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Sprüche über Zweifel

319 Sprüche — Seite 5

Zwischen blindem Glauben und sicherem Wissen hat der Zweifel seinen eigentümlichen Platz. Er stört bequeme Gewissheiten, prüft scheinbar Festes und kann dadurch lähmen oder vertiefen. Deshalb gehört dieses Thema zu den produktiven, aber auch belastenden Kräften des Denkens und Fühlens.

Nicht jeder Zweifel ist Schwäche, manche Form davon bewahrt vor Selbsttäuschung und Eitelkeit. Er wird erst dann unerquicklich, wenn Prüfen in endloses Zögern umschlägt und kein Entschluss mehr gewagt wird.

  1. Wenn einer keinen Feind hat, so geht's ihm übel

  2. Kleine Feinde und kleine Wunden verachtet kein Weiser

  3. Wenn Feinde gute Worte geben, haben sie Böses im Sinne.

  4. Wer ein Feuer will löschen, muss anfangs die Funken ersticken

  5. Feuer hört nicht auf zu brennen, man tue denn das Holz weg

  6. Das Feuer, das mich nicht brennt, lösch ich nicht

  7. Wer anderer Feuer schürt, dem verlöscht das eigene

  8. Fremdes Feuer ist nie so hell als der Rauch daheim.

  9. Frauen machen immer gewisse geistige Vorbehalte.

    Philippe Destouches

  10. Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.

    Friedrich Georg Jünger

  11. Sieh erst auf dich und die Deinen, dann erst schilt mich und die Meinen.

  12. Kommt Feuer und Stroh zusammen, so gibt es gerne Flammen

  13. Wer das Feuer haben will, muss den Rauch leiden.

  14. Wenn das Feuer in der Küche ausgeht, so löscht es auch in den Herzen aus.

  15. Wo man mit Feuerbränden wirft, da bläst der Teufel in die Asche

  16. Die ungeraden Finger werden eben, sobald man die Hand schließt.

  17. Wer die Finger zwischen Tür und Angel steckt, der klemmt sich gern.

  18. Wer seine Finger in alle Löcher steckt, der zieht sie oft übel heraus.

  19. Wenn zwei Frauen zusammenkommen, wird die dritte in die Hechel genommen

  20. Drei Frauen, drei Gänse und drei Frösche machen einen Jahrmarkt

  21. Ein Haus, in dem zwei Frauen sind, wird nicht rein gefegt

  22. Wer einen Fuß im Frauenhaus hat, der hat den anderen im Spital

  23. An einer Frau und an einer Mühle gibt es immer was zu flicken

  24. Spiel nicht in der Fremde, sonst verlierst du Rock und Hemde

  25. Wer eilt nach fremden Gut, auf den wartet Armut

  26. Wer nach fremdem Gute trachtet, der verliert mit Recht das seine

  27. An fremden Hunden und Kindern ist das Brot verloren

  28. Besser ein bäuerlicher Frieden als ein bürgerlicher Krieg

  29. Dem lieben Friedens willen lässt man sich viel gefallen

  30. Wer Frieden haben will, muss zum Kriege rüsten

  31. Wer Frieden haben will, tut übel, dass er Streit anfängt

  32. Verbotne Frucht schmeckt am besten

  33. Unsicherheit ist der Begleiter jeder Veränderung.

    Else Pannek

  34. Seine eisernen Grundsätze lässt man nicht durch Ereignisse oder Tatsachen erschüttern.

    Else Pannek

  35. Ich habe lange genug gelebt, um mir gerade die Dinge sorgfältig ein zweites Mal anzusehen, bei denen ich mir auf den ersten Blick ganz sicher bin.

    Joseph Billings

  36. Aus keiner Gefahr rettet man sich ohne Gefahr.

    Nicolaus Machiavelli

  37. Es ist besser, sich von Zweifeln beunruhigen zu lassen, als lange im Irrtum zu verweilen

    Alessandro Manzoni

  38. Sich abschließen heißt sich einmauern, und sich einmauern ist Tod.

    Theodor Fontane

  39. Der Ziellose erleidet sein Schicksal, der Zielbewußte gestaltet es.

    Marcus Tullius Cicero

  40. Kühner als das Unbekannte zu erforschen, kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln.

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  41. Viele Tränen sind Perlen, die nicht gehoben wurden.

    Peter Sirius

  42. Der Schwache zweifelt vor der Entscheidung; der Starke danach.

    Karl Kraus

  43. Schwachheit ist das größte Unglück und der größte Fehler

    Christina I. von Schweden

  44. Ein weiser Mann scheut das Bereuen. Er überlegt seine Handlung vorher.

    Epicharmos

  45. Der aber ist der Beste, der der Hoffnung vertraut allzeit! Verzagtheit kennt der Feige nur

    Euripides

  46. Die Strafe zu fürchten ist der beste Weg, ihr zu entgehen.

  47. In der Politik ist der schlimmste Entschuss, keinen Entschluss zu fassen

    Karl E. Z. von Lingenthal

  48. Bloßer Verstand ist noch kein Mut, denn wir sehen die gescheitesten Leute oft ohne Entschluß.

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  49. Wie kurz ist das Leben. Und warum wollen wir es mit unseren Beängstigungen noch mehr verkürzen?

    Ludwig Tieck

  50. Jeder führt ein Doppelleben. In Taten und Gedanken. Beide Leben sind wahr. Nur den Tagebüchern darf man nicht glauben.

    David Herbert Lawrence

  51. Kein Mensch, der über die Vergangenheit genau Bescheid weiß, wird die Gegenwart düster oder verzagt sehen.

    Thomas Babington Macaulay

  52. Lies nicht, um zu widersprechen oder zu glauben, sondern um zu prüfen und zu erwägen!

    Thomas Babington Macaulay

  53. Wer eine gute Sache, die er den Menschen anbietet, selbst niedrig einschätzt, der sendet eine Kraft von sich, die auch andere seine gute Sache missachten lehrt.

    Prentice Mulford

  54. Die vorsichtigen, die alles bedenkenden, alles voraussehenden Menschen fallen stets herein, denn immer mit Schwierigkeiten rechnen, heißt sie erschaffen.

    Prentice Mulford

  55. Nichts schädigt das Individuum mehr als Selbstverkleinerung.

    Prentice Mulford

  56. Neid ist dem Menschen, was Rost dem Eisen.

  57. Das Schwierige im Leben ist die Entscheidung.

    George Moore

  58. Die Flamme der Verwirrung und des Zweifels ist es, die der Weise meidet

    Chuang-tzu

  59. Aufmunternde Blicke einer Frau – die haben schon manchen Mann abgeschreckt!

    Otto Weiss

  60. Jemand kann solche Furcht haben, sich lächerlich zu machen, dass er sich lächerlich macht.

    Otto Weiss