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Sprüche über Fortschritt

447 Sprüche — Seite 4

Wo Neues entsteht, liegt stets die Hoffnung nahe, dass sich das Leben verbessert. Fortschritt verspricht Entwicklung, Erleichterung und Erkenntnis, stellt aber zugleich die Frage, ob technisches Können wirklich mit menschlicher Reife Schritt hält. Gerade deshalb ist dieses Thema zugleich verheißungsvoll und kritisch zu betrachten.

Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass nicht jede Neuerung automatisch ein Gewinn für das Ganze ist. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Richtung und Verantwortung und erinnern daran, dass echter Fortschritt mehr bedeutet als bloße Beschleunigung.

  1. Die Phönizier haben das Geld erfunden. Warum bloß so wenig?!

    Johann Nepomuk Nestroy

  2. Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an den anderen entdeckt und gesehen haben, wie sie denen stehen.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  3. Den Narren erkennst Du an sechs Zeichen: Furcht ohne Grund, Rede ohne Nutzen, Wechsel ohne Fortschritt, Frage ohne Ziel, Vertrauen zu Fremden und Freundschaft mit seinem Feind.

  4. Kunst heißt, nicht wissen, dass die Welt schon ist, und eine zu machen

    Rainer Maria Rilke

  5. Sie werden so groß, wie Ihr wichtigstes Ziel.

    James Allen

  6. Liebe ist im Vergleich zu anderen Arten der Kriegsführung ein großer Fortschritt

  7. Der Fortschritt von Fluss zu Ozean ist weniger schnell als der von Mensch zu Irrtum.

    Voltaire

  8. Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben.

    Theodor Fontane

  9. Nicht fort sollt ihr euch entwickeln, sondern hinauf.

    Friedrich Nietzsche

  10. Ich halte dafür, dass das einzige Ziel der Wissenschaft darin besteht, die Mühseligkeit der menschlichen Existenz zu erleichtern.

    Bertolt Brecht

  11. Ohne beständige Arbeit der Selbstbestimmung und Selbstprüfung schreiten die menschlichen Dinge nicht vorwärts.

    Heinrich von Treitschke

  12. Wenn der Mensch nur erst so weit wäre, seinem eigenen Genie zu trauen!

    Bettina von Arnim

  13. Zerstörung ist absolut keine Garantie für den Aufbau eines besseren Lebens

    Else Pannek

  14. Der Mensch findet die größte Freude in dem, was er selbst neu findet oder hinzulernt

    Thomas von Aquin

  15. Ändern ist nicht, anders werden, sondern besser werden.

    Nikolaus B. Enkelmann

  16. Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.

    Albert Schweitzer

  17. Sobald man in einer Sache Meister geworden ist, soll man in einer neuen Schüler werden.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  18. Ein Flugzeug zu erfinden, ist nichts. Es zu bauen, ein Anfang. Fliegen, das ist alles.

    Otto Lilienthal

  19. Freundschaft: Das Weiterwerden des Lebens

    Rudolf Eucken

  20. Die Menschheit ist zu weit vorwärts gegangen, um sich zurückzuwenden, und bewegt sich zu rasch, um anzuhalten

    Winston Churchill

  21. Jede neue Idee, die man vorbringt, muss auf Widerstand stoßen. Der Widerstand beweist übrigens nicht, dass die Idee richtig ist.

    André Gide

  22. Wenn du erfolgreich sein willst, dann musst du neue Wege einschlagen und nicht auf den ausgetretenen Pfaden des gemeinhin Akzeptierten marschieren

    John D. Rockefeller

  23. Solche wähle zu Begleitern auf des Lebens Bahn, die dein Herz und deinen Geist erweitern

    Friedrich von Schiller

  24. Der materielle Fortschritt befriedigt keines der Bedürfnisse, die der Mensch wirklich hat.

    Winston Churchill

  25. Die größte Entdeckung meiner Generation ist die, dass der Mensch nur durch Änderung seiner Einstellung sein Leben ändern kann.

    William James

  26. Tradition ist die Methode, die verhindern will, dass Kinder ihre Eltern übertreffen.

    Jean Jaurès

  27. Lasset uns am Alten, so es gut ist, halten, doch auf altem Grund Neues schaffen jede Stund.

    Gottfried Keller

  28. Will man richtig leben, muss man sich immer vergegenwärtigen, dass wir nicht stehen, sondern uns bewegen, und darf sich nicht an das klammern, was wir hinter uns lassen.

    Leo Tolstoi

  29. Wer bewirken könnte, dass auf demselben Fleck Erde zwei Ähren Korb oder zwei Halme Gras wachsen, wo vorher nur eines gedieh, der diente der Menschheit besser und leistete seinem Vaterland wesentlicher …

    Jonathan Swift

  30. Brot und Wasser stillen den Hunger jedes Menschen, aber unsere Kultur hat die Gastronomie erfunden.

    Honoré de Balzac

  31. Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern am Allervorzüglichsten.

    Johann Peter Eckermann

  32. Im Fortschritt der Geschichte nimmt die Phantasie ab und das Denken zu.

    Charles Robert Darwin

  33. Es ist gar viel leichter, ein Ding zu tadeln als es selbst zu erfinden.

    Albrecht Dürer

  34. Nichts erschafft Zukunft besser als ein Traum. Heute noch Utopie, morgen schon lebendige Wirklichkeit.

    Victor-Marie Hugo

  35. Bewegung macht beweglich — und Beweglichkeit kann manches in Bewegung setzen.

    Else Pannek

  36. Die Kinder sind unsere Richter von morgen, sind die Kritiker unserer Anschauungen und Taten, sind die Menschen, die in die Welt hinausgehen, um durch ihre Arbeit neue Lebensformen zu schaffen.

    Maxim Gorki

  37. Verbesserung macht die Strassen gerade, aber die unverbesserten, krummen Strassen sind die des Genies

    William Blake

  38. Du musst den Brunnen graben, bevor du Durst hast

  39. In der Stille reifen die großen Dinge.

    Thomas Carlyle

  40. Uns Menschen ist es zwar gelungen, das Raubtier in uns auszuschalten - nicht jedoch den Esel

    Winston Churchill

  41. Kein Tier ist so wild, dass nicht menschliche Mühe es zähmen könnte; und die menschliche Seele, die alles zu zähmen vermag, soll nicht zu zähmen sein?

    Erasmus von Rotterdam

  42. Ein Mann mit einer neuen Idee ist so lange unausstehlich, bis er der Idee zum Erfolg verholfen hat.

    Mark Twain

  43. Als Gott ein Mann wurde, da war der Teufel zuvor schon zur Frau geworden

  44. Die Arbeitslosigkeit ist die Hauptgeißel der fortgeschrittenen Länder.

    Wladimir Iljitsch Lenin

  45. Eines wird dem Fortschritt immer bleiben: Was er nicht übertreffen kann, zu übertreiben.

    Franz Grillparzer

  46. Der Mensch kommt nur dazu, etwas Eigenes aufzustellen, wenn er sich überzeugt, dass das Vorhandene ihm nicht genügt hat.

    Achim von Arnim

  47. Entwicklung ist der Zweck des Lebens, das Leben selbst ist Entwicklung, also ist das Leben selbst Zweck.

    Georg Büchner

  48. Am Fortschritt der Moral beteiligt, sind wir darüber einig nun, dass nicht der Zweck die Mittel heiligt. Doch der Erfolg wird's ewig tun.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  49. Nicht zu lange rückwärts schauen! Die "großen Alten" sind Gipfel, zu denen man nicht aufsehn, sondern die man besteigen soll, um neue Fernsicht zu gewinnen.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  50. Wir sind alle im Grunde neidisch, aber indem wir unseren Neid bezwingen, bessern wir uns.

    James Boswell

  51. Die größten Errungenschaften waren anfangs nur Träume.

    James Allen

  52. Alles Große wird durch die Einwirkung eines einzelnen vollbracht.

    Thukydides

  53. Die Wissenschaft ist außer Reichweite der Moral, denn ihre Augen sind auf ewige Wahrheiten geheftet.

    Oscar Wilde

  54. Wer das Alphabet erschaffen, hat uns den Faden unserer Gedanken und den Schlüssel der Natur in die Hand gegeben.

    Antoine de Rivarol

  55. Unter die größten Entdeckungen, auf die der menschliche Verstand in den neuesten Zeiten gefallen ist, gehört meiner Meinung nach die Kunst, Bücher zu beurteilen, ohne sie gelesen zu haben.

    Georg Christoph Lichtenberg

  56. Wer seine Zukunft bauen will, muss in der Gegenwart leben.

    Antoine de Saint-Exupéry

  57. Die Tat wird vergessen, doch das Ergebnis bleibt bestehen.

    Ovid

  58. Ich glaube nicht an Zufall. Die Menschen, die in der Welt vorwärtskommen, sind die Menschen, die aufstehen und nach dem von ihnen benötigten Zufall Ausschau halten.

    George Bernard Shaw

  59. Das ganze Jahrhundert ist ein Wettrennen nach großen Zielen mit kleinen Menschen

    Jean Paul

  60. Seit der Erfindung der Kochkunst essen die Menschen doppelt soviel wie die Natur verlangt.

    Benjamin Franklin