Sprüche über Recht
241 Sprüche — Seite 2
Wo Ansprüche geprüft und Grenzen gesetzt werden, betritt der Mensch den Bereich des Rechts. Es soll ordnen, schützen und Willkür begrenzen, bleibt aber immer darauf angewiesen, dass Gerechtigkeit und Gewissen nicht aus dem Blick geraten. Deshalb ist dieses Thema von großer gesellschaftlicher und moralischer Bedeutung.
Seine Stärke liegt in Verbindlichkeit, seine Grenze in der bloßen Form ohne innere Billigkeit. Recht schafft Rahmen und Sicherheit, doch es fordert zugleich die ständige Frage, ob das Zulässige auch dem Gerechten wirklich entspricht.
Den Schuldigen zu schonen, ist Grausamkeit gegen den Unschuldigen
— John Locke
Ich verwerfe die Ehe, weil sie zum Eigentum macht, was nimmer Eigentum sein kann: die freie Persönlichkeit; weil sie ein Recht gibt auf Liebe, auf die es kein Recht geben kann; bei der jedes Rech …
— Louise Franziska Aston
Ich halte nichts vom Recht des Menschen auf Arbeit; ich halte es lieber für das größte Recht des Menschen, nichts zu tun.
— Gioacchino Rossini
Wer denkt an die Frauen? Niemand! So müssen sie denn selbst an sich denken - allein führt zum besten Resultat.
— Ida Hahn - Hahn
Es hat mancher mehr Glück als Recht.
Heiraten heißt, seine Rechte halbieren und seine Pflichten verdoppeln.
— Arthur Schopenhauer
Gewissen ist das Bewußtsein eines inneren Gerichtshofes im Menschen
— Immanuel Kant
Was sind Staaten anderes als große Räuberbanden, wenn es in ihnen keine Gerechtigkeit gibt.
— Augustinus
Wo man das Recht hinauswirft, kommt der Schrecken zur Tür herein
Die Zukunft ist eine undankbare Person, die grad' nur die quält, die sich recht sorgsam um sie kümmern.
— Johann Nepomuk Nestroy
Im Recht zu sein, kann vor Gericht zum entscheidenden Nachteil werden
— Heinrich von Kleist
Wenn die Gegenwart über die Vergangenheit zu Gericht zu sitzen versucht, wird sie die Zukunft verlieren.
— Winston Churchill
Der Kompromiß ist ein guter Regenschirm, aber kein Dach.
— James Russell Lowell
Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Juristentraum vom Himmel : Alle beanspruchen bei der Auferstehung ihr Vermögen, und jeder versucht, es von seinen Vorvätern wiederzuerlangen.
— Samuel Butler
Gewalt kann wohl den Richter beugen, doch niemals beugt Gewalt das Recht.
— Johannes Trojan
Zum Denken sind wenige Menschen geneigt, obwohl alle zum Rechthaben.
— Arthur Schopenhauer
Recht ist es, vom Feind zu lernen.
— Ovid
Betrachten sie mich nicht als ihren Chef, sondern als guten Freund, der immer recht hat.
Der grösste Feind des Rechtes ist das Vorrecht.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Zuweilen ist's ein Unglück, recht zu haben
— Sophokles
Ich glaube, dass jedes Recht eine Verantwortung, jede Gelegenheit eine Aufgabe und jeder Besitz eine Verpflichtung auferlegt.
— John D. Rockefeller
Advokaten und Soldaten sind des Teufels Spielkameraden.
Kleine Diebe hängt man an den Galgen, die großen an goldene Ketten
Freundschaft und guter Wille macht kein Recht
Zum Geburtstag recht viel Glück, immer vorwärts, nie zurück, wenig Arbeit und recht viel Geld, große Reisen in die Welt, jeden Tag gesund sich fühlen, sechs Richtige im Lotto spielen, ab und zu …
Das größte ist das Alphabet, denn alle Weisheit steckt darin. Aber nur der erkennt den Sinn, der’s recht zusammenzusetzen versteht.
— Franz Emanuel August Geibel
Ein kleiner Dieb an Galgen muss, von großen nimmt man Pfenningsbuß
Das Recht auf Dummheit gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit
— Mark Twain
Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden.
Frauen können sehr scharfsinnig werden, wenn sie unrecht haben
— Arthur Rubinstein
In eigener Sache ist man immer der mildeste Richter
Wenn man mit einer jungen Dame vom Wetter redet, vermutet sie, dass man etwas ganz anderes im Sinn hat. Und meistens hat sie damit Recht!
— Oscar Wilde
Mit Hilfe der Sonne wurde die Erde geschaffen. Die Erde und ich, wir sind eins. Der Eine, der das Recht hat, über das Land zu verfügen, ist der Eine, der es geschaffen hat.
Wer Rüben will recht gut und zart, der sä' sie an Maria Himmelfahrt.
Bringt Dorothee recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee. (06. Feb.)
Geld vor - Recht nach.
Jeder hat soviel Recht, wie er Macht hat.
— Baruch de Spinoza
Ob nicht jede Frau das natürliche Recht hat, einmal in ihrem Leben auch die Geliebte eines vollkommen schönen Mannes zu sein?
— Arthur Schnitzler
Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht
— Marie von Ebner-Eschenbach
Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.
— Voltaire
Die recht Frommen haben sogar ihren Gott, um den nächsten damit zu schikanieren.
— Emil Gött
Wir haben kein Recht zu fragen, warum Gott das, was er tut, so tut.
— John Henry Newman
Nicht alle können dichten, doch wollen alle richten
Intuition ist der eigenartige Instinkt, der einer Frau sagt, dass sie Recht hat, gleichgültig, ob das stimmt oder nicht.
— Oscar Wilde
Das Urteil der Menge mache dich immer nachdenklich, aber niemals verzagt.
— August von Platen
Kränkungen haben ihr Gutes: Sie setzen einen ins Recht.
— Henry de Montherlant
Nur wer das Herz hat zu helfen, hat das Recht zu kritisieren.
— Abraham Lincoln
Das Recht ist die Waffe des Schwachen.
— Gustav Walter Heinemann
Wer einen Stein verrückt am Bau des Rechtes, wirft das Haus zusammen.
— Friedrich Halm
Wie lange soll der Urlaub dauern? So lange, dass der Chef Sie vermisst, aber nicht so lange, bis er entdeckt, dass er auch ohne Sie recht gut auskommen kann.
Um sicher Recht zu tun, braucht man sehr wenig vom Recht zu wissen. Allein, um sicher Unrecht zu tun, muss man die Rechte studiert haben.
— Georg Christoph Lichtenberg
Lebe so als sei jeder Tag dein letzter - eines Tages wirst Du recht haben.
Der Mensch muß das Recht suchen und das Glück kommen lassen
— Johann Heinrich Pestalozzi
Die Natur versteht keinen Spass, sie ist immer wahr, sie hat immer recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer die der Menschen
— Johann Wolfgang von Goethe
Zwei Rechte sind in der Erklärung der Menschenrechte vergessen worden: das Recht, sich zu widersprechen, und das Recht wegzugehen.
— Charles Baudelaire
Die alleinige Quelle des Rechts ist das gemeinsame Bewusstsein des ganzen Volkes: der allgemeine Geist
— Ferdinand Lassalle
Mach es wenigen recht - vielen gefallen ist schlimm!
— Friedrich von Schiller
Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.
— Jean-Jacques Rousseau
Die Menschen, die stets auf Recht und Ordnung pochen, haben am meisten Angst vor dem Leben.
— Rainer Haak