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Sprüche über Menschlichkeit

288 Sprüche — Seite 5

Was einen Menschen wirklich groß macht, zeigt sich selten in Macht oder Glanz, sondern in Menschlichkeit. Sie lebt in Mitgefühl, Güte, Aufmerksamkeit und der Fähigkeit, dem anderen nicht als Mittel, sondern als Wesen mit Würde zu begegnen. Darum besitzt dieses Thema eine stille, aber tiefreichende moralische Kraft.

Besonders sichtbar wird sie dort, wo Hilfe möglich wäre und dennoch nicht gefordert werden muss. Menschlichkeit bewährt sich in Haltung und Handlung zugleich und erinnert daran, dass das Herz oft weiter reicht als bloße Vernunft.

  1. Gerechtigkeit gibt jedem das Seine, maßt sich nicht Fremdes an und setzt den eigenen Vorteil zurück, wo es gilt, das Wohl des Ganzen zu wahren.

    Ambrosius

  2. Tapfere Männer sind wie Wirbeltiere: Außen weich, aber innen mit einem harten Kern.

    Lewis Carroll

  3. Pflichtbewusstsein aus Gehorsam macht Menschen zu Werkzeugen, schließt Menschlichkeit aus.

    Else Pannek

  4. Auf andere herabzusehen macht kleiner und ärmer. Es geschieht von einem Standpunkt, von dem keine menschliche Wärme ausgeht und an den keine gelangt.

    Else Pannek

  5. Dieses Land ist ein armes Land. Die Menschlichkeit wurde aus Kostengründen gestrichen.

    Else Pannek

  6. Wie weit die kleine Kerze Schimmer wirft! So scheint die gute Tat in arger Welt

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Mit Menschen in Not soll man nicht diskutieren; man soll ihnen helfen.

    Dr. Carl Sonnenschein

  8. Manchen Wohltäter verwirrt das Leid der anderen derartig, dass er nicht weiß, wo er seine Tasche hat.

    Georg Christoph Lichtenberg

  9. Der Weg der neueren Menschheit geht von der Humanität durch die Nationalität zur Bestialität.

    Franz Grillparzer

  10. Gegenseitige Hilfe macht selbst arme Leute reich

  11. Nicht darin besteht die objektive Gerechtigkeit, dass der Gute, sondern dass das Gute gedeihe, nicht darin, dass der Böse, sondern dass das Böse scheitere.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  12. Es steht immer jemand neben uns, der unsere Liebe braucht

    Wilhelm von Kügelgen

  13. Die Leuchte des Geistes ohne Wärme des Herzens wird oft zum Irrlicht.

    Peter Sirius

  14. Der vornehmste Beruf ist der zum Menschen und eben darum auch der am häufigsten verfehlte.

    Peter Sirius

  15. Wenn du einen Menschen ein gutes Werk vollbringen siehst, vergiß seine hundert Fehler

  16. Könnte ich unsterblich sein, so wünschte ich es nur, um Unglückliche zu unterstützen.

    Maria Theresia von Österreich

  17. Das Glück ist zum Teilen gemacht

    Jean Racine

  18. Niemand ist aus Bigotterie gut, denn dies verleitet ebenso leicht zur Härte. Aber das gute Herz wählt sich diesen Schleier, um ungesehen zu handeln.

    Sophie Mereau

  19. Wenn das Herz am rechten Fleck ist, spielt es keine Rolle, wo der Kopf ist.

    Sir Walter Raleigh

  20. Es gibt so viele Leute auf der Welt und so wenig Menschen.

    Alfons Petzold

  21. Tue den Menschen die Ehre an, ihnen zu vertrauen, dass sie an das Gute glauben, und du wirst sehen, welche Wunder das tut.

    Richard Rothe

  22. Wir sollten süchtig werden nach Freude, glücklich zu machen, Glück selbst zu erleben.

    Nikolaus B. Enkelmann

  23. Mensch sein ist nicht leicht, es ist fast unmöglich.

    August Strindberg

  24. Jedem wird gegeben in dem Maße, wie er gibt.

    Prentice Mulford

  25. Es ist ein liebes Gefühl, Gutes tun zu können um des Guten willen, ohne Dank.

    Felicitas Rose

  26. Niemand ist anders von mir behandelt worden, als ich sein möchte, wenn ich dieselbe Krankheit bekäme

    Thomas Sydenham

  27. Man wird immer wieder im Leben auf wahrhaft gütige Menschen stoßen.

    Ferdinand Ebner

  28. Nebenmenschen und Mitmenschen – wir suchen alle den, mit dem wir Mensch sein können. Wir sollen nicht neben, sondern mit den Menschen leben. Oder noch besser ist es, wenn wir einander leben.

    Ferdinand Ebner

  29. Gute Eisen macht man nicht zu Nägeln, gute Menschen nicht zu Soldaten

  30. Nur das Glück, das man anderen bereitet, führt zum eigenen Glück

    Edouard Pailleron

  31. Je höher der Mensch steigt, desto mehr sollte er, wie die Sonne, nicht nur glänzen, sondern auch wärmen.

    Theodor Toeche-Mittler

  32. Sei Mensch und ehre Menschenwürde

    Robert Bosch

  33. Die einzige Hoffnung für die Erde besteht darin, dass es der Menschheit gelingt, mehr Probleme zu lösen als auszulösen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  34. Jeder Mensch sollte die Welt mit seinem Leben ein ganz klein wenig besser machen.

    Frances Hodgson Burnett

  35. Unserer Welt wäre sehr geholfen, wenn das Befrieden an die Stelle des Befriedigens träte.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  36. Reine Liebenswürdigkeit und echter guter Wille sind die höchsten menschlichen Eigenschaften, gegen welche alles tatkräftige Heldentum mit seinem Glanz und Ruhm zurücktritt.

    Rahel Varnhagen von Ense

  37. Nicht das Denken erlöst die Welt, sondern die Liebe.

    Manfred Kyber

  38. Wenn der Verstand seine Rechnung abgeschlossen hat, setzt Empfindung die großen Zahlen ein, die er übersehen hat.

    August Pauly

  39. Die wahre Freude kommt zu denen, die andere erfreuen.

    Theresa Keiter

  40. Wo Herzensgüt' und Weisheit sich verbinden, da wird die Tugend festen Boden finden.

    Heinrich Martin

  41. Blicke demjenigen scharf in die Augen, der allein geht und dem Bettler eine Gabe reicht. Da siehst du den inneren Menschen.

    Heinrich Martin

  42. Ein unverbrüchliches Gesetz ist die Vernunft; wer sich ihr entzieht, verletzt die Humanität, mithin die heiligsten Menschenrechte.

    Heinrich Martin

  43. Nächstenliebe - Wahrhaftig, die Kunst ist's, was man verehren muss, nicht den Künstler; der ist nichts mehr als ein schwaches Werkzeug.

    Wilhelm Heinrich Wackenroder

  44. Ein untrüglicher Maßstab für einen Menschen ist sein Verhalten gegen fremdes Leid.

    Maria Waser

  45. Es ist nötig, dass wir den Schwerpunkt des Lebens in unser Inneres verlegen.

    Jakob Wassermann

  46. Haben wir jedoch die Selbstsucht aufgegeben, so bleibt in uns einzig die Liebe zum Gemeinwesen zurück.

    Tommaso Campanella

  47. Wieviel Verantwortung laden wir uns auf, wenn wir aus Feigheit oder Faulheit schweigen, da, wo wir mit einem ruhigen offenen Wort irrenden Menschenkindern eine ernste Hilfe hätten erweisen können!

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

  48. Wir sind nicht auf der Welt, um zu wetteifern, sondern um eifrig zu sein. Eifer ist treu, echt, stark und gütig.

    Max Dauthendey