gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Selbsterkenntnis

290 Sprüche — Seite 5

Am schwersten sieht der Mensch oft das, was ihn selbst bestimmt. Selbsterkenntnis verlangt Ehrlichkeit, Mut und die Bereitschaft, sich nicht nur mit den eigenen Vorzügen, sondern auch mit Widersprüchen, Schwächen und versteckten Motiven zu befassen. Deshalb gehört dieses Thema zu den anspruchsvollsten Wegen innerer Reifung.

Ihr Wert liegt darin, dass sie nicht im Grübeln endet, sondern zu Klarheit und Veränderung führen kann. Wer sich selbst besser versteht, urteilt nüchterner, handelt freier und ist weniger darauf angewiesen, sich vor sich selbst zu verbergen.

  1. Wir sind das, was dann übrig bleibt, wenn das Vergängliche von uns genommen ist.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  2. Sage mir, wie du ißt, und ich sage dir, was du bist.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  3. Wie mag man tugendhaft und gerecht leben? Wenn man selbst nicht tut, was man an andern tadelt!

    Thales von Milet

  4. Bedenke gut, was deine Kraft vermag und was über deine Fähigkeit hinausgeht

    Horaz

  5. Sei dir deiner Kräfte, Bedürfnisse und Möglichkeiten bewusst, dann wirst du auf dem Weg, den du beschreitest, einen Gefährten haben.

  6. Ich bin darauf gekommen, dass ich nur dann glücklich bin, wenn ich an etwas arbeite, an dem ich Gefallen finde.

    John Reed

  7. Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde

    Christian Morgenstern

  8. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Gerechtigkeit. Selbsterkenntnis ist die erste Pflicht – gegen die anderen.

    Anton Wildgans

  9. Betrachte beizeiten den Lauf deines Lebens und werde dir bewusst, wie viele Flüsse darin münden, die dich stützen und nähren.

  10. Wer Autorität haben will, muss bescheiden sein und sein Unrecht unverhohlen einzugestehen wissen.

    Richard Rothe

  11. Das Schwerste für den Menschen ist Selbsterkenntnis.

  12. Dankbar sein, dass es Misserfolg und Unglück gibt; sie sind Warnsignale, uns zu verändern.

    Nikolaus B. Enkelmann

  13. Wir sind am unglücklichsten, wenn wir uns eingestehen müssen, dass wir unser Naturell nicht zu beherrschen vermögen.

    Heinrich Laube

  14. Je älter ich werde, um so mehr sehe ich, dass die Erfahrung nur weitere Jahre mit sich bringt, aber dass man so wenig Vorteil aus allem zieht, als wäre nichts geschehen.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  15. Gebt dem Menschen das Bewusstsein dessen, was er ist, und er wird auch bald lernen zu sein, was er soll

    Carl Friedrich von Rumohr

  16. Allen Menschen ist es gegeben, sich selbst zu erkennen und klug zu sein.

    Heraklit von Ephesos

  17. Wer durch Dornengestrüpp hat gehen müssen, lernt, wie Dornen verwunden, und tut die an ihm hängengebliebenen ab, damit sie anderen nicht schaden

    Hermann Stehr

  18. Entsetzt erkennt mancher Künstler eines Tages sein verfehltes Leben: Statt wohlhabend, ist er berühmt geworden.

    Otto Weiss

  19. Wie gut man's hat, ist schwerer zu erkennen, als wie gut man's hatte.

    Otto Weiss

  20. Der Weg zur Vollkommenheit und zu jedem Fortschritt ist fortwährende Selbstkritik.

    Arnold Böcklin

  21. Unsere Fehler bringen uns nicht so sehr ins Verderben, wie unser Widerstreben, sie zu verbessern, wenn wir sie entdeckt haben.

    James Hudson Taylor

  22. Wenn die Leute sich nur halb so viel Rechenschaft über ihr eigenes Leben geben wollten, als über das Leben der anderen, so würden sie sich des Ratgebens meist enthalten.

    Fanny Lewald

  23. Wer ohne üblen Willen die Fehler und Irrtümer seiner Nebenmenschen beobachtet, lernt dabei, wenn er will, seine eigenen Fehler und Irrtümer erkennen; er hat dann die Pflicht, ernst an ihre Überwindung …

    Fanny Lewald

  24. Zu wissen, was man will, ist leichter als zu wissen, was man kann.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  25. Wenn wir uns auf uns selbst besinnen, stellen wir fest, dass wir genau das besitzen, was wir uns wünschen

    Simone Weil

  26. Jeder angenehme Augenblick hat Wert für mich. Glückseligkeit besteht nur in Augenblicken. Ich wurde glücklich, da ich das lernte.

    Caroline Schlegel-Schelling, geb. Michaelis

  27. Wer die Kraft in sich fühlt, sich einen ehrenvollen Platz selbst zu erringen, der wird zu stolz sein, von einem Vorrecht Gebrauch zu machen; kann er dies nicht, dann soll er verzichten und nicht mehr …

    Wilhelmine von Hillern

  28. Es ist sehr traurig bemerken zu müssen, wie uns der Egoismus allenthalben nachschleicht und uns oft da am nächsten ist, wo wir ihn am fernsten von uns glaubten.

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  29. Ein gebildeter Mensch ist nicht der, den die Natur verschwenderisch behandelt hat; ein gebildeter Mensch ist der, der die Gaben, die er hat, gütig, weise und richtig und auf die höchste Weise gebrauch …

    Rahel Varnhagen von Ense

  30. An sich arbeiten; klar machen, was uns verwirrt und drückt, und wären es die größten Schmerzen – heißt gut sein.

    Rahel Varnhagen von Ense

  31. Die Selbstbeschränkung ist die Frucht der Selbsterkenntnis, die Form von deines Wesens vertrauterem Verständnis.

    Friedrich Julius Hammer

  32. Die guten und die schlechten, die Fähigen und die Unfähigen sind der Spiegel, in welchem wir uns im Laufe eines langen Lebens langsam kennenlernen.

    August Pauly

  33. Was schlechte Richter sind, können wir an uns selbst lernen, wenn wir die Vergehen unserer Kinder strafen.

    August Pauly

  34. Jede Zeit erkennt die Fehler ihrer Vorgängerin wie jeder Narr die Narrheit eines anderen, aber nicht seine eigene.

    August Pauly

  35. Es ist ein gesegneter Augenblick, in welchem der Mensch seine eigene Dummheit begreift.

    August Pauly

  36. Sage zu dem Eitlen, er solle sich selbst erkennen und flugs schaut er in den Spiegel.

    August Pauly

  37. Verachtung stärkt den Geist zur Selbstüberwachung, weil wir am besten die volle Schwere und die große Kluft zwischen uns und dem Verachteten verstehen.

    Heinrich Martin

  38. In jedem Mensch steckt Philosophie, doch nur der Kluge kennt und findet sie.

    Heinrich Martin

  39. Edler Stolz erkennt sich selbst; Hochmut sieht nur die Gebrechen anderer.

    Heinrich Martin

  40. Nur Unglück, welches plötzlich an uns heran tritt, fordert uns heraus, zu zeigen, ob wir klein oder groß sind.

    Heinrich Martin

  41. Der Irrtum ist sehr schwer zu tragen; ihn los zu werden macht uns Plagen.

    Heinrich Martin

  42. Nachsicht findet man allein nur bei edlen Seelen, die noch nicht vergessen haben: Ich auch konnte fehlen.

    Heinrich Martin

  43. Ist dir's in deiner Ecke zu eng, so schüttle ab alles, was dich beengt, wandre, werde, was du werden magst und kannst – wenn nur dein Ich, deine Persönlichkeit, der Kern deines Wesens zur Erblühung ko …

    Friedrich Lienhard

  44. Wir sind die Bilder, die wir von uns selber machen. Man wandelt sich. Wehe, wenn das Bild fixiert ist.

    Luigi Pirandello

  45. Wenn wir fühlen, wie stark gewisse Kräfte und Triebe in uns wirken, müssen wir alle Gegenkräfte in uns besonders pflegen.

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

  46. Einige Wochen selbstbeschaulicher Muße lassen dich begreifen, wie leicht man sich die Augen für sein Eigenstes monate- und jahrelang durch fremde Brillen verdirbt.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  47. Je idealer das Streben, je höher die sittlichen Anforderungen, die man an sich stellt, umso schmerzlicher das Bewusstsein der Schwäche.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  48. Wir wissen nicht, wie groß wir sind, bis sie uns zum Aufstehen zwingen. Und wenn wir es dann wirklich tun, wird unser Kopf durch die Wolken dringen.

    Emily Elizabeth Dickinson

  49. Ist deine letzte innerste Wahrheit, die du gefunden hast, auch eins mit deinem Handeln?

    Eugen Diederichs

  50. Eigentlich jung kann man nur im Alter sein

    Eugen Diederichs