Sprüche über Zweifel
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Zwischen blindem Glauben und sicherem Wissen hat der Zweifel seinen eigentümlichen Platz. Er stört bequeme Gewissheiten, prüft scheinbar Festes und kann dadurch lähmen oder vertiefen. Deshalb gehört dieses Thema zu den produktiven, aber auch belastenden Kräften des Denkens und Fühlens.
Nicht jeder Zweifel ist Schwäche, manche Form davon bewahrt vor Selbsttäuschung und Eitelkeit. Er wird erst dann unerquicklich, wenn Prüfen in endloses Zögern umschlägt und kein Entschluss mehr gewagt wird.
Gegen einen matten, von tausend Rücksichten gelähmten, kaum noch vorhandenen Entschluß ist oft der Schein des Widerstandes genug.
— Carl Philipp Gottfried von Clausewitz
Nicht genug glauben ist ebensogut ein Zeichen von Unkenntnis wie zu viel glauben
— Claude Tillier
Dass es unzählige Krankheiten gibt, ist nicht verwunderlich; man braucht nur die Köche zu zählen
— Seneca
Krieg ist ewig zwischen List und Argwohn; nur zwischen Glauben und Vertrauen ist Friede.
— Friedrich von Schiller
Das Schlüsselloch wird leicht vermißt, wenn man es sucht, wo es nicht ist.
— Wilhelm Busch
Eine Frau sagt nein und nickt ja.
Ein Gerücht fliegt auch ohne Flügel
Wenn Lügen Haare wären, wir wären rauh wie Bären und hätten keine Glatzen.
— Wilhelm Busch
Die grausamsten Lügen werden oft schweigend gesagt.
— Robert Louis Stevenson
Nur unbewusste Freude ist von Wolken frei, denn wer die Schatten nur vermisst, der ruft sie schon herbei.
— Oscar Blumenthal
Ohne Argwohn zu sein ist den meisten Menschen fast so, wie ohne Verstand zu sein.
— Ludwig Marcuse
Je älter ich werde, desto fragwürdiger erscheint mir die These: Alter macht weise.
— H. L. Mencken
Die Bosheit war sein Hauptpläsier, drum - spricht die Tante - hängt er hier!!
— Wilhelm Busch
Der Argwohn ist unter den Gedanken, was die Fledermäuse unter den Vögeln sind: sie flattern stets im Dämmerlicht
— Francis Bacon
Es ist leichter zu glauben als zu zweifeln; der Märtyrer des Zweifels ist großartiger als der Märtyrer des Glaubens.
— Georg Friedrich Rudolph Herwegh
Glaube kann die Form annehmen, einen tragfähig zu machen für die Zweifel.
— John Henry Newman
Will das Glück nach seinem Sinn dir was gutes schenken, sage Dank und nimm es ihm ohne viel Bedenken.
— Wilhelm Busch
Man muß in den Dreck hineingeschlagen haben, um zu wissen, wie weit er spritzt.
— Wilhelm Raabe
Vertraue dir nur selbst, wenn andere an dir zweifeln, aber nimm ihnen ihren Zweifel nicht übel.
— Rudyard Kipling
Wider Zweifel und ärgerliche Gedanken ist das Lob Gottes ein bewährtes Mittel. Finsternis kann nicht anders als durch Licht überwunden werden.
— Johann Albrecht Bengel
Man darf nicht das Gras wachsen hören, sonst wird man taub.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln.
— Otto von Bismarck
Still mit dem Aber! Die Aber kosten Überlegung
— Gotthold Ephraim Lessing
Von hundert Verdachten sind neunundneunzig falsch
Tierärzte haben es leichter. Die werden wenigstens nicht durch Äußerungen ihrer Patienten irregeführt.
— Louis Pasteur
Die Erfindung des Problems ist wichtiger als die Erfindung der Lösung.
— Walter Rathenau
Ruhmsucht beweist ebenso sehr unsere Anmaßung als die Unsicherheit über unseren Wert.
— Marquis de Vauvenargues
Nur wer verzagend das Steuer loslässt, ist im Sturm verloren
— Franz Emanuel August Geibel
Lass Argwohn, willst du nicht in Angst und Kummer schweben; denn Furcht und Argwohn sind ein steter Tod im Leben.
— Martin Opitz
Die meisten Führungskräfte zögern, ihre Leute mit dem Ball laufen zu lassen. Aber es ist erstaunlich, wie schnell ein informierter und motivierter Mensch laufen kann.
— Walter Scheel
Des Glaubens Sonde ist der Zweifel.
— Johann Gottfried Seume
Nimm keinen Rat von deinen Ängsten
— George Smith Patton
Nichts ist trügerischer als eine offenkundige Tatsache.
— Sir Arthur Conan Doyle
Argwohn ist mit dem Teufel aus einer Schüssel.
Argwohn riecht den Braten, noch eh das Kalb geschlachtet ist.
Wenn das Aug nicht sehen, will, helfen weder Licht noch Brill'.
Wer seine Augen im Brillenfutter hat, der kann viel übersehen.
Wer einkauft, hat hundert Augen nötig, wer verkauft, nur eins.
Man muss hinten und vorn Augen haben.
Die Augen glauben sich selbst, die Ohren anderen Leuten.
Wer austeilen will, muss auch einnehmen.
Wirf das Beil nicht so weit hinweg, dass du's nicht wieder holen könntest.
Bosheit tut sich selbst den ärgsten Schaden.
Ein böser Mensch ist wie eine Kohle: er brennt oder schwätzt.
Wer schlechte Botschaft bringt, kommt früh genug.
Wenn Heu und Stroh beisammen sind, so brennt es gern.
Wer aus vielen Büchsen schießt, trifft selten die Scheibe.
Die besten Feinde sind, die zuvor drohen
Wer den Dreck rührt, muss ihn auch riechen
Der hat seinen Dreck nicht weggetan, der ihn unter sein Fenster fegt.
Wer höher fliegt, als er Federn hat, der kommt zum Lohn in Spott und Schad
Wer seinen Fehler nicht erkennt, kann ihn nicht verbessern
Ein geschlagener Feind ist noch nicht überwunden
Den Feind schlägt man eher mit Rat als mit Tat
Dem fliehenden Feinde baue goldne Brücken
Wer drei Feinde hat, muss sich mit zweien vertragen
Alte Feindschaft wird leicht neu
Versöhntem Feinde traue nicht
Besser offener Feind als zweideutiger Freund.
Wer Feinde schont und Freunde erzürnt, ist sich selbst feind