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Sprüche über Selbsterkenntnis

290 Sprüche — Seite 3

Am schwersten sieht der Mensch oft das, was ihn selbst bestimmt. Selbsterkenntnis verlangt Ehrlichkeit, Mut und die Bereitschaft, sich nicht nur mit den eigenen Vorzügen, sondern auch mit Widersprüchen, Schwächen und versteckten Motiven zu befassen. Deshalb gehört dieses Thema zu den anspruchsvollsten Wegen innerer Reifung.

Ihr Wert liegt darin, dass sie nicht im Grübeln endet, sondern zu Klarheit und Veränderung führen kann. Wer sich selbst besser versteht, urteilt nüchterner, handelt freier und ist weniger darauf angewiesen, sich vor sich selbst zu verbergen.

  1. Liebe: die Torheit, einen anderen zu schätzen, bevor man sich selber kennt.

    Ambrose Bierce

  2. Schicksalsschläge sind Bewährungsproben für die Lebensgrundsätze. Ohne sie würde niemand recht wissen, ob er ein ehrlicher Mensch ist oder nicht.

    Henry Fielding

  3. Lerne Geduld haben mit fremden Fehlern; denn siehe, du hast auch viel an dir, was andere tragen müssen

    Thomas à Kempis

  4. An der Frau erlebt man nicht nur die Enttäuschungen, die sie uns bereitet, sondern auch jene, die wir ihr bereiten.

    Peter Altenberg

  5. Teuer ist mir der Freund, Doch auch den Feind kann ich nützen; Zeigt mir der Freund, was ich kann, Lehrt mich der Feind, was ich soll.

    Friedrich von Schiller

  6. Betrachte den Traum wie das Gebet deiner dir selbst entflohenen Seele

    Carl Ludwig Schleich

  7. Ein Mann ist stark, wenn er sich seine Schwäche eingesteht.

    Honoré de Balzac

  8. Wer die Welt in Ordnung bringen will, gehe zuerst dreimal durchs eigene Haus.

  9. Das Unglück ist eine stehengebliebene Uhr, die am hellen Morgen plötzlich auf Mitternacht zeigt. Prüfen wir uns nur, ob wir es nicht selbst gewesen, die vergessen hatten, sie aufzuziehen.

    Ludwig Habicht

  10. Die meisten Menschen besitzen wie Pflanzen verborgene Eigenschaften, die der Zufall entdeckt.

    François de la Rochefoucauld

  11. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Heuchelei.

    Ernst Hohenemser

  12. Mach dir nicht vor, du wolltest Irrtümer in der Natur verbessern. In der Natur ist kein Irrtum, sondern der Irrtum ist in dir.

    Leonardo da Vinci

  13. Jedermann ist zu bedauern, der gerade genug Verstand hat, seine Mängel wahrzunehmen.

    William Hazlitt

  14. Nicht in der Stadt, erst in der Wildnis lernt man den Mann kennen.

  15. Menschen kennen nicht ihre Fehler, Ochsen nicht ihre Stärke.

  16. Es gibt naive Menschen, die sich erkennen und ihre Naivität geschickt zu benutzen verstehen

    François de la Rochefoucauld

  17. An sich selbst muss der Mensch in Erfahrung bringen, wie dem anderen zumute ist.

    Wilhelm Raabe

  18. Erst gegen Ende unseres Lebens müssen wir uns eingestehen, dass uns die am meisten genützt haben, die uns die größten Hindernisse in den Weg gelegt haben.

    Carl Ludwig Schleich

  19. Ich wollte einmal hoch hinaufsteigen, um tief in mich hineinsehen zu können.

    Reinhold Messner

  20. Die Kunst der Lebensführung besteht bekanntlich darin, mit gerade soviel Dampf zu fahren, wie gerade da ist.

    Theodor Fontane

  21. Wenn Menschen ihre innere Einstellung ändern, können sie auch die äußeren Umstände ihres Lebens ändern.

    William James

  22. Wenn es Dir gelingt, über Dich selbst Gericht zu sitzen, dann bist Du ein wirklicher Weiser.

    Antoine de Saint-Exupéry

  23. Wer einen ebenbürtigen Gegner überlebt, wird entdecken, dass ihm etwas fehlt.

    Otto von Bismarck

  24. Wolle nie irgendeine Beunruhigung, irgendein Weh, irgendeine Schwermut von Deinem Leben ausschießen, da du doch nicht weißt, was diese Zustände an dir arbeiten.

    Rainer Maria Rilke

  25. Akzeptiere nie die Behauptung, andere würden dich besser kennen, als du dich selbst.

    Dwight "Ike" David Eisenhower

  26. Wer sich nicht selbst helfen will, dem kann niemand helfen.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  27. Kein Mensch weiß, was in ihm schlummert und zutage kommt, wenn sein Schicksal anfängt, ihm über den Kopf zu wachsen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  28. Alle Stärke wird nur durch Hindernisse erkannt, die sie überwältigen kann.

    Immanuel Kant

  29. Die Willensfreiheit haben viele im Munde, im Geist aber wenige

    Dante Alighieri

  30. Man läßt sich für gewöhnlich lieber durch Gründe überzeugen, die man selbst gefunden hat, als durch solche, die andern in den Sinn gekommen sind.

    Blaise Pascal

  31. Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen entdecken.

    Johann Wolfgang von Goethe

  32. Wir können nicht alles und was wir nicht kömnnen, sollten wir lassen.

    Reinhold Messner

  33. Das Glück begreifen, dass der Boden auf dem du stehst, nicht größer sein kann, als die zwei Füße, die ihn bedecken

    Franz Kafka

  34. Es ist kein Verdienst, Verstand zu haben, sondern ein Glück; aber Verdienst ist es, ihn zur Erkennung seiner selbst anzuwenden.

    Johann Kaspar Lavater

  35. Wenn Du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst Du reicher in Dich selbst zurück; denn wer den Sinn aufs Ganze hält gerichtet, dem ist der Streit in seiner Brust geschlichtet.

    Friedrich von Schiller

  36. Die meisten unserer Fehler erkennen und legen wir erst dann ab, wenn wir sie an den anderen entdeckt und gesehen haben, wie sie denen stehen.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  37. Derjenige, der sich mit Einsicht für beschränkt erklärt, ist der Vollkommenheit am nächsten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  38. Um anderen gegenüber gerecht sein zu können, muss man sich selbst gegenüber ehrlich sein

    Jean-Baptiste Rousseau

  39. Ein guter Mensch, der seine Fehler nicht eingesteht und sich stets rechtfertigen will, kann zum Ungeheuer werden.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  40. Ohne beständige Arbeit der Selbstbestimmung und Selbstprüfung schreiten die menschlichen Dinge nicht vorwärts.

    Heinrich von Treitschke

  41. Es gibt einen Gedanken, der unsere ganze Lebensführung und Betrachtung verändern würde: Die Gewissheit unserer Unzerstörbarkeit durch den Tod.

    Christian Morgenstern

  42. Es ist zu wünschen, dass jeder, der uns die Wahrheit zeigen will, sie nicht in Worten ausdrückt, sondern uns die Möglichkeit gibt, sie selbst zu erkennen.

    José Ortega y Gasset

  43. Wer an den Spiegel tritt, um sich zu ändern, der hat sich geändert

    Seneca

  44. Mancher Mensch muss erst mit dem Kopf gegen einen Baum rennen, bevor er merkt, dass er auf dem Holzweg ist

    Wilhelm Busch

  45. Jeder neue Tag ist eine neue Chance, sich zu finden, in sich fündig zu werden, aus sich heraus zu geben

  46. Bist du allein, so gedenke deiner Schwächen, bist du in Gesellschaft, so sprich nicht von denen der anderen.

  47. Höre jeden Tag in dich hinein, damit du erfährst, was du dir zu sagen hast.

  48. Es ist nichts schwerer, als mit sich selbst Geduld haben - seine eigne Schwachheit zu tragen.

    Novalis

  49. Hochmut ist, aus Liebe zu sich selbst eine höhere Meinung von sich haben, als recht ist.

    Baruch de Spinoza

  50. Wer seinen Kopf verlor, merkt den Verlust als letzter.

  51. Der Mensch, der krank im Bette liegt, kommt mitunter dahinter, dass er für gewöhnlich an seinem Amte, Geschäfte oder an der Gesellschaft krank geworden ist, und durch sie jede Besonnenheit verloren ha …

    Friedrich Nietzsche

  52. Zu viele Männer zögern ihren Abgang von der Bühne hinaus. Das ist schlechtes Theater und schlechtes Leben.

    John Steinbeck

  53. Wer ein Grenzgänger ist, oft allein in extremen Situationen, erfährt genügend über sich. Ich habe die Abgründe meiner Seele erlebt, wie wenige andere.

    Reinhold Messner

  54. Suchst du dich selbst, so suche draußen in der Welt. Suchst du die Welt, so suche in dir selbst.

    Rudolf Steiner

  55. Auch der Mutigste von uns hat nur selten den Mut zu dem, was er eigentlich weiß.

    Friedrich Nietzsche

  56. Sich selbst erkennen ist von Wert.

  57. Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.

    Ralph Waldo Emerson

  58. Die größte Entdeckung meiner Generation ist die, dass der Mensch nur durch Änderung seiner Einstellung sein Leben ändern kann.

    William James

  59. Eines Mannes Tugend erprobt allein die Stunde der Gefahr.

    Friedrich von Schiller

  60. Schaue auf Dich selbst, nicht auf die Sonne, wenn Dein Garten nicht blüht.