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Sprüche über Aufmerksamkeit

402 Sprüche — Seite 2

Vieles bleibt ungesehen, nicht weil es verborgen wäre, sondern weil der Blick daran vorbeigeht. Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, das Kleine wahrzunehmen, Zwischentöne zu erkennen und dem Gegenüber wie der Welt wirklich gegenwärtig zu sein. Darum besitzt dieses Thema eine stille, aber weitreichende Bedeutung.

In ihr beginnt oft schon das Verstehen, lange bevor ein Urteil gesprochen wird. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie Aufmerksamkeit Beziehungen vertieft, Schönheit sichtbar macht und den Alltag vor jener Abstumpfung bewahrt, die das Wesentliche übergeht.

  1. Der originelle Kopf bemerkt, was der gewöhnliche nur sieht.

    Emanuel Wertheimer

  2. Im Süden werden die Sinne geschärft. Die Hände werden wendiger, das Auge aufmerksamer und das Denken klarer.

    Vincent van Gogh

  3. Betreibt man seine dunklen Geschäfte so gründlich, dass man mit seinem eigenen Schatten verschmilzt, sollte man das Licht der Öffentlichkeit möglichst meiden

    Christa Schyboll

  4. Die dünnen Falten, die sich in die Stirn der Denker fressen, bekamen nicht selten ihre Nahrung durch den Zweifel.

    Christa Schyboll

  5. Die vollkommene Dame wird darauf achten, dass in den Bücherregalen die Werke männlicher und weiblicher Autoren streng getrennt stehen. Mann sollte sie nur dann zusammenstellen, wenn die Verfasser mi …

    Vincent van Gogh

  6. Warum klagen so viele, dass sie unterschätzt werden? Schlimmer ist doch das Gegenteil.

    Friedrich Georg Jünger

  7. Die Freuden des Lebens müssen nie gesucht werden, sondern gefunden und gesehen, wo sie sich von selbst darbieten.

    Richard Rothe

  8. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, dass man Anstoß erregt.

    Vincent van Gogh

  9. Immer, wenn ich mitten im Alltag innehalte und gewahr werde, wie viel mir geschenkt ist, werden zahllose Selbstverständlichkeiten zu einer Quelle des Glücks.

    Gustave Flaubert

  10. Die besten Reden sind die, die nicht gehalten werden. Die zweitbesten sind die scharfen, die drittbesten die kurzen.

    Willy Brandt

  11. Wir finden drei Gründe für Streit in der menschlichen Natur: erstens Konkurrenz, zweitens Mangel an Selbstvertrauen, drittens Ruhmsucht.

    Thomas Hobbes

  12. Bös' Gerücht nimmt immer zu, gut' Gerücht kommt bald zur Ruh.

    Bernhard Freidank

  13. Der Mensch tut gut daran, Bleistift bei sich zu tragen und die Gedanken, wenn sie kommen, niederzuschreiben

    Francis Bacon

  14. Kommt ein Ochse in fremdes Land, er wird doch für ein Rind erkannt.

    Bernhard Freidank

  15. Vier Hände vermögen mehr als zwei; aber auch vier Augen sehen mehr als zwei.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  16. Die das Dunkel nicht fühlen, werden sich nie nach dem Lichte umsehen.

    Henry Thomas Buckle

  17. Ein jeder achte wohl darauf, welche Träume er im heimlichen Winkel seiner Seele hegt; denn wenn sie erst großgewachsen sind, werden sie leicht seine Herren!

    Gustav Freytag

  18. Man soll sich mehr um die Seele als um den Körper kümmern: denn die Vollkommenheit der Seele richtet die Schwächen des Körpers auf, aber geistlose Kraft des Körpers macht die Seele nicht besser.

    Demokrit

  19. Beredsamkeit ist die Kunst, die Dinge so auszudrücken, dass die, zu denen wir sprechen, mit Vergnügen zuhören.

    Blaise Pascal

  20. Wandel und Wechsel liebt, wer lebt.

    Richard Wagner

  21. Eine Sache entwickelt sich von selbst – wenn man dauernd an sie denkt.

    Henry Ford

  22. Die Dinge, die wir wirklich wissen, sind nicht die Dinge, die wir gehört oder gelesen haben, vielmehr sind es die Dinge, die wir gelebt, erfahren und empfunden haben.

    Calvin Milton Woodward

  23. Je weniger jemand ist, je mehr Stolz wird er haben, und je geneigter wird er sein, an anderen Fehler, gute Eigenschaften aber nicht zu bemerken.

    Heinrich von Kleist

  24. Zu wissen, woran man selbst interessiert ist, ist die erste Voraussetzung, um andere Leute dafür zu interessieren.

    Walter Horatio Pater

  25. Wir sollten weder im Zorn zurückschauen, noch furchtsam nach vorn, sondern mit offenen Augen umherblicken.

    James Thurber

  26. Überlege einmal, bevor du gibst. Überlege zweimal, bevor du nimmst und überlege tausendmal bevor Du forderst.

  27. Wie viele Lichter verdanken bloß Ihrem Leuchter, dass man sie sieht.

    Christian Friedrich Hebbel

  28. Wehe der Liebe, die an den Blicken der Menschen stirbt.

    Frank Wedekind

  29. Alle Dinge werden zu einer Quelle der Lust, wenn man sie liebt.

    Thomas von Aquin

  30. Ein Narr sieht nicht denselben Baum, den ein Weiser sieht

    William Blake

  31. Es gibt Menschen, die sich nie verlieben würden, wenn sie nicht Gespräche über die Liebe gehört hätten.

    François de la Rochefoucauld

  32. Liebe sollte eine Kunst sein. Frauen wollen in Stimmung gehalten werden. Sie möchten ständig umsorgt und angebetet sein.

    John Knittel

  33. Es ist immer etwas für einen Esel, durch das Weitergeben eines Gerüchtes auch einmal interessant zu werden und sich selber so vorzukommen.

    Wilhelm Raabe

  34. Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl der Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.

  35. Wenn der Hund einmal Leder gefressen hat, ist kein Schuh mehr vor ihm sicher.

    Ludwig Anzengruber

  36. Gewiss ist es, dass eine einzige Stunde vertraulicher Mitteilung zwei fremde Menschen einander näher bringt als ganze Jahre gewöhnlichen Beisammenlebens.

    Friedrich von Bodenstedt

  37. Man fährt nicht so sehr, um etwas zu sehen, sondern damit man was erzählen kann.

    John Steinbeck

  38. Das Leben ist, wie in der Öffentlichkeit Geige zu spielen, und das Instrument erst beim Spielen zu lernen.

    Samuel Butler

  39. Das Herrlichste der Welt ist, einen neuen Tag zu sehen

    Maxim Gorki

  40. Wer dein Schweigen nicht versteht, versteht auch deine Worte nicht.

    Elbert Green Hubbard

  41. Reiss deine Gedanken von deinen Problemen fort, an den Ohren, an den Fersen oder wie immer. Das ist das beste, was der Mensch für seine Gesundheit tun kann.

    Mark Twain

  42. Egal was du tust, tu es mit Leidenschaft und Hingabe.

  43. Es gibt Bücher, die uns in einer Stunde mehr leben lassen, als das Leben in zwanzig Jahren gewährt.

    Oscar Wilde

  44. Wer langsam schlendert, sieht am meisten von der Landschaft

  45. In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht

    Kurt Tucholsky

  46. Sammle erst die Fakten, dann kannst du sie verdrehen, wie es dir paßt.

    Mark Twain

  47. Die öffentliche Meinung ist eine Gerichtsbarkeit, die ein vernünftiger Mensch nie anerkennen, aber auch nie ganz ablehnen soll

    Nicolas Chamfort

  48. Auch aus einem bescheidenen Winkel kann man in den Himmel springen.

    Seneca

  49. Ich wünsche Dir, dass du an jedem Tag deines Lebens tatsächlich lebendig bist.

    Jonathan Swift

  50. Man sieht oft etwas hundertmal, tausendmal, ehe man es zum allererstenmal wirklich sieht.

    Christian Morgenstern

  51. Jeder erfolgreiche Mensch beschäftigt sich mit den Interessen der anderen, der erfolglose und gewöhnliche vorwiegend mit den eigenen.

    Alfred Adler

  52. Statt zuviel Unrast ein bisschen mehr Ruh', statt immer nur ICH ein bisschen mehr DU, statt Angst und Hemmung ein bisschen mehr Mut und Kraft zum Handeln - das wäre gut.

    Peter Rosegger

  53. Es reden die am meisten, die am wenigsten zu sagen haben.

    Matthew Prior

  54. Man muss seine Überlegenheit mit ständiger Wachsamkeit erkaufen.

    Mark Twain

  55. Betrachte den Traum wie das Gebet deiner dir selbst entflohenen Seele

    Carl Ludwig Schleich

  56. Halte Abstand - und du behälst die Übersicht.

    Wilhelm Hasenclever

  57. Die Leute verderben ihre Angelegenheiten oft kurz vor deren Vollendung. Wer am Ende seiner Arbeit achtsam ist wie zu Beginn, der verdirbt nichts

    Laotse

  58. Pünktlichkeit bei einer Verabredung hat nur den einen Nachteil, dass der andere ja nicht da ist, um sie zu würdigen.

    Franklin P. Jones

  59. Willst Du das Glück kennen lernen, werde so still, dass Du das sich Öffnen der Blüte hörst.

  60. Beachtung braucht der Mensch wie die Blume die Sonne