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Sprüche über Chance

775 Sprüche — Seite 13

Im Wort Chance steckt etwas, das Gelegenheit allein nicht sagt: die Möglichkeit eines anderen Weges, eines Neubeginns, einer Wende zum Besseren. Sie erscheint nicht immer dort, wo erwartet, und sie tröstet nicht, wenn sie ungenutzt bleibt – aber sie öffnet, wenn sie ergriffen wird, Räume, die vorher nicht denkbar schienen.

Ihre stärkste Form liegt oft nicht im großen Umbruch, sondern in jenem einen Moment, in dem ein Mensch erkennt: Jetzt. Die Sprüche zu diesem Thema handeln von Mut, Wandel und jener inneren Bereitschaft, die nötig ist, damit aus einer bloßen Möglichkeit tatsächlich ein neuer Anfang werden kann.

  1. Gegenliebe zu finden, das ist ein Glück, bei dem man viel Pech haben kann!

    Otto Weiss

  2. So nahe ist man gelegentlich daran, etwas Vernünftiges zu tun! Aber man überlegt reiflich, und unterläßt es.

    Otto Weiss

  3. Wer die Menschen in guten Stunden von sich weist, kann sie in bösen Stunden, die doch für jeden einmal kommen, auch nicht an sich ziehen, und wenn er es mit Haken und Ketten versuchte.

    Ernst von Wildenbruch

  4. Man badet zweimal nicht im selben Bach, erwacht nicht zweimal zu demselben Leben.

    Edward Young

  5. Vernichtung allein bahnt den Weg zu radikaler Erneuerung.

    Graf Hermann Keyserling

  6. Kleines Wasser macht niemand reich, best fischen ist im großen Teich

    Georg Rollenhagen

  7. Zum Glück ist's nicht zu spät.

    Georg Rollenhagen

  8. Warte nie bis du Zeit hast. Denn dann könnte es zu spät sein.

  9. Das Glück muss entlang der Straße gefunden werden, nicht am Ende des Wegs.

    David Dunn

  10. Nichts tun ist schlimmer, als etwas mittelmäßig zu tun.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  11. Glück ist, wenn Gelegenheit auf Bereitschaft trifft.

    Fred Endrikat

  12. Wer nicht aus allem lernen kann, der lernt nichts.

    Arnold Böcklin

  13. Die Menschenseele ist ein kleiner fliegender Samenstaub, der einen guten Boden sucht, um auch Charakter zu werden

    Bettina von Arnim

  14. Raum für alle hat die Erde, wer aber gibt jedem die ihm gebührende Zeit?

    Theodor Toeche-Mittler

  15. Was uns trifft, solange wir ihm ausweichen wollen, verbittert und beschwert uns, was wir aber selbst auf uns nehmen, ist von Stund' an nicht mehr schwer.

    Heinrich Lhotzky

  16. Es ist um kein einziges Leben schade, auch kein einziges ist verloren, das im Kampfe gegen das Böse eingesetzt wurde.

    Heinrich Lhotzky

  17. Es ist gut, wenn ein tüchtiger Mensch verleumdet wird. Das dient seiner Sache.

    Paul Olaf Bodding

  18. Man hat immer zwei Gründe etwas zu tun: Einen anständigen und den wahren

    John Pierpont Morgan

  19. Ein Tag wird kommen, an dem es keine anderen Schlachtfelder mehr geben wird als die Märkte, die sich dem Handel öffnen; und die der Geister, die sich den Ideen öffnen

    Victor-Marie Hugo

  20. Eine Chance ist wie ein Sessellift. Sie geht niemals verloren. Sie geht höchstens vorbei.

  21. Ein Zwerg sieht nicht weiter als ein Riese, wenn er auf den Schultern eines Riesen steht

    Samuel Taylor Coleridge

  22. Alles Große besteht aus Kleinem. Wer vom Kleinen nicht Besitz nimmt, kann das Große nie erwerben

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  23. Ein Zwerg auf den Schultern des Riesen kann weiter sehen als der Riese.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  24. Ich will überhaupt lauter Unmögliches; aber lieber will ich das wollen, als mich im Möglichen schön zurechtzulegen.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  25. Die einzige Hoffnung für die Erde besteht darin, dass es der Menschheit gelingt, mehr Probleme zu lösen als auszulösen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  26. In dem heiligen Schweigen, in der großartigen Ruhe der Natur, liegt der höchste Trost für den, der ihre Sprache versteht.

    Fanny Lewald

  27. Freilich bleiben nicht alle Blüten, um Früchte zu werden. Wenn aber nur der Baum stehen bleibt, so ist die Hoffnung nicht verloren.

    Katharina Elisabeth Goethe

  28. Wenn jeder das Kleinste, das ihm obliegt, gewissenhaft und mit Liebe tut, fördert er das große Ganze am sichersten.

    Fanny Lewald

  29. Verpasste Gelegenheiten kommen nicht wieder. Aber sie lehren uns, neue wahrzunehmen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  30. Die Langsamkeit bietet die Chance, das, was wir tun, auch zu erleben

    Henriette Wilhelmine Hanke

  31. Den Aufbau von Macht ermöglichen meist diejenigen, die nachher ihre Opfer werden.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  32. Es mag wohl hart sein, ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es verlor, – aber ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es freiwillig von sich gestoßen, das ist ein Schmerz der Reue, der am Leben nag …

    Wilhelmine von Hillern

  33. Es ist nichts verloren, und in keiner Rücksicht, nur unser Auge vermag die lange unendliche Kette von der Ursache zu allen Folgen nicht zu übersehen.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  34. Man kann auf dem richtigen Weg sein, aber nicht der richtige Mensch für diesen Weg.

  35. Die Tür, die niemand sonst öffnen will, scheint immer weit aufzuspringen für mich.

    Clara Barton

  36. Ich habe meine Mitte gefunden, und die anderen Dinge werden - darauf vertraue ich - drum herum wachsen.

    Sophia Louisa Jex-Blake

  37. In jedem Leben geschieht es noch einmal, dass es sich müht, wiederzubeginnen wie mit Neugeburt: mit Recht nennt das vielzitierte Wort die Pubertät eine zweite Geburt.

    Lou Andreas-Salomé

  38. Jedermanns Geschäft ist das Geschäft von niemand und niemands Geschäft ist mein Geschäft

    Clara Barton

  39. Freiheit haben ist nur das, was wir notwendig brauchen, um so sein zu können, wie wir eigentlich sein sollten.

    Rahel Varnhagen von Ense

  40. Und am Ende braucht Liebe nur zu lieben. Können muss sie dies; sonst kommt jeder günstige Zufall umsonst.

    Rahel Varnhagen von Ense

  41. Das Schwierigste ist es, weniger zu nehmen, wenn man mehr bekommen kann

    Kin Hubbard

  42. Wenn die Menschen sich ihre Köpfe selbst heraussuchen dürften, bekämen die meisten keine Gescheiteren.

    August Pauly

  43. Wenn die Vernunft irgendeinmal am Seile zieht, so hängen sich sofort hunderttausend Narren ans andere Ende, sich dagegen zu stemmen.

    August Pauly

  44. Gute Gedanken sind gleich wie Wichtelmännchen. Sie kommen erst aus ihren Ecken hervor, wenn niemand da ist.

    August Pauly

  45. Wer äußere Dinge als letzte Ziele erstrebt, kann nicht zur inneren Freiheit durchdringen.

    Friedrich Paulsen

  46. Erst nach völlig bekämpften Vorurteilen findet Wahrheit festen Grund.

    Heinrich Martin

  47. Wie viel Glück und Freude geht uns oft unbeachtet und spurlos verloren, deren Wert wir erst nach dem Verluste erkennen.

    Heinrich Martin

  48. Schwachheit ist die Mutter der Kraft.

    Heinrich Martin

  49. Es ist schwer zu sagen, was unmöglich ist, denn der Traum von gestern ist die Hoffnung von heute und die Wirklichkeit von morgen.

    Robert Goddard

  50. Reisender, es gibt keine Strassen, Strassen entstehen im Gehen

  51. Es gibt doch viele Freuden in der Welt! Nur muss man sich aufs Suchen verstehen, sie finden sich gewiss, und das Kleinste nicht verschmähen. Wie viele Freuden werden zertreten, weil die Menschen meist …

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  52. Die traurigste Erscheinung der Zivilisation und meiner Ansicht nach das größte Eingeständnis ihres Scheiterns sind Menschen, die arbeiten können, die arbeiten wollen und denen man nicht erlaubt zu arb …

    Robert Louis Stevenson

  53. Erfolg ist persönlicher Verdienst multipliziert mit den Gelegenheiten.

    Alfred Capus

  54. Dem wahrhaft Neugierigen erschließt sich alles, was das Leben zu bieten hat.

    William Morris Davis

  55. Siege oder Niederlagen, immer gilt es neu zu wagen.

    Richard Fedor Leopold Dehmel