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Sprüche über Glück und Unglück

595 Sprüche — Seite 10

  1. Wer sich hermetisch in gegenwärtiges oder vergangenes Glück einschließt, wird auch an ihm alt und grau.

    Prentice Mulford

  2. Jedes Menschen Glück schmiedet ihm sein Charakter.

    Cornelius Nepos

  3. Der Neidische tröstet sich weniger geschwind über unser Glück als wir selbst über unser Unglück.

    Jean Antoine Petit-Senn

  4. Bisweilen schmerzt mich anderer Leute Unglück mehr als das eigene

    Francesco Petrarca

  5. Soll ich das stolze, grausame, blinde Glück nicht hassen, das mit uns Menschen nach Willkür spielt?

    Francesco Petrarca

  6. Das ist es, was euch in solches Elend stürzt: Mit dem eigenen Geschick unzufrieden, strebt ein jeder im Geiste nach dem höchsten Glück

    Francesco Petrarca

  7. Zu dem Eifer, die Wahrheit zu entdecken, muss der Eifer kommen, sie für das Glück der Menschheit zu gebrauchen

    Herbert Spencer

  8. Glück ist das mächtigste Stärkungsmittel.

    Herbert Spencer

  9. Das Glück liegt im Wünschen. Erfüllung ist zugleich Zerstörung.

    Herbert Spencer

  10. Dass es Unglück in dieser Welt geben muss, sehen wir ein. Wir sehen nur nicht ein, warum das Unglück gerade uns treffen soll

    Otto Weiss

  11. Unter den Moralisten, die uns alle Wege zum Glück zeigen gibt es tief unglückliche.

    Otto Weiss

  12. Das Unglück von Tausenden rührt uns weniger als das Unglück eines einzigen.

    Otto Weiss

  13. Sich unglücklich fühlen kann zur schlechten Angewohnheit werden.

    George Meredith

  14. Das Glück muss entlang der Straße gefunden werden, nicht am Ende des Wegs.

    David Dunn

  15. Glück ist recht wie ein Ball; Wer steiget, soll fürchten den Fall.

    Bernhard Freidank

  16. Glück besteht aus den vermiedenen Unglücken.

    Alphonse Karr

  17. Glück ist, wenn Gelegenheit auf Bereitschaft trifft.

    Fred Endrikat

  18. Nur das Glück, das man anderen bereitet, führt zum eigenen Glück

    Edouard Pailleron

  19. Wieviel freundlicher und gefüger ist der Raum als die Zeit: liebe Stätten kann man wiedersehen, in glückliche Stunden sich nur zurückträumen.

    Theodor Toeche-Mittler

  20. Das Glück fällt dem zu, der es am wenigsten erwartet.

    Frederico Garcia Lorca

  21. Das Glück kann man nicht machen, man muss es annehmen wie es kommt, aber mit Verstand brauchen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  22. Das Glück des Lebens besteht in der Abwechslung; die größte Mühseligkeit selbst wird dadurch zum Vergnügen. Immerwährende einerleie Freude wird bald Pein.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  23. Gesundheit ist Glück, so sagt der Kranke, Reichtum ist Glück, sagt der Arme, Weisheit ist Glück, sagt der Philosoph – und sie haben alle Recht. Unglück aber ist gewiss, das nicht erreichen zu …

    Fanny Lewald

  24. Wer ganz genießt, der lebt wirklich!

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  25. Bei einem jähen, plötzlichen Schlag bricht der Mensch zusammen, aber es gibt eine stille Art von Unglück, die sich einschleicht, wie ein ungebetener, lästiger Gast, von dem man täglich hofft, er werde …

    Wilhelmine von Hillern

  26. Man meint immer, für ein großes Unglück brauche es auch einen großen Trost; aber das ist nicht wahr! Je ärmer ein Mensch ist, desto mehr Wert hat ihm die kleinste Gabe, und je unglücklicher er ist – d …

    Wilhelmine von Hillern

  27. Es mag wohl hart sein, ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es verlor, – aber ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es freiwillig von sich gestoßen, das ist ein Schmerz der Reue, der am Leben nag …

    Wilhelmine von Hillern

  28. Das Bedürfnis zum Glücke ist uns doch der höchste Bürge für dessen Existenz.

    Rahel Varnhagen von Ense

  29. Ich lass es mir nicht ausreden. Glückseligkeit ist in, außer, neben uns, durch uns und ohne uns zu finden.

    Rahel Varnhagen von Ense

  30. Von Menschen kommt kein Glück. Da erwartet man es nur.

    Rahel Varnhagen von Ense

  31. Ja, so sind die meisten Menschen. Die Unglücksfälle schreiben sie sich ins Gedächtnis und memorisieren sie fleißig; aber das Glück, das viele Glück, beachten sie nicht - arme, arme Welt.

    Paula Modersohn-Becker

  32. Kein Bösewicht kann glücklich sein, am wenigsten ein Verführer

    Juvenal

  33. Gesunder Menschenverstand ist rar im Glück

    Juvenal

  34. Es ist ziemlich schwer zu sagen, was glücklich macht; Armut und Reichtum sind es beide nicht

    Kin Hubbard

  35. Was die Menschen Glück nennen, ist das Gemeinste am Leben, den Niederträchtigsten am leichtesten erreichbar.

    August Pauly

  36. Auf dem unreinen Strom des Lebens schwimmt für die meisten das Glück; fern von ihm in reinen Lüften schwebt es für andere, wenige.

    August Pauly

  37. Ruhevoll werden und begehrungslos, die Welt verstehen und über ihre Schwächen lächeln, das ist dein Glück, alte Seele!

    August Pauly

  38. Das Glück hat ein großes Gefolge, das Unglück kaum einen Gefährten.

    Theresa Keiter

  39. Alter ist Verzicht auf Glück; glückliche gute Menschen werden innerlich nie alt.

    Theresa Keiter

  40. Die Menschen haben keinen ärgeren Feind als das Übermaß an Glück.

    Theresa Keiter

  41. Wer Schadenfreude bei des Nächsten Unglück zeigt, der hat den Gipfelpunkt der Schlechtigkeit erreicht.

    Heinrich Martin

  42. Wie viel Glück und Freude geht uns oft unbeachtet und spurlos verloren, deren Wert wir erst nach dem Verluste erkennen.

    Heinrich Martin

  43. Nur Unglück, welches plötzlich an uns heran tritt, fordert uns heraus, zu zeigen, ob wir klein oder groß sind.

    Heinrich Martin

  44. Unglück ist eine sinnbildliche Bezeichnung und wird von Jedem anders aufgefasst und empfunden.

    Heinrich Martin

  45. Kein Baumgipfel ist so hoch, dass sich dort nicht ein Rabe ein Nest bauen und zu uns herabkrächzen könnte. So auch das Unglück: wo ist seine letzte Etage?

    Heinrich Martin

  46. Das Unglück bricht manche Menschen, lässt andere aber Rekorde brechen.

    Sir Adolphus William Ward

  47. Nicht im Wirklichen und Greifbaren spielt sich das entscheidende Leben der Menschen ab, das Tiefste, woran der Sterbliche seine Seele bindet, ist Traum: So werden Glück und Unglück zu bloßen Namen.

    Jakob Wassermann

  48. Alle Lebewesen erscheinen mir gleich unglücklich, vom Engel bis zur Auster. Das Übel ist, geboren zu sein.

    Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)

  49. Wenn einer, was das Leben mit sich bringt nicht zu tragen weiss, nennt er das Missgeschick, was doch sein Charakter verschuldet hat.

    Menander

  50. Ich glaube, man hat die Pflicht, sein Pech zu begrenzen.

    Asmus Jakob Carstens

  51. Der Witz der Weisheit ist, dass einer, wenn er stolpert und aus den Brombeeren strauchelt, in die Himbeeren holpert.

    Carl Spitteler

  52. Das eingetretene Übel hat immer eine freundlichere Gestalt als das entfernte.

    Friedrich von Matthisson

  53. Dem Elend wolle nie mit Spötterworten nahen. Wer glaubte wohl sein Glück von ewigem Bestand?

    August Lafontaine

  54. Wirf das Joch des Überflüssigen ab, werde reich ohne Geld, und du bist glücklich.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  55. Der Preis jedes Glückes ist viel Schmerz

    Richard Fedor Leopold Dehmel