das, was er geleistet und erlistet hat, sondern das, was er erlitten hat

    Albert Schweitzer

  28. Wer bescheiden ist, muß dulden, Und wer frech ist, der muß leiden; Also wirst du gleich verschulden, Ob du frech seist, ob bescheiden.

    Johann Wolfgang von Goethe

  29. Mein blöder Damon seufzt nur immer, Spricht immer nur von seiner Qual, Will immer wagen, waget nimmer; Er wage doch einmal!

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  30. Vom Leid werden wir nur dadurch geheilt, dass wir es in seiner ganzen Tiefe erfahren

    Marcel Proust

  31. Kurz scheint das Leben dem Glücklichen, doch wer im Elend, dem scheint selbst eine Nacht unendlich lange zu währen.

    Lukian

  32. Es ist besser, Liebe empfunden und Verlust erlitten zu haben, als niemals geliebt zu haben.

    Alfred Lord Tennyson

  33. Im Krieg verbinden sich die letzten Raffinessen der Wissenschaft mit den Grausamkeiten der Steinzeit

    Winston Churchill

  34. Das Leid ist die Feuerprobe des Christentums.

    Adolph Kolping

  35. Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  36. Wir sind alle stark genug um zu ertragen was anderen zustößt

    François de la Rochefoucauld

  37. Der menschliche Verstand ist in der Praxis nicht verläßlich, am wenigsten in größter Not.

    Karl Theodor Jaspers

  38. Zwischen Freud und Leid ist die Brücke nicht breit

  39. Im Durchschnitt ist man kummervoll und weiß nicht, was man machen soll.

    Wilhelm Busch

  40. Wo Worte fehlen das Unbeschreibliche zu beschreiben, wo die Augen versagen das Unabwendbare zu sehen, wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können, bleibt einzig die Gewissheit, dass du in …

  41. Alle kleinen und großen Siege im Leben kosten Mühe und Leiden, aber nicht alle Mühen und Leiden führen zum Sieg.

    Rainer Haak

  42. Wir lächeln über das Kind, das den Stuhl schlägt, an dem es sich gestoßen hat, und klagen doch mit einer völlig ähnlichen Philosophie im Alter das Schicksal gegen Leiden an, woran wir selbst Schul …

    Georg Christoph Lichtenberg

  43. Keinem Menschen etwas zu bedeuten, das ist eines der schwersten Leiden.

    Mutter Theresa

  44. Wenn dich des Lebens Bürden drücken, und selbst wenn schon mit finsteren Blicken die Abendsonne auf dich scheint, und wenn die Stirn sich wirft in Falten, wenn Kummer will das Herz dir spalten, u …

  45. Die Fliege setzt sich immer auf ein mageres Pferd.

  46. Lieber auf Erden den Kummer tragen, als in der Erde begraben sein.

  47. Wer in einen Brunnen stürzt, auf den wird sicher noch ein großer Stein herniederfallen.

  48. Der ist wahrlich zu beklagen, der zum Diener ward verdammt: Mag man noch so Kluges sagen, hat der Herr allein Verstand.

    Franz Grillparzer

  49. Die Erinnerung jeder überstandenen Not ist eine Schwester der Freude.

    Ludwig Börne

  50. Ohne Heimat sein heißt leiden

    Fjodor M. Dostojewski

  51. Und wenn ein Freund dich kränkte, verzeih's ihm und versteh: es ist ihm selbst nicht wohl dabei, sonst tät er dir nicht weh.

    Friedrich Rückert

  52. Nur der Schmerz trennt und vereinzelt, in der Freude verlieren sich alle Grenzen.

    Friedrich von Schlegel

  53. Die Betrachtung des menschlichen Elends aber macht den Weisen stets maßvoll.

    Jean-Jacques Rousseau

  54. Unglück ist auch gut. Ich habe viel in der Krankheit gelernt, das ich nirgends in meinem Leben hätte lernen körnen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  55. Freud und Leid sind Reiseleute, ziehen immer aus und ein; doch will dieses immer länger, jene kürzer bei uns sein.

    Friedrich von Logau

  56. Wir müssen lernen, den Menschen weniger auf das, was er tut oder läßt, als auf das, was er leidet, anzusehen.

    Dietrich Bonhoeffer

  57. Fasse deinen Mut zusammen! Es ist kein Elend in der Welt von beständiger Dauer.

    Adolph Freiherr von Knigge

  58. Die Ehe ist für uns arme Sünder ein Marterstand, drum, Eltern, zwingt doch keine Kinder ins Eheband.

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  59. Wenn man dich plagt, so segne doch, wenn man dich hasst, so liebe noch: Es kann ein guter Mensch auf Erden durch böse Menschen besser werden

    Gerhard Tersteegen

  60. Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht, und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.

    Kurt Tucholsky