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Sprüche über Enttäuschung

175 Sprüche — Seite 2

Wer enttäuscht ist, hat meist mehr erhofft – nicht weniger. Darin liegt eine stille Würde: Enttäuschung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement, von Vertrauen, das sich nicht erfüllt hat. Sie zeigt, dass man bereit war zu glauben, sich zu öffnen, etwas zu wagen.

Deshalb trägt dieses Thema eine ehrliche Tiefe in sich, die weit über bloße Klage hinausreicht. Im Nachdenken darüber gewinnt das Erlebte Abstand – und bisweilen auch den Mut, es trotz allem noch einmal zu wagen.

  1. Enttäuschungen sollte man verbrennen und nicht einbalsamieren

    Mark Twain

  2. Achtbare Menschen entschuldigen die Tatsache, dass sie ihr Wort gebrochen haben, nicht damit, dass sie auf ihre Nachbarn weisen, die dasselbe getan haben.

    Sir Arthur Conan Doyle

  3. Die Erinnerung ist ein Friedhof, worauf mehr Kreuze als Blumen stehen.

    Peter Sirius

  4. Denn solange du glücklich, wirst viele Freunde du zählen; wenn sich dein Himmel bewölkt, findest du dich allein.

    Ovid

  5. Schämen sollen sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit …

    Albert Einstein

  6. Würden wir auf nichts andres sehen als auf den Weg, dann wären wir bald am Ziel.

    Theresia von Avila

  7. Ich meine, es müsste einmal ein sehr großer Schmerz über die Menschen kommen, wenn sie erkennen, dass sie sich nicht geliebt haben, wie sie sich hätten lieben können.

    Christian Morgenstern

  8. Es ist beschämender, seinen Freunden zu misstrauen, als von ihnen getäuscht zu werden.

    François de la Rochefoucauld

  9. Wie viel geschieht nicht, was geschehen könnte!

    Christian Morgenstern

  10. Jedem sinnlichen Enthusiasmus folgt eine Ausnüchterung, jeder forcierten Zärtlichkeit und Freundschaft: Enttäuschung, Langeweile, Mißverständnisse und Überdruß.

    Bogumil Goltz

  11. Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.

    Mark Twain

  12. Was die Enttäuschung in der Dankbarkeit, die man für erwiesene Wohltaten erwartet, bewirkt, ist, dass der Stolz des Gebers und der Stolz des Empfängers sich über den Preis der Wohltat nicht einigen kö …

    François de la Rochefoucauld

  13. Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch ´nen zweiten Plan, geh' n tun sie beide nicht.

    Bertolt Brecht

  14. Zum Reisen gehört Geduld, Mut, Humor und dass man sich durch kleine widrige Zufälle nicht niederschlagen lasse.

    Adolph Freiherr von Knigge

  15. Es gibt Worte, die gehen in den Kopf wie Splitter ins Fleisch: Man merkt es nicht. Erst nach einer Weile fangen sie an zu schmerzen und zu eitern, und oft hat man seine liebe Not, ehe man sie wieder r …

    Jeremias Gotthelf

  16. An der Frau erlebt man nicht nur die Enttäuschungen, die sie uns bereitet, sondern auch jene, die wir ihr bereiten.

    Peter Altenberg

  17. Kann man das Werden eines schlechten Buches vergeben, dann nur den Ärmsten, welche schreiben, um zu leben.

    Jean-Baptiste Molière

  18. Ein Pessimist ist ein Optimist mit Lebenserfahrung.

  19. Das Undankbarste, weil Unklügste, was es gibt ist Dank erwarten oder verlangen!

    Theodor Fontane

  20. Bisweilen sind wir unwilliger, wenn unsere Erwartungen teilweise, als wenn sie gar nicht erfüllt werden.

    Otto Weiss

  21. Muss denn nicht jeder bittere Erfahrungen in der Welt machen, um die Welt kennenzulernen?

    Jakob Michael R. Lenz

  22. Wirf jeden Tag Ballast ab, der deine Seele beschwert - eine Furcht, einen Ärger, eine Enttäuschung, eine Trägheit

  23. Wer längst Vergangenes in der Gegenwart aufsuchen möchte, setzt sich meist einer großen Enttäuschung aus.

    Wilhelm Busch

  24. Es gibt Menschen, die Fische fangen, und solche, die nur das Wasser trüben.

  25. In jedem Wunsch schlummert die Enttäuschung seiner Erfüllung

    Nikolaus von Kues

  26. Gesegnet sei der, der nichts erwartet. Er wird nie enttäuscht werden.

    Alexander Pope

  27. Von Freunden geschlagene Wunden heilen schwerer als die von Feinden.

    August Pauly

  28. Das Aufstellen eines Budgets ist die Kunst, Enttäuschungen gleichmäßig zu verteilen.

    Laurence Sterne

  29. Der höhere Mensch ist mehr verbittert, wenn ihn die Menschen nicht beachten.

  30. Über große Demütigungen trösten wir uns selten - wir vergessen sie.

    Marquis de Vauvenargues

  31. Arznei ist im Munde bitter, Wahrheit beleidigt die Ohren.

  32. Das Auge des Freundes ist so empfindlich, dass der geringste Anlass es verletzt

  33. Wer der Frau glaubt, betrügt sich, wer ihr nicht glaubt, wird betrogen

  34. Schöne Mädchen geben ihren schlecht behandelten Liebhabern oft durch hässliche oder unwürdige Ehemänner eine späte, ausreichende Genugtuung.

    Jean de la Bruyère

  35. Das Menschenherz ist ein Kirchhof begrabener Hoffnungen.

    Peter Sirius

  36. Ehrgeizigen, denen der Weg zur Ehre verschlossen ist, hat das Schicksal das Schlimmste angetan

    Marquis de Vauvenargues

  37. Man muss verstehen, die Früchte seiner Niederlagen zu ernten

    Otto Stössl

  38. Das ist bitter für einen Menschen, bei allem Wissen keine Macht zu haben.

    Herodot von Halikarnassos

  39. Das Urteil der Menge mache dich immer nachdenklich, aber niemals verzagt.

    August von Platen

  40. Kränkungen haben ihr Gutes: Sie setzen einen ins Recht.

    Henry de Montherlant

  41. Klage nicht, dass dir im Leben ward vereitelt manches Hoffen. Hat, was du gefürchtet eben, doch auch meist dich nicht betroffen.

    Friedrich Rückert

  42. Wir wünschen Alter alle Tage, und kommt es, hört man nichts als Klage.

    Bernhard Freidank

  43. Gegen das Fehlschlagen eines Planes gibt es keinen besseren Trost, als auf der Stelle einen neuen zu machen oder bereitzuhalten

    Jean Paul

  44. Am tiefsten schmerzen Wunden, uns geschlagen von Menschen, die der Freundschaft Maske tragen.

    Friedrich von Bodenstedt

  45. Erst wenn man glaubt, verloren zu haben, fängt die wirkliche Niederlage an.

  46. Erwarte nichts von anderen. Es sei denn, du willst deine Zeit damit verbringen, nur zu warten.

    Else Pannek

  47. Was man so manchem übelnimmt: dass er den Wert seiner Arbeit kennt.

    Otto Weiss

  48. Das schwerste Opfer, welches der Mensch zu bringen vermag, ist, sein Herz brechen zu lassen und seiner Liebe entsagen.

    Heinrich Martin

  49. Viele Leute, die glauben, die Scheidung sei ein Allheilmittel für jede Krankheit, müssen feststellen, dass das Mittel schlimmer ist als die Krankheit.

    Dorothea Lynde Dix

  50. Das harte Wort schmerzt immer, sei's noch so gerecht.

    Sophokles

  51. Es kann unter Menschen kein gerechterer Grund zum Schmerz entstehen, als wenn sie von einer Seite, von der sie mit Recht Dankbarkeit und Wohlwollen erwarten mussten, Kränkung und Schaden erleiden.

    Joseph Pulitzer

  52. Das Herz ist ein kristallener Tempel; einmal zerbrochen kann es nie wieder zusammengefügt werden

  53. Keine Beleidigung würde mich so hart treffen, wie ein misstrauischer Blick von einem meiner Hunde.

    James Gardner

  54. Das Leben bedeutet eine fast lückenlose Reihe persönlicher Entdeckungen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  55. Bist mit dem Glauben du gesegnet an Menschen, gib ihn nicht verloren, wenn unter einer Herde Toren dir auch einmal ein Schuft begegnet!

    Heinrich Leuthold

  56. Kaum gedacht, kaum gedacht, war der Lust ein End' gemacht.

    Wilhelm Hauff

  57. Der Weg, auf dem eine Regierung zugrunde geht, ist der, wenn sie bald dies, bald jenes tut, wenn sie heute etwas zusagt, und dies morgen nicht mehr befolgt.

    Otto von Bismarck

  58. Der Himmel versperrt nicht jeden Weg.

  59. Selbsterkenntnis gibt dem Menschen das meiste Gute, Selbsttäuschung aber das meiste Übel.

    Sokrates

  60. Man verliebt sich oft nur in einen Zustand des anderen, in seine Heiterkeit oder in seine Schwermut. Schwindet dieser Zustand dann, so ist damit auch der feine besondere Reiz jenes Menschen geschwu …

    Christian Morgenstern

Wer enttäuscht ist, hat meist mehr erhofft – nicht weniger. Darin liegt eine stille Würde: Enttäuschung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Engagement, von Vertrauen, das sich nicht erfüllt hat. Sie zeigt, dass man bereit war zu glauben, sich zu öffnen, etwas zu wagen.

Deshalb trägt dieses Thema eine ehrliche Tiefe in sich, die weit über bloße Klage hinausreicht. Im Nachdenken darüber gewinnt das Erlebte Abstand – und bisweilen auch den Mut, es trotz allem noch einmal zu wagen.