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Sprüche über Menschlichkeit

288 Sprüche — Seite 3

Was einen Menschen wirklich groß macht, zeigt sich selten in Macht oder Glanz, sondern in Menschlichkeit. Sie lebt in Mitgefühl, Güte, Aufmerksamkeit und der Fähigkeit, dem anderen nicht als Mittel, sondern als Wesen mit Würde zu begegnen. Darum besitzt dieses Thema eine stille, aber tiefreichende moralische Kraft.

Besonders sichtbar wird sie dort, wo Hilfe möglich wäre und dennoch nicht gefordert werden muss. Menschlichkeit bewährt sich in Haltung und Handlung zugleich und erinnert daran, dass das Herz oft weiter reicht als bloße Vernunft.

  1. Wer den lebendigen Gott von Angesicht zu Angesicht sehen will, soll ihn nicht am leeren Firmament seiner Gedankenwelt suchen, sondern in der Menschenliebe.

    Fjodor M. Dostojewski

  2. Auf Rechtschaffenheit versteht der Edle sich, auf Gewinn der Niedriggesinnte.

    Konfuzius

  3. Ich meine, es müsste einmal ein sehr großer Schmerz über die Menschen kommen, wenn sie erkennen, dass sie sich nicht geliebt haben, wie sie sich hätten lieben können.

    Christian Morgenstern

  4. Dem andern helfen, wo man kann - so fängt die eigne Freude an

    Margarete Seemann

  5. Wer Menschen gewinnen will, muss das Herz zum Pfande einsetzen.

    Adolph Kolping

  6. Wer die anderen neben sich klein macht, ist nie groß.

    Johann Gottfried Seume

  7. Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein. Das ist absolute Unmenschlichkeit

    George Bernard Shaw

  8. Nach "lieben" ist "helfen" das schönste Zeitwort der Welt.

    Bertha Freifrau von Suttner

  9. Man ist nur schön, wenn man auch zugleich menschlich ist.

    Jean Anouilh

  10. Sei gütig, denn alle Menschen, denen du begegnest, kämpfen einen schweren Kampf

    Platon

  11. Denn Gott legt irdische Güter zu dem einen Zweck in die Hände der Reichen, dass sie die Gelegenheit und die Fähigkeit haben, ihren Nächsten, die in der Bedürftigkeit leben, zu Hilfe zu kommen

    Johannes Calvin

  12. Erwarte vom anderen, was du ihm selbst getan.

    Publius Syrus

  13. Die Güte zu lieben, ist nicht genug, man muss sie auch mit Begeisterung praktizieren.

    Konfuzius

  14. Was du auch tust, tue es weder gegen deinen Willen noch ohne Menschlichkeit noch ohne vernünftige Überlegung.

    Mark Aurel

  15. Willst du Freunde erwerben? Sei selbst freundlich, vergiß dich selber.

    Andrew Carnegie

  16. Das Schwache kann das Starke bezwingen. Das Zarte besiegt das Grobe. Jedermann unter der Sonne weiß das. Doch handelt jemand danach?

    Laotse

  17. Es ist einfach geboren zu werden, aber schwer, ein Mensch zu werden.

  18. Es ist keine Höflichkeit, dem Lahmen den Stock tragen zu wollen.

    Arthur Schnitzler

  19. Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann glauben wir gleich, wir seien gut

    Kurt Tucholsky

  20. Güte kann Haare aus des Löwen Schnurrbart ziehen.

  21. Immer siegt, wer Milde walten läßt.

    Publius Syrus

  22. Güte steht über dem Gesetz.

  23. Man soll tun, was man kann, einzelne Menschen vom Untergang zu retten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  24. Je vollständiger man ein Individuum lieben oder bilden kann, je mehr Harmonie findet man in der Welt.

    Friedrich von Schlegel

  25. Der Gütige ist frei, auch wenn er ein Sklave ist. Der Böse ist ein Sklave, auch wenn er ein König ist.

    Augustinus

  26. Die Welt ist nicht schlimmer und nicht besser, als sie vor tausend Jahren war und nach tausend Jahren sein wird.

    August von Kotzebue

  27. Gebt denen, die hungern, von eurem Reis; gebt denen, die leiden, von eurem Herzen.

  28. Alles, was menschlich ist, muß rückwärts gehen, wenn es nicht vorwärts geht.

    Edward Gibbon

  29. Die Menschen leben nicht davon, dass sie für sich selbst sorgen, sie leben von der Liebe, die in den Menschen ist.

    Leo Tolstoi

  30. Lebe, sei glücklich und mache andere glücklich.

    Mary Shelley

  31. Je besser wir sind, desto besser werden die Menschen um uns her.

    Richard Rothe

  32. Menschen sind es, die das Gemeinwesen ausmachen, nicht Mauern!

    Thukydides

  33. Der Mensch war immer Mensch, voll Unvollkommenheit.

    Johan Peter Uz

  34. Sind wir normale Menschen, verhalten wir uns zu allen gleich, dann braucht man keine künstlich geschaffene Solidarität.

    Anton Tschechow

  35. Es entmutigt oft den wärmsten Menschenfreund, dass er so vielen Hilfsbedürftigen begegnet, denen nicht zu helfen ist.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  36. Je weiser und besser ein Mensch ist, um so mehr Gutes bemerkt er in den Menschen.

    Blaise Pascal

  37. Wenn dein Gewissen rein bleiben soll, darfst du es nicht benutzen

    Otto von Bismarck

  38. In jener Stadt lebt man am besten, in der sich die Bürger, denen kein Unrecht zugestoßen ist, genauso wie die ungerecht behandelten Bewohner bemühen, einen Übeltäter zu bestrafen.

    Solon

  39. Viel Gutes kann der Mensch vollbringen, ohne sich ein Opfer zumuten zu müssen.

    Albert Schweitzer

  40. Wenn alle Menschen sich bei der Hand fassen, ist Gott fertig.

    Christian Friedrich Hebbel

  41. Gleich wie Feuer nicht Feuer löscht, so kann Böses nicht Böses ersticken. Nur das Gute, wenn es auf das Böse stößt und von diesem nicht angesteckt wird, besiegt das Böse

    Leo Tolstoi

  42. Der Mensch, der Gutes wirkt, gleicht einem Obstgarten, der von den Früchten guter Werke voll ist.

    Hildegard von Bingen

  43. Lächeln umarmt den Nächsten, die Welt und den Lächelnden.

    Else Pannek

  44. Es ist nicht sehr menschenfreundlich, wenn man von einem Gegner das Schlimmste erwartet, aber es ist selten falsch.

    Charles de Talleyrand

  45. Wozu leben wir, wenn nicht dazu, uns gegenseitig das Leben einfacher zu machen?

    George Eliot

  46. Es ist kein Winkerl im Haus, in dem man nicht Gutes tun kann, wenn man nur will.

    Maria Ward

  47. Wüssten wir, wie sehr wir einander fehlen werden, wir gingen behutsamer miteinander um.

    Else Pannek

  48. Wer Bäume pflanzt liebt noch andere außer sich selbst.

  49. Bei allem was man mit dem Herzen tut, braucht man keinen Helfer.

  50. Wenn es auf der Erde nur ein einziges Beispiel des Glücks gibt, so findet es sich im rechtschaffenen Menschen.

    Jean-Jacques Rousseau

  51. Dem Nächsten muß man helfen: Es kann uns allen ja Gleiches begegnen

    Friedrich von Schiller

  52. Die letzten Stichworte in einem richtig geführten menschlichen Leben müssen Friede und Güte heißen.

    Carl Hilty

  53. Der Mittelpunkt alles Menschenverderbens ist Verhärtung des Herzens.

    Johann Heinrich Pestalozzi

  54. Tue Gutes: Dein Nachbar erfährt es nie. Tue Böses: Man weiß es auf hundert Meilen.

  55. Im Grund hat der Mensch nur zwei Probleme, nämlich, mit sich und anderen richtig umzugehen.

    Nikolaus B. Enkelmann

  56. Der Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl sein. Dann bringt Arbeit Segen, dann ist Arbeit Gebet

    Alfred Krupp

  57. Schafft ab die Güte, verwerft die Rechtschaffenheit - die Menschen werden wieder einander lieben.

    Laotse

  58. Was ist das Menschlichste? - Jemandem Scham ersparen.

    Friedrich Nietzsche

  59. Lasst uns dankbar sein gegenüber Leuten, die uns glücklich machen. Sie sind die liebenswerten Gärtner, die unsere Seele zum Blühen bringen.

    Marcel Proust

  60. Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.

    Christian Morgenstern