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Sprüche über Kunst

303 Sprüche — Seite 4

  1. Wenn einem Autor der Atem ausgeht, werden die Sätze nicht kürzer, sondern länger.

    John Steinbeck

  2. Stets übe deine Kunst, ist sie dir gleich bekannt: Das Denken stärkt den Sinn, das Üben stärkt die Hand.

    Martin Opitz

  3. Denn das weiß das Publikum nicht und mag es nicht wissen, dass, um ein Kunstwerk zu empfangen, die halbe Arbeit an demselben vom Empfänger selbst verrichtet werden muss

    Ferruccio Busoni

  4. Die schönen Künste haben zum Hauptzweck nur das Vergnügen.

    Adolph Freiherr von Knigge

  5. Ich male schöne Bilder, weil es schon genug Hässliches auf der Welt gibt.

    Auguste Renoir

  6. Unter der Tonkunst schwillt das Meer unseres Herzens auf wie unter dem Mond die Flut.

    Jean Paul

  7. Kein Gedicht kann lange entzücken oder bestehen, das von einem Wassertrinker geschrieben wurde.

    Horaz

  8. Musik ist die Poesie der Luft.

    Jean Paul

  9. Das Zubehör eines Sängers: Ein großer Brustkorb, ein großer Mund, neunzig Prozent Gedächtnis, zehn Prozent Intelligenz, sehr viel schwere Arbeit und ein gewisses Etwas im Herzen.

    Enrico Caruso

  10. Der Sinn der Kunst ist nicht, Übereinstimmung hervorzurufen, sondern zu erschüttern.

    Wilhelm Hasenclever

  11. Der Künstler soll seine Kunst rein halten wie der Geistliche seine Kirche, der Lehrer seine Schule, sonst begeht auch er "ein Verbrechen im Amt".

    Paul Keller

  12. Gerade der schöpferische Mensch wird immer auf die Natur zurückgreifen, um menschliche Formeln durch neues Leben zu erfüllen oder zu sprengen

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  13. Ob ein Mann, der schreibt, gut oder schlecht schreibt, ist gleich ausgemacht, ob aber einer, der nichts schreibt und stille sitzt, aus Vernunft oder aus Unwissenheit stille sitzt, kann kein Sterbliche …

    Georg Christoph Lichtenberg

  14. Jedes Gedicht soll mit seiner Blüte in die Zukunft reichen, die Wurzel aber muss in der Gegenwart haften.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  15. Schreib ich für den Ruhm und für die Ewigkeit? Nein, zum Vergnügen meiner Freunde!

    Anna Luise Karsch

  16. Musik ist die Vermittlung des geistigen Lebens zum sinnlichen.

    Bettina von Arnim

  17. Wenn du denkst, dass das Publikum sich langweilt, dann spiele langsamer, nicht schneller.

    Gustav Mahler

  18. Vielen wahren Büchern geht es wie den Goldklumpen in Irland. Sie dienen lange Jahre, nur als Gewichte.

    Novalis

  19. Eine seltsamere Ware als Bücher gibt es wohl schwerlich in der Welt. Von Leuten gedruckt, die sie nicht verstehen; von Leuten verkauft, die sie nicht verstehen; gebunden, rezensiert und gelesen v …

    Georg Christoph Lichtenberg

  20. Genie ist ewige Geduld.

    Michelangelo

  21. Andere Leute sind hungrig, aber ein Künstlergemüt ist ewig durstig.

    Franz Emanuel August Geibel

  22. Nur die Künstler verderben die Kunst.

    Franz Grillparzer

  23. Die Kunst selbst ist Religion.

    Karl Friedrich Schinkel

  24. Das Publikum soll streng sein, soll pfeifen - aber sein Beifall soll mich zu nichts verpflichten.

    Giuseppe Verdi

  25. Die Erfahrung hat gelehrt, dass die Gesamtstimme des Publikums beinahe immer gerecht sei.

    Karl Maria von Weber

  26. Mit Hilfe der göttlichen Tonkunst läßt sich mehr ausdrücken und ausrichten als mit Worten.

    Karl Maria von Weber

  27. Ein gesunder Mensch wird immer rot, wenn er ein Gedicht gemacht hat.

    Frank Wedekind

  28. Es sind nicht immer die, die vom Publikum Meister genannt werden und sich selber so nennen, die ihr Bestes tun.

    Wilhelm Raabe

  29. Hübsch ist es zwar, wenn ein Künstler nicht zu fett wird, aber unbedingt nötig ist's gerade nicht, wenn er so mager bleibt.

    Wilhelm Raabe

  30. Das Beste, was der Künstler gibt, ist Abglanz dessen, was er liebt.

    Ernst Friedr. Ludwig Adolf Eckstein

  31. Nicht alle, die Bücher schreiben, haben Bücher gelesen

    Richard von Schaukal

  32. Ich spiele jetzt die Rolle eines Kunstmäzens und lasse mir vom lieben Gott täglich schöne Werke vormalen.

    Hans Thoma

  33. Künstler ist nur einer, der aus der Lösung ein Rätsel machen kann.

    Karl Kraus

  34. Die Farbe ist der Ort, wo unser Gehirn und das Weltall sich begegnen. Darum erscheint sie den wahren Malern durchaus dramatisch

    Paul Cezanne

  35. Es ist wirklich erstaunlich, was einem alles so einfällt, wenn man am Schreibtisch sitzt und keine Einfälle hat.

    Joseph Conrad

  36. Der Kriminalschriftsteller ist eine Spinne, die die Fliege bereits hat, bevor sie das Netz um sie herum webt.

    Sir Arthur Conan Doyle

  37. Tadel ist dem Künstler weit nützlicher als Lob: wer vom Tadel zu Grunde geht, war dieses Unterganges wert. Nur wen er fördert, hat die wahre innere Existenzberechtigung.

    Richard Wagner

  38. Ich kann den Geist der Musik nicht anders fassen, als in Liebe.

    Richard Wagner

  39. Man soll in der Kunst das Schöne und Gute in den verschiedensten Gestalten, in denen es sich zeigen mag, anerkennen, statt es nur in einer Richtung zu suchen.

    Adolf Friedrich von Schack

  40. Kunst, Kultur, Natur und alles, was sich nicht rechnet, bereichern das Leben, lassen ahnen, wie heil sein ist.

    Else Pannek

  41. Die Kunst hat nicht die Aufgabe, die Menschen über die Beschaffenheit der Wirklichkeit zu belehren, sondern sie hat die einzige Aufgabe, ihnen das Schöne vorzuführen.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  42. Angst ist die Handmaid der Kreativität.

    Abraham Cowley

  43. Musik ist die Stenografie des Gefühls

    Leo Tolstoi

  44. Worte sind wie die Kleider der Gedanken wenige Schriftsteller aber wissen ihre Gedanken zu kleiden

    Gottlieb Moritz Saphir

  45. Mein Sohn hat gesagt: Was einen drückt, das muss man verarbeiten, und wenn er ein Leid gehabt hat, da hat er ein Gedicht daraus gemacht.

    Katharina Elisabeth Goethe

  46. Musiker haben, wie die Philosophen, einen bewunderungswürdigen Takt und Verstand für die Gesetze der idealen Welt, aber für die Wirklichkeit keine Herzenskraft und keinen Witz.

    Bogumil Goltz

  47. Auch schlechte Künstler haben gute Gründe und Absichten.

    Robert Musil

  48. Die Kunst duldet keine Vorbehalte, sondern fordert und ist ein einziges großes, freudig-schmerzliches und immer bedingungsloses Opfer.

    Anton Wildgans

  49. Die Kunst ist in steter Wandlung begriffen. Zeitlose Kunst gibt es nicht, aber die Zeit umspannt das Gestern und das Morgen.

    Ernst von Dombrowski

  50. Die Kunst kennt keine Mittelstraße, sie kennt nur vollendete oder verfehlte Werke.

    Heinrich von Treitschke

  51. Im Augenblick, wo der echte Künstler schafft, hat er weder Weib noch Kind und am allerwenigsten Freunde.

    Wilhelm Raabe

  52. Bewahre deine Liebe zur Natur, denn das ist der richtige Weg zu immer besserem Kunstverständnis.

    Vincent van Gogh

  53. Musik ist die Arithmetik der Töne, da Optik die Geometrie des Lichtes ist.

    Claude Debussy

  54. Das Jahrhundert der Flugzeuge hat ein Recht zu seiner eigenen Musik.

    Claude Debussy

  55. Ein Künstler, der nicht eitel ist, gleicht einem Weibe, das nicht gefallen will. Beide sind langweilig.

    Heinrich Laube

  56. Analyse ist nicht die Sache des Dichters. Sein Beruf ist zu malen, nicht zu sezieren.

    Thomas Babington Macaulay

  57. Wie es in der materiellen Produktion und Konsumtion einen schädlichen Luxus gibt, so auch in der Literatur

    Wilhelm Schulz

  58. In der Musik zieht die Freude des Daseins bei einem Ohr hinein und beim andern Ohr hinaus.

    Otto Stössl

  59. Jede Zeit hat ihre Künstler, die vorläufig unsterblich sind.

    Otto Weiss

  60. Verfehlte Kunstwerke gibt's – die nur von Kennern hochgeschätzt werden.

    Otto Weiss