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Sprüche über Aufmerksamkeit

402 Sprüche — Seite 5

Vieles bleibt ungesehen, nicht weil es verborgen wäre, sondern weil der Blick daran vorbeigeht. Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, das Kleine wahrzunehmen, Zwischentöne zu erkennen und dem Gegenüber wie der Welt wirklich gegenwärtig zu sein. Darum besitzt dieses Thema eine stille, aber weitreichende Bedeutung.

In ihr beginnt oft schon das Verstehen, lange bevor ein Urteil gesprochen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Aufmerksamkeit Beziehungen vertieft, Schönheit sichtbar macht und den Alltag vor jener Abstumpfung bewahrt, die das Wesentliche übergeht.

  1. Wenn die Menschen auf Staatsangelegenheiten, Politik und auch auf ihre eigenen Geschäfte so viel Denken, Sorge, Erwägung verwenden würden, wie sie darauf verschwenden, was sie zu einem Maskenball anzi …

    John Steinbeck

  2. Die Wirkung, die der Mensch ausübt, ist der einzige Beweis, dass er lebt. Solange noch eine klägliche Erinnerung bleibt, ist der Mensch noch nicht tot.

    John Steinbeck

  3. Keine Frau läßt sich gern vom Mittelpunkt der Bühne verdrängen.

    John Steinbeck

  4. Die Männer sind stets Rivalen, wenn es sich um eine Frau handelt, und sie unterschätzen für gewöhnlich die Anziehungskraft ihrer erfolgreichsten Gegner. Sie sehen bei anderen Männern nicht, was Frauen …

    John Knittel

  5. Man muss die besonderen Interessen eines jeden benutzen, um einen großen Zweck zu erreichen. Das ist das ganze Geheimnis der Politik.

    Honoré de Balzac

  6. Es liegen in jedem Menschen eine Reihe von Fähigkeiten und Trieben, die nur geweckt und entwickelt zu werden brauchen, um in Betätigung gesetzt, die schönsten Wirkungen zu erzeugen.

    August Bebel

  7. Nur wer ein Auge dafür hat, sieht etwas schönes und gutes in jedem Wetter, er findet Schnee, brennende Sonne, Sturm und ruhiges Wetter schön, hat alle Jahreszeiten gern und ist im Grunde damit zu …

    Vincent van Gogh

  8. Der Hund bellt, wenn ihn etwas erregt. Der Mensch spricht immer

    Richard von Schaukal

  9. Die menschliche Natur ist schwach, der Einfluss der Umgebung stark.

    Sir Arthur Conan Doyle

  10. Wir sprechen zu viel, aber wir sehen zu wenig.

    Richard Wagner

  11. Jeder neue Tag ist wie ein Bote Gottes, den man gebührend empfangen muss.

  12. Ein liebend Paar ist wie Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Es gibt sie alle Tage, aber wir sehen sie selten.

    Samuel Butler

  13. Wer genau wissen will, was er wert ist, braucht nur zu beobachten, was er tut und denkt, wenn er allein ist.

    Franz Edler von Pernwald Schönthan

  14. Das Wesentliche befindet sich unter einem Berg täglichen Kleinkrams.

    Else Pannek

  15. Schwierigkeiten beim Namen zu nennen, verleiht ihnen Gestalt — lässt sie begreifen, macht sie greifbar.

    Else Pannek

  16. Man muss viel zuhören und wenig reden, wenn man ein guter Staatsmann sein will.

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  17. Bescheidenheit ist eine Zier Bescheidenheit ist der einzige sichere Köder, wenn du nach Lob angelst.

    Philip Chesterfield

  18. Die Schwachheiten großer Leute bekannt zu machen ist eine Art von Pflicht; man richtet damit Tausende auf, ohne jenen zu schaden.

    Georg Christoph Lichtenberg

  19. Was du ins Ohr flüsterst, wird tausend Meilen weit gehört.

  20. Schau in die Welt mit wachen Sinnen, wirst immer Neues ihr abgewinnen.

    Oscar Blumenthal

  21. Wer immer sich zum Schüler macht, wird immer einen Meister finden.

    Friedrich von Hagedorn

  22. Der beste Beobachter und der tiefste Denker ist immer der mildeste Richter.

    Henry Thomas Buckle

  23. Durch den Gebrauch unserer zwei Augen wird unser Leben nicht besser

    Voltaire

  24. Ich habe lange genug gelebt, um mir gerade die Dinge sorgfältig ein zweites Mal anzusehen, bei denen ich mir auf den ersten Blick ganz sicher bin.

    Joseph Billings

  25. Die Speisetafel ist der einzige Ort, wo man sich niemals während der ersten Stunde langweilt.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  26. Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, dass man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird

    H. L. Mencken

  27. Wandern heißt auf eigenen Füßen gehen, um mit eigenen Augen zu sehen, mit eigenen Ohren zu hören.

    Wilhelm Riehl

  28. Und wenn du noch so oft an ihre Türen klopfst, die Natur wird nie erschöpfend Auskunft geben.

    Iwan Turgenjew

  29. Die wortgewandte Rede funktioniert nicht von den Lippen zum Ohr, sondern von Herz zu Herz.

    William Jennings Bryan

  30. Die Kunst hat nicht die Aufgabe, die Menschen über die Beschaffenheit der Wirklichkeit zu belehren, sondern sie hat die einzige Aufgabe, ihnen das Schöne vorzuführen.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  31. Wolken ziehen auf, von Zeit zu Zeit - sie bringen die Chance, ein wenig auszuruhen von der Betrachtung des Mondes.

    Matsuo Bashō

  32. Die Leidenschaft ermöglicht die besten Beobachtungen und führt zu den elendsten Schlüssen

    Georg Christoph Lichtenberg

  33. Wer schreit, sollte erkennen, dass er für seine Argumente kein Gehör findet.

    Rainer Karius

  34. Es ist dem Menschen nicht möglich, sich Einflüssen zu entziehen.

    André Gide

  35. Bei den Weisen erregen die Wichtigkeiten des menschlichen Lebens nur ein Lachen.

    Menander

  36. Es steht immer jemand neben uns, der unsere Liebe braucht

    Wilhelm von Kügelgen

  37. Dem Manne ist die Welt das Herz. Dem Weibe ist das Herz die Welt.

    Christian Dietrich Grabbe

  38. Wir haben Staub aufgewirbelt und beschweren uns darüber, dass wir nichts sehen können.

    George Berkeley

  39. Wir finden weiter nichts dabei, Geschichten zweimal zu erzählen, aber zweimal anhören möchten wir sie nicht.

    William Hazlitt

  40. Eine gute Gelegenheit ist schwer erlangt und leicht versäumt.

  41. Der Mensch besieht sein Spiegelbild nicht in fließendem Wasser, sondern im stillen Wasser.

    Dschuang Dsi

  42. Der Anfang des rechten Lebens ist das rechte Hören.

    Plutarch

  43. Achte auf das Kleine in der Welt, das macht das Leben reicher und zufriedener.

    Carl Hilty

  44. Pflege das Leben, wo du es triffst

    Hildegard von Bingen

  45. Wer über gute Ideen verfügt, sie aber nicht verwirklichen kann, ist nicht besser dran, als jemand, der keine hat.

    Perikles

  46. Ein Garten ist ein grossartiger Lehrer. Er lehrt uns Geduld und umsichtige Wachsamkeit; er lehrt uns Fleiss und Sparsamkeit; und vor allem lehrt er vollkommenes Vertrauen.

    Gertrude Jekyll

  47. Die Natur ist immer neu, wenn das Auge frisch bleibt.

    Max von Eyth

  48. Leidenschaften gleichen Blendlaternen. Sie werfen alles Licht nach einer Richtung, während alles andere rings im Dunkel bleibt.

    Peter Sirius

  49. Klopfe im Himmel an und höre den Ton

  50. Nur der Verstand ist es, der sieht und hört. Alles andere ist taub und blind.

    Epicharmos

  51. Das Miauen der Katze ist das Glück der Mäuse

  52. Die Welt ist ein Schauplatz: Du kommst, du siehst und gehst vorüber

    Matthias Claudius

  53. Leichtgläubigkeit ist eines Mannes Schwäche und eines Kindes Stärke

    Charles Lamb

  54. Manch einer macht die Ohren auf, wenn er es aber nicht mit dem Herzen aufnimmt, dann hat er nichts als leeren Schall.

    Hartmann von Aue

  55. Ruhm ist Vorzug, denen bekannt zu sein, die einen nicht kennen

    Nicolas Chamfort

  56. Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde

    Christian Morgenstern

  57. Um Frankreich zu regieren, bedarf es heftiger Worte und maßvoller Taten

    Leon Gambetta

  58. Es gibt ein Lachen, das sich wie der Klang gefälschter Münzen anhört.

    Edmond de Goncourt

  59. Verständnis ist nichts anderes als die durch die Sprache verursachte Wahrnehmung.

    Thomas Hobbes

  60. Eine Stunde ist nicht lediglich eine Stunde; sie ist ein Gefäß, das mit Düften, Tönen, Plänen und Klimaten gefüllt ist.

    Marcel Proust