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Sprüche über Tugend

368 Sprüche — Seite 4

Was einen Menschen innerlich ehrt, erschöpft sich nicht in Talent, Erfolg oder Ansehen. Tugend bezeichnet jene geformte Haltung, in der sich Charakter, Maß und sittliche Verlässlichkeit zeigen. Deshalb wirkt dieses Thema zwar alt, berührt aber bis heute die Frage, woran wahre menschliche Größe zu erkennen ist.

Ihr Kern liegt nicht in äußerer Strenge oder Selbstgeißelung, sondern in der beständigen, oft stillen Übung des Guten – besonders dort, wo kein Beifall wartet. Eine tugendhafte Haltung zeigt sich am deutlichsten in kleinen, unbemerkten Entscheidungen und nicht erst auf der großen Bühne.

  1. Wenn man wo fremd ist, soll man zunächst einmal anklopfen

  2. Beim Genie heißt es: Laß dich gehen! Beim Talent: Nimm dich zusammen!

    Marie von Ebner-Eschenbach

  3. Es kann keine wissenschaftliche Moral geben, aber es kann eine unmoralische Wissenschaft geben.

    Henri Poincaré

  4. Was moralisch falsch ist, kann gar nicht politisch richtig sein

    William Ewart Gladstone

  5. Wenn man dich plagt, so segne doch, wenn man dich hasst, so liebe noch: Es kann ein guter Mensch auf Erden durch böse Menschen besser werden

    Gerhard Tersteegen

  6. Talente ohne Tugend sind wie Sklaven ohne Herren: Sie können sich nicht gut benehmen und sind zu allem fähig.

  7. Eine Dame ist eine Frau, deren blosse Anwesenheit zur folge hat, dass sich Männer wie Herren benehmen.

    H. L. Mencken

  8. Ich wähle meine Freunde nach ihrem guten Aussehen, meine Bekannten nach ihrem Charakter und meine Feinde nach ihrem Verstand

    Oscar Wilde

  9. Wenn im Herzen keine Bosheit ist, so sind immer Heiterkeit und Leichtigkeit in Miene und Manieren.

    Philip Chesterfield

  10. Die das Laster liebenswürdig machen, schätze ich doch höher als die, welche die Tugend erniedrigen.

    Joseph Joubert

  11. Meiner Idee nach ist Energie die erste und einzige Tugend des Menschen.

    Wilhelm von Humboldt

  12. Mit der Energie aber schwindet jede andre Tugend hin. Ohne sie wird der Mensch Maschine. Man bewundert, was er tut; man verachtet, was er ist.

    Wilhelm von Humboldt

  13. Die Jugend ist nicht das Alter der Rache und des Hasses, sondern das des Mitleidens, der Milde, der Großmut.

    Jean-Jacques Rousseau

  14. Auf Tugend gegründetes Glück wird durch nichts zerstört.

    Leo Tolstoi

  15. Im Schlechtesten der Menschen steckt noch so viel Gutes und im Besten noch so viel Böses, dass keiner befugt ist, zu urteilen und zu verurteilen.

    Robert Louis Stevenson

  16. Moralische Entrüstung ist Eifersucht mit einem Heiligenschein

    Herbert George Wells

  17. Die Liebe ist unter den Tugenden, was die Sonne unter den Sternen: Sie gibt ihnen Glanz und Schönheit

    Franz von Sales

  18. Das Mittelmaß ist gut dem Alter wie der Jugend, nur Mittelmäßigkeit allein ist keine Tugend.

    Friedrich Rückert

  19. Die Schönheit ist nach drei Tagen genauso langweilig wie die Tugend

    George Bernard Shaw

  20. Anständigkeit ist die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen.

    George Bernard Shaw

  21. Güte ist das Feingefühl roher Seelen.

    Fernando Pessoa

  22. Die wahre Ruhe der Gemüter ist Tugend und Genügsamkeit

    Christian Fürchtegott Gellert

  23. Wer tugendhaft lebt, wird geehrt, aber er wird nicht beneidet.

  24. Am Fortschritt der Moral beteiligt, sind wir darüber einig nun, dass nicht der Zweck die Mittel heiligt. Doch der Erfolg wird's ewig tun.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  25. Das Leben besteht aus kleinen Handlungen und die Tugend aus kleinen Siegen.

    Katharina von Siena

  26. Die Empfänglichkeit für Kultur wird künftig den Ausschlag geben, und nicht die Gewalt

    Jakob Bosshart

  27. Man ist weniger duldsam für jene Neigungen, die man nicht mehr besitzt.

    Casimir Delavigne

  28. Ich glaube nicht, dass derselbe Gott, der uns Sinne, Vernunft und Verstand gab, uns ihren Gebrauch verbieten wollte.

    Galileo Galilei

  29. Das höchste Gut des Geistes ist die Erkenntnis Gottes, und die höchste Tugend des Geistes ist, Gott zu erkennen.

    Baruch de Spinoza

  30. Die Wissenschaft ist außer Reichweite der Moral, denn ihre Augen sind auf ewige Wahrheiten geheftet.

    Oscar Wilde

  31. Was gibt es Törichteres als von seinen eigenen guten Eigenschaften bezaubert, von seinen eigenen Verdiensten entzückt zu sein?

    Erasmus von Rotterdam

  32. Unser Stolz auf den Besitz irgendeiner guten Eigenschaft erleidet einen argen Stoß, wenn wir sehen, wie stolz andere auf das Nichtbesitzen derselben guten Eigenschaft sind

    Marie von Ebner-Eschenbach

  33. Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften. Die Welt ist voll Tricks und Betrug. Aber werde nicht blind für das, was dir an Tugend begegnet.

  34. Die Freude ist die Mutter aller Tugenden.

    Johann Wolfgang von Goethe

  35. Tugend ist die Mitte zwischen den Fehlern.

    Horaz

  36. Nichts ist so gefährlich wie das Allzumodernsein. Man gerät in Gefahr, plötzlich aus der Mode zu kommen.

    Oscar Wilde

  37. Die Hauptbestandteile eines guten Charakters sind Treue und Mitleid

    Carl Hilty

  38. Stärke und Erfolg stehen über der Moral, über der Kritik.

    John Steinbeck

  39. Der Mensch soll zur Selbsttätigkeit im Dienste des Wahren und Guten gebracht werden.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  40. Jede Nation ist im Ausland hauptsächlich durch ihre Untugenden bekannt

    Joseph Conrad

  41. Die Tugend adelt mehr als das Geblüt.

  42. Die Wahrheit ist die Grammatik des Lebens und die Ehre ein Examen mit Nr. 1.

    Bogumil Goltz

  43. Jeder Mensch hat ein Gewissen. Es mahnt ihn, er soll nichts fürchten und soll nichts versäumen, was das Herz von ihm fordert.

    Bettina von Arnim

  44. Die beste Frau ist die, von der man am wenigsten spricht.

    Thukydides

  45. Der erste Schritt zum Laster ist der letzte auf der Bahn der Tugend und der wahren Glückseligkeit.

    Joachim Heinrich Campe

  46. In moralischer Beziehung ist der Mann öfter und länger Mann, als die Frau Frau ist.

    Honoré de Balzac

  47. Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein!

    Wilhelm Busch

  48. Lügen ist nur dann ein Laster, wenn es Böses stiftet, dagegen eine sehr große Tugend, wenn dadurch Gutes bewirkt wird.

    Voltaire

  49. Wenn Du Deinen Kindern viel Reichtum hinterlassen willst, dann gib sie in Gottes Fürsorge und hinterlass ihnen nicht Reichtümer, sondern Tugenden und Qualifikationen.

    Johannes Chrysostomos

  50. Je dümmer, je unsittlicher es ist, was die Menschen tun, um so feierlicher wirkt es.

    Leo Tolstoi

  51. Bescheidenheit kann schwerlich als Tugend bezeichnet werden. Sie ist mehr ein Gefühl als eine Neigung. Sie ist eine Art Furcht, dem üblen Ruf zu verfallen.

    Aristoteles

  52. Es wachsen Glaube und Unschuld nur am Baume der Kindheit noch; jedoch sie währen nicht.

    Dante Alighieri

  53. Gute Nacht, Tugend: hab ich Geld, so bin ich lieb.

  54. Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.

    William Hazlitt

  55. Das Geheimnis der Tugend ist die Gewohnheit

    Ludwig Andreas Feuerbach

  56. Unser letzter Zweck ist die Glückseligkeit, aber das einzige geeignete Mittel für diesen Zweck ist die Tugend und Geistesbildung.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  57. Demut ist keine Tugend, das heißt, sie entspricht nicht der Vernunft.

    Baruch de Spinoza

  58. Man sollte es nicht für möglich halten, aber auch die Tugenden müssen ihre Grenzen haben

    Immanuel Kant

  59. Frieden ist nicht Abwesenheit vom Krieg; Friede ist eine Tugend, eine Geisteshaltung, eine Neigung zu Güte, Vertrauen, Gerechtigkeit.

    Baruch de Spinoza

  60. Für Männer geht Wissen über Tugend, für Frauen heißt Tugend: dem Wissen entsagen.