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Sprüche über Tugend

368 Sprüche — Seite 5

Was einen Menschen innerlich ehrt, erschöpft sich nicht in Talent, Erfolg oder Ansehen. Tugend bezeichnet jene geformte Haltung, in der sich Charakter, Maß und sittliche Verlässlichkeit zeigen. Deshalb wirkt dieses Thema zwar alt, berührt aber bis heute die Frage, woran wahre menschliche Größe zu erkennen ist.

Ihr Kern liegt nicht in äußerer Strenge oder Selbstgeißelung, sondern in der beständigen, oft stillen Übung des Guten – besonders dort, wo kein Beifall wartet. Eine tugendhafte Haltung zeigt sich am deutlichsten in kleinen, unbemerkten Entscheidungen und nicht erst auf der großen Bühne.

  1. Keiner will gesund leben, keiner gut sein , jener nur durch ein Wunder kuriert, dieser entsündigt werden.

    Emil Gött

  2. Vor deinen Eltern erscheine angezogen, vor deinem Manne zieh dich aus.

  3. Moral ist ein Maulkorb für den Willen, Logik ein Steigriemen für den Geist.

    Franz Grillparzer

  4. Wer den Willen des Himmels nicht kennt, der ist kein edler Mensch.

    Konfuzius

  5. Glücklichsein ist auch eine Tugend.

    Ludwig Börne

  6. Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mi …

    Immanuel Kant

  7. Zeigt den Kindern nur das Einfache, damit ihr Herz nicht verdorben werde, nur das Unschuldige, damit ihr Geschmack nicht verdorben werde.

  8. Arbeit ist des Blutes Balsam, Arbeit ist der Tugend Quelle.

    Johann Gottfried Herder

  9. Geld ist Königin, Tugend und Kunst ihre Schüsselwascherinnen.

  10. Der Reiz des häuslichen Lebens ist das beste Gegengift gegen schlechte Sitten.

    Jean-Jacques Rousseau

  11. Gnade und Tugend bilden die Ordnung der Natur nach, die kraft göttlicher Weisheit gegründet ist.

    Thomas von Aquin

  12. Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.

    Berthold Auerbach

  13. Die Entsagungen sind vergänglich, ihr Lohn aber bleibt beständig.

    Jean-Jacques Rousseau

  14. Die Großmut muss eine beständige Eigenschaft der Seele sein und ihr nicht bloß ruckweise entfahren.

    Gotthold Ephraim Lessing

  15. Den Tugenden benachbart sind die Laster.

    Hieronymus

  16. Der Weltmann steigt empor, und der Pedant bleibt sitzen: Die Sitten können mehr als die Gelehrtheit nützen.

    Magnus Gottfried Lichtwer

  17. Entwickle dich zu dem einmaligen, unverwechselbaren, unaustauschbaren Menschen, der in dir angelegt ist.

    Pindar

  18. Diese Welt ist doch die beste, und sie lebt sich ziemlich gut mit Gesundheit, Geld und Tugend und ein bisschen Übermut.

    Eduard von Bauernfeld

  19. Es gibt eine natürliche Aristokratie unter den Menschen. Sie beruht auf Tugend und Talent.

    Thomas Jefferson

  20. Erkenne, suche, lieb' und ehre, was gut und schön ist, und vermehre nach Möglichkeit mit weiser Wahl des Guten und des Schönen Zahl! Das ist die ganze Sittenlehre.

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  21. Tugend und Freundschaft sind ewig verwandt; es knüpft sie beide ein himmlisches Band.

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  22. Es gibt nichts Häßlicheres als Reichtum ohne Tugend.

    Antoine de Rivarol

  23. Eine Frau hat so vieles zu beachten, besonders muss sie eine gewisse Zurückgezogenheit behaupten, was sehr schwer ist bei so großer Liebe.

    Clara Schumann

  24. Jeder Luxus verdirbt die Sitten oder den Geschmack

    Joseph Joubert

  25. Nicht immer sind es Mut und Keuschheit, die die Männer mutig machen und die Weiber keusch.

    François de la Rochefoucauld

  26. Liebe ist der Morgen der Tugenden, Hass der Abend der Sünden.

  27. Wenn bei einem Menschen das Herz einmal hart ist, so ist es aus. Was er auch sonst Gutes hat, man kann nicht mehr auf ihn zählen.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  28. Vernunft und Gefühl sind die Sonne und der Mond am moralischen Firnament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen; immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren.

    Friedrich Maximilian von Klinger

  29. In der kalten Ruhe liegt die größte Überlegenheit, liegt das beherrschende Element; sie ist aber nur wenigen Menschen eigen.

    Jeremias Gotthelf

  30. Ohne inner Ruhe wallt der Mensch auf wilden Wegen.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  31. Edle Liebe reinigt, wie die Tragödie, die Leidenschaften des Menschen.

    Jean Paul

  32. Es gibt Tugenden, die man nur ausüben kann, wenn man reich ist

    Antoine de Rivarol

  33. Die feine Lebensart schließt nicht immer Güte, Billigkeit, Gefälligkeit, Dankbarkeit in sich. Aber sie verleiht wenigstens den Anschein davon und stellt den Menschen äußerlich dar, wie er innerlich se …

    Jean de la Bruyère

  34. Das Wort Tugend kommt von Stärke; die Stärke ist die Grundlage aller Tugend

    Jean-Jacques Rousseau

  35. Besonnenheit ist die seidene Schnur, die durch die Perlenkette aller Tugenden läuft.

    Thomas Fuller

  36. Ich bin immer töricht gewesen, an das Gute im Menschen zu glauben.

    Paul Gauguin

  37. Menschlich und edel ist das Gute, göttlich und unsterblich aber das Schöne.

    Rupert Johann Hammerling

  38. Öffentlichkeit, Öffentlichkeit, Öffentlichkeit, ist der größte moralische Machtfaktor in unserer Gesellschaft.

    Joseph Pulitzer

  39. Gute Menschen sind ansteckend.

  40. Es gibt keine guten und bösen Menschen, sondern nur Weise und Toren.

  41. Nicht Überladung mit totem Wissen, sondern Läuterung und Stärkung des sittlichen Gefühls ist der höchste Zweck der Erziehung.

    Lukian

  42. Tüchtigkeit ist nur ein Wert unter vielen - Lebenskunst ist ein anderer.

    John Knittel

  43. Wir schätzen die Tugend, aber wir erwähnen sie nicht.

    John Steinbeck

  44. Erfahren sollst du, dass das, was ihr Unkraut nennt, wenigstens auch die Tugend desselben hat: nämlich nicht zu verderben und auszugehen.

    Wilhelm Raabe

  45. Wir leben in einer Welt, in der ein jeglicher bei weiten mehr auf die Schwächen, Laster und Untugenden des anderen angewiesen ist als auf seine Tugenden.

    Wilhelm Raabe

  46. Tugend macht edel, aber Adel gibt keine Tugend.

  47. Der ist recht edel in der Welt, der Tugend liebt und nicht das Geld

  48. Ohne Tugend und Weisheit kann keine freie Verfassung bestehen.

    Johann Georg Adam Forster

  49. Eine Seele ohne Zwang ist auch ohne Laster.

    Peter Hille

  50. Wenn eine Frau mehr innere Werte hat als äußere, dann sollte man sie wenden lassen.

    Max Pallenberg

  51. Der Gehorsam ist ein erhabener Vorzug, dessen nur die vernünftige Kreatur fähig ist.

    Augustinus

  52. Eine Frau von innerer Güte ist immer liebenswürdig befunden worden, und eine, die noch nach drei Tagen hässlich gefunden wird, ist gewiß nicht liebenswürdig

    Ludwig Börne

  53. Dem Streben nach Lob liegt ein Streben danach, lobenswert zu sein, zu Grunde.

    Adam Smith

  54. Was die Theologen auch sagen mögen: Die Menscheit hat im ganzen viel mehr Tugenden als Laster.

    Henry Thomas Buckle

  55. Tugend besteht nicht aus der Abwesenheit der Leidenschaften, sondern in deren Kontrolle.

    Joseph Billings

  56. Alles, was der Gesellschaft, das heißt dem Menschengeschlecht und der Welt nützt, ist ehrenvoll, alles, was ihr schädlich ist, schändlich.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  57. Wie für unterschiedliche Jahreszeiten, so ziemt sich auch für unterschiedliche Lebensalter eine andere Handlungsweise.

    Titus Maccius Plautus

  58. Der sittlich Edlere siegt stets über das wenig Edlere und hat auf Dauer längeren Bestand als das Gemeinere

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  59. Mache einen anständigen Menschen aus dir selbst - und du kannst sicher sein, dass ein Schuft weniger auf der Welt ist

    Thomas Carlyle

  60. Es liegt wenig daran, wie man geboren wird; aber es ist viel daran gelegen, wie man stirbt.

    Christina I. von Schweden