Sprüche über Glück und Unglück
595 Sprüche — Seite 10
Wer sich hermetisch in gegenwärtiges oder vergangenes Glück einschließt, wird auch an ihm alt und grau.
— Prentice Mulford
Jedes Menschen Glück schmiedet ihm sein Charakter.
— Cornelius Nepos
Der Neidische tröstet sich weniger geschwind über unser Glück als wir selbst über unser Unglück.
— Jean Antoine Petit-Senn
Bisweilen schmerzt mich anderer Leute Unglück mehr als das eigene
— Francesco Petrarca
Soll ich das stolze, grausame, blinde Glück nicht hassen, das mit uns Menschen nach Willkür spielt?
— Francesco Petrarca
Das ist es, was euch in solches Elend stürzt: Mit dem eigenen Geschick unzufrieden, strebt ein jeder im Geiste nach dem höchsten Glück
— Francesco Petrarca
Zu dem Eifer, die Wahrheit zu entdecken, muss der Eifer kommen, sie für das Glück der Menschheit zu gebrauchen
— Herbert Spencer
Glück ist das mächtigste Stärkungsmittel.
— Herbert Spencer
Das Glück liegt im Wünschen. Erfüllung ist zugleich Zerstörung.
— Herbert Spencer
Dass es Unglück in dieser Welt geben muss, sehen wir ein. Wir sehen nur nicht ein, warum das Unglück gerade uns treffen soll
— Otto Weiss
Unter den Moralisten, die uns alle Wege zum Glück zeigen gibt es tief unglückliche.
— Otto Weiss
Das Unglück von Tausenden rührt uns weniger als das Unglück eines einzigen.
— Otto Weiss
Sich unglücklich fühlen kann zur schlechten Angewohnheit werden.
— George Meredith
Das Glück muss entlang der Straße gefunden werden, nicht am Ende des Wegs.
— David Dunn
Glück ist recht wie ein Ball; Wer steiget, soll fürchten den Fall.
— Bernhard Freidank
Glück besteht aus den vermiedenen Unglücken.
— Alphonse Karr
Glück ist, wenn Gelegenheit auf Bereitschaft trifft.
— Fred Endrikat
Nur das Glück, das man anderen bereitet, führt zum eigenen Glück
— Edouard Pailleron
Wieviel freundlicher und gefüger ist der Raum als die Zeit: liebe Stätten kann man wiedersehen, in glückliche Stunden sich nur zurückträumen.
— Theodor Toeche-Mittler
Das Glück fällt dem zu, der es am wenigsten erwartet.
— Frederico Garcia Lorca
Das Glück kann man nicht machen, man muss es annehmen wie es kommt, aber mit Verstand brauchen.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Das Glück des Lebens besteht in der Abwechslung; die größte Mühseligkeit selbst wird dadurch zum Vergnügen. Immerwährende einerleie Freude wird bald Pein.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Gesundheit ist Glück, so sagt der Kranke, Reichtum ist Glück, sagt der Arme, Weisheit ist Glück, sagt der Philosoph – und sie haben alle Recht. Unglück aber ist gewiss, das nicht erreichen zu …
— Fanny Lewald
Wer ganz genießt, der lebt wirklich!
— Karoline Friederike Louise M. von Günderrode
Bei einem jähen, plötzlichen Schlag bricht der Mensch zusammen, aber es gibt eine stille Art von Unglück, die sich einschleicht, wie ein ungebetener, lästiger Gast, von dem man täglich hofft, er werde …
— Wilhelmine von Hillern
Man meint immer, für ein großes Unglück brauche es auch einen großen Trost; aber das ist nicht wahr! Je ärmer ein Mensch ist, desto mehr Wert hat ihm die kleinste Gabe, und je unglücklicher er ist – d …
— Wilhelmine von Hillern
Es mag wohl hart sein, ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es verlor, – aber ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es freiwillig von sich gestoßen, das ist ein Schmerz der Reue, der am Leben nag …
— Wilhelmine von Hillern
Das Bedürfnis zum Glücke ist uns doch der höchste Bürge für dessen Existenz.
— Rahel Varnhagen von Ense
Ich lass es mir nicht ausreden. Glückseligkeit ist in, außer, neben uns, durch uns und ohne uns zu finden.
— Rahel Varnhagen von Ense
Von Menschen kommt kein Glück. Da erwartet man es nur.
— Rahel Varnhagen von Ense
Ja, so sind die meisten Menschen. Die Unglücksfälle schreiben sie sich ins Gedächtnis und memorisieren sie fleißig; aber das Glück, das viele Glück, beachten sie nicht - arme, arme Welt.
— Paula Modersohn-Becker
Kein Bösewicht kann glücklich sein, am wenigsten ein Verführer
— Juvenal
Gesunder Menschenverstand ist rar im Glück
— Juvenal
Es ist ziemlich schwer zu sagen, was glücklich macht; Armut und Reichtum sind es beide nicht
— Kin Hubbard
Was die Menschen Glück nennen, ist das Gemeinste am Leben, den Niederträchtigsten am leichtesten erreichbar.
— August Pauly
Auf dem unreinen Strom des Lebens schwimmt für die meisten das Glück; fern von ihm in reinen Lüften schwebt es für andere, wenige.
— August Pauly
Ruhevoll werden und begehrungslos, die Welt verstehen und über ihre Schwächen lächeln, das ist dein Glück, alte Seele!
— August Pauly
Das Glück hat ein großes Gefolge, das Unglück kaum einen Gefährten.
— Theresa Keiter
Alter ist Verzicht auf Glück; glückliche gute Menschen werden innerlich nie alt.
— Theresa Keiter
Die Menschen haben keinen ärgeren Feind als das Übermaß an Glück.
— Theresa Keiter
Wer Schadenfreude bei des Nächsten Unglück zeigt, der hat den Gipfelpunkt der Schlechtigkeit erreicht.
— Heinrich Martin
Wie viel Glück und Freude geht uns oft unbeachtet und spurlos verloren, deren Wert wir erst nach dem Verluste erkennen.
— Heinrich Martin
Nur Unglück, welches plötzlich an uns heran tritt, fordert uns heraus, zu zeigen, ob wir klein oder groß sind.
— Heinrich Martin
Unglück ist eine sinnbildliche Bezeichnung und wird von Jedem anders aufgefasst und empfunden.
— Heinrich Martin
Kein Baumgipfel ist so hoch, dass sich dort nicht ein Rabe ein Nest bauen und zu uns herabkrächzen könnte. So auch das Unglück: wo ist seine letzte Etage?
— Heinrich Martin
Das Unglück bricht manche Menschen, lässt andere aber Rekorde brechen.
— Sir Adolphus William Ward
Nicht im Wirklichen und Greifbaren spielt sich das entscheidende Leben der Menschen ab, das Tiefste, woran der Sterbliche seine Seele bindet, ist Traum: So werden Glück und Unglück zu bloßen Namen.
— Jakob Wassermann
Alle Lebewesen erscheinen mir gleich unglücklich, vom Engel bis zur Auster. Das Übel ist, geboren zu sein.
— Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)
Wenn einer, was das Leben mit sich bringt nicht zu tragen weiss, nennt er das Missgeschick, was doch sein Charakter verschuldet hat.
— Menander
Ich glaube, man hat die Pflicht, sein Pech zu begrenzen.
— Asmus Jakob Carstens
Der Witz der Weisheit ist, dass einer, wenn er stolpert und aus den Brombeeren strauchelt, in die Himbeeren holpert.
— Carl Spitteler
Das eingetretene Übel hat immer eine freundlichere Gestalt als das entfernte.
— Friedrich von Matthisson
Dem Elend wolle nie mit Spötterworten nahen. Wer glaubte wohl sein Glück von ewigem Bestand?
— August Lafontaine
Wirf das Joch des Überflüssigen ab, werde reich ohne Geld, und du bist glücklich.
— Friedrich Wilhelm Kaulisch
Der Preis jedes Glückes ist viel Schmerz
— Richard Fedor Leopold Dehmel