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Sprüche über Hilfe

631 Sprüche — Seite 11

Wer Hilfe empfängt oder gibt, erlebt oft in einem einzigen Augenblick, wie sehr Menschen aufeinander angewiesen sind. In diesem Thema verbinden sich Mitgefühl, Aufmerksamkeit und die Bereitschaft, Verantwortung nicht bloß zu denken, sondern konkret werden zu lassen. Gerade deshalb ist Hilfe nie nur praktisch, sondern immer auch menschlich bedeutsam.

Ihre Würde liegt darin, dass sie Nähe schafft, ohne den anderen kleinzumachen. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie viel Größe in einem beherzten Beistand liegen kann und warum oft nicht die große Lösung, sondern die rechtzeitige Unterstützung über Hoffnung und Verzweiflung entscheidet.

  1. Der Mensch, der in jeder Lage die volle Ruhe bewahrt, ist eine ungeheure Erquickung für die andern.

    Paul Olaf Bodding

  2. Nur ein Fehltritt braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht.

    Thomas Jefferson

  3. Er gebraucht Statistiken so wie ein Betrunkener Laternen gebraucht – mehr zum Halt als zur Erhellung

    Andrew Lang

  4. Mitunter heilen, oft lindern, immer trösten.

    Dr. Edward Livingston Trudeau

  5. Ein Zwerg auf den Schultern des Riesen kann weiter sehen als der Riese.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  6. Der beste Rat bleibt immer Stück- oder Flickwerk: wer sich nicht selber raten kann, dem ist nicht zu helfen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  7. Jeder Mensch ist Despot: und keiner hilft dem anderen so sehr, wenn er nicht muss, dass er ihn von sich unabhängig macht.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  8. Hoffnung ist das gefiederte Ding, das sich in der Seele niederlässt, und die Melodie ohne Worte singt und niemals aufhört.

    Emily Elizabeth Dickinson

  9. Jede Erfindung, welche dem Menschen die Mühe einer mechanischen Arbeit abnimmt, erweitert für ihn die Möglichkeit seines geistigen freien Schaffens und Wirkens und gestattet ihm damit eine Ausnutzung …

    Fanny Lewald

  10. Unserer Welt wäre sehr geholfen, wenn das Befrieden an die Stelle des Befriedigens träte.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  11. Man meint immer, für ein großes Unglück brauche es auch einen großen Trost; aber das ist nicht wahr! Je ärmer ein Mensch ist, desto mehr Wert hat ihm die kleinste Gabe, und je unglücklicher er ist – d …

    Wilhelmine von Hillern

  12. Es gibt eine gehässige, ungehobelte Art zu tadeln und Kritik zu üben, womit nichts gewonnen, niemand gebessert, nur die Absicht, wehe zu tun, erreicht wird. Es gibt aber auch eine andere, geistreiche, …

    Rahel Varnhagen von Ense

  13. Freundschaft ist sicherlich der beste Balsam für die Wunden einer enttäuschten Liebe.

    Jane Austen

  14. Mit Tränen wirst du Stahl zur Rührung bringen.

    Ovid

  15. Wer ein Wohltat nicht mit Dankbarkeit vergilt, trübt selbst die Quelle sich, die ihm den Durst gestillt.

    Friedrich Julius Hammer

  16. Sage nie, dass du etwas geben wirst. Denn wer so spricht, gibt nichts und verhindert die Gaben anderer.

    Philemon

  17. Erwarte keine Dankbarkeit, wenn du einem Menschen Gutes tust, denn du hast seine Schwächen aufgezeigt.

    Kin Hubbard

  18. Die Wohltat ist eine stattliche Pflanze, ihre seltenste Blüte ist Dankbarkeit.

  19. Es ist mir manchmal ein Mensch, den ich vergeblich eine Wahrheit zu eröffnen suchte, vorgekommen, wie ein Mann, dem ich auf den Gaul helfen wollte, der aber immer wieder drüben herunter fiel.

    August Pauly

  20. Freundlichkeit ist das Öl der Streber, mit dem sie sich salben, um leichter durch die Menge nach oben zu schlüpfen.

    August Pauly

  21. Theorie ist eine Leiter zu den Früchten am großen Baum der Natur.

    August Pauly

  22. Es gibt Menschen, denen man zu einer Theorie, die man ihnen bietet, auch noch den Kopf liefern müsste, sie zu verstehen.

    August Pauly

  23. Bei einer guten Tat sind wir uns stets selbst genug; bei einer bösen Tat sehen wir uns jedoch nach Mitschuldigen um.

    Heinrich Martin

  24. Phantasie ist die Fackel, welche uns voran leuchtet und das Dunkel erhellt, wenn wir auf der Leiter des Verstandes emporsteigen wollen zur Erkenntnis des Schöpfers.

    Heinrich Martin

  25. Die Stille der Nacht oder des Waldes kann der Seele ein Hilfsmittel sein, in ihre eigenen Tiefen hineinzulauschen.

    Friedrich Lienhard

  26. Möglichst viele Leiden kraftvoll in Freuden zu verwandeln, das ist das rechte Mitleid.

    Friedrich Lienhard

  27. Ich erwarte das Feinste nicht von Organisationen, sondern von jenen stillen, starken, durch Leid gereiften Menschen der gesammelten Glut, in denen die schöpferische Liebe lebt.

    Friedrich Lienhard

  28. Worte der Güte sind Schönheit! Taten der Liebe sind Licht!

    Friedrich Lienhard

  29. Ein untrüglicher Maßstab für einen Menschen ist sein Verhalten gegen fremdes Leid.

    Maria Waser

  30. Haben wir jedoch die Selbstsucht aufgegeben, so bleibt in uns einzig die Liebe zum Gemeinwesen zurück.

    Tommaso Campanella

  31. Wieviel Verantwortung laden wir uns auf, wenn wir aus Feigheit oder Faulheit schweigen, da, wo wir mit einem ruhigen offenen Wort irrenden Menschenkindern eine ernste Hilfe hätten erweisen können!

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke